22.10.2006, 20:24
LIeber Hermann,
wenn die Ansprüche anwachsen, wächst auch die Aufmerksamkeit; wenn man die Grenzen eines Systems kennen gelernt hat, versucht man das System bewusst auszunützen. Nachdem die Grenzen beim analogen System zwar den Bedürfnissen des menschlichen Ohres (und etwas Einsatz Vernunft und Kenntnis) recht gut, aber nicht einschränkungslos harmonieren, ist andererseits auch bei einer sinnvollen Erwartungshaltung relativ schnell der Wunsch da, herauszuholen, was herauszuholen ist.
Wie du aus den Datenblättern bei etwas genauerer Betrachtung vielleicht erkennen kannst, sind Empfindlichkeit, Aussteuerbarkeit in Höhen und Tiefen, Klirrfaktor, Ruhegeräusch, Gleichspannungsrauschen, Kopierdämpfung und Sättigungsverhalten als Kompromiss nicht nur von den grundsätzlichen Präferenzen des Urhebers dieses Bandes, sondern auch in unterschiedlicher Intensität von der Vormagnetisierung abhängig. Jeder Bandtyp, jede Charge eines Typs hat da im Rahmen der Gegebenheiten eigene Erwartungen, denen man mit der Einmessung gerecht zu werden versucht. Wenn man als Nutzer und Hörer hohe Ansprüche auslebt (oder ausleben muss: z. B. bei Kodierung nach DOLBY A), kontrolliert man jede Charge und gleicht notfalls nach. Bei mittleren Ansprüchen macht man das einmal und verwendet auch als 'kompatibel' bezeichnete Bänder neben dem eigentlichen Hauptprodukt.
Für den Amateur kommt das aber alles nicht recht in Frage, weil neben Langspielband auch Doppelspielband und das 'zweckmäßigerweise' von verschiedenen Herstellern stammend zur Anwendung kam/kommt. Nun, der Produktwechsel hat sich mangels Masse inzwischen weitestgehend erledigt. An der den Liebhaber oftmals überfordernden Einmessung geht der aber dennoch regelmäßig vorbei, obgleich erst dies der Einstieg in das wirkliche Ausnützen des analogen Speicherverfahrens sein kann. Sie hätte ja heute besonderen Sinn, weil man nurmehr wenige Produkte noch für Neuaufnahmen bekommen kann.
Zu deiner B77-Beobachtung:
641 entspricht dem letzten Entwicklungsstand auf dem Markt der Langspielbänder und könnte -bei sorgfältiger Einmessung- sehr genau den genannten Konkurrenzprodukten entsprechen. Das ließe sich ggflls. anhand der Datenblätter klären. Sollte diese Entsprechung vorliegen, braucht das gute Ergebnis nicht zu verwundern.
Hans-Joachim
wenn die Ansprüche anwachsen, wächst auch die Aufmerksamkeit; wenn man die Grenzen eines Systems kennen gelernt hat, versucht man das System bewusst auszunützen. Nachdem die Grenzen beim analogen System zwar den Bedürfnissen des menschlichen Ohres (und etwas Einsatz Vernunft und Kenntnis) recht gut, aber nicht einschränkungslos harmonieren, ist andererseits auch bei einer sinnvollen Erwartungshaltung relativ schnell der Wunsch da, herauszuholen, was herauszuholen ist.
Wie du aus den Datenblättern bei etwas genauerer Betrachtung vielleicht erkennen kannst, sind Empfindlichkeit, Aussteuerbarkeit in Höhen und Tiefen, Klirrfaktor, Ruhegeräusch, Gleichspannungsrauschen, Kopierdämpfung und Sättigungsverhalten als Kompromiss nicht nur von den grundsätzlichen Präferenzen des Urhebers dieses Bandes, sondern auch in unterschiedlicher Intensität von der Vormagnetisierung abhängig. Jeder Bandtyp, jede Charge eines Typs hat da im Rahmen der Gegebenheiten eigene Erwartungen, denen man mit der Einmessung gerecht zu werden versucht. Wenn man als Nutzer und Hörer hohe Ansprüche auslebt (oder ausleben muss: z. B. bei Kodierung nach DOLBY A), kontrolliert man jede Charge und gleicht notfalls nach. Bei mittleren Ansprüchen macht man das einmal und verwendet auch als 'kompatibel' bezeichnete Bänder neben dem eigentlichen Hauptprodukt.
Für den Amateur kommt das aber alles nicht recht in Frage, weil neben Langspielband auch Doppelspielband und das 'zweckmäßigerweise' von verschiedenen Herstellern stammend zur Anwendung kam/kommt. Nun, der Produktwechsel hat sich mangels Masse inzwischen weitestgehend erledigt. An der den Liebhaber oftmals überfordernden Einmessung geht der aber dennoch regelmäßig vorbei, obgleich erst dies der Einstieg in das wirkliche Ausnützen des analogen Speicherverfahrens sein kann. Sie hätte ja heute besonderen Sinn, weil man nurmehr wenige Produkte noch für Neuaufnahmen bekommen kann.
Zu deiner B77-Beobachtung:
641 entspricht dem letzten Entwicklungsstand auf dem Markt der Langspielbänder und könnte -bei sorgfältiger Einmessung- sehr genau den genannten Konkurrenzprodukten entsprechen. Das ließe sich ggflls. anhand der Datenblätter klären. Sollte diese Entsprechung vorliegen, braucht das gute Ergebnis nicht zu verwundern.
Hans-Joachim
