Fragen zu Telefunken M10a
#1
Ich konnte diesen Sommer eine revidierte Telefunken M10a mit den V396/V397 Modulen von einem Kollegen in Holland erwerben. Ich bin super glücklich, so ein Gerät finden zu können. Ich habe auch eine Studer C37, die beiden passen gut zueinander (auch wenn sie früher Konkurrenten waren :-)

Dazu zwei Fragen: 

-Sie hat die Seriennummer 3193 - weiss jemand das ungefähre Baujahr?

- Sie läuft sehr schön, allerdings zeigt die Strobo-Anzeige an, dass sie ganz wenig zu langsam läuft. Es ist (auch im Vergleich mit der M15a) nicht hörbar. Aber gibt es trotzdem eine Möglichkeit, das einzustellen? 

Danke für Infos & Gruss aus Bern/Schweiz

Steff
Meine Bandmaschinen: Ganz frisch: Studer  C37 Heart , Studer A807, Studer B62, Telefunken M15a. Und Swissonor Tube Amp AM6221
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#2
Wenn Du eine direktgetriebene M10a hast (die normale M10 mit Reiibradantrieb wartet nämlich gern mit solchen Fehlern auf), dann ist der verwendete große Papst-Außenläufer ein Hysterese-Synchronmotor. D.h. diese Motortype läuft asynchron an und springt dann in den starren Synchronlauf zur Netzfrequenz 50 Hz. Der Motor müßte ein Papst HSZ 57.80-6/12 sein (HS für Hysterese-Synchron; die 6/12 bezeichnen die Polumschaltung zwischen 6- und 12-poligem Betrieb zwecks Geschwindigkeitsumschaltung).

Sofern der Motor zu langsam läuft, sollte man die Motorkondensatoren prüfen. Evtl. springt geht er nicht mehr einwandfrei in den Synchronbetrieb, sondern bleibt im asynchronen Betriebsmodus hängen. Auch die Lagerreibung bitte kontrolleren! Zeigt der Motor übermäßige Erwärmung?

Wegen der Abhängigkeit von der Netzfrequenz kann eine zu kleine Netzfrequenz ebenfalls eine zu geringe Drehzahl verursachen. Das Stroboskop ist aber eher ein Schätzeisen, seine Drehzahl (und damit Anzeige) ist nämlich einerseits abhängig vom Durchmesser der Gummibereifung der linken Umlenkrolle, andererseits vom Bandschlupf dort. Das Stroboskop ist dadurch nicht eichgültig. Prüfung mit Meßband dürfte eher zielführend sein bei der Emittlung der Abweichung von der Sollgeschwindigkeit der M10a im Vergleich zu einer quarzgeregelten Vergleichsmaschine. Hierzu auch die Andruckrolle prüfen (Bandschlupf?)

Martin
"Früher war mehr Lametta!"
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#3
Hallo Martin

super, danke für die Ausführungen! Es ist eine M10a, also nicht mit Reibradantrieb. Die Abweichung ist so klein und der Motor zeigt keine Erwärmung. Andruckrollen sind neu, Bandschlupf ist eher unwahrscheinlich.Vielleicht ist es der Durchmesser Gummibereifung? Ich schaue es alles nochmal an und ich schaue messe mit einem 1000 Hz Referenband, wieviel die Abweichung ist.
Meine Bandmaschinen: Ganz frisch: Studer  C37 Heart , Studer A807, Studer B62, Telefunken M15a. Und Swissonor Tube Amp AM6221
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