08.03.2006, 12:27
Lieber Stefan,
meine Frage zur Herkunft zielte eigentlich weniger auf den Exkurs in die humanistische Vergangenenheit Nürnbergs (und meines Lernens des Altgriechischen am Institutum Lambda-Gamma zu M-Sendling) bzw. der Kirchengeschichte als auf deinen aktuellen Wohn- und damit Standort jener B77. Denn da könnte man ja unter bestimmten Bedingungen mal einen Blick drauf nehmen...
In eine Werkstattprüfung geht immer -und bestimmend- der Horizont derer ein, die selbige durchführen. Bedenken wir, dass die analoge Aufnahme auf Magnetband heute bereits Technik von vorvorgestern ist, zumindest in der Sicht einer blind fortschrittsgläubigen Klientel.
Willi Studer -und sein Laden- dachten sehr zentraleuropäisch traditionell. Vierspur galt natürlich als Krücke, die man mitnahm, weil der Markt dies verlangte, überzeugt war man davon nicht. Ebenso hielt man nichts von '26 kHz bei 9,5 cm/s'. Wenn höchste Qualität seitens des Kunden gefordert würde, so forderte dieser Hersteller, dann solle er -der Kunde- dies auch nach den Regeln der Kunst auf solide Beine stellen, was dann zwangsläufig am eigenen Produzieren nicht vorbeiführt, weil LP und Rundfunk dafür hörerseits eigentlich keine ausreichenden Qualitätsbandbreiten zur Verfügung stellen (können/konnten).
Daher: Wenn hohe Qualität, dann natürlich auch hohe Bandgeschwindigkeit, weil sich mit ihrem Anwachsen ja die qualitativen Engpässe weitgehend entspannen.
Aber, und das sollte im Stammbuch eines jeden Magnetbandliebhabers stehen, auch in deinem: Überfordere diese Technik nicht. Von Anbeginn der Tage ihrer öffentlichen Hochwertigkeit -das liegt im Juni 2006 65 Jahre zurück- verlangte sie vom Nutzer ein zielsicheres Abschätzen ihrer Möglichkeiten, wenn der Nutzer hohe Wiedergabequalität gewährleisten wollte. 'Anschalten, drücken, los geht's und das perfekt' ist mit dem analogen Magnetbandspeicher nicht zu machen.
Hans-Joachim
meine Frage zur Herkunft zielte eigentlich weniger auf den Exkurs in die humanistische Vergangenenheit Nürnbergs (und meines Lernens des Altgriechischen am Institutum Lambda-Gamma zu M-Sendling) bzw. der Kirchengeschichte als auf deinen aktuellen Wohn- und damit Standort jener B77. Denn da könnte man ja unter bestimmten Bedingungen mal einen Blick drauf nehmen...
In eine Werkstattprüfung geht immer -und bestimmend- der Horizont derer ein, die selbige durchführen. Bedenken wir, dass die analoge Aufnahme auf Magnetband heute bereits Technik von vorvorgestern ist, zumindest in der Sicht einer blind fortschrittsgläubigen Klientel.
Willi Studer -und sein Laden- dachten sehr zentraleuropäisch traditionell. Vierspur galt natürlich als Krücke, die man mitnahm, weil der Markt dies verlangte, überzeugt war man davon nicht. Ebenso hielt man nichts von '26 kHz bei 9,5 cm/s'. Wenn höchste Qualität seitens des Kunden gefordert würde, so forderte dieser Hersteller, dann solle er -der Kunde- dies auch nach den Regeln der Kunst auf solide Beine stellen, was dann zwangsläufig am eigenen Produzieren nicht vorbeiführt, weil LP und Rundfunk dafür hörerseits eigentlich keine ausreichenden Qualitätsbandbreiten zur Verfügung stellen (können/konnten).
Daher: Wenn hohe Qualität, dann natürlich auch hohe Bandgeschwindigkeit, weil sich mit ihrem Anwachsen ja die qualitativen Engpässe weitgehend entspannen.
Aber, und das sollte im Stammbuch eines jeden Magnetbandliebhabers stehen, auch in deinem: Überfordere diese Technik nicht. Von Anbeginn der Tage ihrer öffentlichen Hochwertigkeit -das liegt im Juni 2006 65 Jahre zurück- verlangte sie vom Nutzer ein zielsicheres Abschätzen ihrer Möglichkeiten, wenn der Nutzer hohe Wiedergabequalität gewährleisten wollte. 'Anschalten, drücken, los geht's und das perfekt' ist mit dem analogen Magnetbandspeicher nicht zu machen.
Hans-Joachim
