27.04.2007, 14:16
Lieber Peter,
bist du dir sicher, dass in deinem Reparatur-Report der µA 706 eingebaut ist? Meine Unterlagen präsentieren nämlich den Fairchild-TBA641, zu dem ich auch Unterlagen beiziehen und infolgedessen die Gegenkopplungshochpässe bestimmen könnte, was jetzt beim 706 nicht möglich ist. Beim 706 müssen wir deshalb etwas großzügiger ans Werk gehen.
Also:
Kritisch sind C515, C504 und C513, weil sie sicher die Gegenkopplung bilden, die gegen die Höhen zu angezogen wird, um bei der relativen Hochohmigkeit einer Batterieversorgung und der Labilität einer solchen Schaltung ohne ordentliche Masse zuverlässig ein Schwingen der Anlage zu verhindern. Weil der Baustein grundsätzlich für Batterieanlagen vorgesehen ist, gibt Fairchild im Falle des TBA641 für die Dimensionierung der Gegenkopplung sicherheitshalber und bezeichnenderweise zwei Grenzfrequenzen an: 10 und 20 kHz. Wenn das Ding also bei 20 kHz nicht will, muss man eben auf 10 kHz hinunter.
513 scheint bei dir zu fehlen, weshalb du den in keramischer Form zunächst einmal 'nachrüsten' solltest. Wenn damit noch keine Ruhe einzieht, darfst du gerne den C504 einmal auf den doppelten Wert vergrößern, indem du einen weiteren 220 p (besser auch keramisch) parallel löstest. Pfeift das Ding dann immer noch auf dem letzten Loch, müsste man sich der Betriebsspannung oder dem unmittelbaren Nf-Ausgang zuwenden, dessen Tantal C510 gen Gerätemasse dann möglicherweise etwas hat. Dessen Wert sollte man jedoch nicht verändern, weil der Einfluss auf die Belastung des IC-Verstärkerles nehmen kann, den ich -706 ist mir vollends unbekannt- nicht abschätzen kann. Und wenn der 706 hochgegangen ist, steht man vor dem zunächst einmal unnötigen Problem, woher man einen neuen Baustein beziehen sollte.
Wenn alle diese Maßnahmen erfolglos bleiben, bestünde eine weitere Möglichkeit darin, möglichst direkt über die Betriebsspannungsanschlüsse des ICs -vermutlich Pins 3 und 14- auf der Platine (also quasi parallel zum mutmaßlichen Tantal C 511, jedoch so nahe wie möglich am IC) einen 100n/keramisch zu löten, womit dann eigentlich Ruhe einkehren sollte.
Ach ja, nachdem bei dir auch der C515 fehlt, was ich oben übersehen habe, könntest du den ebenfalls einsetzen. Er sollte nach den Erfahrungswerten mit anderen monolithischen Verstärkern etwa 3- bis 5-mal so groß sein wie der C504. 1n2 sind daher allemal o.k.
Ein wenig schade ist, dass die gesamte Peripherie der Zensur unterliegt; durch die Liebe der Fa. Uher zur Zur Zusammenlegung von +Ub und Chassis, weiß man nicht immer so ganz genau, welche Verbindung warum wohin führt, wodurch man mit dem Zeigestab halt doch immer mehr im Nebel rührt als das von einem durchs Klima verlangt würde...
Dennoch dürfte für dich jetzt allerlei auf dem Tisch liegen.
Hans-Joachim
bist du dir sicher, dass in deinem Reparatur-Report der µA 706 eingebaut ist? Meine Unterlagen präsentieren nämlich den Fairchild-TBA641, zu dem ich auch Unterlagen beiziehen und infolgedessen die Gegenkopplungshochpässe bestimmen könnte, was jetzt beim 706 nicht möglich ist. Beim 706 müssen wir deshalb etwas großzügiger ans Werk gehen.
Also:
Kritisch sind C515, C504 und C513, weil sie sicher die Gegenkopplung bilden, die gegen die Höhen zu angezogen wird, um bei der relativen Hochohmigkeit einer Batterieversorgung und der Labilität einer solchen Schaltung ohne ordentliche Masse zuverlässig ein Schwingen der Anlage zu verhindern. Weil der Baustein grundsätzlich für Batterieanlagen vorgesehen ist, gibt Fairchild im Falle des TBA641 für die Dimensionierung der Gegenkopplung sicherheitshalber und bezeichnenderweise zwei Grenzfrequenzen an: 10 und 20 kHz. Wenn das Ding also bei 20 kHz nicht will, muss man eben auf 10 kHz hinunter.
513 scheint bei dir zu fehlen, weshalb du den in keramischer Form zunächst einmal 'nachrüsten' solltest. Wenn damit noch keine Ruhe einzieht, darfst du gerne den C504 einmal auf den doppelten Wert vergrößern, indem du einen weiteren 220 p (besser auch keramisch) parallel löstest. Pfeift das Ding dann immer noch auf dem letzten Loch, müsste man sich der Betriebsspannung oder dem unmittelbaren Nf-Ausgang zuwenden, dessen Tantal C510 gen Gerätemasse dann möglicherweise etwas hat. Dessen Wert sollte man jedoch nicht verändern, weil der Einfluss auf die Belastung des IC-Verstärkerles nehmen kann, den ich -706 ist mir vollends unbekannt- nicht abschätzen kann. Und wenn der 706 hochgegangen ist, steht man vor dem zunächst einmal unnötigen Problem, woher man einen neuen Baustein beziehen sollte.
Wenn alle diese Maßnahmen erfolglos bleiben, bestünde eine weitere Möglichkeit darin, möglichst direkt über die Betriebsspannungsanschlüsse des ICs -vermutlich Pins 3 und 14- auf der Platine (also quasi parallel zum mutmaßlichen Tantal C 511, jedoch so nahe wie möglich am IC) einen 100n/keramisch zu löten, womit dann eigentlich Ruhe einkehren sollte.
Ach ja, nachdem bei dir auch der C515 fehlt, was ich oben übersehen habe, könntest du den ebenfalls einsetzen. Er sollte nach den Erfahrungswerten mit anderen monolithischen Verstärkern etwa 3- bis 5-mal so groß sein wie der C504. 1n2 sind daher allemal o.k.
Ein wenig schade ist, dass die gesamte Peripherie der Zensur unterliegt; durch die Liebe der Fa. Uher zur Zur Zusammenlegung von +Ub und Chassis, weiß man nicht immer so ganz genau, welche Verbindung warum wohin führt, wodurch man mit dem Zeigestab halt doch immer mehr im Nebel rührt als das von einem durchs Klima verlangt würde...
Dennoch dürfte für dich jetzt allerlei auf dem Tisch liegen.
Hans-Joachim
