Brian Ferry - Dylanesque
#1
Seit einigen Wochen schon geistert das neue Album vom Altmeister durch die Läden. Als ich vor kurzem einen Song davon im Radio hörte, habe ich spontan die Platte gekauft, trotz aller Ärgernisse bzgl. Raubkopierschutzbla.

Dylanesque ist eine Sammlung von Dylan-Cover. Insgesamt scheint der gute Brian immer besser zu werden, jedenfalls gefällt er mir von Album zu Album mehr Wink Wie gut er hier den Dylan gibt, fälscht oder interpretiert kann ich nicht einschätzen, dafür haben wir Michael(F) Smile Aber die Songs sind prima, 5 Sternchen für Brian - oder?
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#2
Du erinnerst mich daran ... muss dringend das Album bestellen. Wird zwar von der Kritik verissen, ob es taugt, weiss ich nicht, aber es gehört natürlich ins Regal.

Letzendlich mag ich Ferry als Interpreten, weniger als Songschreiber, und so könnte das schon passen.

Was für einen Song hast Du denn gehört?
Michael(F)
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#3
Simple twist of fate...kam gerade sogar nochmal Smile Aber das ganze Album ist gut und bei Amazon überschlagen sich die Rezensenten vor Freude... Wer schmäht es denn?

Ah ja, bei Amazon kannst du reinhören!!!
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#4
In den Musikmagazinen, ich glaube Stone und ME wurde es ziemlich gerupft. Aber der Stone besteht eh aus Bob's Aposteln und der ME ... na ja. Muss man eh selber hören, und in der Regel gefällt mir, was verissen ist. Gestern ging die Bestellung an JPC raus. "Simple Twist ..." ist von "Blood on the Tracks", einer der Klassiker aus Dylan's schaffen. Passt gut zu Ferry, der Song, aber ich hätte mir gewünscht, er hätte etwas tiefer im oevre gegraben.
Michael(F)
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#5
Hier gibt es neben bösen auch wohlwollende Kritiken:

http://www.cdstarts.de/kritiken/Bryan%20...esque.html

Zitat:...Bei vielen Songs wurde musikalisch wenig oder nichts geändert und oft sind die Arrangements sehr klein gehalten was sich beides aus meiner Sicht als Gewinn darstellt,denn endlich gibt es Dylan Songs gesungen von einem richtigen Sänger ,da ich mit Dylan`s Gesang nie viel anfangen konnte...
...hat der 'David' sehr schön beschrieben Wink
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#6
Die CD kam heute von JPC und wanderte sofort in den Player. Ganz gewiss ein Meilenstein in der Dylan-Deutung. Ferry schafft es souverän mit links, Dylan derart weichgespült klingen zu lassen, wie es Peter, Paul & Mary nie gewagt hätten zu versuchen. Auch Joan Baez lässt er souverän und meilenweit hinter sich.

Damit eröffnete er dem Werk Dylan's neue, unerreichbar scheinende Felder. Ich denke da an Bars, die auch dann noch beschallt werden müssen, wenn der Pianist längst besoffen unterm Hocker liegt, an Aufzüge in Ämtern und Kaufhäusern und, und und.

Nicht daß das ein schlechtes Album wäre. Ferry gelingt es perfekt, sich die Songs zu eigen zu machen und jeden einzelnen in einen typischen Ferry zu verwandeln. Löst man sich von der an sich überflüssigen Vorstellung, daß daß nur ein Cover-Album ist, dann können Ferry-Fans dieses Werk goutieren. Dylanfans nehmen zur Kenntnis, daß die Songs des Meisters bei genügend krimineller Energie doch nicht so unzerstörbar sind wie gemeinhin angenommen.
;-)
Michael(F)
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