19.12.2006, 15:07
Dass 0,5 % Klirrfaktor schlechter klängen als 3%, bestreite ich entschieden, wenn ich meine Anforderungen zugrunde lege, und die lauten: Bis zu den durch unsere Ohr bei sinnvollen technisch-wirtschaftlichen Einschränkungen -wir haben es bin der Medienindustrie im Grunde mit einer Spielerei zu tun, von der unbeeindruckt diese Welt untergehen oder fortleben wird- gegebenen Grenzen sollte das Signal nach der Erstwandlung einer akustisch definitiv bestehenden Informationen durch das im Schallfeld aufgestellte Mikrofon keine signifikanten Veränderungen mehr durchmachen.
Jede wahrnehmbare Veränderung ist damit eigentlich indiskutabel. (Unser Gehör, also Ohr physiologisch und Gehörssinn wurden von Trendelenburg über Zwicker und Blauert glänzend beschrieben. Wir wissen, was los ist.) Dabei mache ich auch keinen Unterschied zwischen k2 und k3. Wenn Lautsprecher noch heute bis in den Prozentbereich hinein ihr Süpplein kochen, so ist für mich keine Frage eines ominösen Klangs, sondern eine der technischen Unzulänglichkeiten, angesichts derer einem die über Jahrzehnte beobachteten Superlative einer marketinggeilen Industrie doch sehr sauer aufstoßen.
45500 wurde meines Wissens (ich habe die entsprechenden DIN-Blätter nicht) einmal zur früh boomenden Cassettenepoche abgeschwächt, so wurde unter Tonmeistern und Akustikern in meiner Jugend behauptet-, ansonsten tat sich da nichts. Sieht man sich indes an, was ein Studioverstärker leisten sollte, darin auch individuell kontrolliert wurde, dann liegt 45500 davon gar nicht so weit ab, denn das Problem ist ja, alle Ansprüche (unter allen Betriebsumständen) zu befriedigen und nicht nur die eine oder andere große Zahl anzudienen. Hebt man da einmal den Deckel, wird es durchaus eng.
Andererseits entstammt 45500 einer Zeit, die mit diesem Anforderungsspektrum erhebliche Probleme hatte. Wenn die Herren Hersteller da über Jahrzehnte keine Veranlassung sahen, jene Norm zu verschärfen (sie sitzen ja in den entsprchenden Kommissionen), sollte man sich als einer der von diesen Leuten avisierten Blödianen -gerade heute- schon seine Gedanken machen dürfen.
Ich verwendete dieses Beispiel oben, um eine Lanze für das sinnvolle Nützen der qualitativen Verbesserungen auf dem Magnetbandsektor zu brechen, der eben bei sinnvoller Aussteuerung schließlich doch halbwegs zur Welt der Verstärker aufgeschlossen hatte. Das Argument beispielsweise der 'schöneren' Einrundung von geklippten Signalen durch Röhrenstufen oder das analoge Magnetband ist für mich keines, weil Signale durch die Klippung eine dramatische Veränderung erfahren, die sie zu etwas anderem, nämlich neuem machen, so dass sie mit dem, was sie zuvor waren, nichts mehr zu tun haben. Es ist dies dann eine Produktion (vulgo Generierung), aber keine Reproduktion von Signalen. Das zu normieren fällt eminent schwer, was man in der Geschichte der Musikinstrumente -bitte über Jahrhunderte- sehr deutlich sieht.
Hans-Joachim
Jede wahrnehmbare Veränderung ist damit eigentlich indiskutabel. (Unser Gehör, also Ohr physiologisch und Gehörssinn wurden von Trendelenburg über Zwicker und Blauert glänzend beschrieben. Wir wissen, was los ist.) Dabei mache ich auch keinen Unterschied zwischen k2 und k3. Wenn Lautsprecher noch heute bis in den Prozentbereich hinein ihr Süpplein kochen, so ist für mich keine Frage eines ominösen Klangs, sondern eine der technischen Unzulänglichkeiten, angesichts derer einem die über Jahrzehnte beobachteten Superlative einer marketinggeilen Industrie doch sehr sauer aufstoßen.
45500 wurde meines Wissens (ich habe die entsprechenden DIN-Blätter nicht) einmal zur früh boomenden Cassettenepoche abgeschwächt, so wurde unter Tonmeistern und Akustikern in meiner Jugend behauptet-, ansonsten tat sich da nichts. Sieht man sich indes an, was ein Studioverstärker leisten sollte, darin auch individuell kontrolliert wurde, dann liegt 45500 davon gar nicht so weit ab, denn das Problem ist ja, alle Ansprüche (unter allen Betriebsumständen) zu befriedigen und nicht nur die eine oder andere große Zahl anzudienen. Hebt man da einmal den Deckel, wird es durchaus eng.
Andererseits entstammt 45500 einer Zeit, die mit diesem Anforderungsspektrum erhebliche Probleme hatte. Wenn die Herren Hersteller da über Jahrzehnte keine Veranlassung sahen, jene Norm zu verschärfen (sie sitzen ja in den entsprchenden Kommissionen), sollte man sich als einer der von diesen Leuten avisierten Blödianen -gerade heute- schon seine Gedanken machen dürfen.
Ich verwendete dieses Beispiel oben, um eine Lanze für das sinnvolle Nützen der qualitativen Verbesserungen auf dem Magnetbandsektor zu brechen, der eben bei sinnvoller Aussteuerung schließlich doch halbwegs zur Welt der Verstärker aufgeschlossen hatte. Das Argument beispielsweise der 'schöneren' Einrundung von geklippten Signalen durch Röhrenstufen oder das analoge Magnetband ist für mich keines, weil Signale durch die Klippung eine dramatische Veränderung erfahren, die sie zu etwas anderem, nämlich neuem machen, so dass sie mit dem, was sie zuvor waren, nichts mehr zu tun haben. Es ist dies dann eine Produktion (vulgo Generierung), aber keine Reproduktion von Signalen. Das zu normieren fällt eminent schwer, was man in der Geschichte der Musikinstrumente -bitte über Jahrhunderte- sehr deutlich sieht.
Hans-Joachim
