Tandberg 10 XD: Frequenzgang krumm
#1
Hallo,
ich habe ehrlich gesagt, keine große Hoffnung, dass ihr mir helfen könnt, aber versuchen kann ich es ja mal...

Ich habe seit einer Woche eine Tandberg 10 XD-4, die ich in ziemlich verbasteltem, aber sonst gutem Zustand mit Kabelfernbedienung, NABs und Service Manual für einen "Hunni" bekommen habe. Nach tagelanger Arbeit ist die Maschine jetzt wieder im Originalzustand. Der nachgerüstete Schalter für die Vormagnetisierung (zur Verwendung von EE-Bändern) ist ausgebaut, alle dafür unterbrochenen Leiterbahnen wieder hergestellt. Die defekte und falsch zusammengebaute Mechanik für Andruckrolle und Crossfieldkopf funktioniert wieder einwandfrei. Bremsen neu eingestellt, alles gereinigt und entmagnetisiert. Geschwindigkeiten mit Bezugsband und Frequenzmesser neu justiert. Crossfieldkopf justiert. Azimut und Kopfhöhen überprüft und penibel eingestellt. So weit, so gut.

Nun wollte ich das Gerät auf die von mir bevorzugte Bandsorte Maxell XL-I einmessen. Dabei ergibt sich folgendes Bild: Egal, wie ich die Vormagnetisierung einstelle, immer hat die Frequenzkurve einen deutlichen Anstieg im Bereich 15-16 kHz, der in der Größenordnung von 5-6 dB liegt! Dieser Huckel, dessen Anstieg schon um die 5 kHz beginnt, ist bei allen drei Geschwindigkeiten und auf beiden Kanälen vorhanden. Dolby ist ausgeschaltet. Ich kann mir nicht vorstellen dass das "serienmäßig" so ist!

Ich bin kurz vor dem Verzweifeln! Die Einstellung der Hf hat wie gesagt keinen Einfluss darauf, lediglich der absolute Pegel ändert sich dabei. Gegenüber 1000 Hz ist aber immer diese Überhöhung vorhanden, die auch hörbar ist. Die Maschine klingt hell und vordergründig. Ein identisches Klangbild Vorband/Hinterband ist nicht hinzubekommen.
Ich habe auch bereits die Steckkarten der Aufnahme- und Wiedergabe-Entzerrer gezogen und die Bestückung mit dem Schaltbild verglichen. Es stimmt alles, hier wurde eindeutig nicht gebastelt.

Das einzige, was ich festgestellt habe, ist, dass der Aufnahmekopf schon mal getauscht wurde (schlechte Lötung an den Anschlüssen und fast neuwertiger Zustand) und die Typenbezeichnung nicht mit den Angaben im SM übereinstimmt. Optisch sind die Köpfe gleich. Bei der niederohmigen Auslegung des Aufnahmeverstärker-Ausgangs dürfte eine eventuell unterschiedliche Kopfimpedanz aber nach meinen Erfahrungen keine merklichen Auswirkungen auf den Frequenzgang haben, höchstens auf den Aufsprechpegel.
Wer weiß Rat?

Gruß Holger
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
[Kein Betreff] - von hannoholgi - 14.08.2006, 12:11
[Kein Betreff] - von Gyrator - 14.08.2006, 12:27
[Kein Betreff] - von rolie384 - 14.08.2006, 12:30
[Kein Betreff] - von timo - 14.08.2006, 12:47
[Kein Betreff] - von hannoholgi - 14.08.2006, 13:06
[Kein Betreff] - von PhonoMax - 14.08.2006, 13:45
[Kein Betreff] - von Jürgen Heiliger - 14.08.2006, 13:50
[Kein Betreff] - von PhonoMax - 14.08.2006, 14:03
[Kein Betreff] - von hannoholgi - 14.08.2006, 17:02
[Kein Betreff] - von PhonoMax - 14.08.2006, 17:49
[Kein Betreff] - von hannoholgi - 14.08.2006, 18:13
[Kein Betreff] - von PhonoMax - 14.08.2006, 18:28
[Kein Betreff] - von Gyrator - 14.08.2006, 19:02
[Kein Betreff] - von hannoholgi - 14.08.2006, 23:36
[Kein Betreff] - von dl2jas - 15.08.2006, 01:30

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste