29.12.2006, 21:33
Lieber Jo,
was Thomas sagt, ist bitterster Ernst! Bitte keinerlei Manipulationen an den Bremsen!
Der Bremsentyp, der bei größeren Bandgeräten regulärerweise Verwendung findet, ist derjenige der so genannten "Servobremsen", bei denen sich im angelegten Zustand der Bremsbänder die Aufwickelseite zu entkeilen versucht, wogegen sich die Abwickelseite festzieht. Das geschieht sehr schonsam, weil gerade bei Amateurlaufwerken (die PR99 ist als solches konzipiert) Standardbänder auf ihren starken Trägerfolien fast nie, umso häufiger aber auch Doppelspiel-, ja Dreifachspielbänder Verwendung fanden.
Wenn dabei heftiger zugelangt würde, wäre eine Zerdehnung des Bandmaterials allein durch die bewegten Massen so alltägliche wie indiskutable Praxis. Man sah daher davon ab, größere Amateurgeräte mit Blockierbremsen (wie bei manchen Studiogeräten) zusätzlich auszustatten, was -neben dem Bedienproblem durch den wenig sensiblen Nutzer- nicht zuletzt auch noch Geld gekostet hätte. Also sah man davon ab.
Deine Frage lässt hier auf eine Erwartung schließen, die ihrerseits belegt, dass dir dieses Bremsenprinzip und die technische Problemwelt dahinter nicht vertraut sind.
Wenn dir die PR99 zu langsam bremst, bremse mit dem Abwickelmotor, arbeite mit seinem Gegenmoment, so wie das Thomas empfiehlt. Dies ist seit der Serie 36 bei Studer-Amateuren (und Profis, wenn denn nötig) gängige zulässige Praxis, weil Studer (wahrscheinlich noch in der Anleitung der PR99) dezidiert darauf hinweist, dass ein fliegender Wechsel von schnellem Vor- auf Rücklauf (und umgekehrt) zulässig sei. Ich habe selbst bei meinen B67 (und A77ORF) immer nach diesem Verfahren gebremst, um die Aufheberpositionen möglichst schnell und zielsicher zu erreichen.
Die Bremsbeläge sollten für dich tabu sein, zumal es von mir nicht in Bausch und Bogen zu verdammende Erfahrungsberichte dahingehend gibt, dass selbst eine Reinigung der Trommelbeläge mit hochreinem Alkohol zu einer Veränderung des Bremsverhaltens -nicht unbedingt ins Positive- geführt habe. Meine G36HS (von Anfang an, also 40 Jahre, bei mir) tut es vielleicht deshalb bei der Bremserei bis heute so ordentlich, weil an den Bremsen nie gemurkst wurde.
Also Zurückhaltung! Es ist besser so; was du erwartest kommt nie.
Hans-Joachim
was Thomas sagt, ist bitterster Ernst! Bitte keinerlei Manipulationen an den Bremsen!
Der Bremsentyp, der bei größeren Bandgeräten regulärerweise Verwendung findet, ist derjenige der so genannten "Servobremsen", bei denen sich im angelegten Zustand der Bremsbänder die Aufwickelseite zu entkeilen versucht, wogegen sich die Abwickelseite festzieht. Das geschieht sehr schonsam, weil gerade bei Amateurlaufwerken (die PR99 ist als solches konzipiert) Standardbänder auf ihren starken Trägerfolien fast nie, umso häufiger aber auch Doppelspiel-, ja Dreifachspielbänder Verwendung fanden.
Wenn dabei heftiger zugelangt würde, wäre eine Zerdehnung des Bandmaterials allein durch die bewegten Massen so alltägliche wie indiskutable Praxis. Man sah daher davon ab, größere Amateurgeräte mit Blockierbremsen (wie bei manchen Studiogeräten) zusätzlich auszustatten, was -neben dem Bedienproblem durch den wenig sensiblen Nutzer- nicht zuletzt auch noch Geld gekostet hätte. Also sah man davon ab.
Deine Frage lässt hier auf eine Erwartung schließen, die ihrerseits belegt, dass dir dieses Bremsenprinzip und die technische Problemwelt dahinter nicht vertraut sind.
Wenn dir die PR99 zu langsam bremst, bremse mit dem Abwickelmotor, arbeite mit seinem Gegenmoment, so wie das Thomas empfiehlt. Dies ist seit der Serie 36 bei Studer-Amateuren (und Profis, wenn denn nötig) gängige zulässige Praxis, weil Studer (wahrscheinlich noch in der Anleitung der PR99) dezidiert darauf hinweist, dass ein fliegender Wechsel von schnellem Vor- auf Rücklauf (und umgekehrt) zulässig sei. Ich habe selbst bei meinen B67 (und A77ORF) immer nach diesem Verfahren gebremst, um die Aufheberpositionen möglichst schnell und zielsicher zu erreichen.
Die Bremsbeläge sollten für dich tabu sein, zumal es von mir nicht in Bausch und Bogen zu verdammende Erfahrungsberichte dahingehend gibt, dass selbst eine Reinigung der Trommelbeläge mit hochreinem Alkohol zu einer Veränderung des Bremsverhaltens -nicht unbedingt ins Positive- geführt habe. Meine G36HS (von Anfang an, also 40 Jahre, bei mir) tut es vielleicht deshalb bei der Bremserei bis heute so ordentlich, weil an den Bremsen nie gemurkst wurde.
Also Zurückhaltung! Es ist besser so; was du erwartest kommt nie.
Hans-Joachim
