21.11.2006, 12:46
Zitat:PeZett postetePeter,
@Capstan
...glaube ich eher nicht. Auf Einar's Foto sind an einem Riemen
mehrere Bürsten platziert. Für die Ableitung von Aufladungen würde
aber doch eigentl. eine Bürste reichen, oder seh' ich das falsch?
Darüberhinaus müsste das Bürstenmaterial, vor allem im
Bereich der Halteklammer (also da, wo der Blecharm die Bürste
umgreift...) gut leitfähig sein - das ist aber m.E. nicht so.
Gruss
Glaube ist die eine Seite, aber Physik die andere.
Eine sehr hochohmige Gummipeese arbeitet im Betrieb ähnlich wie ein Bandgenerator aus dem Physikunterricht, mit dem sehr hohe Spannungen für Versuche erzeugt werden können.
Eigentlich sollte man "glauben" das dieses Prinzip hier garnicht funktioniert, da die betroffene Philips- Peese dreimal über eine Metallrolle läuft, wovon jede leitend über Metallteile mit dem Metallchassis verbunden ist.
Die statische Aufladung erfolgt nämlich nach dem Ladungstrennungsprinzip innerhalb der hochisolierenden Peese selbst.
Die Bürsten bilden hier eine Art Kurzschluss zwischen den freilaufenden Peesenbereichen (Kondensator). Ein Bürstenwiderstand im Megaohmbereich stellt für Hochspannungen bereits einen ausreichend niedrigen Widerstand dar und ist für die Ableitung des durch Ladungstrennung (räumliche Separierung entgegengesetzter Ladungen) entstandenen Potentials ausreichend.
Übrigens rückt man den Statischen Aufladungen auch in Bereichen der Industrie mittels "Bürstentricks" zu Leibe.
Ein Beispiel:
http://www.kinetronics-europe.de/seiten/d/d_swl.html
Bernd
