04.09.2026, 17:02
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.09.2026, 17:35 von Ferrograph.)
Ich suche seit längerer Zeit nach einem kleinen Mehrspurtonbandgerät, eigentlich sollte es ein Fostex A4 werden.
Diese Geräte scheinen sehr rar zu sein, ich war daher für Alternativen offen.
Als heute der DHL-Zusteller das erwartete Paket brachte war ich sehr erstaunt:
Er überreichte mir einen handlichen leichten Karton, den ich argwöhnisch betrachtete; da soll ein Mehrspurgerät drin sein?
Der Karton hatte den Transport gut überstanden...
Nach dem Öffnen muss ich den Verkäufer ausdrücklich loben, das Gerät wurde sehr stoßsicher verpackt und auch das entsprechende Warnband war am Paket überall angebracht. Sehr vorbildlich.
Zum Vorschein kam dann tatsächlich ein kleineres Gerät, ein Fostex Modell 80.
Der Verkäufer schrieb, daß er nicht sicher sei ob alles funktioniere.
Zumindest was den Bandtransport und den Locator betrifft ist das Gerät in Ordnung.
Erstaunt war ich über das Antriebskonzept: 3 Gleichstrommotore (oder besser Motörchen...) die über Riemen auf den Antrieb wirken.
Wenn die Motoren den Dienst versagen wird es schwierig mit Ersatz.
Für die Schwungmasse ein breiterer Flachriemen, pro Wickelmotor sind in meinem Gerät jeweils 2 Vierkantriemchen aufgezogen. Alle Riemen habe ich mit etwas Talkum versorgt, der Zustand ist in Ordnung.
Beim ersten Demontieren merkt man dann doch die Zielgruppe, für den professionellen Studiobetrieb ist das Gerätchen nicht unbedingt geeignet.
Das hatte ich aber auch nicht erwartet.
Um an das Chassis zu gelangen sind einige Verrenkungen über Schraubverbindungen in diversen Plastikteilen notwendig.
Die Mechanik ist einfach aufgebaut, 2 Magnete reichen für Gummiandruckrolle und Stillstandsbremse aus. Da kann wenig kaputtgehen.
Eine Bandzugsregelung habe ich nicht entdeckt.
Nachdenklich stimmen mich die Plastikriemenscheiben, hier muss beim Zerbröseln dann Ersatz aus Aluminium rein.
Die zwei Scheiben der Wickelmotore zeigen bereits die ersten Risse, das ist unschön und eine bekannte Schwachstelle der preiswerten Fostex Geräte.
Nach dem Entfetten und neu Schmieren der Gestänge bzw. dem Ölen der Lager konnte ich mich einer kurzen Inspektion der Elektronik widmen.
Der grüne Glibber an den Gestängen ist übrigens Lithium Komplex Fett, bevor jemand fragt; etwas zu reichlich aufgetragen...
Es ist ein kombinierter Sprech-/Wiedergabekopf für 8 Spuren verbaut, notwendig für Simultanaufnahmen.
Hinterbandkontrolle ist nicht notwendig.
Der optische Zustand der 2 Köpfe scheint für meine Zwecke ausreichen zu sein, den Bandabheberbolzen werde ich noch etwas nach hinten drehen damit der Einschliff verschwindet.
Gut gelöst ist für diese preiswerte Geräteklasse die Einstellmöglichkeiten des Aufnahme- und Wiedergabeverstärker für alle 8 Kanäle von der Geräteunterseite im Liegendbetrieb nach Entfernung der Gehäuseschale.
Allerdings sind auf den Leiterplatten alle Schaltkreise ohne Sockel direkt auf die Platinen gelötet. Das ist beispielsweise zwei Preisklassen höher bei Otari und Co anders gelöst.
Die Steuerung der Laufwerksfunktionen erfolgt über eine Programmsteuerung mittels CPU, im Fehlerfall wird es schwierig.
Der Locator kann zusätzlich zum 0-Punkt weitere 2 Punkte auf dem Band anfahren, das funktionierte bei mir mit 18cm Spule sehr gut, nur 4 cm Abweichung im Rückspulbetrieb nach kompletten Banddurchlauf.
Die Befestigung von Stromversorgungsleitungen auf der Gleichrichterplatine mit Heißkleber ist sehr speziell..
Es ist sehr viel Plastik an diesem kleinen Gerät verbaut, es wiegt gerade einmal 13 kg.
Soweit meine heutigen ersten Eindrücke vom Gerät.
Mehrspuraufnahmen werde ich später testen; hierbei ist mir klar, daß bei 8 Spuren auf 1/4 Zoll Tonband bei 38cm/s Bandgeschwindigkeit bestimmte Grenzen gelten.
Gruß Jan
Diese Geräte scheinen sehr rar zu sein, ich war daher für Alternativen offen.
Als heute der DHL-Zusteller das erwartete Paket brachte war ich sehr erstaunt:
Er überreichte mir einen handlichen leichten Karton, den ich argwöhnisch betrachtete; da soll ein Mehrspurgerät drin sein?
Der Karton hatte den Transport gut überstanden...
Nach dem Öffnen muss ich den Verkäufer ausdrücklich loben, das Gerät wurde sehr stoßsicher verpackt und auch das entsprechende Warnband war am Paket überall angebracht. Sehr vorbildlich.
Zum Vorschein kam dann tatsächlich ein kleineres Gerät, ein Fostex Modell 80.
Der Verkäufer schrieb, daß er nicht sicher sei ob alles funktioniere.
Zumindest was den Bandtransport und den Locator betrifft ist das Gerät in Ordnung.
Erstaunt war ich über das Antriebskonzept: 3 Gleichstrommotore (oder besser Motörchen...) die über Riemen auf den Antrieb wirken.
Wenn die Motoren den Dienst versagen wird es schwierig mit Ersatz.
Für die Schwungmasse ein breiterer Flachriemen, pro Wickelmotor sind in meinem Gerät jeweils 2 Vierkantriemchen aufgezogen. Alle Riemen habe ich mit etwas Talkum versorgt, der Zustand ist in Ordnung.
Beim ersten Demontieren merkt man dann doch die Zielgruppe, für den professionellen Studiobetrieb ist das Gerätchen nicht unbedingt geeignet.
Das hatte ich aber auch nicht erwartet.
Um an das Chassis zu gelangen sind einige Verrenkungen über Schraubverbindungen in diversen Plastikteilen notwendig.
Die Mechanik ist einfach aufgebaut, 2 Magnete reichen für Gummiandruckrolle und Stillstandsbremse aus. Da kann wenig kaputtgehen.
Eine Bandzugsregelung habe ich nicht entdeckt.
Nachdenklich stimmen mich die Plastikriemenscheiben, hier muss beim Zerbröseln dann Ersatz aus Aluminium rein.
Die zwei Scheiben der Wickelmotore zeigen bereits die ersten Risse, das ist unschön und eine bekannte Schwachstelle der preiswerten Fostex Geräte.
Nach dem Entfetten und neu Schmieren der Gestänge bzw. dem Ölen der Lager konnte ich mich einer kurzen Inspektion der Elektronik widmen.
Der grüne Glibber an den Gestängen ist übrigens Lithium Komplex Fett, bevor jemand fragt; etwas zu reichlich aufgetragen...
Es ist ein kombinierter Sprech-/Wiedergabekopf für 8 Spuren verbaut, notwendig für Simultanaufnahmen.
Hinterbandkontrolle ist nicht notwendig.
Der optische Zustand der 2 Köpfe scheint für meine Zwecke ausreichen zu sein, den Bandabheberbolzen werde ich noch etwas nach hinten drehen damit der Einschliff verschwindet.
Gut gelöst ist für diese preiswerte Geräteklasse die Einstellmöglichkeiten des Aufnahme- und Wiedergabeverstärker für alle 8 Kanäle von der Geräteunterseite im Liegendbetrieb nach Entfernung der Gehäuseschale.
Allerdings sind auf den Leiterplatten alle Schaltkreise ohne Sockel direkt auf die Platinen gelötet. Das ist beispielsweise zwei Preisklassen höher bei Otari und Co anders gelöst.
Die Steuerung der Laufwerksfunktionen erfolgt über eine Programmsteuerung mittels CPU, im Fehlerfall wird es schwierig.
Der Locator kann zusätzlich zum 0-Punkt weitere 2 Punkte auf dem Band anfahren, das funktionierte bei mir mit 18cm Spule sehr gut, nur 4 cm Abweichung im Rückspulbetrieb nach kompletten Banddurchlauf.
Die Befestigung von Stromversorgungsleitungen auf der Gleichrichterplatine mit Heißkleber ist sehr speziell..
Es ist sehr viel Plastik an diesem kleinen Gerät verbaut, es wiegt gerade einmal 13 kg.
Soweit meine heutigen ersten Eindrücke vom Gerät.
Mehrspuraufnahmen werde ich später testen; hierbei ist mir klar, daß bei 8 Spuren auf 1/4 Zoll Tonband bei 38cm/s Bandgeschwindigkeit bestimmte Grenzen gelten.
Gruß Jan



