SuperDisk und die leidige KI...
#1
Moin zusammen,

ich möchte hier mal ein wenig von meinem Weg, den ich mit KI eingeschlagen habe, berichten. Es geht, wie der Titel schon sagt, um SuperDisk.

Dazu erstmal die Erklärung, was eigentlich eine SuperDisk ist (für die, die es nicht wissen. Dürfte den meisten so gehen): SuperDisk war der Konkurent von Iomegas ZIP-Laufwerken, welche 100 MG auf eine Diskette speichern konnten. Allerdings war das Iomega-System proprietär, man konnte dort nur ZIP-Disketten nutzen. SuperDisk war mit 120 MB pro Medium etwas besser, aber als Bonus konnte dieses Laufwerk auch normale 1,44 MB Disketten lesen und schreiben. 

Es gab zwei Modelle: LS-120 und LS-240 (LS steht für Laser Servo). LS-120 kann 120 MB nutzen, LS-240 dann 240 MB. Angeschlossen wurden diese Laufwerk an IDE (oder ATAPI) und wurden von Windows XP automatisch als Laufwerk A: eingebunden. Natürlich musste man da sein altes Diskettenlaufwerk entfernen und im BIOS dieses abmelden. 

Ich konnte mir zum Glück ein externes LS-120 für USB ergattern, leider ohne Netzteil. Da ich es auch mit verschiedenen Adaptern nicht geschafft hatte, es in Betrieb zu nehmen (kein Adapter passte richtig), hatte ich mich entschlossen, es auszubauen und direkt in meinem PC einzubauen. Durch den IDE-Anschluss und Windows XP war das alles kein Problem, es funktioniert einwandfrei, kann 120 MB Disketten und normale 1,44 MB Disketten lesen und schreiben. Einziger Wermutstropfen ist, das es keine Blende hat.

Ich hatte dann erfahren, das LS-240 Laufwerke mit speziellen Treibern es sogar schafften, auf einer normalen 1,44 MB Diskette 32 MB unterzubringen. Das klang für mich sehr interessant, so das ich mich dann auf die Suche nach so einem Laufwerk machte. Nun sind diese Laufwerke recht selten, da sie nur kurz im Handel waren. Aber es gelang mir, ein Laufwerk zu ergattern.

Allerdings (das hatte ich auf den Bildern nicht so erkannt) handelt es sich um ein Laufwerk für Laptops und war dadurch recht schmal. Das größere Manko allerdings ist, das dieses Laufwerk einen JAE-50 anstatt eines normalen IDE-Anschluss hat. Da ich dachte, es sollte kein Problem sein, es gibt ja Adapter dafür, hatte ich es gekauft.

Und nun fängt meine "Odyssee" mit der KI an. Solche Adapter gibt es recht günstig, aber nur für CD-Laufwerke. Ich hatte einen gekauft, der auch problemlos passt. Die KI hatte mich darüber soweit korrekt informiert (ich möchte dazu noch sagen, das Google selber als Suchergebnisse nicht viel Informationen hervorgebracht hatte, daher hatte ich mich auf die KI konzentriert). Ich fand allerdings in einem Forum auch den Hinweis, das diese Adapter nicht nutzbar sind, da die Stromversorgung auf andere PINs geschaltet sind als beim LS-240. Der Anschluss würde das Laufwerk grillen. Nicht gut.

Nachdem ich die KI auf diesen Sachverhalt hingewiesen hatte, kam sofort die Bestätigung, das es nicht geht (mit einer dicken Entschuldigung... Bäh). Ich bekam dadurch den weiteren Hinweis, das ältere Laptops der Thinkpad-Serie eingebaute Einschübe haben, in dem das Laufwerk passt. Das nannte sich dann UltraBay2000...

Ich machte mich also auf die Suche nach einem gebrauchten Laptop mit UltraBay2000-Anschluss und fand auch einen IBM Thinkpad A31 Laptop. Der war recht günstig und es wurde auf den Bilder auch gezeigt, das er funktionierte. Alle anderen waren recht teuer, also versuchte ich den zu ersteigern. Klappte auch. Nach ein paar Tagen war dieser dann bei mir zu Hause.

Als ich dann eins von den eingesteckten Laufwerke (Diskettenlaufwerk und CD-Laufwerk auf je einer Seite) herausnahm, stellte ich fest, das der Ultrabay2000 (oder auf der anderen Seite UltraBay-Plus) nicht passten. Also nochmals die KI gefragt, es kam eigentich die gleiche Antwort, das es gehen muss. Als ich dann schrieb, das die Anschlüsse physikalisch nicht passen, gab es mal wieder eine dicke Entschuldigung (Bäh) und ein Lob(!), das mir das aufgefallen ist. Nun kam die Antwort, das ich es mit einem Rahmen, welcher z.B. in dem Diskettenlaufwerk ist, über den eingebauten Adapter nutzen muss. 

Daraufhin habe ich dann mal das Diskettenlaufwerk auseinandergebaut, um dann festzustellen, das der Adapter, den ich benötige, mit einem Flachbandkabel an dem Diskettenlaufwerk befestigt ist. Die KI schwafelte etwas von einer Klemmvorrichtung, aber das Kabel passte von der Breite sowieso nicht auf den JAE-50 Anschluss. Also habe ich dann das Laufwerk wieder zusammengebaut und die KI gefragt.

Sie lobte mich erneut über mein tiefes Technisches Wissen (Bäh) und sage mir dann, das es so nicht geht. Als nächstes hat sie mich informiert, das es aber mit dem CD-ROM Anschluss geht. Der hätte die richtigen Anschlüsse für mein LS-240, auch die Stromversorgungsanschlüsse wären genauso, wie es das LS-240 benötigt. Nun, da ich ja mit dem Adapter für IDE schon auf die Nase gefallen bin, hatte ich diese Aussage erstmal nicht für so ernst genommen und dies nicht mehr versucht. 

Im Moment habe ich erstmal aufgehört und es aufgegeben, mein LS-240 irgendwie anzuschließen. Es gibt wohl noch spezielle Adapter dafür, aber die sind so selten, das, wenn sie wirklich mal angeboten werden, ziemlich teuer sind.

Mein Thinkpad übrigens läuft hervorragend. Hab Windows XP installiert und alles funktioniert (bis auf das Diskettenlaufwerk, das habe ich nach dem Zusammenbau noch nicht ausprobiert). Zumindest dieser Kauf war gut.

Anzumerken ist auch, das ich die KI von Google nutze, welche ja bei den Suchergebnissen mit auftaucht. Ich nutze als die "Light-Version" dieser KI. Möglich ist, das die Bezahlversion besser und genauer ist. Aber dafür wollte ich kein Geld investieren.

Tja, falls jemand wider Erwarten noch Tipps zum Anschluss eines LS-240 an einem Desktop Rechner hat, gerne her damit....

Ich hoffe, der Bericht war jetzt nicht so langweilig...

Volker
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#2
Was hast du mit der "SuperDisk" vor? Als Speichermedium nutzen? 
Ich verstehe deine Intension dahinter nicht. 
Ich fand die ZIP Laufwerke, selbst mit SCSI Anschluss mega langsam in den 2000er.
Gruß André
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#3
LS-120 hatte ich damals auch. War schon ein Fortschritt. Aber heute wüßte ich nichts mehr damit anzufangen.

Micha
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#4
Naja, ich interessiere mich halt für alte Computer(systeme) und deren Möglichkeiten. Soll sogar Menschen geben, welche alte Aufnahmegeräte noch intakt halten...  Big Grin

Volker
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#5
(17.06.2026, 10:44)Perry Dhalgren schrieb: Naja, ich interessiere mich halt für alte Computer(systeme) und deren Möglichkeiten. Soll sogar Menschen geben, welche alte Aufnahmegeräte noch intakt halten...  Big Grin

Volker

Ich würde jetzt nicht unbedingt alte Computertechnik mit alten HiFi Kram vergleichen. Das sind für mich zwei unterschiedliche Welten. Das ist aber nur meine persönliche Meinung.
Gruß André
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#6
Hat wohl jeder sein Hobby und andere Ansichten!
Der eine sammelt Briefmarken, der andere alte Autos, Computer oder Tonbandgeräte. Wobei ich mir auch nicht 30 Tonbandgeräte hinstellen würde.
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#7
Ich habe gestern auch meinen alten P133 (damals neu bei Vobis mit Kredit gekauft, jetzt nur noch das MB, CPU, GraKa, SB16 und Speicher vorhanden) in ein zugelaufenes Commodore 486er Desktopgehäuse eingepflanzt (das MB des 486er hat leider Akku-Fras) und mich gefreut das die Kiste immernoch läuft. Es macht halt einfach Spaß sich mit der alten Technik, egal was es jetzt ist, zu beschäftigen.

Btw: in diesem Zuge sind mir auch C128, C64, A500, A600, Plus4 und komische Joysticks zugeflogen. Mal sehen was davon noch läuft und was was bleiben darf. Wink

Grüße,
Piet
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