Aufnahmeaussteuerung
#10
Zitat:AmImaX postete
...in errinnerung an das, was PhonoMax mal so schrieb (hey, ich geb das ungefähr wiederWink), ist die aussteuerung vom bandtyp abhängig und das damals zitierte SM911 war wohl bei +22dBm in der sättigung, ich glaube mich zu errinnern bei 38cm/s, wie soll ich das mit "heimton"maschinen schaffen?...
AmImaX
So habe ich das nicht geschrieben, auch dein gezogener Schluss ist nicht von meiner Denke. Ich schließe meinerseits daher auf ein Missverständnis, das ich dann doch ganz gerne zurechtrücke:

Bei entsprechender (aber im Heimtonbereich nicht selbstverständlicher) Auslegung der Verstärker eines Bandgerätes bekommt man jedes Band für NF-Zwecke in die Sättigung, die ich in der Regel bei Heimtongeräten aber auch nicht mit elektrischen Pegeln beschreibe, weil diese im Heimtonbereich allemal weitgehend willkürlich festgelegt sind.

Der Sättigungsfluss PhiRs liegt beim 911 bei 2320 pWb/mm, also etwa 17 dB über dem Pegel bei 320 pWb/mm und 13 dB über demjenigen bei 514 pWb/mm.
Beim die physikalischen Grenzen des analogen Aufnahmeverfahrens beschreibenden SM900 kommen wir auf

20 x log 2930/320 = 19 dB

über dem Pegel bei 320 pWb/mm und 15 über demjenigen bei 514 pWb/mm.

Mit 2320 bzw. 2930 pWb/mm ist man aber völlig an der Wand, in praxi brauchbar ist so ein Wert nicht mehr, er beschreibt lediglich diese Wand in Bezug auf das Bandmaterial, gibt also eine absolute Grenze der Leistungsfähigkeit an.

Profibänder rauschen keineswegs notwendigerweise weniger als Amateurbänder. Ein Versuch mit 525 bei 38 cm/s auf einer A77 im Vergleich zum betagten Revox 601 war/ist da vielfach lehrreich, hinsichtlich des Rauschens wie des Kopiereffektes.... Das liegt an einer Fülle von Gründen, die von der Oberflächenrauigkeit (525) bis zur Spaltbreite (A77 hat Köpfe für 9,5 und 19 cm/s) bzw. der Trägerfolienstärke reichen. Die Diskussion all dessen erspare ich euch. Im 'alten Testament' unseres Forenkollegen Friedrich Engel (F. E., Schallspeicherung auf Magnetband, Leverkusen 1973) wird davon allgemein mehrfach und im Speziellen auf S. 80 und S. 100 Erwähnung getan.

Noch eine Kleinigkeit: Wann immer mit VU-Metern gemessen wird, muss man an den Lead der Messeinrichtung denken. Legt man einen statischen Sinuston an, zeigen VU-Meter zwischen sechs (ggflls. auch vier) und zehn dB zuviel an! D. h. schon das Äquivalent einer 'Vollaussteuerung' von 514 pWb/mm bringt bei einem Sinuston den Zeiger in Rechtsanschlag. Erst mit einem klassisch schwankenden Pegel, der auch Spitzen enthält, ergibt sich dann ein angezeigter mittlerer Pegel, der durchaus vertretbar den Informationen entspricht, die ein Spitzenspannungsmesser (wie z.B. im Revox B710 oder 215; Lichtzeiger, Plasmamessinstrument etc.) liefert.

Hans-Joachim
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