17.12.2006, 11:24
Lieber Werner,
wenn dein Erfahrungsbericht mit dem Kopfhörer oben korrekt war, dann hat dein Vorbesitzer vermutlich am Trimmer für den Ausgangsverstärker rechts gedreht, denn du gibst an, im Kopfhörer alles pegelrichtig (und "stereo") zu hören, wogegen das Line-Signal aus den desymmetrierten Line-Ausgängen mit etwa 6-10 dB Pegelunterschied kommt: Dieser entspricht über den Daumen der Widerstandsänderung über den von dir beschriebenen Winkelunterschied beim gegenläufigen Verdrehen der Ausgangssteller in der Position "Uncal".
Die -mit Überlegung- zu kontrollierenden Trimmer wären der vermutlich falsch stehende R71 und der sicherheitshalber zu kontrollierende R72 auf Print 1.177.880 ("Output Amplifier PCB"). Beide Potis liegen im Gegenkopplungszweig der beiden Systeme von IC 5 (4558) und erlauben, die Verstärkung dieser Anpassstufe zu variieren. Der Print 880 ist der große, von hinten auf das aufrecht stehende, geöffnete Gerät gesehen, ganz rechts durch seine Größe ins Auge fallende 'Lappen'.
Die 'Reparatur' (besser 'Korrektur') ist -sofern meine, auf deinen Angaben beruhenden (für mich aber völlig plausiblen) Annahmen zutreffen- für den wirklich Kundigen ein Kinderspiel. Dieser Kundige sollte aber genau wissen, was er tut, um im Gerät andern (und und nicht betroffenen) Orts ein Kurieren an Symptomen zu vermeiden, was dem Gerät von seinen Qualitäten nähme. Dies setzt eine gewisse, interessierte Kennerschaft voraus, die bei den Reparateuren unserer Tage keineswegs regelhaft gewährleistet ist. Nachdem zum einen am unter Spannung stehenden, geöffneten Gerät gearbeitet werden muss, zum anderen unsere eruierten Ursachen noch praktisch belegt werden sollten, empfiehlt sich nicht nur der Einsatz fachlicher Kompetenz, sondern auch gleichzeitig eine Überprüfung der Gurke mit nachfolgender, bitte wiederum kundiger Einmessung auf das Band deines Vertrauens. So etwas lohnt.
Im Weichbild welcher bunzdeutschen Metropole lebst du?
Wenn du im Besitz eines Adapters 5-polig DIN (180°) auf Cinch wärest, bestünde ein mehr oder weniger provisorischer Ausweg (Typ B77):
Stöpsele (bitte ohne jede Gewalt!) den DIN-Stecker in die Buchse "Monitor" auf der Anschlussbuchsenleiste deiner PR99. Verwende die beiden Cinche, die mit den Pins 3 und 5 jenes DIN-Steckers verbunden sind, als (bereits unsymmetrische) Ausgangsleitungen deiner PR99 zum Verstärker und stecke sie in dessen entsprechende Eingänge. Fertig. Du verfügst damit über einen Ausgang, der technisch dem der B77 entspricht. Hier dürf[t]en -deinen obigen Beschreibungen entsprechend- noch keine Pegelunterschiede auftreten.
Jene Buchse "Monitor" dient ansonsten primär dem Zubau einer kleinen Abhörbrücke, die man für viel Geld bei den Regensdorfern beziehen konnte, auf dass die PR 99 individuell das Quaken lerne. Sah so ganz hübsch aus, verbietet sich aber beim heute auch bei solchen Geräten beliebten Senkrechtbetrieb, dem ich zu meinen analogen Glanzzeiten nichts abgewinnen konnte, da unsereiner seine Bänder ja grundsätzlich zerschnitt.... Das Quaken jedoch überließ und überlasse ich ohne weitere Diskussionen gerne den Fröschen.
Hans-Joachim
wenn dein Erfahrungsbericht mit dem Kopfhörer oben korrekt war, dann hat dein Vorbesitzer vermutlich am Trimmer für den Ausgangsverstärker rechts gedreht, denn du gibst an, im Kopfhörer alles pegelrichtig (und "stereo") zu hören, wogegen das Line-Signal aus den desymmetrierten Line-Ausgängen mit etwa 6-10 dB Pegelunterschied kommt: Dieser entspricht über den Daumen der Widerstandsänderung über den von dir beschriebenen Winkelunterschied beim gegenläufigen Verdrehen der Ausgangssteller in der Position "Uncal".
Die -mit Überlegung- zu kontrollierenden Trimmer wären der vermutlich falsch stehende R71 und der sicherheitshalber zu kontrollierende R72 auf Print 1.177.880 ("Output Amplifier PCB"). Beide Potis liegen im Gegenkopplungszweig der beiden Systeme von IC 5 (4558) und erlauben, die Verstärkung dieser Anpassstufe zu variieren. Der Print 880 ist der große, von hinten auf das aufrecht stehende, geöffnete Gerät gesehen, ganz rechts durch seine Größe ins Auge fallende 'Lappen'.
Die 'Reparatur' (besser 'Korrektur') ist -sofern meine, auf deinen Angaben beruhenden (für mich aber völlig plausiblen) Annahmen zutreffen- für den wirklich Kundigen ein Kinderspiel. Dieser Kundige sollte aber genau wissen, was er tut, um im Gerät andern (und und nicht betroffenen) Orts ein Kurieren an Symptomen zu vermeiden, was dem Gerät von seinen Qualitäten nähme. Dies setzt eine gewisse, interessierte Kennerschaft voraus, die bei den Reparateuren unserer Tage keineswegs regelhaft gewährleistet ist. Nachdem zum einen am unter Spannung stehenden, geöffneten Gerät gearbeitet werden muss, zum anderen unsere eruierten Ursachen noch praktisch belegt werden sollten, empfiehlt sich nicht nur der Einsatz fachlicher Kompetenz, sondern auch gleichzeitig eine Überprüfung der Gurke mit nachfolgender, bitte wiederum kundiger Einmessung auf das Band deines Vertrauens. So etwas lohnt.
Im Weichbild welcher bunzdeutschen Metropole lebst du?
Wenn du im Besitz eines Adapters 5-polig DIN (180°) auf Cinch wärest, bestünde ein mehr oder weniger provisorischer Ausweg (Typ B77):
Stöpsele (bitte ohne jede Gewalt!) den DIN-Stecker in die Buchse "Monitor" auf der Anschlussbuchsenleiste deiner PR99. Verwende die beiden Cinche, die mit den Pins 3 und 5 jenes DIN-Steckers verbunden sind, als (bereits unsymmetrische) Ausgangsleitungen deiner PR99 zum Verstärker und stecke sie in dessen entsprechende Eingänge. Fertig. Du verfügst damit über einen Ausgang, der technisch dem der B77 entspricht. Hier dürf[t]en -deinen obigen Beschreibungen entsprechend- noch keine Pegelunterschiede auftreten.
Jene Buchse "Monitor" dient ansonsten primär dem Zubau einer kleinen Abhörbrücke, die man für viel Geld bei den Regensdorfern beziehen konnte, auf dass die PR 99 individuell das Quaken lerne. Sah so ganz hübsch aus, verbietet sich aber beim heute auch bei solchen Geräten beliebten Senkrechtbetrieb, dem ich zu meinen analogen Glanzzeiten nichts abgewinnen konnte, da unsereiner seine Bänder ja grundsätzlich zerschnitt.... Das Quaken jedoch überließ und überlasse ich ohne weitere Diskussionen gerne den Fröschen.
Hans-Joachim
