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14.08.2026, 16:15
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.08.2026, 16:19 von Alfred F.)
Hallo zusammen,
dieses Schmuckstück aus der Studioszene (SONY SVO 9620) streikt schon seit einiger Zeit.
Höchstwahrscheinlich ist es das Netzteil.
(insgesamt haben sich durch ein Massen-Ableben in meinem Studio dieser S-VHS Studiorecorder, 3 Betacam-SP und ein Trickmischer verabschiedet.)
Alle zeigen das gleiche Fehlerbild: sie bleiben einfach aus. (und das nach erst 30 Jahren...)
Der S-VHS war erst noch willig, flackerte dann kurz mit dem Display und ging dann wieder aus.
Mittlerweile will er gar nicht mehr.
Ein Bekannter hatte mal reingeschaut und einen Keramikwiderstand geprüft, dann aber aus Zeitmangel aufgegeben.
Mir liegt gerade diese Maschine sehr am Herzen, weil sie eine digitale Rauschunterdrückung hat und technisch
in der Lage ist, meine Capture-Karte aufs Beste zu füttern.
Traut sich jemand von euch zu und wäre auch bereit, gegen Bezahlung eine Reparatur vorzunehmen?
Ich würde das Teil dann ausbauen und zusenden.
Für Ratschläge (wenn es nicht gerade "wegschmeißen" ist), bin ich immer dankbar.
Gruß
Alfred
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(14.08.2026, 16:15)Alfred F schrieb: Alle zeigen das gleiche Fehlerbild: sie bleiben einfach aus. (und das nach erst 30 Jahren...)
Moin Alfred,
das würde ich beim Hersteller reklamieren, nur 30 Jahre.
Woher weißt du denn, dass es am Netzteil liegt, hast du was gemessen?
Diese NT haben üblicherweise mehrere Spannungen.
Gruß Peter
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14.08.2026, 21:59
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.08.2026, 22:00 von Alfred F.)
Ja, etliche.
Es begann mit EINSCHALTEN, DISPLAY LEUCHTET KURZ, DISPLAY WIRD DUNKEL.
Jetzt bleibt es gleich dunkel.
Es gibt einen Keramikwiderstand 3,3 Ohm 5 Watt, der ist durch.
Das habe ich vorhin gemessen.
Angeblich sollen folgende Spannungen ankommen:
Pin Erwartete Spannung Funktion / Zielbereich
Pin 1 -7V bis -6V Negative Logikspannung / Audio-Schnittstelle
Pin 2 12V Signalverarbeitung / Logik
Pin 3 GND Masse
Pin 4 5.3V Digitale Logik (Microcontroller)
Pin 5 5.7V Digitale Logik / Displays
Pin 6, 7, 8 GND Masse
Pin 9, 10 12.3V Laufwerksmotoren / Servos (hohe Last)
Pin 11 7V Hilfsspannung
Da ich mich mit Schaltnetzteilen so gar nicht auskenne, habe ich bisher die Finger davon gelassen und daher auch meine Anfrage.
Gruß
Alfred
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Der defekte Widerstand ist R101?
Wenn ja, R101 und IC101 (MA2830) und zumindest die beiden kleinen Elkos auf der Primärseite erneuern.
Gruß Ulrich
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Richtig, R101.
Meinst du, ich sollte da selbst mal rangehen?
Mit Schaltnetzteilen habe ich so gar nichts am Hut.
Andererseits wäre es natürlich schon reizvoll, ein neues Gebiet zu erschließen.
Die Teile muss ich aber erst beschaffen - und da fragt es sich, ob es nicht sinnvoll wäre, gleich den Rundumschlag zu machen und die alten C s alle zu tauschen.
Dann müsste ich nur einmal bestellen.
(Die Aktion könnte sich aber etwas hinziehen, da ich noch eine Produktion fertigstellen muss und eine Vereinszeitung wartet auch noch...)
Gruß
Alfred
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15.08.2026, 00:10
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.08.2026, 00:12 von Ste4lth.)
Gab es eine Spannungsschwankung im Studio? MOSFET‘s sind sehr empfindlich bei Spannungsspitzen und wenn die Elkos schon 30 Jahre alt sind, ist es gut möglich, das die Spannungsspitzen nicht mehr verlässlich abfangen. Also bei dem Alter direkt alle Elkos auslöten, Kapazitäten prüfen (zur Fehleranalyse) und direkt frische einlöten. Wenn die Kapazitäten zu gering sind, ist es höchstwahrscheinlich ein MOSFET. Die zu prüfen ist etwas kompliziert, da man das Gate über Reibung mit der Messspitze vom Multimeter erstmal ‘‘aufladen“ muss.
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Moin,
von einer Spannungsschwankung ist mir nichts bekannt.
Die Geräte wurden einige Zeit nicht benutzt und dann trat der Fehler beim Anschalten auf.
Das gleiche passierte bei 3 Betacam SP aus dem gleichen Baujahr und beim Trickmischer.
Daher führe ich das auf das gemeinsam hohe Alter zurück.
Eine komplette Kondensator-Kur wäre auch mein ersten Schritt gewesen, aber da ich mit Schaltnetzteilen bisher nichts zu tun hatte, hoffte ich auf jemanden,
der aufgrund seines Wissens gegen Bezahlung eine Reparatur "aus dem Ärmel schüttelt".
Gruß
Alfred
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15.08.2026, 13:30
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.08.2026, 13:44 von MartinM.
Bearbeitungsgrund: hakelige Tastatur ;-)
)
Moin,
ich habe nur wenig Erfahrung mit Schaltnetzteilen (erst 3 davon wieder zum Leben erweckt, bei ebensovielen musste ich aufgeben bzw. habe das getan.). Allerdings weiß ich auch von erfahreneren Reperateuren, dass sehr viele Schaltnetzteile - wie auch andere Elektronik aus den späten 80ern und den 90ern an defekten Elkos leiden.
Für den Grund surf mal nach "Capacitor Plague". Ein niedriger "äquivalenter Serienwiderstand" (ESR) spielt nämlich in Schaltnetzteilen ganz im Gegensatz zu NF-Schaltungen durchaus eine Rolle. Wenn man die Datenblätter von Low-ESR-Elkos zu Rate zieht, erschrickt man über die Lebensdauerangaben: 2000 bis 4000 Stunden sind Standard und 12 000 wenn überhaupt das mit mehr als dreifachem Preis zu bezahlende Maximum, was überhaupt zu kriegen ist. Die defekten/billigen aus der oben genannten "Capacitor Plague" Zeit sind da notwendigerweise noch kurzlebiger.
Da beim Einschalten die höchsten Spitzenströme fließen und nach langem Stehen der Elektrolyt eine Menge Zeit zum "Rumdiffundieren" hatte, ist es nicht ganz auszuschließen, dass deine offensichtlich aus der "gefährlichen Zeit" stammenden Geräte gleichzeitg den selben Fehler zeigen.
Mein Tip daher: Sieh dir sämtliche primär- als auch sekundärseitigen Siebelkos genau an (optisch wie elektrisch) und unterlasse jeden Einschaltversuch bis zur entsprechenden Analyse und ggf. Reparatur/Ersatz. Ansonsten waren in 2 meiner erfolgreichen Fälle mindestens auch die sekundärseitigen Gleichrichter betoffen: Es ist offensichtlich nicht leicht für ein Bauteil, über lange Zeit schnelle Wechselspannungen bei erklecklichen Strömen gleichzurichten. Diese beiden Elemente würde ich zuerst und bei ausgeschaltetem Gerät checken, erst danach die primärseitigen Schalttransistoren. Erst danach würde ich einschalten und vorsichtig messen, denn dass Schaltnetzteile bis zum Übertrager galvanisch am europäischen Verbundnetz hängen, wirst du wissen ...
Wer mal auch in diesem Forum nachforscht, kennt meine absolut kritische Haltung gegenüber pauschalem Elkotausch. Rund 30jährige Schaltnetzteile sind allerdings und begründet von dieser Haltung explizit ausgeschlossen bzw. das erste, nach dem ich sehe.
Martin
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Hallo Martin,
danke für die Infos.
Das deckt sich mit den Dingen, die ich teilweise nebenbei mal gelesen oder gehört habe.
Ich werde mal in mich gehen, dann die Teile bestellen und gaaaaanz vorsichtig beginnen.
(Es sei denn, jemand nimmt mir die Sache noch aus der Hand)
Gruß
Alfred
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Bevor du an dem Netzteil hantierst, miss die Spannung an dem großen Siebkondensator. Da liegen normalerweise 300 V an, wenn das Schaltnetzteil nicht funktioniert und du den Stecker eingesteckt hattest. Also unbedingt mit einem Widerstand entladen und dann die Spannung nochmal messen. Liegt dort nur eine geringe Spannung an nach dem Herausziehen des Steckers, ist das ein gutes Zeichen, nämlich, dass die Primärseite keine Unterbrechung in den Komponenten hat.
Tausche mal C114 und C 203. C 114 ist wahrscheinlich für die Stand-By Spannung für das Schaltnetzteil zuständig. C203 liegt wahrscheinlich im Rückkopplungskreis mit dem Optokoppler. Die Kondensatoren an diesen Stellen verlieren schon mal ihre Kapazität.
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16.08.2026, 09:39
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.08.2026, 09:41 von Norbsi.)
Ja unbedingt den großen Elko vorher entladen, den C 113 auch mittauschen!
Aber wenn der 3,3 Ohm 5 Watt Widerstand defekt ist hilft das gar nichts, da muss ein gröberer Kurzschluss sein?
Gleichrichter oder IC101?
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16.08.2026, 10:12
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.08.2026, 13:21 von R2R.
Bearbeitungsgrund: Formatierung
)
Ohne Trenntrafo in der Werkstatt würde ich da gar nichts machen
Vorsichtige Grüße
Arno
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16.08.2026, 10:32
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.08.2026, 10:34 von Tonband-Ilja.)
Als zusätzlicher Hinweis:
Schaltnetzteile älterer Bauart funktionieren ohne Last oft nicht richtig, d.h. die Ausgangspannungen sind im Leerlauf instabil oder das Netzteil schwingt erst gar nicht richtig an.
Daher sind verlässliche Spannungsmessungen nur mit angehänger Last, also mit dem Rest von dem Recorder, durchführbar.
Wenn also das Netzteil alleine ohne Recorder repariert werden soll, dann müssten zur Funktion- bzw. Spannungsprüfung an die Ausgänge zumindest passende Lastwiderstände gehängt werden.
Grüße,
Silvio
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Moin zusammen,
danke für eure Tipps.
Meine Zuversicht wächst, dass ich es versuchen sollte.
(natürlich mit der nötigen Vorsicht)
Zunächst also mal Teile bestellen.
Da es leider auf der ganzen Welt keine Unterlagen zu diesem Netzteil gibt, muss ich sie ausbauen und lesen.
Begründung zu diesem bekannten Umstand: das Netzteil wurde als komplette Einheit zugekauft und erscheint deshalb nicht in den Serviceunterlagen - die man natürlich auch erst mal auftreiben müsste.
Wird also eine ganze Weile dauern, bis es weiter geht, denn es liegen noch einige Dinge hier auf Halde.
Sollten Platine und ich die Sache überstehen, werde ich berichten.
Falls noch jemand weiterführende Ratschläge hat - nehme ich gern.
Gruß
Alfred
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Den Trick mit der Glühlampe in Reihe kennst du? Schau mal auf Youtube, da werden viele Schaltnetzteile repariert und die Funktion erklärt. Wenn der Widerstand durch wäre, könnte man das sehen. Bei einem Schaltnetzteil verläuft der Tod meistens so, dass zunächst der MOS- FET einen Kurzschluss bekommt, dann reißt es den Widerstand und oft auch den Gleichrichter. Gründe für das Sterben des MOS-Fets gibt es viele. Ausgetrocknete Kondensatoren, Überspannung, zu hohe Wärme usw. Damit man das Schaltnetzteil nicht gleich wieder in den Abgrund reißt läast man beim Test eine 40 W Glühhbirne in Reihe laufen. Im Leerlauf zieht ein Schaltnetzteil kaum Strom, der Faden der Glühbirne erwärmt sich wenig, die volle Spannung leigt an. Ist ein Kurzschluss im Netzteil wird die Leistung begrenzt und es geht nicht alles den Bach runter. Ich glaube aber nicht, dass an diesem Netzteil wirklich etwas größeres defekt ist. Dafür sieht es noch zu gut aus. In der Regel hinterlassen sterbende Schaltnetzteile Botschaften auf der Platine, weil ja, wenn was schief läuft, richtig viel Strom fließt. Eine kleine Last auf der Sekundärseite ist immer eine gute Idee. Wenn du keinen Trenntrafo hast, achte darauf, dass die Masse am Nullleiter angeschlossen ist. Dann weißt du, wo du nicht anpacken solltest und produzierst vor allem keinen Kurzschluss beim Messen mit geerdeten Geräten. Wenn du den Oszi einsetzt beschränke dich auf Messungen auf der Sekundärseite, die ist galvanisch getrennt Auf der Primärseite sind extrem hohe Spannungsspitzen vorhanden, die zersemmeln dir schnell den Tastkopf und u.U. sogar den Oszi. Ein erster Test, ob da was lebt geht auch indem man mit dem Tastkopf in die Nähe des Trafos geht. Wenn etwas schwinkt sieht man das gut und kann sogar schon mal Rückschlüsse auf den Fehler ziehen.
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Danke!!!
Bin schon sehr gespannt.
Bei Erfolg würde ich mit den anderen Maschinen fortfahren.
(UVW-1800P und PVW-2600P)
Aber eins nach dem anderen...
Gruß
Alfred
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Zitat:Es gibt einen Keramikwiderstand 3,3 Ohm 5 Watt, der ist durch.
Das habe ich vorhin gemessen.
Diese Aussage hatte ich überlesen. Wo sitzt dieser Widerstand auf der Netzteilplatine?
Wenn du keinen Schaltplan findest, such mal nach dem IC Datenblatt, da werden oft auch die Grundschaltungen dargestellt, von denen die Hersteller oft nicht weit abweichen.
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(14.08.2026, 21:59)Alfred F schrieb: Es gibt einen Keramikwiderstand 3,3 Ohm 5 Watt, der ist durch.
Das habe ich vorhin gemessen. Nur zur Einordnung der Aussage und Vermeidung von Missverständnissen: ... der ist durch ... heißt, der ist durchgebrannt und hat Unterbrechung oder der hat Durchgang?
Gruß
Dieter
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Also:
es handelt sich um R101 - 3,3 Ohm 5 Watt (s. Markierung)
und er ist defekt - also das Ohmmeter zeigt keinen Wert an.
Gruß
Alfred
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Was ist IC101 für ein Typ?
Gruß
Dieter
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Das IC ist leider nicht beschriftet.
Sollte das auf der Unterseite auch so sein und die Platine auch keinen Aufdruck haben, müsste ich mich auf die Auskunft der KI verlassen.
"Das Steuer-IC (IC101): Auf der Primärseite ist ein Multi-Chip-Modul verbaut (häufig vom Typ Shindengen MA2830 oder vergleichbar). Dieses brennt bei Überspannung oder Alterung gerne mit einem internen Kurzschluss durch."
Gruß
Alfred
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16.08.2026, 18:57
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.08.2026, 18:59 von Analoghoerer.)
Ja, der MA2830 wäre schlüssig, auch von der Bauform her. Im Datenblatt haben diese Schwachmaten aber die Anschlußbelegung "vergessen", sonst hätte man das ja mit der Platine vergleichen können. Üblicherweise ist dieser IC auch mit der Typenbezeichnung gestempelt, nicht gestempelte Halbleiter sind meist sogenannter "verwendbarer Ausschuß", der bestimmte Toleranzgrenzen und Normwerte nicht einhält und deshalb stark verbilligt angboten wird (dachte eigentlich, daß man sowas schon seit Langem nicht mehr macht und erst recht solche Teile nicht in Profigeräten, die ja mal sauteuer waren, verbaut). Der Optokoppler hat ja auch keinen Stempel, scheint also auch so ein windiges Exemplar zu sein, und das an der Netztrennstelle! Ich fasse es nicht. Offenbar wurden die Netzteile von irgendeinem chinesischen bzw. taiwanesischen Billigfabrikanten zugekauft. Dagegen spricht allerdings, daß alle Entsörmittel ordnungsgemäß bestückt sind. Ist schon seltsam...
Gruß Holger
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16.08.2026, 20:18
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.08.2026, 20:34 von Karl 59.)
(16.08.2026, 18:57)Analoghoerer schrieb: ... Üblicherweise ist dieser IC auch mit der Typenbezeichnung gestempelt, nicht gestempelte Halbleiter sind meist sogenannter "verwendbarer Ausschuß"...
Gruß Holger
Nicht nur. Das wurde auch als Kopierschutz verwendet, um Nachbauten zu erschweren; das hätte unter Umständen den Preis in den Abgrund gerissen. Alternativ gab es deshalb auf Wunsch auch Phantasiebezeichnungen auf den ICs. (Kostet allerdings alles Aufpreis; so wie beim Auto, wenn ich die Typbezeichnung nicht am Heck haben will.)
Dass das Datenblatt so dürftig ist, hat vermutlich den gleichen Grund. Dieses IC wurde scheinbar für Kunden entwickelt, die unbedingt verhindern wollten, dass deren Netzteile nachgebaut werden können. Und aus diesem Grund wird auch kein Schaltplan aufzutreiben sein.
Das war kein "Billigfabrikant" sondern eher ein "Teuerfabrikant".
Gruß,
Karl
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Vielleicht könnte noch ein Foto von der Unterseite der Leiterplatte helfen. Dann kann man wenigstens halbwegs die Verbindungen innerhalb der Komponenten zuordnen.
Gruß
Dieter
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Ihr macht euch das Leben unnötig schwer. Die Bauteile in diesem Netzteil sind auch eigentlich nicht unkenntlich gemacht, der Optokoppler ist z. B. ein PC111. Der MA2830 enthält auch keinen MSOFET, darin sitzt ein bipolare Schalttransistor.
MA2830.png (Größe: 10.71 KB / Downloads: 449)
Ich schreib doch schon, R101 und IC101 neu, zumindest die primären kleinen Elkos neu. Man kann zusätzlich vorher natürlich noch ein wenig messen, z.B. auf Kurzschluß Sekundär oder Gleichrichter Primär.
Gruß Ulrich
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17.08.2026, 09:48
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.08.2026, 09:55 von Norbsi.)
Dieser Mann hatte das gleiche Problem, vielleicht hilft das?
https://www.youtube.com/watch?v=FxUyjMZx_5E
Das Problem ist der IC 101 MA2830 und alle Elkos!
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Und der Widerstand. :-)
Mensch, das ist doch mal toll. Endlich alle Kräfte des Forums versammelt und es zeichnet sich eine Lösung ab. Bitte nach dem Tausch unbedingt den Glühbirnentrick anwenden. Kann immer sein, dass noch ein anderes Teil defekt ist.
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Hallo zusammen,
meine Zuversicht wächst, auch wenn ich bei diesem Thema (noch) absoluter Laie bin.
Hier die "Unten-Ansicht" der Platine.
Danke für den Hinweis auf den Film - den werde ich mir noch einige Male ansehen.
Teile werden allerdings schon in Kürze bestellt.
Daumen drücken.
Gruß
Alfred
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R 105 bis 107, die Lötungen würde ich mal nachlöten. Auch am Trafo sieht es merkwürdig aus. Das Video enthält alle Infos, die man sonst so braucht.
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Nur mal zwischendurch:
habe mal die Kondensatoren ausgelötet.
Bis auf den "Großen" rochen alle nach "Nordsee-Restaurant"
Durchgemessen habe ich noch nicht.
Wenn der Große noch anständige Werte hat, soll er überleben oder auch getauscht werden?
Zu mehr war noch nicht Zeit.
Gruß
Alfred
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Alfred,
da der defekte Widerstand am Gleichrichter hängt und zum großen Elko führt, würde ich beide mal in genauen Augenschein nehmen. Beides kann man per Ohmmeter prüfen.
Gruß
Dieter
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Hi, Alfred,
ich würde die Pfennigteile tauschen. Wenn ich das großartige Gerät sehe, das dranhängt 
Wird bei den anderen auch so sein.
Allerdings möchte ich hier auch nicht den "blinden" Elkotausch forcieren, im Netzteilbereich ist der ESR aber eine wichtige Größe, der in Audioschaltungen wohl nicht so ne große Rolle spielt. Hinzu kommt noch, ist das Ergebnis des Chinatesters immer korrekt? Vielleicht näherungsweise, aber eben nicht immer.
LG
Mike
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Hallo Mike,
die Messung wäre auch nur aus Neugierde, ob und um wieviel die C's abweichen.
Aber ich stimme zu, dass man wegen einiger Cent oder € nicht die Funktion des Gerätes riskieren sollte, zumal ein gebrauchter Recorder
1.500,- bis 2.000,- kostet.
Da erhalte ich doch lieber meinen Kasten am Leben.
@ Dieter: morgen oder am Mittwoch werde ich die Werkstatt wieder aufsuchen. Dann geht es weiter und dann werden Teile bestellt.
Es bleibt spannend...
Gruß
Alfred
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Bei den kleinen Kondensatoren solltest du eine Erhöhung des ESRs feststellen können. Bei den großen Elkos liegt der ESR sowieso im 0-Komma-Bereich und die Kapazität wird wahrscheinlich eher zu hoch als zu niedrig gemessen werden, weil die Kondensatoren im Innern Isolationsprobleme haben. Den dicken Elko auf der Primärseite habe ich noch nie wechseln müssen. Aber wenn du eh alles ausgelötet hast, dann tausche ihn auch aus.
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Moin zusammen,
die Materialbestellung(en) sind raus.
Leider gibt es nicht alles von einem Lieferanten, sodass ich nun von vier Anbietern jeweils ein Paket erwarte.
Zumindest bekommt man noch alles - wenn auch im Fall des MA2830 bei einigen Anbietern der Hinweis "Ausverkauft" auftaucht.
Jetzt heißt es warten und dann geht es endlich los.
Hier strömt es im Augenblick.
Die Kanalisation wird zur Quelle und die tiefste Stelle der Straße zum Teich...
Allen einen schönen Tag
Gruß
Alfred
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Hallo zusammen,
melde Erfolg.
Dank eurer Ratschläge hat sich der Recorder entschieden, den aktiven Dienst wieder aufzunehmen.
(Der Rotstich ist im Film - also kein Defekt im Gerät)
Getauscht wurden alle Kondensatoren (bis auf den DICKEN)
DC-DC Converter MA2830
Keramikwiderstand 3,3 Ohm 5 Watt
Optokoppler (eingebaut war laut Platinenunterseite - was ich zu spät gesehen habe - ein PC 101)
Als Ersatz bekam ich einen PC 111 geliefert.
Die Fachleute werden es wissen - ich wussete es nicht - dass es einen kleinen Unterschied gibt, der die Funktion des Netzteils verhindern kann.
Pin 6 ist beim 101 nicht belegt, beim 111 aber schon. Das führt je nach Platinenlayout dazu, dass das Netzteil gar nicht erst anspringt.
Zum Glück hatte ich einen Sockel eingelötet, sodass ich dem flugs eingeholten Rat der KI folgen und Pin 6 hochbiegen konnte. (eigentlich müsste man nun noch ein kleines Bäumchen daneben einkleben, wenn das Teil schon das Beinchen hebt).
Jetzt bleibt zu hoffen, dass der Rest der Technik noch etwas durchhält.
Sobald wieder etwas Leerlauf in der Werkstatt ist, kommt eine der drei Betacam mit dem selben Fehler an die Reihe.
Nochmal danke für eure Ratschläge
Gruß
Alfred
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Glückwunsch zur erfolgreichen Reparatur!
Das belegt meine Einstellung, daß man vor Schaltnetzteilen Respekt haben sollte (wegen der Zwischenkreisspannung), aber keine Angst.
Nach dem zehnten geht das ganz locker
Zu den Beta SPs: Hoffentlich sind das keine BVW60...75. Die leiden massiv unter Elkopest, da kann hinter dem Netzteil noch viel Ungemach lauern. Die neueren PVW... haben dieses Problem nicht (mehr). Die Industrieserie (PVO?) hab ich nicht mehr mitgekriegt.
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Danke für den Glückwunsch.
Übung macht ja bekanntlich den Meister und ich freue mich schon auf den nächsten Einsatz.
Es sind 2x UVW-1800P, 1x UVW-1600P (läuft im Augenblick noch...) und 1x PVW-2600P
Vorher muss allerdings erst mal mindestens eine (von drei) Telefunken M15A wieder in Betrieb gehen.
Habe mich HIER neulich eingeklinkt und schon gute Ratschläge bekommen.
Gruß
Alfred
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Hallo Alfred,
(06.09.2026, 22:49)Alfred F schrieb: Es sind 2x UVW-1800P, 1x UVW-1600P (läuft im Augenblick noch...) und 1x PVW-2600P
achja stimmt, die Industrieserie hieß UVW. PVO waren irgendwelche Dockingrecorder. Lang ists her... Wir hatten damals am großen Schnittplatz die BVW-Serie und einen PVW-2600 am Avid. UVW gabs damals noch nicht.
Dazu sicher noch Schnittsteuerung (BVE900?) und einen Mischer/Switcher?
(06.09.2026, 22:49)Alfred F schrieb: Vorher muss allerdings erst mal mindestens eine (von drei) Telefunken M15A wieder in Betrieb gehen.
Habe mich HIER neulich eingeklinkt und schon gute Ratschläge bekommen.
Ein Freund von mir sprach mal die weisen Worte:
"Irgendwann brauchst Du gar keine neuen Geräte mehr. Du bist vollauf beschäftigt, die vorhandenen am Laufen zu halten."
Michael
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Moin Michael,
war eine schöne Arbeit damals.
Unser Studio hat Filme für den Lebenskundlichen Unterricht der Bundeswehr produziert.
Gestartet waren wir mit Tonbandfeatures - produziert mit 2 Revox A700.
Danach kam U-matic (SP) mit zwei Röhrenkameras und später dann BetacamSP.
Als der verantwortliche Pastor verstarb, konnte ich das Studio erwerben und nun stehen die noch funktionierenden Reste, ergänzt durch neue Technik, bei mir zu Hause.
Wo lag dein Arbeitsbereich?
Nebenbei: dein Freund hatte recht. Ein bekannter von mir hat ähnliche Probleme mit seiner umfangreichen Quadro-Anlage.
Naja, so wird es nie langweilig.
Gruß
Alfred
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