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Morgen Forum,
bei den meisten AKAIs die in den 70ern auf dem Markt waren gab es Wahlschalter für die Bandsorte(n). In der Bedienungsanleitung wird das Thema aber meist recht kurz abgehandelt. Sinngemäß steht meist folgendes: "...man möge für optimale Ergenisse die neueren LH-Bänder verwenden, alte Bänder sollen im Normalmodus aufgenommen werden....".
Was also ist ein LH-Band, welche Bandtypen waren damals LH-Typen, welche sind es heute, was war damals ein Normalband etc.
Auf welche Bänder würde man heute die Bezeichnungen LH/normal/wide range beziehen?
Noch eine kleine Anmerkung: Es ist mir klar das optimale Ergebnisse nur mir einer Einmessung auf das zu nutzende Band zu erreichen sind. Mich interessiert hier eher die zeitliche Einordnung der Maschine, wie z.B. der Akai GX-600DB, zu den damals angebotenen Bänder, insbesondere da mein Bandtypenvorrat sich über 40 Jahre oder mehr erstreckt. Eine Liste wie bei den TEAC-Maschinen mit Bandtyp und Position des Wahlschalters hab ich bei Akai noch nicht gefunden.
Gruß, Thomas(4504)
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Hi Thomas!
In einer AKAI GX635D Anleitung ist hierzu folgendes zu entnehmen!
Zumindest scheint es so dass hier die alten LH Bänder (Scotch 207, entspricht dem ReVox Typ 601) und die neueren Maxell UD XL über die Stellung "Wide Range" über einen Kamm gezogen werden können.
Die genannten Bandtypen für die Stellung "Low Noise" kenne ich hingegen nicht.
Gruß
Thomas
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Hallo Thomas,
meine AKAIs sind ja noch ein paar Tage älter, eine solche Liste hab ich, zumindest im BDA der GX-600DB, nicht gefunden.
Gruß, Thomas!
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Seltsam... Das Beiblatt des maxell LN beschreibt dieses zwar als Universalband für alle Geräte, empfiehlt aber dennoch den Bandsortenschalter, so vorhanden, auf die "High-Perfomance"-Position zu stellen, um eine unbotmäßige Höhenanhebung zu vermeiden.
niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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... und ebenso rätselhaft ist, wieso in dieser Tabelle ein BASF-Band LN auftaucht - dieses Kürzel wurde nur für auf der Rückseite gleitmittelbeschichtete Bänder für "eight track cartridges" vergeben, die (auf Spulen) nicht im allgemeinen Handel erhältlich waren.
Jaja, Sorgfalt der Arbeit und Kenntnis des Marktes ...
F.E.
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Hm.....
die Frage hat also ihre Berechtigung. Aber vielleicht gehts ja auch allgemeiner:
Was zeichnet ein LH-Band aus, was ein Normal-Band?
Welche Folien wurden wann verwendet und was für Vorteile ergaben sich daraus?
Grüße,Thomas!
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Zitat:Friedrich Engel postete
... und ebenso rätselhaft ist, wieso in dieser Tabelle ein BASF-Band LN auftaucht - dieses Kürzel wurde nur für auf der Rückseite gleitmittelbeschichtete Bänder für "eight track cartridges" vergeben, die (auf Spulen) nicht im allgemeinen Handel erhältlich waren.
Jaja, Sorgfalt der Arbeit und Kenntnis des Marktes ...
F.E.
Mir ist auch nur, jedenfalls bei Konsumerbändern, kein Zusatz bei der Bandbezeichnung, oder in den 60er-jahren LH bekannt. Ich kann mich noch an die Heftreihe 'Ton + Band' erinnern (einige Heft habe ich immer noch), dass da mit viel Trara die LH-Epoche (Low Noise / High Output) eingeläutet wurde.
Gruß,
Michael/SH
Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)
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Zitat:4504 postete
Hm.....
die Frage hat also ihre Berechtigung. Aber vielleicht gehts ja auch allgemeiner:
Was zeichnet ein LH-Band aus, was ein Normal-Band?
Welche Folien wurden wann verwendet und was für Vorteile ergaben sich daraus?
Grüße,Thomas!
BASF hatte geschrieben, dass die Magnetpartikel feiner waren und deshalb der Rauschpegel geringer. Ob damit auch gleich die höhere Austeuerbarkeit erreicht wurde weiß ich nicht. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das Rauschspektrum in höhere Frequenzbereiche verschoben wurde, sodass ein Teil oberhalb des Hörbereichs rutschte.
Gruß,
Michael/SH
Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)
Hallo Thomas 4504,
ich glaube Deine eigentliche Frage: ... mich interessiert eher die zeitliche Zuordnung... ist hier von Wichtigkeit.
Die siebziger Jahre bescherten ja nicht nur den Rundfunkanstalten neue Bandtypen. Die Reihe der damaligen Studiobänder PER525 (AGFA) und LGR30P (BASF), deren Eigenschaften mit dem DIN-Bezugsband übereinstimmten, wurden durch neue Typen wie PER555, PEM468, SPR50LH ergänzt und erforderten damit neue Einmessungen und verliessen den Kompatibilitätsbereich. Hierzu kannst Du in einer alten (der vierten, Seite 548) Auflage vom "Handbuch der Tonstudiotechnik", Michael Dickreiter, Saur Verlag München, nachlesen.
Weltweit gab es in der Zeit zwischen zwischen etwa 1970 und 1975 bei den Konsumer-Tonbändern den Gang zum LH-Band. Diese zwei Buchstaben L für Low Noise und H für High Output wurden von den grossen Bandherstellern durchaus werbewirksam unter die Masse der (unwissenden?) Tonbandgerätebesitzer gebracht. Wenn Du die Liste der GROSSEN (3M=SCOTCH, AGFA, AMPEX, BASF, SONY) Bandhersteller nimmst und diese studierst, dann kann man sich fragen: Welcher Gerätehersteller liefert welchen Schalter, mit welcher Entzwerrung, welchen Pegel (intern) für welches Land. Das war bestimmt keine leichte Aufgabe für den Hersteller.
An einer solchen Liste arbeite ich gerade (seit einigen Monaten - dauert auch noch einige Monate).
Damit die Frage: Wann wurde welche Akai gebaut? schon im Groben beantwortet werden kann, findest Du (Ihr alle) hier einem einen Ausschnitt aus meiner AKAI-TYPENLISTE:
MFG
H A N N S -D.
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Hallo Hans-D,
für jemanden, der wie ich Kreuz und Quer sammelt, ist es schon reichlich schwierig mit den sich ansammelnden Bandsorten und ihren Herstellungszeitraum. Eine grobe Einteilung nach Jahren oder Herstellern/Sorten wäre hilfreich. Also weiter so, wir kriegen die Fakten schon zusammen.
Grüße, Thomas!
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