04.04.2007, 15:23
Zitat:Matze posteteDass bei Akai die Tonköpfe nicht kaputt gehen ist ein weitverbreiteter Irrtum.
Wie kann es sein das der Wiedergabekopf erneuert werden muss wenn doch die GX Köpfe nicht kaputt gehen und ausserdem nur die Aufnahme defekt war?
Die Tatsache, dass die GX-Tonköpfe sehr hart sind und sich dadurch über die Jahre kaum abnutzen, schützt aber nicht vor anderen Defekten.
So kommt es schon gelegentlich mal vor, dass der Glaskörper reißt, wenn auch sehr selten. Dies äußert sich im Anfangsstadium dann meist in einem Hochtonabfall. Oft ist dabei nur ein Kanal betroffen. Vermutlich werden einige Akai Besitzer das gar nicht hören. Nur beim Einmessen merkt man das sehr schnell, wenn der Frequenzgang schon ab 10kHz deutlich schlechter ist, aber sonst alles in Ordnung ist.
So kann ich mir gut vorstellen, dass dies bei der Reparatur in einer Fachwerkstatt herauskommt.
Auch ist das kein Widerspruch zur Fehlerbeschreibung: "Aufnahme geht nicht".
Erstens braucht man zum Abhören der Aufnahme immer auch den Wiedergabezweig. Zweitens waren ja vermutlich noch weitere Fehler am Gerät (Transistoren).
Insgesamt würde ich sagen, dass die Reparatur preiswert war gemessen an dem Arbeitsumfang. Wenn das alles noch mit Rechnung, Garantie und Mehrwertsteuer war kann man wirklich nichts sagen.
Ich hoffe nur, dass der Verkäufer des Gerätes sich teilweise an den Kosten beteiligt. Immerhin war es ja als funktionsfähig angeboten.
Einzig bei der Aussage "Wiedergabekopf neu" stellt sich für mich die Frage:
War der Tonkopf gebraucht aus einem Schlachtgerät oder wirklich neu und unbenutzt?
Im letzteren Fall müßte die Werkstatt über ein offenbar gut sortiertes Ersatzteillager verfügen, denn die Akai Köpfe sind schon seit ewigen Zeiten nicht mehr erhältlich. Außerdem gibt es ja seit ca. 7 Jahren keine Firma Akai mehr.
Vielleicht kann centipede hier noch mal bei der Werkstatt nachfragen. Würde mich mal interessieren.
