vorgestern begab es sich, daß sich in der mitaglichen Hitze ein unangenehmer elektronischer Geruch im Haus verbreitete.
Ich dachte erst das komtm von draußen, aber nein, ich hatte von morgens mein Tandberg 3014 aus Versehen an gelassen.
Ein "peng" habe ich nicht gehört, aber starker Geruch aus dem Gehäuse.
Gestern also zerlegt und tatsächlich einen defekten WIMA X2 gefunden
Das ist mMn schon eigenartig, weil ich die 2012 neu gemacht hatte ... hier die alten
Der defekte hat nun aber eine etwas spezielle Position ... C593 zwischen den Adern:
Jetzt die Gretchenfrage, wieso ging der kaputt ?
Weil ich 22nF anstatt 10nF eingebaut hatte ?
Weil er zwischen den Adern sitzt und damit stärker belastet wird ?
Weil WIMA das selbe Vergußmaterial benutzt als Rifa und damit den gleichen Murks produziert ?
Einfach so ... halt ein Exemplarproblem ?
PS:
Diese geplatzten WIMA riechen erst mal wie die Rifa, aber der Geruch geht trotz intensiver Säuberung und Belüftung des Zimmers mit Ventilator bis heute nicht ganz weg.
ich habe mir gerade den Wikipedia Artikel zu Entstörkondensatoren durchgelesen, danach hast du nichts falsch gemacht. Ich habe selbst noch nie Wima X2 Kondensatoren als Ersatz verbaut, weil mir die Anschlussdrähte zu kurz und der Preis zu hoch waren.
Alles eben nur Technik. Das riecht wie meine "abgefackelten" Löschgeneratoren. Hinzu kamen auch noch kleine Flammen.
Gestern sind mir bei Einmessen meiner AKAI GX 635 auf RTM, die Trimmer - Kondensatoren T1 /T2 entgegengefallen. Vermutlich wegen Hitze. Hatte ja schon 2 wegen Kurzschluss ausgetauscht.
Habe mir auch bei meiner Aktion NEUE Entstörkondensatoren von WIMA eingebaut. Ich hoffe es geht gut. Viel Spaß beim Tauschen. Tschüß Ralf
FKP Kondesatoren, die weder für X noch für Y Anwendung taugen
und zum anderen Y2 MKP Typen, die nicht zur Verschaltung zwischen L und N Leiter gedacht sind (nicht für Dauerbelastung zwischen L–N mit hohen Störimpulsen ausgelegt)
Bleiben wir also bitte beim Thema und driften hier nicht schon wieder in alle möglichen Nebenrandgebiete ab ... dafür könnt Ihr gerne eigene Beiträge öffnen und das für und wieder von FKP, MKP, X2, Y2 diskutieren.
Ich hätte hier auf Fragen zu meinem Thema gehofft, bzw. bzgl. anderer Ausfälle der gezeigten WIMA.
eigentlich sollten das ja "selbstheilende" Kondensatoren sein, d.h. bei einem Überschlag brennt es ein kleines Loch in die "Platten" und weiter geht's mit etwas Kapazitätsverlust.
C591 und C592 liegen ja spannungsmäßig in Reihe und haben deshalb nur je mit der halben Spannung zu kämpfen, allerdings ständig solange das Gerät ausgeschaltet am Netz hängt.
Bei Betrieb sind sie ja durch den Netzschalter kurzgeschlossen und können sich erholen.
Bei C593 sieht das schon anders aus, der wird bei Betrieb mit der vollen Netzspannung beaufschlagt und muss bei jedem Ausschaltvorgang noch die zusätzliche Gegeninduktionsspannung durch die Trafoinduktivität aushalten. Da liegt die Ausfallwahrscheinlichkeit natürlich viel höher.
Diesen Typ WIMA X2 Kondensator habe ich tatsächlich schon häufig verbaut.
Er steckt bei mir in allen Geräten, in denen ich die Rifas ersetzt habe.
Das gerade weil ich bisher gedacht habe, damit ein zuverlässiges, langlebiges und sicheres Produkt einzusetzen.
Danke, dass du mir diese Überlegung zunichte gemacht hast.
Spaß beiseite, das sollte nicht passieren.
Hast du mal daran gedacht, Wima anzuschreiben?
Mich würde interessieren, was die dazu sagen.
@Bernd:
Stimmt, an die Spannungsspitze hatte ich gar nicht gedacht.Dann wären die 22nF anstatt 10nF ja sogar von Vorteil, weil die Spitze kleiner ausfällt.
@Steffen87:
Guter Punkt ... ich schreib mal WIMA an ... vlt bekomme ich eine Kondesator Flatrate
Uralte umgelabelte NOS-Ware ist das mit Sicherheit nicht!
Die MP3-X2 Baureihe von Wima waren bis vor wenigen Jahren aktuelle Funkentstörkondensatoren aus laufender Fertigung.
Inzwischen scheinen sie aber nicht mehr produziert zu werden.
Ein paar Händler verkaufen noch die Rester, auf der Wima Seite findet man sie nicht mehr.
Es gibt aber ein paar Foren, in denen das auch schon Thema war.
(26.06.2026, 15:24)Kuni schrieb: @Bernd:
Stimmt, an die Spannungsspitze hatte ich gar nicht gedacht.Dann wären die 22nF anstatt 10nF ja sogar von Vorteil, weil die Spitze kleiner ausfällt.
Nicht unbedingt. Die Spitze wird nicht kleiner, nur die Zeit halbiert sich. Dafür ist aber der Strom doppelt so hoch.
Gruß,
Karl
Meine bevorzugten Zitate:
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher" (Albert Einstein)
"Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum" (Mehrere mögliche Quellen, unbekannt)
"Wenn man sein Gewicht halten will, dann muss man auch 'mal essen können, wann man keinen Hunger hat" (unbekannt)
(26.06.2026, 16:19)Kuni schrieb: WIMA ist übrigens angeschrieben...
Man könnte das Teil auch Wima schicken, das regt eine Reaktion möglicherweise stärker an. Sie werden wahrscheinlich dennoch eine Ursache nicht eindeutig feststellen können, aber wahrscheinlich kommen ähnlich kluge Antworten wie meine weiter unten.
Warum bist Du vom Wert 10 nF abgewichen?
Die Selbstheilung funktioniert nicht in jedem Fall, es gibt Ausnahmen bzw. Grenzen.
Manchmal kommen Bauteile bereits nach dem Lötvorgang in einen kritisch degenerierten Zustand.
Danke für die Links zum Microcontroller und Dual Forum.
Also eigentlich nichts neues, diese Problematik.
Das mit dem penetranteren Gestank kann ich bestätigen. Riecht man bei mir immer noch, trotz Duftspray.
Einschicken werde ich den nicht, ist es mir nicht wert, zumal das Thema ja wohl bei Wima bekannt sein dürfte, nachdem was ich in den anderen Foren gelesen habe.
Die 22nF anstatt 10nF kamen da rein, weil ich die halt liegen hatte und am nächsten am Wert dran waren. Jetzt ist ein 10nF aus einer späteren Bestellung drin, aber wieder der gleiche Typ.
08.07.2026, 12:01 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.07.2026, 07:12 von Kuni.)
(26.06.2026, 16:19)Kuni schrieb: WIMA ist übrigens angeschrieben...
Zwei Wochen später ... keine Antwort.
Gut, was hab ich erwartet ?
Gar nicht zu antworten ist in Deutschland ja eh zum "quasi Normalfall" degradiert ... derlei Geringschätzung der Mitmenschen triggert mich ja so richtig , aber was willst machen ... woanders einkaufen
(08.07.2026, 17:34)JUM schrieb: Viele Unternehmen haben diese Regel:
"Kleinvieh macht nur Mist".
VG Jürgen
Jo, aber ich fände es trotzdem gut, wenn sie zumindest antworten würden und ein Alternativprodukt aus ihren Reihen empfehlen würden, vielleicht noch als Krönung 2-3 gratis an den "Beschwerer" schicken?! Kost ja nich die Welt, oder?
LG
Mike
Mit den Wima X2 Kondensatoren hatte ich nie was zu tun. Die waren mir zu teuer und hatten zu kurze Anschlussdrähte. Es gibt sogar Leute, die kaufen NOS Rifa X2 Kondensatoren und bauen die als Ersatz ein.
Die klassischen RIFA X2 Entstörkondensatoren werden von Kemet weiter produziert.
Es werden verbesserte Kunststoffe in der Verkappung eingesetzt.
Ich habe keinerlei Bedenken, diese neuen Markenprodukte bestimmungsgemäß einzubauen.
Von 40 Jahre alten "NOS" muß man natürlich die Finger lassen.
Abgesehen davon bin ich mir nicht sicher, ob heute neu produzierte X2 Kondensatoren überhaupt 50 Jahre wie die alten originalen Exemplare durchhalten werden...
Ich plädiere für Erklärung 3. 2012 ist zwar relativ jung, aber mein Eindruck ist, dass Papierkondensatoren einfach ein endliches Leben haben. Die bunten sind Folienkondensatoren, die sterben im Normalfall wenigstens leise, falls überhaupt.
Generell sind mir schon ein paar Wimas hochgegangen, vor allem in Grundig-Schaltnetzteilen aus der ersten Hälfte der 90er. Am hartnäckigsten gehalten hat sich der Geruch aber bei einem Rifa aus den 80ern (Philips Video 2000).