07.07.2006, 10:47
Ein DNL wirkt als pegelbestimmter Tiefpass, der abhängig von der Qualität der Gleichrichtung, Ansprch und Erhulzeiten, sowie der Eichung selbstverständlich nicht unerheblich in die Originalmodulation eingreift. Nachdem die DNL-betroffenen Bandgeräte den niedrigeren Preisklassen angehören, dürfte es ebendort auch mit der Einmessung auf eine bestimmte Bandsorte (und dem Versändnis für eine einschlägige Geldazsgabe) nicht eben 'bestens' bestellt sein. Nach meinen Erfahrungen (auch bei Analyse der teilweise sehr einfachen) Schaltungen und den zugrundeliegenden Überlegungen der Philips-Mannen liegt damit die Wahrscheinlichkeit nicht eben niedrig, dass man etwas hört, das einem nicht gefällt. Die Philips-Leute sprechen nämlich dezidiert von der Abfilterung der Lage höherer Partialtöne im piano schlechthin, weil ein forte in erster Linie durch höhere Partialtöne, nicht durch den anwachsenden Pegel allein signalisiert wird. Das gilt für natürliche Instrumente tatsächlich (sehr schön: Barockoboe und Barockfagott!), sehr eingeschränkt aber für die neuzeitlichen Pegelsteigerungs bzw. -reduktionsmaßnahmen bei Aufnahmen elektrogenetischer Instrumente.
Das Verfahren gibt es bis heute, überdies wurden vergleichbare, allerdings zumiest nicht 'mechanisierte' Verfahren auch im Zuge der endlosen (analogen) Kopiererei des Rundfunks eingesetzt. Lag der Geräuschpegel infolge des Kopierens signifikant zu hoch, dann zog man eben die Höhen ein wenig (oder auch mehr) ein. Das kontrollierte ein kundiger Techniker, der die Überspielung anfertigte.
Man kann das Herausrechnen von statistisch über die Gesamtinformatiion gleichmäßig verteilten Rauschstörungen durch einen Rechner durchaus nicht unberechtigt ebenfalls als DNL bezeichnen, der Aufwand der Detektion der Störungen und ihrer Herausrechnung aus dem Spektrum liegt aber bemerkenswert höher.
Behringer bietet (oder bot) im SNR 2000 ein schon relativ aufwändiges analoges Billiggerät für jene DNL-Zwecke an. Befasst man sich anhand der (in deutscher Sprache) downloadbaren Bedienungsanleitung mit den Grundprinzipien des Verfahrens bekommt man ein Verhältnis dafür, was gehen könnte, was nicht, und welcher durchaus individuell zu kontrollierende Aufwand dafür zu treiben ist.
Ein Letztes:
Das über einer bestehenden Modulation bröselnde Restrauschen (ich spreche nicht vom Modulationsrauschen) wurde 'schon immer' leicht unkritisch 'den Höhen' zugewiesen, obwohl an der elektrischen Herkunft kein Zweifel bestand. So bemängelten auch die Tonmeister in der Frühzeit des Dolby A, das ja nun das erste, weit verbreitete und auch wirklich uneingeschränkt funktionstüchtige Rauschminderungssystem (nach einer dynamischen Entzerrungsverbiegungsmethode) war, durch dieses Verfahren kämen ihnen die Höhen abhanden. Genauere Untersuchungen ergaben dann, dass den Kollegen die Aura des Bandrauschens über dem Signal fehlte....
Es kommt also leicht auch im hier vorgetragenen Fall alles Mögliche zusammen, das man zuerst einmal überlegen auseinanderzudividieren hat, ehe man komplexere Schlüsse ziehen kann.
Hans-Joachim
Das Verfahren gibt es bis heute, überdies wurden vergleichbare, allerdings zumiest nicht 'mechanisierte' Verfahren auch im Zuge der endlosen (analogen) Kopiererei des Rundfunks eingesetzt. Lag der Geräuschpegel infolge des Kopierens signifikant zu hoch, dann zog man eben die Höhen ein wenig (oder auch mehr) ein. Das kontrollierte ein kundiger Techniker, der die Überspielung anfertigte.
Man kann das Herausrechnen von statistisch über die Gesamtinformatiion gleichmäßig verteilten Rauschstörungen durch einen Rechner durchaus nicht unberechtigt ebenfalls als DNL bezeichnen, der Aufwand der Detektion der Störungen und ihrer Herausrechnung aus dem Spektrum liegt aber bemerkenswert höher.
Behringer bietet (oder bot) im SNR 2000 ein schon relativ aufwändiges analoges Billiggerät für jene DNL-Zwecke an. Befasst man sich anhand der (in deutscher Sprache) downloadbaren Bedienungsanleitung mit den Grundprinzipien des Verfahrens bekommt man ein Verhältnis dafür, was gehen könnte, was nicht, und welcher durchaus individuell zu kontrollierende Aufwand dafür zu treiben ist.
Ein Letztes:
Das über einer bestehenden Modulation bröselnde Restrauschen (ich spreche nicht vom Modulationsrauschen) wurde 'schon immer' leicht unkritisch 'den Höhen' zugewiesen, obwohl an der elektrischen Herkunft kein Zweifel bestand. So bemängelten auch die Tonmeister in der Frühzeit des Dolby A, das ja nun das erste, weit verbreitete und auch wirklich uneingeschränkt funktionstüchtige Rauschminderungssystem (nach einer dynamischen Entzerrungsverbiegungsmethode) war, durch dieses Verfahren kämen ihnen die Höhen abhanden. Genauere Untersuchungen ergaben dann, dass den Kollegen die Aura des Bandrauschens über dem Signal fehlte....
Es kommt also leicht auch im hier vorgetragenen Fall alles Mögliche zusammen, das man zuerst einmal überlegen auseinanderzudividieren hat, ehe man komplexere Schlüsse ziehen kann.
Hans-Joachim
