Warum 4.7 Kohm? (Ausgangswiderstand)
#13
... Und der Rundfunk (der ORF kann's geradezu leidenschaftlich) begrenzt auf 15 kHz. Doch wenn bis oben hinauf (also für Eigenprdoktionen) beste Bedingngen verlangt werden, sollte

1) Symmetrie vorgesehen werden (möglichst erdfrei über Trafos, damit auch weiter entfernte, auf anderen Netzphasen liegende Geräte betrieben werden können), um den Einfluss von Kühlschränken, Leuchtstoffröhrenstartern, Waschmaschinen etc. pp. gering zu halten.

Das kostet natürlich, wenn man eine komplette Anlage symmetrieren möchte, einmal abgesehen davon, dass zumindest die Eingangsübertrager an die nachfolgenden Stufen ordnungsgemäß angepasst werden wollen, um den Frequenzgang-/Klirrfaktorkompromiss zu optimieren. Da wird in 'einschlägigen Kreisen' endlos gesündigt. Die Ergebnisse kenne ich.

2) sollte die gesamte Verbindungstechnik relativ niederohmig angelegt werden.

Die Bedingung 2) ist gegenüber 1) oftmals leicht zu erfüllen, weil moderne OpAmps schon seit der Anfangszeit bewusst niederohmige Ausgänge erhielten, weshalb beispielsweise der Ausgang des Monitorzuges im Studer 169 (RC 4136) lediglich durch einen Serienwiderstand 33 Ohm abgesichert wurde. Der ist nicht nur seinerseits durch ein 1kOhm-Trimmerle abgeschlossen, sondern auch noch dafür vorgesehen, professionell niederohmige Aktivboxen zu treiben, deren Eingangswiderstand in der Regel bei 5-10 kOhm liegt. Außerdem trieb dieser Ausgang des RC4136 über 120 Ohm entkoppelt ja auch noch einen Kopfhörer.
Ich habe mein Lebtag kein 169 gesehen, dessen Monitorausgang durchgeschlagen war.

Welche Line-Ausgangsverstärker also betreibst du, wieviele Senken (Bandgeräte, Verstärker) beabsichtigst du, parallel an dieser Quelle zu betreiben? Ein schlichtes Herunterdrücken der Eingangsimpedanz durch einen Parallelwiderstand auf 10-12 kOhm löst dein Problem, sofern die vorausgehende Quelle hinreichend leistungsfähig ist. Wenn nicht, helfen oft genug die Kopfhörerausgänge (z.B. B77), die beim genannten Bandgerät gut genug sind und eine kleine Endstufe aufweisen. Das Problem wird dann die Unsymmetrie deiner Leitungsführung werden (Hf-Detektion und andere Störspannungseinstreuung).

Meine A77ORF waren/sind mit Beyer-Miniatureingangsübertragern ausgerüstet, die man mir zu hochohmig (50 kOhm) ausgelegt hatte, weshalb ich die Eingangsimpedanzen über einem Metallfilmwiderstand auf 10 KOhm heruntergedrückte.
Unerfreulich ist auch, dass bei Amateurs keine Pegelnormierungen vorliegen, was die Überschaubarkeit des Gesamtsystems erheblich erschwert. Damit jedoch kommen wir auf eine andere, aber verwandte Baustelle.


Übrigens ist die Kaskadierung von Aufzeichnungsfehlern eines der Typika analoger Verarbeitungstechnik; du fügst also bei jeder Signalwandlung Mängel hinzu, deren Summe dein Endprodukt kennzeichnet, selbst wenn auf dem Übertragungswege keine Bearbeitung mehr stattfindet. Bei Verstärkern kann man sich dem Idealvierpol nähern, bei Kabeln ihn erreichen; bei Nf sind die Verhältnisse ohnehin problemlos zu überblicken. nGefällt einem das nicht, muss man sich an digitale Prinzipien halten, deren Einfluss aufs Signal vom Konstrukteur in weiten Grenzen definiert werden kann.


Also, wohlan, frisch gelötet.

Hans-Joachim
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