09.12.2006, 14:42
Ho, Jo, ho,
Thomas' Anmerkungen wäre die Frage hinzuzufügen, ob deine Wickelteller nach dem Schneider-Patent (Schneider, Darmstadt) arbeiten oder originale Studer- bzw. Revox-Produkte sind, die mit deiner PR99, einer B67, A77ORF oder einerm 'hop-up-kit' für einer reguläre A77/B77/A700 aus dem Regensdorfer Hause kamen. Sollten die Teller von Schneider oder einem Nachfolger stammen und mit einem Dreizack-AEG-Adapter aus Kunststoff ausgestattet sein, sind die Dreizackaufnahmen bei Studer einfach zu dünn. Der Schneider-Teller sitzt relativ lose und wird unzureichend zentriert. Die Studer-Teller für Wickelkerne verfügen dagegen über zwei eigene Mitnehmerstifte, die in sehr genau gebohrte Löcher des geräteeigenen Drehtellers fassen, womit solide Führung und Kraftübertragung zugleich gewährleistet sind. Da sollte dann eigentlich nichts mehr übermäßig eiern und/oder klappern.
Andererseits sind DIN-Bobbys prinzipbedingt nun nicht gerade Freunde des Senkrechtbetriebes, was oben ja auch Thomas schon recht deutlich anspricht, weil jeder Bandanlauf nach dem Auflegen zu genau dem wird, was mit dem freitragenden Wickel eigentlich vermieden werden sollte: Ein Vabanque-Spiel um potenziellen Bandsalat, weil man nicht sieht, wie das Band wohin läuft. Weiterhin sind Kerne nur mit Tricks (z. B. Kugelschnäpper, Spreizkegel) sauber zu zentrieren, wurden aber bei Studer -so glaube ich- i dieser Form nicht angeboten. Es blieb der professionellen DDR-Tontechnik vorbehalten, solche Detaillösungen betriebstauglich anzubieten.
Zusätzlich dürfen wir bei deinem Problem nicht vergessen, dass die PR99 von einer Großmutter abstammt, die (A77) auf den waagrechten Betrieb hin entwickelt nur 'zulässigerweise' senkrecht lief, so aber nicht gedacht war. Thomas' Aussage oben sollte man daher auch in der Weise verstehen, dass man bei allen Geräten dieser Familie mit Kunststoffspulen wohl am günstigsten bedient ist, auch wenn die visuelle Repräsentation damit auf denkbar niedrigem Niveau rangiert.
Hans-Joachim
Thomas' Anmerkungen wäre die Frage hinzuzufügen, ob deine Wickelteller nach dem Schneider-Patent (Schneider, Darmstadt) arbeiten oder originale Studer- bzw. Revox-Produkte sind, die mit deiner PR99, einer B67, A77ORF oder einerm 'hop-up-kit' für einer reguläre A77/B77/A700 aus dem Regensdorfer Hause kamen. Sollten die Teller von Schneider oder einem Nachfolger stammen und mit einem Dreizack-AEG-Adapter aus Kunststoff ausgestattet sein, sind die Dreizackaufnahmen bei Studer einfach zu dünn. Der Schneider-Teller sitzt relativ lose und wird unzureichend zentriert. Die Studer-Teller für Wickelkerne verfügen dagegen über zwei eigene Mitnehmerstifte, die in sehr genau gebohrte Löcher des geräteeigenen Drehtellers fassen, womit solide Führung und Kraftübertragung zugleich gewährleistet sind. Da sollte dann eigentlich nichts mehr übermäßig eiern und/oder klappern.
Andererseits sind DIN-Bobbys prinzipbedingt nun nicht gerade Freunde des Senkrechtbetriebes, was oben ja auch Thomas schon recht deutlich anspricht, weil jeder Bandanlauf nach dem Auflegen zu genau dem wird, was mit dem freitragenden Wickel eigentlich vermieden werden sollte: Ein Vabanque-Spiel um potenziellen Bandsalat, weil man nicht sieht, wie das Band wohin läuft. Weiterhin sind Kerne nur mit Tricks (z. B. Kugelschnäpper, Spreizkegel) sauber zu zentrieren, wurden aber bei Studer -so glaube ich- i dieser Form nicht angeboten. Es blieb der professionellen DDR-Tontechnik vorbehalten, solche Detaillösungen betriebstauglich anzubieten.
Zusätzlich dürfen wir bei deinem Problem nicht vergessen, dass die PR99 von einer Großmutter abstammt, die (A77) auf den waagrechten Betrieb hin entwickelt nur 'zulässigerweise' senkrecht lief, so aber nicht gedacht war. Thomas' Aussage oben sollte man daher auch in der Weise verstehen, dass man bei allen Geräten dieser Familie mit Kunststoffspulen wohl am günstigsten bedient ist, auch wenn die visuelle Repräsentation damit auf denkbar niedrigem Niveau rangiert.
Hans-Joachim
