Durchmagnetisieren von Bändern
#2
Lieber Nels,

deine Fage zeigt, dass in deiner Vorstellung vom Sachverhalt allerlei durcheinandergeht. Die Magnetisierbarkeit des Bandes hat mit den Spaltverlusten, von denen du sprichst, nur insofern zu tun, als die Spaltverluste bei weiten und engen Spalten unterschiedliche Formen annehmen, weite Spalten nur bis zu bestimmten Wellenlängen auf dem Band (also Frequnezen vor dem Mikrofon) aufnehmen wollen, enge Spalte höhere Eigenverluste des Kopfes mit sich bringen. Dabei sind aber die unterschiedlichen Bedingungen beim Aufsprech- und beim Wiedergabeprozess gebührend zu berücksichtigen. Ehe ich jetzt aber zum erklärenden Rundumschlag aushole -man kennt das, und jetzt würde es nicht kürzer- sehe ich qualifiziert Land auf andere, nachfolgend skizzierte Weise und sicher auch in deinem Sinne:

Leider ist deine Mailadresse im Profil unterdrückt, meine aber nicht. Schicke mir deshalb ein Mail mit deiner Adresse, du erhältst postwendend Antwort. Ich habe zwar aus dem Jahre 2004 eine Mailadresse von dir, weiß aber nicht, ob die noch gültig ist. Wenn ja, so genügte auch eine Bestätigung, und der Rest nimmt seinen Weg.

Eine kleine, weil mathematisch klärbare Richtigstellung aber schon jetzt:
Meiner Ansicht nach betrachtest du oben die amerikanische und die europäische Pegelsituation nicht ganz zutreffend: Die B77 wird -soweit ich das übersehe- bei 0 VU auf 257 nWb/m justiert, während die 370 nWb/m der Amerikaner deren Nennvollaussteuerung markieren, also ca. + 6 VU repräsentieren. 0 VU sind in den USA 185 nWb/m (kennen wir doch, od'r: Dolby-Level).

Darüber hinaus ...
... ist die Eindringtiefe der Magnetisierung stark frequenzabhängig; richtig 'ausgenützt' wird das Band nur bei tiefen Frequenzen. Geringe Spaltweiten haben aber den Vorteil(?), dass auch bei niedrigen Bandgeschwindigkeiten sehr kurze Wellenlängen noch nutzbar aufgezeichnet und wiedergegeben werden können, was mit weiten Spalten nicht mehr möglich ist, ohne dass man bestimmte Spaltverluste zu stark (und damit qualitätsmindernd) ausgleichen müsste. Für deren Zulässigkeitsgrenzen, die bei der Konstruktion eines Magnetbandgerätes und seiner Köpfe eine nicht unerhebliche Rolle spielen, gibt es Faustformeln, die man mehr oder minder genau einhält. Dieses Thema wird in der einschlägigen Literatur sehr detailliert abgehandelt, wozu du von mir aber wie angedeutet per Mail Hilfestellung erhältst, wenn du mir deine Mailadresse mitteilst.

Hans-Joachim
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