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Moin zusammen,
ich interessiere mich für alte NOS-Tapes, nicht nur (aber auch) zum sammeln, ich bespiele sie auch gerne mal. Ich habe jetzt noch nicht so viele alte Tapes testen können, meistens waren es diverse BASF-Tapes wie Ferro, Chrome Extra, Super usw. Ansonsten verwende ich auch oft TDK SA und Maxell XL II. Die sind ja teilweise noch nicht so alt.
Mich interessieren aber auch noch ältere Varianten, wie verhalten sich heute z.B. Maxell UD? Kann man die bedenkenlos verwenden? Die hatte ich oft in meiner Kindheit. Ganz alte BASF-Tapes (LH xyz) sollen ja zum quietschen und schmieren neigen. Welche währen denn noch empfehlenswert? Ich habe bei meinen "alten" BASF-Tapes nur festgestellt, dass der Pegel teils 2db unter der Aussteuerung bleibt, aber die Aufnahme war trotzdem schön dynamisch.
Viele Grüße
Marcel
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Also ich habe vor kurzem eine BASF CrO2 Super II, die ich etwa 1984 aufgenommen habe (Sharp RT-10, also nix dolles) auf meinem kürzlich erworbenen Denon DRM-740 abgespielt und war bass erstaunt. Immer noch 0db bei den lautesten Stellen und einwandfreie Höhen.
Vielleicht nur Glück, aber vielleicht sind die Kassetten aus dieser Zeit alle so?
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Die BASF Ferros sind in vielen Chargen unbrauchbar geworden, weil sie stauben oder quietschen und kleben. Das betrifft leider sehr Viele Bänder bis 1991, ab der orangenen LH und der roten LH Super Mitte der 70er.
Lieber Ralf, ich kanns nur noch mal sagen: Die Pegelanzeige deines Sharp ist nicht gleich zu der des Denon und dadurch nicht repräsentativ.
@Marcel: ALLE Chromdioxid Bänder haben massiv an Empfindlichkeit verloren. Das stagniert im Laufe der Zeit. Der Pegel sinkt linear ab. Aufnahmen ohne Dolby klingen also auf diesen Bändern wie vor 40 oder 50 Jahren wie gerade erst getätigt, nur etwas leiser. Die "Bias Noise" sinkt etwas ab, wodurch die Dynamik nicht so stark absinkt, wie der Pegelverlust es andeutet. Die Cassetten sind definitiv gealtert. Ich habe unzählige aus Allen möglichen Chargen und unterschiedlichsten Quellen in unterschiedlichsten Qualitätsstufen und Erhaltungszuständen von NOS bis stark gebraucht (Nicht nur BASF, sondern auch AGFA und andere Hersteller). Ich habe keine EINZIGE Chromdioxid Cassette, die nicht in der Empfindlichkeit abgesunken ist.
Die gute Nachricht ist, dass die Alterung nach einigen Jahren praktisch stagniert. Bespielt man heute eine Echtchrom Cassette neu, hat sie die Alterung quasi hinter sich und hält ihre Aufnahme so, wie sie getätigt wird. Die meisten Decks erreichen aber ohne einen Eingriff die notwendige Empfindlichkeit nicht und müssen deshalb intern auf Echtchrom eingemessen werden. Ohne Dolby ist das praktisch egal. Der Bias ist idR noch kompatibel mit der Einmessung der meisten Decks. Man hat dann halt einen Pegelversatz zwischen Vor und Hinterband, die Aufnahme wird aber trotzdem gut. Man muss nur einfach drauf achten nicht zu hoch auszusteuern. So viel wie Ferro oder gar FerroCobalt und Reineisen schaffen die Echtchrombänder nicht (haben sie auch früher nicht), aber heute muss man schon wirklich sehr vorsichtig sein und sollte Ihnen nicht unbedingt zu bassige Musik vorsetzen.
Möchte man mit Dolby aufnehmen muss man entweder ein Deck mit einer toleranten Einmesshilfe/Einmesscomputer haben, oder ein Deck, das man nicht mehr unbedingt braucht extra so einmessen, dass die unempfindlichsten Echtchrombänder mindestens den eingestellten Pegel bei Aufnahme erreichen, dann funktioniert das wunderbar. Selbst die 70er Jahre Ur Chromdioxid Cassetten lassen sich so noch sehr gut benutzen, allerdings muss man sich halt damit abfinden, dass die Anzeige manchmal nicht höher als -4 oder -6 dB ausschlägt. Das klingt dann trotzdem noch besser, als Ferro Standard Bänder.
Bei sehr alten FerroCobalt Bändern aus Japan gibt es Probleme, wenn sie bereits bespielt sind. Möchte man sie neu bespielen, bleibt häufig ein Rest der ursprünglichen Aufnahme erhalten, der sich nicht mehr löschen lässt. Ich habe das mittlerweile auch bei neueren Cassetten (mehrere Maxell XL II von Ende der 80er mit dem ovalen Fenster sind bei mir zuletzt betroffen gewesen), allerdings scheint sich dieser Rest im Laufe der Zeit zu verflüchtigen oder zumindest leiser zu werden, bei ganz alten FerroCobalt Bändern kann dieser Rest störend laut sein und auch erhalten bleiben. Auch eine Löschung durch höheren Löschstrom (z.B. in Metal Position oder durch Drehen am Trimmer im Gerät) haben bei mir nicht geholfen. Bei NOS Bändern ist dieses Problem natürlich nicht vorhanden. Das betrifft übrigens auch die grünen BASF LH Super I, die es bis Anfang der 80er parallel zu den Roten LH Super gab, die existierten parallel, rot für DIN Recorder, grün für IEC. Die Roten waren reines Ferro. Die Eigenschaften sind ähnlich, die Grüne hat aber Cobalt und dadurch diesen "Memory Effekt" (Martin möge mich korrigieren, wenn ich wieder was durcheinander geworfen habe).
Letztendlich kommen die FerroCobalt Bänder ansonsten noch auf ihre originalen Eigenschaften. Die Japaner haben ab Mitte der 70er aufgrund der hohen Lizenzgebühren für Chromdioxid bis auf Sony, die dafür Exklusivrechte für Japan hatten nahezu Alle FerroCobalt Bänder für die Chrom Position entwickelt, wodurch z.B.Maxell ab der UDXL II und TDK ab der SA usw. den Alterungseigenschaften von Echtchrom nicht unterliegen. Sony zog dann in den 80ern nach.
Andere Hersteller sind teilweise mehrgleisig gefahren oder haben auch zugekauft (Scotch und Memorex z.B.). AGFA Echtchrom macht teilweise auch massive Probleme. Die Beschichtung löst sich bei Cassetten zwischen Ende der 70er und Mitte der 80er teilweise auf. Bei den Superchrom funktioniert bei mir ab 1981 keine mehr. Die haben alle so weiße Kristalle und Staub auf dem Band. Solang es nur Staub ist kann man die Cassetten nach 1 bis 2 mal abspielen wieder normal nutzen. Wenn bereits Kristalle auf der Magnetbeschichtung "eingewachsen" sind, kann man sich damit seine Tonköpfe zerstören. Die Stereochroms scheinen je nach Nutzung besser oder schlechter erhalten zu sein (ironischerweise, die die regelmässig benutzt wurden laufen Alle noch) und performen sogar ganz gut. Die IEC und Budget Versionen wie z.B. die CRX gehen bei mir Alle noch. Die späteren Modelle machen bei mir (bis auf die übliche Echtchrom Alterung) keine Probleme.
LG Tobi
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@Tobi danke, das ist sehr interessant und hilfreich. Ich nehme mit Pioneer CT-757 und Akai GX-75 ohne Dolby auf. Aktuell steuere ich immer so auf +3-4db max. aus und erhalte dann bei BASF 1db als max. Pegel. Sättigung kann ich da noch nicht feststellen. Wie hoch steuerst du denn alte Chrom-Tapes aus?
Bei TDK SA und Maxell XL II, sowie neueren BASF ist der Pegelverlust übrigens kaum zu merken.
Bei TypI bei mir ebenso nicht (Maxell UR und Sony HF). Da experimentiere ich ab und zu noch mit Dolby, aber eigentlich finde ich das Rauschen eher beruhigend, als störend.
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17.08.2026, 21:48
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.08.2026, 21:51 von Marsilio.)
Neuere Typ II-Bänder von BASF/EMTEC haben kein Chromdioxid mehr sondern sind ebenfalls Ferrokobaltbänder wie die erwähnten TDK und Maxell. Dies wird der Grund sein, warum Du hier keinen Pegelverlust mehr hast.
Noch eine Bemerkung zu Typ I: Da gibt es diese Alterungsproblematik nicht - und es gab sogar Typ I-Bänder, die genauso gut sind wie so manche ordentliche Typ II-Kassette. Insbesondere Sony war da richtig gut - schon die recht alten BHF und v.a. AHF (kamen bereits 1978 auf den Markt!) performen prima:
http://www.vintagecassettes.com/sony/son...sony78.htm
Überragend finde ich die HF-S und HF-ES dieser Generation hier - mein gestrenges Revox B215-Tapedeck, das bei automatischer Bandeinmessung sehr zurückhaltend auspegelt, lässt hier Peaks von +3 zu:
http://www.vintagecassettes.com/sony/son...sony85.htm
Bei meinen am "pegelfestesten" Chromdioxidbändern (PDM CD, BASF Chrome Maxima II, Scotch XSII-SP) lässt das B215 in der Regel Peaks um +0 zu. Klassische FeCo-Bänder wie TDK SA, Fuji JP-II oder Sony UX-S liegen so um die +2.
LG
Manuel
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Manuel hat ja schon Alles Wichtige gesagt.
Hat das Pioneer Auto BLE? Damit liessen sich bei mir alle Chromdioxid Bänder - sogar die Ältesten noch gut einmessen. Einen Pegelverlust hatte ich dann nicht, die Chromdioxid Bänder komprimieren aber recht schnell wen ihre maximale Sättigung erreicht ist, man hat dann also ab diesem Punkt immer weniger Pegel als Vorband, auch wenn man die Verzerrungen noch nicht hört, die Peaks sehen dann anders aus, als Vorband.
Ansonsten hatte ich sehr lange ein GX75. Das hat leider nur eine kleine Range zum Einmessen. Out of the Box funktionieren dann nur neuere Chromdioxid Cassetten grad so am Anschlag. Es kommt da halt drauf an, was für Bänder du verwendest.
Die Chromdioxid Super II/CR-E II/Chrome Super II und auch Chrome Maxima II kann ich Meistens bis 0 dB oder sogar mehr aussteuern (Pegelanzeige GX75).
Die Einschichtbänder (Chromdioxid, Chromdioxid II, Chromdioxid Extra II, CR-E II, Chrome Extra II) sind meist bis auf die ganz späten ab 1989/90 und dem Z Design dann eher so bis -6 oder -4 einzupegeln.
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(18.08.2026, 08:37)DOSORDIE schrieb: ......
Die Chromdioxid Super II/CR-E II/Chrome Super II und auch Chrome Maxima II kann ich Meistens bis 0 dB oder sogar mehr aussteuern (Pegelanzeige GX75).
Ich denke du meinst die CR-S II ?
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Ja. Da hat die Autokorrektur mal wieder einen Streich gespielt.
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Mein Pioneer hat kein Auto BLE, nur manuelle Einmesung mit zwei Drehreglern.
Also nochmal für Dummys - auf 4db aussteuern und 2db
auf der Aufnahme ist ok? Oder ist der geringere Aufnahmepegel schon ein Anzeichen von Kompression?
Ich hatte es immer so verstanden, dass es daran liegt, dass sich aufgrund des chemischen Chromdioxid-Zerfalls weniger Partikel magnetisieren lassen und deshalb weniger rauskommt als man "reinpackt".
Was ich aber auch nicht so richtig verstehe - der Zerfall scheint ja irgendwann zum Stillstand zu kommen, aber warum eigentlich ?
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Ja genau, die Empfindlichkeit des Bandes sinkt im Laufe der Jahre.
Trotzdem haben Kassettenbänder ja ohnehin unterschiedliche Empfindlichkeiten. Japanische Geräte wurden eigentlich zu dem Zeitpunkt immer auf japanische Bänder (sehr häufig TDK SA) eingemessen, die hatte auch im Neuzustand eine höhere Empfindlichkeit als Echtchrom. Wenn deine Kalibrations Regler also auf Mittelstellung sind und Niemand das Gerät anders eingemessen hat sollten sie der Empfindlichkeit einer damals bei Auslieferungszustand erhältlichen TDK SA entsprechen oder eben dem IEC Referenzband.
Je nachdem was deine Kalibrationshilfe also für einen Einstellbereich abdeckt kann es sein, dass du die Cassette sogar noch eingemessen bekommst. Wenn das der Fall ist, bedeutet das, dass du dann bereits im Kompressionsbereich der Cassette bist. Das Deck hat die Dolby Markierung zwischen 2 und 4 dB, das entspräche eigentlich dem VU Pegel, obwohl es den Peak Level anzeigt. Das GX75 hingegen hat das Dolby Symbol bei -2 dB Peak und die 0VU bei etwa -4 dB. Beide meinen das Selbe nutzen dafür aber unterschiedliche Skalen. Auf dem Pioneer musst du also auf ganz andere Werte aussteuern, als auf dem AKAI.
Und ja - wie gesagt.- je nach Cassette können die -2 dB bzw. +3 dB (je nach Deck) schon zu viel für das Band sein. Du musst halt hören wie es klingt und ggf den Pegel zurück nehmen. Bei "geglückter" Einmessung ist der Pegel vor dem Einsatz der Sättigung bzw. Kompression bis zu diesem Punkt identisch mit dem was Vorband angezeigt wird. Wenn die Empfindlichkeit des Bandes aber ohnehin schon so abgesunken ist, dass du sie nicht mehr über die Einmesshilfe eingemessen bekommst, hast du zwischen Vor und Hinterband immer einen Pegelversatz. Hinterband ist dann immer um den Faktor leiser, den du nicht mehr eingestellt kriegst.
Bei der Einmesshilfe hast du ja einen Level Balken und einen Bias Balken. Beide Balken sollten die Markierung treffen. In welchem Raster die Segmente das tun hängt vom Cassettendeck ab und ist nicht unbedingt abhängig von dem, was die Pegelanzeige im normalen Modus anzeigen würde. Wenn jetzt ein 1 dB in dem Fall ein Segment ist und dir fehlen 2 Segmente bis zur Markierung wäre die Aufnahme in dem Fall immer 2 dB leiser, als du Vorband einstellst. Dolby geht dann nicht mehr richtig.
Man kann aber trotzdem einen linearen Frequenzgang erreichen indem man den Bias Balken eben genau so lang macht, wie den Level Balken. Ohne Dolby sollte man dann eine saubere Aufnahme hin bekommen. Du musst dann halt mit deinem Gehör am Besten über Kopfhörer kontrollieren, wie laut du maximal aussteuern kannst.
Der Bias ist ja die Vormagnetisierung, die beeinflusst den Hochton. Lustigerweise ist es hier andersrum als man denken mag: Weniger Bias, mehr Höhen, mehr Bias weniger Höhen aber mehr Klirr. Das kann dann schnell ins Gegenteil umschlagen, weil man den Arbeitspunkt der Cassette schnell verfehlt. Ist sie ohnehin schon früh in der Sättigung kann man mit zu wenig Bias den Effekt noch verschlechtern. Ist der Zusammenhang nicht ganz klar könnte man also meinen "Hey, wenn der Level nicht ganz stimmt kann ich ja zumindest den Bias noch korrekt einstellen…", in Wirklichkeit ist der Level aber die Empfindlichkeit, die die Lautstärke des gesamten Frequenzbereichs beeinflusst, der Bias hat nur Einfluss auf den Hochton. Hat man also eine Cassette wo die Empfindlichkeit so gering ist, dass die Einmesshilfe sie nicht vollständig erreicht muss der Bias Balken genau so eingestellt werden wie der Level um einen ausgewogenen Frequenzgang zu erreichen und den Arbeitspunkt möglichst gut zu treffen. Man kann aber auch mittels "overbiasing" ein Bisschen gegen zu wirken und gucken ob der Klirr sich noch mal senkt. Mehr Bias senkt aber eben auch den Hochton ab. Ohne Dolby ist das nicht ganz so ausschlaggebend, wenn einem der Sound dann aber zu muffelig wird, kann das auch störend sein.
Dolby kodiert ja das Signal bei der Aufnahme und decodiert es spiegelbildlich bei der Wiedergabe. Stimmt die Empfindlichkeit bei der Aufnahme nicht hat man bei der Wiedergabe dann auf Ewig diese bekannten Pump Effekte. Deshalb ist die Empfindlichkeit bei Dolby fast noch wichtiger als der Bias, trotzdem muss am Ende Beides stimmen. Ohne Dolby ist das nicht ganz so wichtig, weil Nichts frequenzabhängig manipuliert wird. Wenn die Aufnahme leiser wird als Vorband ist das halt so, sie klingt dann aber ansonsten weitgehend gleich, mit Dolby geht das so dann halt nicht.
Warum die Alterung stagniert kann dir vielleicht Martin erklären. Ich weiß es nicht. Sie scheint auch nicht ganz zu stoppen, aber ist dann nur noch so gering, dass man in 5 bis 10 Jahren 1 dB oder weniger verliert, was mit anderen Cassetten gleichzusetzen ist. In den ersten paar Jahren sind es ja 4 dB und mehr. In 1,5 Jahren etwa 2 dB. Wahrscheinlich kann auch Niemand sagen, ob das im Alter nicht irgendwann wieder schlimmer wird oder die Bänder dann gar nicht mehr funktionieren.
Seit ich mir immer ein Gerät extra dafür einmesse performen die Chromdioxid Cassetten jedenfalls auch mit Dolby wieder sehr gut. Wenn du bereit bist ein Deck von aussen dafür vielleicht nicht mehr auf andere Bänder einmessen zu können, dafür aber auf alle Chromdioxid Cassetten kannst du das auch ganz leicht selbst machen. Einmal auf schrauben und zusehen dass der Level Balken auch bei der Schwächsten Echtchrom Cassette seine Markierung erreicht. Dafür gibts im Gerät die 2 Rec Gain Trimmer. Die kann man sich ggf auch markieren und dann jederzeit wieder zurück drehen. Der Level Balken zeigt natürlich nur einen Kanal an, also müsste man dann extern einen 1 kHz Ton aufs Tape spielen und dann beide Kanäle gleich laut einstellen….
Ich hoffe das war jetzt Alles nicht zu kompliziert.
Kurzfassung: Wenn du mit dem Sound deiner Echtchrom Bänder zufrieden bist einfach nach Gehör so laut aussteuern, dass keine störenden Verzerrungen bemerkbar sind.
LG Tobi
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Und Echtchrom hat auch einen Vorteil - tieferes Bandrauschen als viele FeCo-Bänder. Da kann man meines Erachtens auch auch Dolby verzichten.
LG
Manuel
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(17.08.2026, 21:48)Marsilio schrieb: Überragend finde ich die HF-S und HF-ES dieser Generation hier - mein gestrenges Revox B215-Tapedeck, das bei automatischer Bandeinmessung sehr zurückhaltend auspegelt, lässt hier Peaks von +3 zu:
http://www.vintagecassettes.com/sony/son...sony85.htm
Bei meinen am "pegelfestesten" Chromdioxidbändern (PDM CD, BASF Chrome Maxima II, Scotch XSII-SP) lässt das B215 in der Regel Peaks um +0 zu. Klassische FeCo-Bänder wie TDK SA, Fuji JP-II oder Sony UX-S liegen so um die +2.
LG
Manuel
Was ich sowieso nicht verstehe, wie die Aussteuerungsempfehlungen von Sony zustande kommen;
Hier beim TC K 410 wird gesagt;
....without causing the peak level meter reading to enter the sauration range for the respective tape type.
https://manualmachine.com/sony/tck420/46...er-manual/
Also soll der Peak UNTERHALB des im Display markierten Bereiches bleiben und diesen gerade so nicht erreichen. So verstehe ich das.
Seltsamerweise wird aber in den späteren Sony Decks was anderes propagiert, bis zu der gepunkteten Linie im Display unterhalb der Pegelanzeige. Und das sind so gute 2 dB mehr.
Beim 950ES wird es auch so beschrieben:
https://www.manualslib.com/manual/434258...=10#manual
Aber dort widersprechen die beiden Striche in dem Bild dem "Sauration Level" Balken unten. Der fängt ja ein Segment später an.
=====
Bei der Anleitung zum 770ES stehen dann +2dB statt 0dB da, Seite 32:
https://de.scribd.com/document/448623711...-MultiLing
Ein sehr interessanter Hinweis steht auf Seite 9:
"Die Vormagnetisierungs-, Aufnahmepegel- und Aufnahmeentzerrungs-Regler können auch zur wunschgemäßen Feineinstellung der Klangcharakteristik genutzt werden."
https://www.manualslib.de/manual/323698/...e=9#manual
Finde ich bemerkenswert solche Hinweise. Bei Denon in der Bedienungsanleitung beim DRM 540 steht ja auch sowas zum Bias Regler, dass man den Klang auch den persönlichen Vorlieben anpassen kann oder so.
Gruß
Lorenz
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TC K420 0VU = -3dB Peak, Dolby ist zwischen -3 und 0 dB Peak.
TC K950 ES 0VU = -4dB Peak, Dolby ist zwischen -2 und 0 dB Peak.
TC K770 ES 0VU= -4dB Peak, Dolby auf -2 dB.
Das sind einfach unterschiedlich auflösende Anzeigen mit unterschiedlicher Trägheit und vermutlich auch unterschiedlich höhenkorrigiert, noch dazu ist das 420 ein 2 Kopf Gerät und klirrt wahrscheinlich auch etwas früher. Bei den Sonys mit Rec EQ Schalter wird die Option des persönlichen Klangtunings übrigens auch beschrieben.
LG Tobi
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19.08.2026, 15:45
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.08.2026, 15:45 von SonyKassette.)
Das ist doch hier immer gleich, die Anzeigen sind halt nur unterschiedlich aufgelöst. So sehe ich das. Sony verwendet bei den meisten Geräten eine 250nW/m Skala, da ist das Dolby Symbol bei -1,2dB. Das hatte SR2245 mal erklärt.
Mich verwundert nur, das man sagt, bis zu dem Sättigungsbereich durch eine gepunktete Linie oder halt mit einem Strich markiert. Nur wurde dieser "Sättigungsbereich" immer weiter nach hinten verschoben.
Beim 950er passen die Striche in der Anleitung nicht zu dem in der Anzeige integrierten Sättigungsbalken.
Beim 770er schon, nur da ist es dann plötzlich mehr Pegel.
Meine Beobachtung ist, dass der Pegel der beim 770er empfohlen wird nur bei recht unkritischem Material funktionieren kann. Und meine Praxisbeobachtung ist, dass wenn es wirklich sauber sein soll ist oft schon das Dolby Symbol das Limit.
Daher verstehe ich nicht, wie Sony den Pegel mal so eben um 2 Dezibel anheben kann in seinen Empfehlungen.
Gruß
Lorenz
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Nee allein schon durch weniger Auflösung ist das eben nicht immer gleich. Trägheit und Peak Hold sowie Höhenkorrektur haben auch einen massgeblichen Einfluss auf einzelne Peaks. Während eine einfache LED Anzeige Peaks anzeigt, kann es sein, dass die man auf einer aufwändigen FL Peak Hold Anzeige mit höherer Trägheit aber flinken Peaks vielleicht nicht sieht oder sie andersherum eben sichtbar werden, weil durch Peak Hold halt länger angezeigt, als nur 2 ms oder so.
Ich verweise gern noch mal auf das Dual C839 RC mit seiner LED Anzeige. Trägheit kennt das nicht, Höhenkorrektur existiert da nicht. Bei scharfen S Lauten, Hi Hats etc. sind die Werte komplett verfälscht. Man hat eigentlich viel mehr Headroom, die Anzeige hat aber schon längst Vollausschlag, während sie sich bei nicht so hochtonlastiger Musik völlig normal verhält. Auf anderen Geräten hat man dann viel weniger Pegel, obwohl Beide Peak Anzeigen haben und Beide den Dolby Level an der selben Stelle.
Ich hab so viele Tapedecks gehabt, erlebe es aber höchst selten, dass sich 2 unterschiedliche Geräte mit ähnlichem oder selben Raster 100%ig identisch verhalten.
Ich denke mal, die Gebrauchsanweisung ist jeweils an die Parameter der Anzeige angepasst und bei einem 2 Kopf Gerät hat man keine Hinterbandkontrolle. Die Geräte werden eher von Laien gekauft, als Leuten, die sich richtig damit auseinandersetzen. Da empfiehlt man dann eben etwas mehr Headroom, auch aufgrund der fehlenden Einmessung, mehr THD, weniger Kontrolle über das Band, Faulheit des Konsumenten die Cassette immer wieder zurück zu spulen und zu gucken, ob der Pegel jetzt optimal ist usw… . Grad Sony wird dann auch beim Release der Tapedecks deren aktuelles Cassetten Lineup durchprobiert haben. Danach richten sich dann sicherlich auch die Empfehlungen.
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Es geht mir darum, dass der Bezugspegel bei allen Anzeigen gleich ist. Das das Dolby Symbol an der gleichen Stelle ist. Was du meinst ist, dass obwohl die Fixpunkte der Anzeigen gleich sind unterschiedliche Spitzenwerte angezeigt werden. Und daher die unterschiedlichen Empfehlungen der Aussteuerungen.
Das könnte beim TC K 420 noch hinkommen, aber schon beim 950er wiederspricht sich die Anleitung ja selber. Dass da die angegebenen Maximalwerte nicht mit dem "Sauration" Bereich der Anzeige übereinstimmen.
Bei einem CT656 steht übrigens in der Anleitung, das man probieren und probehören soll. Da ist nichtmal ein Richtwert angegeben.
Gruß
Lorenz
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19.08.2026, 22:28
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.08.2026, 22:32 von DOSORDIE.)
Nein, tun sie nicht, denn je nach eingelegter Cassette verändert sich die gepunktete Linie. Das stimmt so schon. "Saturation" übrigens steht für Sättigung…
Steht da auch Alles genauso. Die "Situation Range" wird abhängig vom eingelegten Bandtyp angezeigt. Saturation Range ist ja nicht der absolute Saturation Level sondern nur der Bereich in dem die Sättigung eintritt. Das ist ein Richtwert, der je nach Bandsorte ausserdem noch variiert. Und da steht ja ebenfalls man soll den Pegel so hoch einstellen wie es ohne hörbare Verzerrungen möglich ist, in Klammern ist noch gesetzt (exceeding Saturation Level=den Sättigungspegel überschreiten), der kann also auch in der Saturation Range schon einsetzen. Da steht auch, dass digitale Quellen besonders viel hohe Frequenzanteile haben und man den Pegel deshalb eher geringer einstellen soll.
Und da steht auch, dass das Alles nur Empfehlungen und Richtwerte sind. Es kann also je nach Bandsorte, Musik etc. früher oder später zu hörbaren Verzerrungen kommen. Es gibt sicher Musik, die man mit THD 3% aufnehmen kann und wo man es nicht hört. Oder besonders dynamische Musik, wo man die Peaks dann halt wirklich auf 8 dB mit einer SA-X oder MA setzen kann. Möchte man das Optimum erreichen muss man also definitiv hören und dafür wird dann ja auch erklärt wie man die Monitor Einrichtung verwendet.
Eigentlich ist das hervorragend und sehr ausführlich beschrieben, aber ich kann verstehen, dass es zu Missverständnissen führt. Das mit dem Rec EQ hat mir mit viel viel Geduld auch erst mal Jemand hier im Forum über mehrere Seiten erklären müssen, bis ich es wirklich kapiert hab. Erst hinterher hab ich den Text in der Gebrauchsanweisung plötzlich ganz anders gelesen.
Man sollte auch nie vergessen, dass Musik niemals den Messtönen entspricht, mit Denen solche Geräte eingemessen werden und sich sowohl Anzeige, als auch Bandsättigung in der Praxis je nach Bnadmaterial und Musik völlig anders verhalten können, als beschrieben oder als man erwartet.
Wie süß du dich einfach über eine 40 Jahre alte Betriebsanleitung empörst ^^.
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20.08.2026, 13:54
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.08.2026, 13:56 von soulseeker.)
Vielen Dank nochmals an alle für die teilweise sehr ausführlichen Erklärungen. Ich muss das aber vermutlich noch mehrmals in Ruhe lesen, um es wirklich zu verstehen  .
Einmessen konnte ich übrigens bislang alle Bänder, also Level und Bias bis auf den Bezugspunkt stellen. Und den Unterschied der Anzeige habe ich bei Akai und Pioneer auch beobachtet. Gehe ich bei Pioneer auf +2 / +4 lange ich bei Akai bei ca. 0 / +2.
Da meine Bandsammlung sehr bunt gemischt ist (hab letztens alle möglichen NOS-Tapes zusammengesammelt, von UDII bis diversen BASF-Chromes, aber auch Sony HF (vermutlich neuere) und viel TDK SA, werde ich an den internen Gain-Reglern lieber nicht fummeln und weiter ohne Dolby mit +2 max (bei Pioneer, nutze ich aktuell am häufigsten) aufnehmen, bzw. einfach erst mal eine Probeaufnahme eines lauten Stücks durchführen und verschiedene db-Werte testen.
Was mich nebenbei beim Akai etwas wundert - ich habe da manchmal den Eindruck, dass der Spitzenpegelausschlag beim rechten Kanal öfters erreicht wird, bzw. etwas asymmetrisch ist. Ich habe auch schon mono-Testtöne versucht, da scheint es gleich zu sein bis ich in den "roten Bereich" gehe. Mit einer Lautstärke-Mess-App gibt es keine Unterschiede, auch mit den Ohren nicht. Und noch seltsamer - ich habe mal ein Video eines anderen GX75 gesehen, da wirkte es genauso.
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20.08.2026, 16:58
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.08.2026, 17:02 von SonyKassette.)
Ich habe heute mal bei Onkyo und bei Technics in die Anleitungen geschaut. Bei Technics wurde für Typ1 und Typ2 Dolby Pegel empfohlen, die haben zumindest bei dem Gerät Dolby bei +3dB. Für Typ4 hatten sie +5dB, also 2dB über dem Dolby Symbol empfohlen. Da würde ich mitgehen.
Onkyo hatte das Dolby Symbol bei 0dB und +3dB empfohlen für Typ1 und 2 was ich als zu viel erachte.
Dann habe ich mal den Praxistest auf eine 1990er D mit dem Sony TC KE300 gemacht. Mit Auto Cal eingemessen, die Kassette hatte dann auf der Aufnahme teilweise ein Segment mehr angezeigt als bei der Aufnahme. Irgendwie hat die Balance auch nicht ganz gestimmt. Wie dem auch sei. Der rechte Kanal war aber auf jeden Fall voll da.
Ich hatte mit einem Stück von Herp Alpert, Paul Hardcastle und zwei anderen Stücken getestet. Bei Paul Hardcastle hatte ich extra ein recht dynamisches, älteres Stück genommen, aber da hat man gemerkt, dass der Synthie-Bass dann hörbar geklirrt hat sobald ich über 0dB drüber war. Obwohl das eigentlich nicht mal ein besonders tiefer oder starker Bass war. Bei einem Stück mit E-Gitarre klang es irgendwie minimalst angezerrt. Die anderen beiden Stücke waren gerade noch halbwegs sauber, aber irgendwie schmutziger als das Original würde ich sagen.
Im Ergebnis würde ich sagen, dass bei sehr filigraner Musik wie Jazz Auf jedenfall die konservativsten Empfehlungen der Richtwert sein können. Alles andere wäre wohl meist zu viel.
Und die anderen Empfehlungen kann ich nur dann nachvollziehen wenn man irgendwelche Superferros verwendet, eine HF-ES oder so. Dann könnte das passen. Aber aus meiner Sicht sicher nicht bei "normalen" Ferros wie TDK D oder so. Es ist sowieso seltsam das nirgendwo ein Referenzband für einen Bandtyp angegeben wird auf den sich die Aussteuerungsempfehlung bezieht. Bei Sony soll ja angeblich der BIAS in Mittelstellung bei Typ1 der HF-S entsprechen, das ist aber auch nur Hörensagen von Martin. Ich habe noch keine dokumentierte offizielle Quelle in einer Bedienungsanleitung oder so.
Wenn man moderne, dynamikkomprimierte Musik hernimmt, wird der nutzbare Pegel wo es sauber bleibt sicher noch deutlich weniger als das Dolby Symbol sein.
Gruß
Lorenz
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21.08.2026, 11:26
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.08.2026, 11:27 von applause.)
Wenn ich ein Deck/Kassette testen will, nehme ich "Till Tomorrow" von Yello (Track 5 auf der Touch)
Dort sind die Höhen so "scharf" das man oftmals den Pegel extrem runternehmen muss, damit aus dem "Tschipp" kein "Schhhh" wird.
Mit Dolby "C" kann man da etwas mehr Pegel machen, aber auch ich nehme aus Kompatibilität ohne Dolby auf.*
*wenn ich denn wieder ein gut funktionierendes Deck habe. Mein bestes Pferd ist aktuell ein CT449 von Pio
Die guten Dreikopfdecks haben sich anscheinend abgesprochen und sind fast zum selben Zeitpunkt mit unterschiedlichen Problemen in Streik getreten.
Meine Prio liegt aber aktuell auf meinem 83er Passat
Gruß
Piet
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