Uher "Royal De Luxe"
#1
Habe heute das o.g. Gerät auf dem Flomarkt gesehen und konnte sie dort nicht stehen lassen. Also erwarb ich das gute Stück f. 20,-- Euro. Optisch tatdellos in Schuss; auch die Spulen laufen -- jedoch hatte ich ein Problem. Meine eigene Bandmaschine läuft über einen Verstärker (5-poliges Diodenkabel). Die RDL hat auch solche Anschlüsse, nur tut sich da gar nix. Natürlich habe ich keinerlei Ahnung, ob da irgend etwas defekt ist -- es ist Flomarktware. Doch las ich in der Betriebsanleitung (ja, da gabs auch dazu), dass Verstärker an die Ausgangsbuchse K911 angeschlossen werden müssten, ist so ein sechspoliges Kabel (was ich freilich nicht im Haus hatte). Kann es daran liegen, dass kein Signal (weder raus noch rein) kam? Muss der verstärker dort rein? Vielleicht hat jemand ein solches Gerät und kann weiterhelfen.

Nebenbei: was ist von der Maschine allgemein zu halten?

Außerdem bin ich von diesem Zwei- und Vierspurbetrieb etwas verwirrt. Kann es da grds. Probleme geben, wenn ich meine Bänder (aufgenommen mit einer Tesla B115) auf der RDL spielen will? Ist das womöglich der Grund, dass nix zu hören ist?

Wäre über Eure Hilfe sehr dankbar. Die heutige Zufallsanschaffung gefällt mir bereits optisch => eine echte Augenweide! Und da nun der Bandbetrieb einwandfrei funktioniert, keimt langsam die Hoffnung diese Maschine wirklich zu benutzen.

Gruß,
tobber
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#2
Die Maschine ist gut. Für den Preis hast du absolut nichts falsch gemacht.

Für solche 6-poligen Kabel wendest du dich am besten an Matze hier im Forum.

Gruß, Niko
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#3
Zitat:tobber postete
Außerdem bin ich von diesem Zwei- und Vierspurbetrieb etwas verwirrt. Kann es da grds. Probleme geben, wenn ich meine Bänder (aufgenommen mit einer Tesla B115) auf der RDL spielen will? Ist das womöglich der Grund, dass nix zu hören ist?
Der Kopfträger der RdL läßt sich auswechseln, es gibt Ausführungen für Halbspur (zwei Spuren in eine Laufrichtung) oder Viertelspur (jeweils zwei Spuren in zwei Laufrichtungen - sprich: das Band läßt sich "umdrehen", so wie Du es von Deiner Tesla gewohnt bist). Was für einen Kopfträger Du hast, sollte aus der rückseitigen Beschrifung hevorgehen (ich kenne es so, daß eine große "2" oder "4" drauf ist).

Hören solltest Du auf jeden Fall etwas, allerdings hört Du bei einem Halbspurkopfträger die Aufnahme der einen Laufrichtung vorwärts und gleichzeitig die der anderen rückwärts. Wenn Du die Bänder der Tesla auf der Uher abspielen möchtest, brauchst Du einen Viertelspurkopfträger.

Gruß,
Timo
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#4
... ahhhja, es ist wohl ein 4-Spur-Kopfträger. Danke.
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#5
Die RdL ist eine gute Maschine. Glückwunsch, um den Preis hätte ich sie auch nicht stehen lassen. Die einzige Einschränkung ist die, daß es ein Kleinspuler bis max. 18 cm Spulendurchmesser ist. Diese Gerät lohnt eine Instandsetzung / Überholung allemal.
Michael(F)
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#6
Normalerweise hat die Rdl Lautsprecher.
Wenn also in Hinterband garnix zu hören ist ist wohl was kaputt.
Das 6 Polige Kabel brauchst du dann wenn du die Maschine an einen Verstärker mit Cinch Eingängen anschliessen willst. Wenn dein Verstärker DIN Anschlüsse hat geht es auch so.
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#7
Bei der RDL gibt es auch eine Variante "C", die keine eigenen Lautsprecher und auch keine Endstufen eingebaut hat. Bei der "C" sind die Gehäuseseiten glatt, vobei bei der RDL mit Lautsprechern an den Seiten Rippen im Holz sind. Bei meinen beiden RDLs, (eine davon ist eine "C" steckt das Verbindungskabel zum Verstärker in der unteren mittleren Buchse, die mit einem Wechselstromzeichen (Zwei Wellenlinien) und zwei schwarzen Dreiecken gekennzeichnet ist. Ich habe beide Kopfträger, Halb- und Viertelspur und kann so alle meine Bänder, die vorwiegend auch von Tesla aufgenommen sind, abspielen.

Edit: Immer diese doofen Tippfehler.
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#8
mit der Taste "Monitor" schaltet man zwischen interner Wiedergabe -> Lautsprecher intern und Ausgang nach Exten um.
nicht gedrückt = Externer Ausgang, Hinterbandkontrolle
gedrückt = interne Lautsprecher, ohne Hinterband

versuchs mal

Gruß Frieder
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#9
... schon mal an alle vielen Dank für die Hinweise!

@matze: Ja, hat interne Lautsprecher; nö, die sagen garnix. Habe ein Verstärker mit Clinch-Ausgängen. Werde also wohl erst einmal so ein sechspoliges Kabeladapter besorgen müssen und dann mal schauen, ob sich darüber irgendein Signal herstellen lässt. Doch wo bekomme ich ein entsprechendes Adapter? Falls nicht sieht es wohl eher schlecht aus, was?

Womit ich gleich bei der Gretchenfrage bin: wer richtet heutzutage noch Bandmaschinen? Gibt es da noch Fachleute? ... Nähe Augsburg?

@snzgl: es ist wohl keine "C", denn da sind Rippen an den Seiten. Wenn nun die Endstufen oder internen Lautsprecher defekt wären, das tät mich nun nicht so sehr stören. Doch wird das wohl eher das Ausgangssignal sein.
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#10
Als ich meine RDL von einem guten Freund geschenkt bekam, sagte sie zuerst auch nichts. Der Motor lief und der schnelle Vor- und Rücklauf gingen nur, wenn man den entsprechenden Hebel in der jeweiligen Stellung festhielt. Ein Tonsignal kam weder über die Lautsprecher noch über die Anschlußbuchse für den Verstärker und die Beleuchtung am Aussteuerungsmesser leuchtete auch nicht. Defekt war eine Sicherung, die sehr versteckt auf der Leiterplatte sitzt. Ihr Wert ist "T-1,6A!!!" Wenn es diese Sicherung ist, unbedingt darauf achten, daß es auch 1,6A sind. Ich hatte versehentlich 0,6A eingesetzt. Erster Jubel, die Maschine lief auch. Doch nach kurzem Aufdrehen des Lautstärkereglers brannte die, viel zu schwache, Sicherung gleich wieder durch.
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#11
Zitat:snzgl postete
Als ich meine RDL von einem guten Freund geschenkt bekam, sagte sie zuerst auch nichts. Der Motor lief und der schnelle Vor- und Rücklauf gingen nur, wenn man den entsprechenden Hebel in der jeweiligen Stellung festhielt. Ein Tonsignal kam weder über die Lautsprecher noch über die Anschlußbuchse für den Verstärker und die Beleuchtung am Aussteuerungsmesser leuchtete auch nicht. Defekt war eine Sicherung, die sehr versteckt auf der Leiterplatte sitzt. Ihr Wert ist "T-1,6A!!!" Wenn es diese Sicherung ist, unbedingt darauf achten, daß es auch 1,6A sind. Ich hatte versehentlich 0,6A eingesetzt. Erster Jubel, die Maschine lief auch. Doch nach kurzem Aufdrehen des Lautstärkereglers brannte die, viel zu schwache, Sicherung gleich wieder durch.
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#12
Woarrr -- das sind haargenau die Symptome!!!
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#13
Bei meiner SG561 (eine der Nachfolger der RDL, fast identische Mechanik, anderes Gehäuse, geringfügig andere Elektronik) war ein Siebelko defekt, der letztlich für das Durchbrennen der
1.6A Sicherung verantwortlich war. Evtl. solltest du die Maschine überholen lassen, und bei der
Gelegenheit alle weissen "Frako" Elko's tauschen lassen, diese neigen zu Kapazitätsverlust (sie
trocknen aus). Übrigens wenn diese Sicherung durch ist, bleibt auch die Instrumentenbeleuchtung
dunkel, bis auf den Motor hat die RDL dann keine Versorgungsspannungen.
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#14
Ja, das ist alles richtig, was meine Vorschreiber mitteilten.

Der Siebelko wird es auch sein. Setze eine neue 1,6 A Sicherung ein, wenn die gleich wieder durchgeht, bleibt nur noch die Instandsetzung. Ich habe selber zwei RdL, die ältere (Baujahr 1969) läuft problemlos noch mit allen alten Bauteilen, die neuere (1974) wurde schon komplett gemacht, hat auch wesentlich mehr "Dampf" auf den (total unterdimensionierten) Lautsprechern. Man kann über die Verzerrungsgrenze aufdrehen, da flackern nicht mal die Lämpchen. Bei der alten geht das nicht, wahrscheinlich ist die auch bald dran.....

Eine Überholung rechnet sich auf alle Fälle, meiner Meinung nach ist die RdL der beste Kleinspuler, den man für (zugegenermassen) viel Geld kaufen konnte.

Anschliessen an einen Verstärker mit Cinch-Buchsen geht problemlos mit einem handelsüblichen Adapterkabel an der Radiobuchse (das ist die mittlere in der unteren Reihe mit diesem Doppel-Dreieck-Symbol). So habe ich´s auch gemacht, funktioniert seit Jahren. Hinterbandkontrolle ist allerdings dann nur über die eingebauten Lautsprecher möglich. Mich hat´s nie gestört.

Viele Erfolg !!!!

Gruss
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.
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#15
Vielen Dank für den Tip mit der Sicherung, hört sich sehr vielversprechend an! ... Ähhh, wie bekomme ich das Gerät denn auf? Scheint klappbar zu sein, aber wo löse ich die entsprechenden Schrauben? Es sind wohl nicht die Winzlinge vorne? Schraubt man den Griff ab, so sehen die darunterliegenden Gewinde durch den Schlitz auch irgendwie nach Schrauben aus -- sind es die?

Möchte nun nicht noch selbst etwas zerhauen. Oder muss die Rückwand abgenommen werden. Ist etwas kritisch bei der Demontage (Länge der Kabel o.ä.)?
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#16
Die beiden Schrauben, an denen der Griff befestigt ist, herausdrehen und aufklappen.

Andreas, DL2JAS
Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
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#17
Griff abschrauben, die darunterliegenden breiten Schrauben ebenfalls ab.
Danach ist allergrösste Vorsicht geboten: Das Gerät wird dann aufgeklappt, oben, wo der Deckel befestigt wird sind zwei Scharniere, das Gerät besteht dann aus Holzgehäuse (der leichtere Teil) und dem Rest (vorsicht, schwer !!)

So und jetzt kommts: Beim aufklappen UND speziell beim wieder zumachen peinlichst darauf achten , dass keine Kabel eingeklemmt oder abgerissen werden. Die Anschlusspunkte findest du NIE mehr wieder !!!

Nachdem du das geschafft hast, stelle die Maschine im aufgeklappten Zustand am besten hochkant auf eine Lautsprecherseite (alte Decke unterlegen) und suche die entsprechende Sicherung, du findest zwei Stück, die eine ist mit Sicherheit durch.

Beim Ersetzen unbedingt auf den richtigen Wert achten, bloss keine zu starke einsetzen, das wäre u. U. der endgültige Exitus. Und schau´ auch mal, ob überhaupt die Richtige (1,6 A) drin ist, ich habe da schon die dollsten Dinger erlebt.

Viel Erfolg
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.
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#18
... pffff, das hört sich nach Filigranarbeit an -- ich habe eher die Pfoten eines Schmieds!

@Thomas: Du wohnst nicht zufällig in der Nähe von Augsburg Smile)

Naja, dann werde ich mal die Sicherung besorgen, und vorsichtig zu Werke gehen. Drückt die Daumen!
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#19
Hallo tobber,

naja, filigran ist das nicht. Man muss halt nur ´n bisschen aufpassen.
Es gibt kaum ein Gerät, das so einfach zu öffnen ist, nur bei der Platine, die direkt am Gehäuse vorbeischrappt, war UHER halt ein bisschen zu penibel bei den Abmessungen............

Das wird schon !! Nur keine Panik. Es ist kein Hexenwerk, das Gerät zu inspizieren.

Übrigens: Trotz dem zu befürchteten Defekt läuft das Gerät (zumindest wiedergabemässig) an einem angeschlossenenen Verstärker (Anschlüsse wie oben beschrieben). Was NICHT gehen wird, ist die Aufnahme/Löschen eines Bandes sowie die Wiedergabe über die eingebauten Lautsprecher. Ausserdem bleiben halt die Lämpchen dunkel.

Ich wohne leider nicht in deiner Gegend, ich komme aus der Nähe von Frankfurt.

Aber vielleicht findet sich ja jemand in deiner Umgebung, der da Hilfestellung leisten kann.

Viel Glück.

Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.
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#20
Nee-nee, das krieg ich schon irgendwie hin. Werde zwar -- wie immer -- Blut und Wasser schwitzen: das Innenleben einer Bandmaschine ist für mich so etwas wie ein Organismus, der bei Eingriffen drauf gehen könnte Smile doch bislang hat die Tesla kleinere "Operationen" ja auch überlebt.

@Übrigens: nö, das gerade nicht. Wenn ich die Maschine über die Buchse mit dem Doppeldreieck an den Verstärker hänge passiert gar nichts. Band läuft zwar, doch das war es dann auch. Keine Musik, kein Ausschlag der Pegel ... ist wohl kein so gutes Zeichen, was?
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#21
Die Aussteuerungsinstrumente sind auch nur bei Aufnahme aktiv.

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#22
@niels: ... echt? Gut zu wissen. Die Pegel der Tesla z.B. sind auch bei der Wiedergabe tätig.
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#23
Kein Pegelausschlag = Normal, das macht sie auch nicht. (Bei Wiedergabe)
Aber Mucke sollte zu hören sein.

Meine Vorredner haben es schon gefragt: Stimmt die Stellung der Monitor-Taste ???? Sie muss oben, also ausgerastet sein (Stellung B).

Wenn dann immer noch nix zu hören ist, stimmt etwas anderes nicht. (Kopfträger nicht richtig montiert, Kopf defekt.....) Dann wird die Ferndiagnose schwierig.

Gruss
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.
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#24
... nö, hab's gerad nochmal ausprobiert, bevor ich hier Mist erzähle, aber nix.
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#25
Zitat:... bei der
Gelegenheit alle weissen "Frako" Elko's tauschen lassen, diese neigen zu Kapazitätsverlust (sie trocknen aus).
Genau das war's bei mir! Habe im Januar eine RdL von einem Kollegen geschenkt bekommen, im 1A Zustand, seit 10 Jahren in einem Umzugskarton verpackt. Sie lief bei mir nur wenige Stunden, dann kamen nur noch ganz kurz Töne raus, wenn ich ein Poti sehr schnell bewegte: Die Koppelelkos waren nach den vielen Jahren Standzeit leckgegangen und somit stimmte kein Arbeitspunkt mehr. Ich habe alle kleinen weißen Elkos ausgetauscht und jetzt läuft sie und läuft sie...

Gruß
Hajo
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#26
Elkos: *Hoffnung keimt* Smile Mittwoch kommt ein Bekannter, der sich die Sache mal näher anschaut -- ich halte Euch auf dem Laufenden ... an dieser Stelle gleich nochmal vielen Dank an alle!
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#27
Hallo tobber,

ich bin erst jetzt über den Thread gestolpert, da er mir in den letzten Tagen nicht möglich war, das Forum zu besuchen.

Du hast geschrieben, daß du in Augsburg wohnst. Nun ich wohne in Kelheim, daß sind zwar auch 130km Entfernung. Wenn der Besuch deines Bekannten keine Besserung bringen sollte, wäre da was einzurichten.

Eine Sofort-Reparatur wird wohlmöglich nicht möglich sein, da im Falle eines Bauteilsdefekts, ich die Bauteile nicht vorrätig haben werde.

Solltest du meine Hilfe in Anspruch nehmen wollen und dir der Weg nicht zu weit sein kannst du mich ja kontaktieren.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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#28
WaU -- wie nett ist das denn! Smile Werd' ich tun, vielen Dank.
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#29
Hallo,

gerade dabei mir die Sicherungen anzuschauen -- also die o.g. 1,6A-Sicherung ist ok, kaputt ist eine Sicherung davor: die hat 0,16A => stimmt der Wert, muss da eine 0,16A hinein???
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#30
Ja, die stimmt. Ich könnte mir vorstellen, dass eine 0.2A Type auch ausreicht. Aber Vorsicht, wenn
diese Sicherung defekt ist, hat die Elektronik ueberhaupt keine Versorgungsspannung, da die
Stabilisierung der Spannung für den stärkeren Zweig auch von diesem Vorverstärker-Versorgungsteil
kommt.
Die Chance, daß eine neue Sicherung sofort wieder durchbrennt, ist sehr groß.
Wahrscheinlich hat einer der Siebelkos in diesem Zweig einen satten Kurzschluss. Im spannungsfreien
Zustand mit einem Ohmmeter prüfen wäre jetzt angesagt, vor und nach dem Längstransistor der
Stabilisierungsschaltung. Wenn Du allerdings in diesen Dingen zu wenig Erfahrung hast, würde ich
die FInger davon lassen, und einen erfahrenen Reparateur aufsuchen. Wenn die Maschine mechanisch
in Ordnung ist, und keine Geräusche wie ein nagelnder Dieselmotor macht, und die Köpfe in einem
brauchbaren Zustand sind, wäre um die RDL ewig schade, wenn bei einer mislungenen Netzteilreparatur der Rest der Elektronik (Total-)Schaden nimmt...

Gruß
Gerald
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#31
... ohja, das wäre wirklich schade, zumal die alte Lady auch innen noch tadellos ausschaut, geradezu neu und sauber -- eigentlich kaum zu glauben! Knöpfe 1a, keine Dieselgeräusche, im Gegenteil ...

Naja, werde mal die andere Sicherung besorgen und austauschen, mal schauen *hoff* Auch auf das Zuklappen freu ich mich schon, das ist sehr eng. Verstehe gar nicht warum die Uher-Leute dem Innenleben nicht etwas mehr Platz gönnten. Sollte doch ohne Weiteres möglich gewesen sein?

Bis dann,
tobber
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#32
Achte bitte auf die Charakteristik der Sicherung! Normalerweise ist das mit folgenden Abkürzungen an einer Metallhülse gekennzeichnet: TT=superträge; T=träge; M=Mittelträge; F=flink; FF=superflink;

Wenn du eine Sicherung verwendest, die flinker ist als die vorgesehene, besteht eigentlich keine Gefahr, sie kann höchtens durchbrennen ohne das wirklich ein Fehler vorhanden ist. Sollte sie jedoch träger sein, kann durchaus ein Schaden angerichtet werden, da träge erst bei hoher Überschreitung des Nennstromes sofort auslösen.

Leider habe ich meine Serviceunterlagen gerade nicht zur Hand, sonst hätte ich für dich nachgesehen um welche Charakteristik es sich handelt.

EDIT:Tippfehler
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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#33
... jo, die 0.16A ist sofort wieder durchgeknallt ...! Sad(
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#34
... um die Siebelkos auszutauschen: muss ich denn dazu das ganze Netzteil "herauslöten"? Die Hälfte des Kabelbaums geht nämlich nach unten, und etwas anders um an das Netzteil heranzukommen (es also auszubauen) fällt mir im Augenblick nicht ein.
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#35
So, hier is jetzt mal die Fachmann mit Lötkolben!
Also, wie schon gesagt, die T0,16 is gleich weider abgeraucht...
Ihr habt gemeint dass die Elkos auf der Netzteilschaltung der Schlüssel zum Glück wären!? Dazu muss aber das ganze Teil erst mal raus so wie ich das sehe. Oder habt ihr die Elkos bei eingebauter Schaltung getauscht? Könnt ihr mir vielleicht noch genau sagen welche Elkos (C-Werte...) sagen!
Vielen Dank schon mal, ihr würdet mir die ganze Sache viel leichter machen!
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#36
Nehme einfach ein Ohmmeter und prüfe die Elkos auf Kurzschluß in der Schaltung. Smile

Andreas, DL2JAS
Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
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#37
Also, die in erster Näherung mal in Frage kommenden Elkos sollten sein:

C18 mit 500 (bei neueren Modellen 470) uF und 45 Volt Betriebspannung.
C30 mit 100 uF und 35 Volt Betriebspannung.

Wie Andreas aber schon sagte, bevor Du die Elkos auslötest, versuch mal mit einem Ohmmeter
die Beiden im eingebauten Zustand auf Kurzschluss zu testen. Selbverständlich muss die RDL
dazu spannungsfrei sein. Um falsche Messergebnisse möglichst zu vermeiden, miss jeden Elko
auch zusätzlich mit vertauschten Messspitzen, damit du nicht Diodenstrecken etc. mitmisst.
Der defekte Elko soll in beiden Richtungen nahe Null Ohm messen.

Soviel ich noch in Erinnerung habe, list die Netzteilplatine teilweise von der Leiterbahnenseite
sogar ohne Ausbauen zugänglich. Ich glaube auch mich noch zu erinnern, dass die in Frage
kommenden Elkos so günstig angeordnet sind, dass man sie sogar austauschen kann, ohne
die Platine ausbauen zu müssen.

Gerald, oe5han
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#38
... na das sind doch Informationen!

Morgen wird also gelötet -- vielen Dank einstweilen.


tobber
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#39
Zwischenbericht

Also, die C18 + C30 sind nun ausgelötet -- ohne das ganze Netzteil auszubauen. Könnte gut möglich sein, dass die beiden die "Störer" sind, die Werte waren dementsprechend. Werde morgen mal zusehen neue zu bekommen und dann wird es spannend ...!

Himmel, wenn es klappt, was mache ich nur mit meiner Tesla? Ich kann das gute Stück doch nach 20 Jahren streiklosen Dienst nicht auf den Dachboden verbannen!

Hey, ich hörte es gäbe wieder neue Bänder zu kaufen? So um die 20,-- Euro (dafür bekäme man schon jede Menge CD-Rohlinge bemerkte ein Bekannter, dem ich begeistert die Neuigkeit präsentierte und verdarb mir spontan meine gute Laune. Mal davon abgesehen, dass er recht hat: "Wer niemals sah wie Spuln sich drehen; der weiß auch nicht ..." Preisfrage: Wie könnte es weiter gehen? 1. Preis: Ein CD-Rohling; 2. Preis: 2 CD-Rohlinge; 3. Preis: 3 CD-Rohlinge ... 10. Preis: eine CD von Madonna ... 25. Preis: Madonna ...)

Als dann, in Kürze mehr.

Bis dahin allen eine schöne Zeit,
tobber
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#40
Richtung OT: Bänder und Rohlinge... Hier geht es vor allem um die Pflege eines Hobbies, das sich sanft der Preislogik des Marktes entwindet. Soll heißen: Den meisten, die eben diesem Hobby (welchem auch immer) nicht frönen, scheinen die finanziellen Aufwendungen nicht ganz vernünftig. Ich unterstelle, dass bei vielen Teilnehmern hier im Forum das Tonbandeln auch "nur" ein Hobby ist, insofern, dass am ehesten noch Zusammenstellungen verschiedener Aufnahmen gemacht werden, oder Radiomitschnitte zum späteren Umkopieren (zaghafte Anfragen meinerseits im Forum nach Art der Aufnahmen wurden nie so ganz ausfühlich beantwortet). Dass auch hier noch das Band zwecks Langzeitarchivierung genutzt wird, scheinen mit Ausnahmen zu sein. Dann gibt es natürlich noch diejenigen, die die Maschinen richtig ernsthaft nutzen, für den Zweck, für den sie gebaut wurden: Aufnahmen in Veröffentlichungsqualität.

Zwei Bandmaschinen lassen sich auch sehr gut parallel betreiben. Dann kann man immer mit einer hören, wenn man bei der anderen die Tonköpfe putzt. Big Grin

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#41
Zweck der Bandmaschine:

... glaube ich schieße den Vogel ab! Bin dabei meine MP3s auf Band zu bannen, also zu "entdigitalisieren" Smile Tja, die Zeiten der Radioaufnahmen sind lange vorüber; das Vinyl zu kopieren -- weiss ich nicht -- lege eigentlich auch sehr gern eine Platte auf; jemanden mit einer Riesenplattensammlung kenne ich nicht ... da bleiben wahrlich nicht viele Möglichkeiten.

Gleichwohl, das Maschinchen in Betrieb zu sehen ist doch immer wieder etwas ganz Besonderes. Ich könnte stundenlang auf die Sulen glotzen und zuhören. Die Faszination liegt möglicherweise auch ein wenig darin, dass aufgrund der Einpegellei bei der Aufnahme doch noch irgendwie das Gefühl aufkommt, man hätte selbst etwas an der Musik mitgewerkelt Smile Audiomäßig gibt es nix Schöneres!

tobber
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#42
Ist hier nicht neulich eine A77 eingenickt, als sie zum Aufzeichnen von MP3s genötigt wurde? Big Grin

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#43
ROCK 'N' ROOOOOOOLLLLL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Sie läuft!!! Der alte Funke zündet wieder!

Die zwei Elkos ausgewechselt -- und schon lärmt sie, als hätte es die letzten 35 Jahre nie gegeben -- gooooiiil!

Ich danke allen für die wertvollen Hinweise, wäre ohne Eure Hilfe nie auf die "Stör-Elkos" gekommen. Vielen Dank!

Das Vorspulen will noch nicht so recht und die Bremse beim Stop-Betrieb macht auch noch nicht ganz dicht, doch ich glaube etwas Öl hier und da und die Sache passt wieder. Wiedergabe und Aufnahme: ERSTKLASSIG!


Es grüßt Euch ein glücklicher RDL-Besitzer,
tobber
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#44
High tobber,

gratuliere! Und es zeigt mir mal wieder: Jungs, Ihr seid Klasse (sorry Mädels) Smile

Grüße, Thomas!
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#45
congrats, tobber!

Das Stop-Problem liegt vermutlich an verschlissenen Bremsgummis. Falls es noch nicht zu
arg ist, kann man evtl. etwas nachstellen, sonst sollte man sie aber austauschen.
Da diese kaum noch erhaeltlich sind, kann man sie bei einigem Geschick auch aus passenden
Gummiresten etc. ausschneiden.

Beim schnellen Vorlauf könnte der Gummibelag eines der Friktionsräder im laufe der Jahre
hart geworden sein, und daher druchrutschen. Evtl. versuchen, das Rad mit Walzenreiniger,
wie es ihn für Drucker und Schreibmaschinen gab oder noch gibt, behandeln.

Bis auf jedes Reibrad, dass die Tonwelle bzw. Schwungmasse antreibt, koenntest du evtl.
auch versuchen, mit feinem 800er Schleifpapier die Oberfläche der verhärteten Gummibeläge
etwas aufzurauhen, für den schnellen Vorlauf spielt es keine Rolle, ob dadurch eine
leichte Verformung auftritt.

Keinesfalls solltest du mit Öl in die Nähe von Gummiteilen kommen. Die Kugellager gehören nicht
geölt, sondern gefettet., die (Bronze-)Sinterlager mit speziellem SInterlageröl nachgeschmiert.
Nur dieses Öl wird von der Sinterbronze aufgenommen, d.h. man kann das Meterial mit einem
Schwamm vergleichen, der sich vollsaugt...

Gruss
Gerald, oe5han
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#46
... je mehr sie läuft, desto besser scheint sie zu spulen ...?! Mal eine Woche abwarten.

Nun tät mich freilich das Baujahr der RDL interessieren -- es spricht nämlich einiges dafür, dass wir der gleiche Jahrgang sind Smile Gibt es Merkmale anhand derer das Baujahr auf's Jahr genau zu bestimmen ist?


Gruß,
tobber
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#47
An der Seriennummer könnte das Feststellbar sein. Über das wurde hier schonmal geschrieben und keiner wußte was man aus der Nummer rauslesen kann. Es gibt aber die Möglichkeit den Zeitpunkt grob zu bestimmen. Wie sieht sie den aus?

Hat sie Rändelschrauben mit Innengewinde womit der Kopfträger befestigt ist oder normale Kopfschrauben mit Außengewinde? Ist der Schriftzug "Royal De Luxe" einzeilig und steht auf der Kopfabdeckung oder ist er zweizeilig und steht auf dem Gehäuse? Ist der Deckel voll aus Kunststoff und getönt (Rauchglas) oder ist er voll transparent und hat Holzseitenteile?

Sollte immer das Erste zustimmen ist sie aus den 70ern, wenn das Zweite zustimmt ist sie noch aus den 60ern.

Natürlich können die Teile auch mal getauscht worden sein, womit man das nicht mehr genau ermitteln kann.

Mehr weiß ich auch nicht, vielleicht weiß ja noch jemand was dazu.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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#48
... scheint sich wohl um das Jahr 1972 zu handeln. Drum habe ich den ersten Aufnahmetest auch in dieses Jahr gelegt: Donald Byrd "Black Byrd" (1972). Mit dem Resultat war ich mehr als zufrieden! Klingt hervorragend. Langsam bin ich richtig guter Dinge. Wenn ich nun noch die Bremse hinbekomme (ist leider die einzige Möglichkeit den Aufnahmeknopf zu halten) und die Spulerei reichtig funktioniert ... Dass die Pausenfunktion zwischen START und STOP sitzt, weiß nicht, ob ich das sooo toll ist; Um die Bandgeschwindigkeit zu wechseln muss die Maschine wg. d. Schaltweges ausgeschalten werden .. oder übersehe ich etwas?


Gruß,
tobber
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#49
Baujahrermittlung

Schaue mal auf Bauteilen, ob irgendwo leicht verschlüsselt ein Baujahr zu finden ist. Machmal sind Elkos mit dem Baujahr, meist die letzten zwei Ziffern, beschriftet. Auch der Motor könnte dementsprechend beschriftet sein.
Wenn Du aufnehmen willst, drücke den Aufnahmeknopf und drehe den Startknopf in Stellung Pause. Dann muß der Aufnahmeknopf rasten, die Andruckrolle darf nicht die Capstanwelle berühren. Vermutlich drehen sich bei Dir die Spulen. Schaue mal bei geöffnetem Gerät, ob sich die weißen Glocken mitdrehen. Wenn ja, sind die Bremsklötzchen verdreckt oder hart. Irgendwo habe ich mal gelesen, man könne hartes Gummi mit Bremsflüssigkeit wieder weich bekommen. Ob es stimmt und ob der Tip was taugt, weiß ich nicht.
Wenn Du die Geschwindigkeit umschaltest, wird immer das Gerät kurz ausgeschaltet, konstruktionsbedingt. Zwischen den Geschwindigkeiten ist immer eine Aus-Position.

Andreas, DL2JAS
Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
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#50
Zitat:tobber postete
...Wenn ich nun noch die Bremse hinbekomme (ist leider die einzige Möglichkeit den Aufnahmeknopf zu halten) und die Spulerei reichtig funktioniert ... Dass die Pausenfunktion zwischen START und STOP sitzt, weiß nicht, ob ich das sooo toll ist; Um die Bandgeschwindigkeit zu wechseln muss die Maschine wg. d. Schaltweges ausgeschalten werden .. oder übersehe ich etwas?
Ja, die Geschwindigkeitsumschaltung hat einen Nullzwang. Da muß erst ausgeschaltet werden. Zu beachten hierbei ist, daß du das Schwungrad erst auslaufen läßt wenn von einer hohen auf eine niedriegere Geschwindigkeit umschaltest. Sonst kannst du das Reibrad beschädigen, womit dann das Betriebsgeräusch immer lauter wird.

Was meinst du mit Bremse? Das der Bandzug zu locker ist, also die abwickelde Spule kaum gebremst wird?
Grüße,
Wayne

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