29.06.2007, 16:19
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Wenn ich nicht ganz daneben liege, ist das SM57 -und vermutlich auch der Nachbau- doch ein dynamisches Gesangsmikro. Ein dynamisches Mikro kann prinzipbedingt nicht rauschen.
Aber gleich danach geht es los: Mikrofonverstärker werden oft stiefmütterlich behandelt (ich kenne die TEAC nicht und verallgemeinere daher) und sind mitunter die reinsten Rauschgeneratoren.
Vermutlich hat Dein Mikrofon die PA- üblichen XLR- Stecker, das TEAC vermutlich Klinke oder Cynch- Eingänge. Sind die Adapter richtig beschaltet?
Hinzu kommt, dass Dein Mike als Gesangsmikrofon für die Bühne ausgelegt ist. Solche Bühnenmikros sind als Vokalmikro für Besprechung aus allernächster Nähe ausgelegt, um bei gleichzeitiger Beschallung über Saalautsprecher Rückkopplungen zu vermeiden. Zudem müssen Handmikros unempfindlich gegenüber Griffgeräuschen sein, was die Empfindlickeit nicht eben verbessert. Du müßtest also näher ran an die Klampfe, aber dann kämst Du vermutlich oft an den Schallwandler und der Klang dürfte auch nicht berauschend sein weil -siehe oben- diese Mikros für extreme Nahbesprechung ausgelegt sind und bei weiter entfernten Schallquellen der Eingangsregler weit aufgezogen werden muß. Selbst gute Mirofonverstärker fangen bei 70- 80% mechanischem Öffnungsweg an zu rauschen.
Für Gitarren und verwandte Instrumente setze ich gerne ein Sennheiser MD421 ein. Damit erzielt man schon gute Ergebnisse. Nur ist dieser Mikrofontyp recht beliebt und begehrt, was auch die Gebrauchtpreise in die Höhe treibt. Neu kostet dieses seit vielen Jahren bewährte dynamische Mikrofon knappe € 400.- . Bei schmalem Etat kann man mit dem UHER M534, welches öfters bei Internetauktionshäusern günstig angeboten wird, ebenfalls sehr gute Aufnahmeergebnisse erzielen. Dieses UHER Mike ist recht empfindlich (also schön laut), neigt aber zu Griffgeräuschen. Das sollte bei Dir nicht stören, da vermutlich das Mikro an einem Stativ angebracht sein wird.
Dann wären da noch die Kondensatormikrofone, die empfindlicher als dynamische Miros sind. Aber die lasse ich lieber außen vor, da sie ziemlich teuer sind und eine eigene Stromversorgung für die Phantomspeisung brauchen.
Eine andere Möglichkeit wäre bei Vorhandensein eines guten Mischpults dieses zu verwenden und über die Line- Eingänge in die Bandmaschine zu gehen. Das könnte schon etwas Besserung bringen. Grundsätzlich gilt, dass Bühnen- und Aufnahmemikrofone sich in ihren Eigenschaften erheblich unterscheiden, weil sie auf bestimmte Einsatzzwecke hin optimiert wurden. Darum haben die Tonmeister auch gerne eine eine möglichst große Auswahl an Mikrofonen vorrätig, um für jeden Zweck -oft nach langem probieren- das richtige Mikrofon zu haben. Dies Möglichkeit hat unsereins natürlich nicht in dem Maße, man muß also Kompromisse eingehen, denn hier gibt es ebensowenig wie auf andern Gebieten die eierlegende Wollmilchsau.
Ein Rauschunterdrückungssystem, ganz gleich ob DBX, HighCom, Dolby, Telcom oder was auch immer, verstärkt vereinfacht gesagt, bestimmte Frequenzbereiche in Abhängigkeit von der Lautstärke vor der Aufzeichnung. Dabei wird der Frequenzgang arg verbogen, ist also nicht mehr wie gewünscht linear. Bei der Wiedergabe werden die angehobenen Anteile in gleichem Maße abgesenkt und der Frequenzgang ist wieder linear, und fast rauschfrei. Daraus ist erkennbar, dass man das Rauschunterdrückungssystem zwingend bei Aufnahme und Wiedergabe braucht, wenn es etwas bringen soll. Grundsätzlich könnte ein Rauschunterdrückungsgerät auch bei digitalen Medien (MD, CD, DAT) eingesetzt werden. Nur warum? Hier gibt es ja kein Bandrauschen, welches unterdrückt werden müßte. Bei der Überspielung einer verrauschten Aufnahme mit einem Rauschunterdrückungssystem auf ein anderes analoges Band käme heraus, dass das originale Rauschen mit weniger Rauschen aufgezeichnet würde, aber immer noch vorhanden ist. Bringt also auch nichts.
Wenn das Rauschen erst einmal aufgezeichnet ist, bekommt man es ohne Nebenwirkungen nicht mehr weg. Außer man appliziert sich mehrere Einheiten kein Clausthaler, dann ist einem eh alles wurscht.
edit:Fiptehler weggemacht
Wenn ich nicht ganz daneben liege, ist das SM57 -und vermutlich auch der Nachbau- doch ein dynamisches Gesangsmikro. Ein dynamisches Mikro kann prinzipbedingt nicht rauschen.
Aber gleich danach geht es los: Mikrofonverstärker werden oft stiefmütterlich behandelt (ich kenne die TEAC nicht und verallgemeinere daher) und sind mitunter die reinsten Rauschgeneratoren.
Vermutlich hat Dein Mikrofon die PA- üblichen XLR- Stecker, das TEAC vermutlich Klinke oder Cynch- Eingänge. Sind die Adapter richtig beschaltet?
Hinzu kommt, dass Dein Mike als Gesangsmikrofon für die Bühne ausgelegt ist. Solche Bühnenmikros sind als Vokalmikro für Besprechung aus allernächster Nähe ausgelegt, um bei gleichzeitiger Beschallung über Saalautsprecher Rückkopplungen zu vermeiden. Zudem müssen Handmikros unempfindlich gegenüber Griffgeräuschen sein, was die Empfindlickeit nicht eben verbessert. Du müßtest also näher ran an die Klampfe, aber dann kämst Du vermutlich oft an den Schallwandler und der Klang dürfte auch nicht berauschend sein weil -siehe oben- diese Mikros für extreme Nahbesprechung ausgelegt sind und bei weiter entfernten Schallquellen der Eingangsregler weit aufgezogen werden muß. Selbst gute Mirofonverstärker fangen bei 70- 80% mechanischem Öffnungsweg an zu rauschen.
Für Gitarren und verwandte Instrumente setze ich gerne ein Sennheiser MD421 ein. Damit erzielt man schon gute Ergebnisse. Nur ist dieser Mikrofontyp recht beliebt und begehrt, was auch die Gebrauchtpreise in die Höhe treibt. Neu kostet dieses seit vielen Jahren bewährte dynamische Mikrofon knappe € 400.- . Bei schmalem Etat kann man mit dem UHER M534, welches öfters bei Internetauktionshäusern günstig angeboten wird, ebenfalls sehr gute Aufnahmeergebnisse erzielen. Dieses UHER Mike ist recht empfindlich (also schön laut), neigt aber zu Griffgeräuschen. Das sollte bei Dir nicht stören, da vermutlich das Mikro an einem Stativ angebracht sein wird.
Dann wären da noch die Kondensatormikrofone, die empfindlicher als dynamische Miros sind. Aber die lasse ich lieber außen vor, da sie ziemlich teuer sind und eine eigene Stromversorgung für die Phantomspeisung brauchen.
Eine andere Möglichkeit wäre bei Vorhandensein eines guten Mischpults dieses zu verwenden und über die Line- Eingänge in die Bandmaschine zu gehen. Das könnte schon etwas Besserung bringen. Grundsätzlich gilt, dass Bühnen- und Aufnahmemikrofone sich in ihren Eigenschaften erheblich unterscheiden, weil sie auf bestimmte Einsatzzwecke hin optimiert wurden. Darum haben die Tonmeister auch gerne eine eine möglichst große Auswahl an Mikrofonen vorrätig, um für jeden Zweck -oft nach langem probieren- das richtige Mikrofon zu haben. Dies Möglichkeit hat unsereins natürlich nicht in dem Maße, man muß also Kompromisse eingehen, denn hier gibt es ebensowenig wie auf andern Gebieten die eierlegende Wollmilchsau.
Ein Rauschunterdrückungssystem, ganz gleich ob DBX, HighCom, Dolby, Telcom oder was auch immer, verstärkt vereinfacht gesagt, bestimmte Frequenzbereiche in Abhängigkeit von der Lautstärke vor der Aufzeichnung. Dabei wird der Frequenzgang arg verbogen, ist also nicht mehr wie gewünscht linear. Bei der Wiedergabe werden die angehobenen Anteile in gleichem Maße abgesenkt und der Frequenzgang ist wieder linear, und fast rauschfrei. Daraus ist erkennbar, dass man das Rauschunterdrückungssystem zwingend bei Aufnahme und Wiedergabe braucht, wenn es etwas bringen soll. Grundsätzlich könnte ein Rauschunterdrückungsgerät auch bei digitalen Medien (MD, CD, DAT) eingesetzt werden. Nur warum? Hier gibt es ja kein Bandrauschen, welches unterdrückt werden müßte. Bei der Überspielung einer verrauschten Aufnahme mit einem Rauschunterdrückungssystem auf ein anderes analoges Band käme heraus, dass das originale Rauschen mit weniger Rauschen aufgezeichnet würde, aber immer noch vorhanden ist. Bringt also auch nichts.
Wenn das Rauschen erst einmal aufgezeichnet ist, bekommt man es ohne Nebenwirkungen nicht mehr weg. Außer man appliziert sich mehrere Einheiten kein Clausthaler, dann ist einem eh alles wurscht.
edit:Fiptehler weggemacht
Frank
Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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