14.08.2006, 17:02
Lieber Hans-Joachim,
deine Kompetenz, die ich schon in anderen Threads bewundern durfte, nicht anzweifeln wollend, muss ich doch gestehen, dass ich einigermaßen verwirrt bin, was die unterschiedlichen Entzerrungsnormen und deine Aussagen dazu betrifft. Mein Bezugsband stammt von "bie äi ess eff mägnättix dschie emm bie äidsch, Mannheim" (so in der Ansage, auf deutsch: BASF) und wurde laut Seriennummer 1999 aufgenommen. Die aufgedruckte Bezeichung auf der Schachtel lautet "Bezugsband 19 H 6, IEC 2, Eq. 50 + 3180 µs, Fulltrack". Also nicht NAB, sondern IEC 2! Oder ist NAB mit IEC 2 identisch? Das wäre mir zwar neu, aber ich lerne gern dazu. Mit diesen Entzerrungsnormen stehe ich sowieso auf Kriegsfuß. Wie schön wäre es doch, wenn es da nur eine gäbe, wie bei (Vinyl-) Schallplatten!
Eine Überprüfung des Wiedergabe-Frequenzgangs mit Bluthards Messband ist übrigens wenig aussagekräftig, da dessen Aufzeichnungen bei 16 kHz enden, die Entzerrungskurven der 10 XD aber erst am oberen Ende des Soll-Frequenzbandes ansteigen, also bei ca. 20/25 und 30 kHz.
Versuchsweise habe ich meine Tandhügel inzwischen auch mit BASF/Emtec LPR 35 versucht, auf einen geraden Frequenzverlauf zu trimmen. Dasselbe Ergebnis wie beim XL-I! Im Übrigen glaube ich die Aussage nicht, dass ein Einmessen auf das Maxellband nicht möglich sei. Bei meinen Versuchen stand das Trimmpoti immer etwa in der Mitte, wenn am oberen Frequenzband-Ende 0 bis -2 dB erreicht wurden. Wenn ich auf Anschlag drehe, sind eindeutig zu wenig Höhen da, also ZU VIEL Vormagnetisierung. By the way: ich habe meine TD 20 A auf LPR 35 eingemessen, und zwar akribisch, und musste hinterher feststellen, dass diese Einmessung, zumindest gehörmäßig, auch recht gut für das XL-I passt. Bei letzterem ist der Hinterbandpegel etwa 2 dB höher, bei kritischem Vergleich mit Tunerrauschen ist auch eine leichte (!) Höhenanhebung vorhanden, die sich aber durch einen kleinen Dreh (ca. 90°) an den frontseitigen VM-Feintrimmern ausbügeln lässt. Ergo können die beiden Bandsorten SOO unterschiedlich nicht sein.
Im Übrigen stimme ich deiner Meinung zu, dass das Phänomen wohl auf der Wiedergabeseite liegen muss, da es geschwindigkeits-unabhängig auftritt. Ich habe aber bereits sowohl die Entzerrer- als auch die "Playback-Amp" -Platine gezogen und auf Fremd-Lötstellen oder abweichende Bauteilewerte hin untersucht. Kein Befund!
Eine letzte Möglichkeit gäbe es noch: im Servicemanual ist genau beschrieben, wie die Maschine durch Bauteiletausch auf IEC-Entzerrung umgebaut werden kann. Die Positionen für zusätzliche Widerstände/Kondensatoren auf den Platinen sind bereits vorhanden. Vielleicht hätte ich damit mein Problem behoben, weil dadurch ja alle frequenzbestimmenden Bauteile (auch solche, die vielleicht geändert oder verändert sind) ausgetauscht würden. Allerdings weiß ich nicht, wie es dann mit der Kompatibilität mit meiner TD 20 A aussieht... Ich habe deren Manual gerade nicht zur Hand und weiß nicht, ob die nach NAB oder IEC/CCIR arbeitet.
Vielleicht ist es das Beste, ich messe den Wiedergabe-Frequenzgang mal mit Sinusgenerator und Millivoltmeter direkt am Hörkopfanschluss, wie im Manual beschrieben. Dann vergleiche ich die erhaltene Kurve mit der abgedruckten und kann somit eine eindeutige Aussage treffen. Ich werde das in den nächsten Tagen in Angriff nehmen und melde mich dann mit dem Ergebnis hier wieder.
Gruß Holger
deine Kompetenz, die ich schon in anderen Threads bewundern durfte, nicht anzweifeln wollend, muss ich doch gestehen, dass ich einigermaßen verwirrt bin, was die unterschiedlichen Entzerrungsnormen und deine Aussagen dazu betrifft. Mein Bezugsband stammt von "bie äi ess eff mägnättix dschie emm bie äidsch, Mannheim" (so in der Ansage, auf deutsch: BASF) und wurde laut Seriennummer 1999 aufgenommen. Die aufgedruckte Bezeichung auf der Schachtel lautet "Bezugsband 19 H 6, IEC 2, Eq. 50 + 3180 µs, Fulltrack". Also nicht NAB, sondern IEC 2! Oder ist NAB mit IEC 2 identisch? Das wäre mir zwar neu, aber ich lerne gern dazu. Mit diesen Entzerrungsnormen stehe ich sowieso auf Kriegsfuß. Wie schön wäre es doch, wenn es da nur eine gäbe, wie bei (Vinyl-) Schallplatten!
Eine Überprüfung des Wiedergabe-Frequenzgangs mit Bluthards Messband ist übrigens wenig aussagekräftig, da dessen Aufzeichnungen bei 16 kHz enden, die Entzerrungskurven der 10 XD aber erst am oberen Ende des Soll-Frequenzbandes ansteigen, also bei ca. 20/25 und 30 kHz.
Versuchsweise habe ich meine Tandhügel inzwischen auch mit BASF/Emtec LPR 35 versucht, auf einen geraden Frequenzverlauf zu trimmen. Dasselbe Ergebnis wie beim XL-I! Im Übrigen glaube ich die Aussage nicht, dass ein Einmessen auf das Maxellband nicht möglich sei. Bei meinen Versuchen stand das Trimmpoti immer etwa in der Mitte, wenn am oberen Frequenzband-Ende 0 bis -2 dB erreicht wurden. Wenn ich auf Anschlag drehe, sind eindeutig zu wenig Höhen da, also ZU VIEL Vormagnetisierung. By the way: ich habe meine TD 20 A auf LPR 35 eingemessen, und zwar akribisch, und musste hinterher feststellen, dass diese Einmessung, zumindest gehörmäßig, auch recht gut für das XL-I passt. Bei letzterem ist der Hinterbandpegel etwa 2 dB höher, bei kritischem Vergleich mit Tunerrauschen ist auch eine leichte (!) Höhenanhebung vorhanden, die sich aber durch einen kleinen Dreh (ca. 90°) an den frontseitigen VM-Feintrimmern ausbügeln lässt. Ergo können die beiden Bandsorten SOO unterschiedlich nicht sein.
Im Übrigen stimme ich deiner Meinung zu, dass das Phänomen wohl auf der Wiedergabeseite liegen muss, da es geschwindigkeits-unabhängig auftritt. Ich habe aber bereits sowohl die Entzerrer- als auch die "Playback-Amp" -Platine gezogen und auf Fremd-Lötstellen oder abweichende Bauteilewerte hin untersucht. Kein Befund!
Eine letzte Möglichkeit gäbe es noch: im Servicemanual ist genau beschrieben, wie die Maschine durch Bauteiletausch auf IEC-Entzerrung umgebaut werden kann. Die Positionen für zusätzliche Widerstände/Kondensatoren auf den Platinen sind bereits vorhanden. Vielleicht hätte ich damit mein Problem behoben, weil dadurch ja alle frequenzbestimmenden Bauteile (auch solche, die vielleicht geändert oder verändert sind) ausgetauscht würden. Allerdings weiß ich nicht, wie es dann mit der Kompatibilität mit meiner TD 20 A aussieht... Ich habe deren Manual gerade nicht zur Hand und weiß nicht, ob die nach NAB oder IEC/CCIR arbeitet.
Vielleicht ist es das Beste, ich messe den Wiedergabe-Frequenzgang mal mit Sinusgenerator und Millivoltmeter direkt am Hörkopfanschluss, wie im Manual beschrieben. Dann vergleiche ich die erhaltene Kurve mit der abgedruckten und kann somit eine eindeutige Aussage treffen. Ich werde das in den nächsten Tagen in Angriff nehmen und melde mich dann mit dem Ergebnis hier wieder.
Gruß Holger
