Durchmagnetisieren von Bändern
#18
Lieber Joachim,

die Relevanzfrage hatte nun ich oben nicht so gestellt, wie du das darlegst. Ich hatte lediglich zu Protokoll gegeben, dass ich keinen Unterschied zwischen der Hinzufügung eines k2 und eines k3 machte. Der k2 wird nämlich als im Signal eines Musikinstrumentes oft deftig vorhanden (Ausnahme: gedeckte Orgelregister) nicht klassisch 'gehört', sondern -wie es beispielsweise bei Röhrenmikrofonen- in etwa mit der Aussteuerung derselben linear ansteigend geschieht- als Betonung klanglicher Frische empfunden, wogegen der k3 -also die Quinte- als Unsauberkeit und definitiv problematische Dreingabe gehört wird. Der k2 gilt daher in Freakkreisen als hohe Schule des Mikrofonklanges (U47!), wogegen der k3 durchaus profaner als das gesehen wird, was (für mich) beides ist: Eine maschinenbedingte, letztlich willkürliche Veränderung eines bei gegebener Mikrofonierung (bzw. deren Position im Schallfeld) objektivierbaren Angebotes.

Für mich sind demnach beides Veränderungen, da die besagte Frische (des 2. Partialtones, entsprechend dem zugezogenen 4' als Orgel- oder Cembaloregister, bzw. der Aliquotsaite im Blüthner-Flügel) ebensowenig aus dem Schallfeld herausgeholt wurde wie eben die Verschärfung des 3. Partialtones. Beides hat zu unterbleiben, bzw. soll von mir dosiert werden, wofür ich mich vorzugsweise anderer Mittel bediene. Außerdem gibt es Grenzen prinzipieller und wirtschaftlicher Art dann, wenn beispielsweise Maskierungen vorliegen. Die Zulässigkeit jener Grenzen abzuschätzen, bin ich Musiker, habe die Musikologie und die Technik der Medienvermittlung aufgerollt bzw. aufrollen müssen. Da entwickelt man dann Kriterien für die -zugegebenermaßen- individuelle Sicht auf Unvermeidliches.

Wenn der Lautsprecher einen k3 von 2 % anliefert, brauchen mich die 0,2% des Mischpultausgangsübertragers nicht so sonderlich zu kratzen, wenn das Band einen k3 von 5 % macht, sollten wir mit des Lautsprechers k3 von 0.5 % gnädig sein. Von dem durchaus 10 % erreichenden Klirrfaktor unseres Ohres, der für eine Fülle musikalischer Phänomene (dabei auch nicht störender!) verantwortlich ist, schweige ich aber, denn das ist ein anderes Thema.

Hans-Joachim
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