Immer Spass mit der Telekom
#1
Ich dachte, so etwas passiert nur anderen. Diese Short-Story möchte ich hier gern loswerden:

Wir hatten DSL1000 und normales Festnetz bei der Telekom. Da kam ein verlockendes Angebot daher: Telefon-Flatrate + DSL 2000. Wir schlugen zu und schon nach wenigen Anrufen, wo denn nun die Umstellung bleibt, wurden wir freigeschaltet.

Das hinderte die Telekomiker jedoch nicht daran, zusätzlich auch den alten Tarif abzurechnen. Nach einer Rückfrage kam zunächst einmal ein Schreiben mit neuen Zugangsdaten. Das hat unsere Fragen und Probleme jedoch nicht gelöst, also wollten wir wissen, was es denn nun mit den neuen Zugangsdaten auf sich hat. Ganz einfach: neuer Tarif = neue Zugangsdaten und den alten Zugang müssten wir ja wohl kündigen.

Nach Eingabe der neuen Zugangsdaten war keine Internetverbindung mehr möglich. So nebenbei hatten wir per Fax den alten Anschluss gekündigt und bekamen verbindlich die Kündigungszusage. Nach Rücksprache stellte sich heraus, dass man nun doch den neuen Anschluss gekündigt hatte...

Ich hatte dabei so oft probiert, wohlgemerkt auf der neuen Leitung, die ja gekündigt ist, dass man mir eine Passwortsperre auferlegt hat. Passwortsperre heisst, 24 Stunden kein Internet als Strafe für nicht sofortige, korrekte Eingabe der Zugangsdaten.

Diese Zugangsdaten setzen sich aus verschiedenen Zahlenkolonnen zusammen. Wie die zusammengesetzt werden müssen, was alles noch dazugehört, darüber schweigt sich die Telekom aus. Insofern sind Passwortsperren (ich würde es lieber Zugangsspere nennen) vorprogrammiert. Das hat die Telekom wohl auch erkannt und durch Angabe der Buchungsnummer (die steht nicht auf dem Schreiben der Anschlusskennung, sondern auf einer Rechnung) kann man sogar sofort wieder freigeschaltet werden. Immerhin. Gut, man muss die richtige Stelle anrufen, aber nach einigen Stunden hat man das raus Smile

Ein kurzer Blick ins Kundencenter zeigt: ja, neuer Tarif, leider ist der aber nicht wechselbar, weil er eine 'Vertragslaufzeit' hat. D.h. das neue Angebot bzgl. DSL6000 können wir nicht in Anspruch nehmen, obwohl es ja nur ein Tarifwechsel ist. Diese Vertragslaufzeit hat man uns untergeschoben - wer achtet bei einem blossen und ach so einfachen Tarifwechsel darauf, dass ein offenbar komplett neuer Vertrag entsteht? Nun könnte man hier von Betrug reden, allein, das traue ich den Jungs und Mädels nicht zu!

Wer sich dort mal durch die Hotline-Landschaft gequält hat oder auf deren völlig verkorkster Homepage irgendwas findet, der muss von einem anderen Planeten stammen, was mich wieder an diese Fernsehwerbung erinnert Wink

Was erwarte ich in Zukunft?

1) Werbemails mit dem Vorschlag, DSL6000 ohne Mehrkosten zu nutzen
2) Auf der Rechnung wird der neue Tarif nach den alten Gebühren abgerechnet
3) Es wird eine zweite Rechnung geben, die den alten Tarif mit den neuen Gebühren abrechnet
4) Demnächst wird unser Anschluss gekündigt, weil jemand das Fax bekommen hat
5) Man stellt nach reichlich Gezeter DSL1000 mit normalem Festnetztarif wieder her
6) Man rechnet DSL2000 + Festnetz-Flat ab
usw.usw.usw.

Hat jemand einen Vorschlag, was man da tun kann? Anwalt oder Verbraucherschutz oder???
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#2
Zitat:highlander postete
Hat jemand einen Vorschlag, was man da tun kann? Anwalt oder Verbraucherschutz oder???
Da ich Obiges nur zu gut kenne, würde mein Vorschlag ganz anders lauten, und zwar (kurz, knapp, kut- äh gut): die Hauptstromversorgung den ihrer Serverräume aufs 50kV Netz patchen...Big Grin
Let the good times roll,
Dani
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#3
Hallo Andreas,

ich wünsche Dir nur viel Glück.

Ich füge ´mal ein Schreiben ein, das ich dieser Tage an die Telekom geschickt habe:

"Sehr geehrter Herr xxx,


In unserem Urlaub im August haben wir uns die Zeit genommen und eines Ihrer Kunden-Verarschungsbüros aufgesucht, für die sich ein Spaßvogel den Namen „T-Com Kundencenter“ ausgedacht hat.

Das Ergebnis der dort stattgehabten Beratung war:
Unser Verträge bzw. unsere 2 Telefonanlagen sollten geändert werden in folgenden Punkten:
- Wir sollten in unserer octopus E-Anlage zuhause ein zusätzliches, schnurloses Telefon eingebunden bekommen.
- Der vorhandene T-DSL Anschluß zuhause sollte durch einen T-DSL 3000 Anschluß ersetzt werden.
- 2 Computer sollten per WLAN einen Internetzugang erhalten.

Was harmlos klang sollte sich als der Beginn einer Kette von Späßen herausstellen, in derem Verlauf uns allerdings das Lachen gründlich verging.

Der erste Termin am 18.10.2006 wurde nicht eingehalten.

Beim 2. Termin am 25.10.2006 erschien ein netter Herr eines Subunternehmens nur nach mehrmaligen Nachfragen mit 2 Stunden Verspätung. Der erklärte uns zunächst, dass er nur für den T-DSL-Anschluß zuständig sei, und das Telefon durch jemand anderen in die Anlage integriert werden müsse. Erst nachdem er wieder gegangen war, fiel uns auf, dass er das vorher vorhandene T-DSL-Modem abmontiert hatte. Für den neuen Anschluß hatte er eine Unterputz-Steckdose an 2 Drähten hängend vor der Wand „montiert“. Ich bekenne, so etwas hätte ich früher nicht für möglich gehalten. Ich hab´s fotografiert. Bei Bedarf kann ich Ihnen das Foto für Ihre nächste Faschingsveranstaltung zukommen lassen.

Noch später fiel uns auf, dass wir ständig online waren, obwohl wir keine flatrate vereinbart haben. Außerdem ist seit diesem Tag kein Zugriff auf die email-Konten der von mir im Schweiße meines Angesichts eingerichteten Mitbenutzer möglich: es erscheint seither beim Aufruf eines dieser Konten die Meldung:
„Sie sind in diesem Programm angemeldet als T-online-Teilnehmer xxxxxxxx-0002 (oder…-0003, oder …..-0004)
Sie sind aber online als Teilnehmer xxxxxxx-0001
Der Vorgang wird abgebrochen“

Alle Versuche Ihrer Mitarbeiter, das wieder zu ändern, sind fehlgeschlagen.

Aber es ging leider weiter:

Am 08.11.2006 hatten wir wieder einen Termin, diesmal zur Installation des schnurlosen Telefons.
Der Mitarbeiter erschien, und stellte nach einem Blick auf das vorher per DHL zugestellte Telefon fest, dass das das falsche sei und dass das nicht in die vorhandene Anlage integriert werden könne.

O.k.: geordeneter Rückzug, Verprechen, das zu klären, und erneuter Termin am 10.11.2006, diesmal mit passendem Telefon. Das funktioniert seither auch, aber das mit den email-Konten leider nicht.
Am 15.11. nochmaliger Termin zur Korrektur des Internet-Zugangs: Internet ist seither möglich, aber bei den email-Konten das gleiche Spiel: Fehlermeldung s.o.

Mein Verdacht ist, dass die Verwaltung der email-Mitbenutzer durch die andere Software und das neue T-DSL-Modem nicht möglich ist.

Und jetzt kommt noch ein Witz: in den Rechnungen tauchen jetzt Gebühren für einen T-DSL-Anschluß in unserer Praxis auf, obwohl wir dort weder einen haben wollten, noch einer installiert wurde.

Was wir möchten ist also:
Korrektur Ihrer Daten bzgl. des nicht vorhandenen T-DSL-Anschlusses in der Praxis und damit auch Korrektur der Rechnungen.

Zugang zu unseren email-Mitbenutzerkonten. Wenn das mit dem speedport nicht geht: Rückbau auf das alte T-DSL 1000 .

Wir wünschen Ihnen eine frohes Weihnachtsfest und alles Gute für die Zukunft. Als Mitarbeiter der Telekom können Sie das brauchen."

Das mit dem Anwalt kann man sich m.E. schenken.
Ich fürchte, die Telekom hat die bessern Anwälte, sonst wäre die schon längst pleite...

Frank
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#4
Hhmm...

das was hier geschildert wurde ist der ganz normale Alltag bei der TELEKOM. Bei denen "klappen nur die Türen"... nicht der Kundenservice.

Ich habe noch weitaus schlimmere Erfahrungen machen müssen u. kann daher nur jedem raten: Macht um die TELEKOM einen möglichst weiten Bogen.


Gruß, Euer Gunther
Hörmagazine? Da gibt es nur eine Wahl: TBS-47-AUDIOCLUB!
...mit: Hörspielen, Sketchen, Reportagen, Interviews, Montagen, Tricks usw.

INFO: http://www.tbs47audioclub.de/
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#5
Man soll aber nicht meinen, bei den Wettbewerbern wäre alles automatisch besser.
Wir haben auch gewechselt und den ersten Monat nur geflucht...
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#6
In Sachen T-Com hilft ein Einschreiben an den Vorsitzenden des Vorstandes; nette Hofschranzen bemühen sich mehr oder weniger erfolgreich, in einem mir bekannten Fall und unter Androhung einer aktuellen Sachstandsbeschreibung an den Herrn Vorsitzenden (damals noch Herr Ricke) trat allmählich der gewünschte Erfolg ein.

Die Mitbewerber (vor allem Arcor) sind auch nicht viel besser; warten, vertrösten, warten, Fehler, etc.....

Guten Rutsch!
Gruß
Dreizack
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#7
Ein Kollege wechselte zu den Grünen von freenet und wartet seitdem darauf, wieder surfen zu können. Die EWEtel entlässt die Leute nicht so einfach, zumindest hier ist das so, ebenso gibt es Ärger mit Arcor: mein Nachbar hatte 2 Monate keinen Internetzugang. Später wechselte er wieder den Anbieter und Arcor buchte weiter ab... Es hat doch keinen Zweck, zu wechseln, das dürfte nur ein zusätzlicher Horror werden. Bislang komme ich mit TKom nahezu ausfallfrei ins Internet, aber wehe, wenn man von denen etwas will...
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#8
Zitat:Dreizack postete
In Sachen T-Com hilft ein Einschreiben an den Vorsitzenden des Vorstandes; nette Hofschranzen bemühen sich mehr oder weniger erfolgreich, in einem mir bekannten Fall und unter Androhung einer aktuellen Sachstandsbeschreibung an den Herrn Vorsitzenden (damals noch Herr Ricke) trat allmählich der gewünschte Erfolg ein.
Das ist auch meine Erfahrung. Auch bei mir wurde DSL installiert und weiter nach Zeit abgerechnet. Meine 73-seitige Korrespondenz ist als PDF immerhin 3 MB groß. Es war sagenhaft aufwändig, aber ich habe nach rund einem halben Jahr (!) nicht nur die nach Zeitvolumen abgerechneten rund 200 Euro erstattet, sondern noch drei Monatsgrundgebühren geschenkt bekommen.

Verbraucherschutz war praktisch wirkungslos. Als ich glaubte, alles sei überstanden, bekam ich Post von der in Sachen Telekom bekannten Anwaltskanzlei "Seiler & Kollegen". Daraufhin ging ich zum eigenen Anwalt, der mir riet, nur im Falle eines gerichtlichen Mahnbescheids mit Widerspruch zu reagieren. S & K kämen in die Verlegenheit, ihre Forderung zu begründen, was unmöglich sei. Er hat Recht behalten.

Gruß, Anselm

Edit: obligatorisch. Smile
Früher war mehr UHER. Cool Meine UHER-Erinnerungen
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#9
Hallo an Alle,
auch ich habe einen unschönen Wechsel von der Telekom zu den Grünen erleben dürfen!
Nach dem Freischalten & Umstellen ging ertmal gar nichts mehr. Weder Telefon noch Internet. Man greift zum Händy und versucht die Hotline zu erreichen--> vergeblich!!

Erst nach 10 Tagen funktionierte das Telefon wieder. Das war die Bescherung

Gruß
Muhssin
Behandle deine Tonbandmaschine wie eine Dame!
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