06.12.2005, 14:53
Ein Gerät mit eingebauten LS ist imho vielseitiger einsetzbar: Musikhören im Garten, in einem anderen Zimmer, bei einem Freund usw. Und gerade das zählte in Zeiten, als die Cassette entweder noch nicht existierte oder später von vielen Tonbandamateuren (noch) nicht erstgenommen wurde.
In den 50es und 60es war es geradezu obligat, ein Gerät mit LS anzubieten. Lediglich im professionellen Bereich gab es Geräte ohne Verstärker. Auch die REVOX 36er Serie wurde MIT Verstärker und eingebautem LS verkauft, ja selbst die A 77 war noch mit LS zu haben.
Die Cassetten-Radiorecorder haben dann dem Tonbandgerät mit LS erst Konkurrenz und dann ganz den Garaus gemacht. Daraus resultierte dann eine gewisse "Professionalisierung" beim Bandgerätebau, da billige und praktische Lösungen nicht mehr gefragt waren. Diesen Bereich hatte die Cassette praktisch komplett besetzt.
Das TS 600 (ohne LS) von Grundig ist ja nur ein "Schwestermodell" des TK 600, welches MIT LS ausgestattet war.
Ab Mitte der 70er Jahre wurden dann die Maschinen erwachsen (die von Studer waren es schon vorher
), selbst Philips und Grundig brachten sowas wie "halbprofessionelle" Kisten (TS 1000 zB), um sich noch ein Stückchen vom Kuchen abzuschneiden.
Studer sagt übrigens selbst:
"Wahrscheinlich war es ein unternehmerischer Fehlentscheid, nicht früher auf die Cassette gesetzt zu haben, aber ich konnte mir einfach nicht vorstellen, daß die Cassetten einmal die heutige Qualität haben würden." (Quelle: Buch "Die sprechenden Maschinen - Das Lebenswerk des Audiopioniers Willi Studer"). Aber das ist ein anderes Thema.
Ich mag die "Standalone"-Geräte als Zeitzeugen genauso gerne, wie die anderen
Alles, was offene Spulen dreht, ist mir höchst sympathisch
In den 50es und 60es war es geradezu obligat, ein Gerät mit LS anzubieten. Lediglich im professionellen Bereich gab es Geräte ohne Verstärker. Auch die REVOX 36er Serie wurde MIT Verstärker und eingebautem LS verkauft, ja selbst die A 77 war noch mit LS zu haben.
Die Cassetten-Radiorecorder haben dann dem Tonbandgerät mit LS erst Konkurrenz und dann ganz den Garaus gemacht. Daraus resultierte dann eine gewisse "Professionalisierung" beim Bandgerätebau, da billige und praktische Lösungen nicht mehr gefragt waren. Diesen Bereich hatte die Cassette praktisch komplett besetzt.
Das TS 600 (ohne LS) von Grundig ist ja nur ein "Schwestermodell" des TK 600, welches MIT LS ausgestattet war.
Ab Mitte der 70er Jahre wurden dann die Maschinen erwachsen (die von Studer waren es schon vorher
), selbst Philips und Grundig brachten sowas wie "halbprofessionelle" Kisten (TS 1000 zB), um sich noch ein Stückchen vom Kuchen abzuschneiden.Studer sagt übrigens selbst:
"Wahrscheinlich war es ein unternehmerischer Fehlentscheid, nicht früher auf die Cassette gesetzt zu haben, aber ich konnte mir einfach nicht vorstellen, daß die Cassetten einmal die heutige Qualität haben würden." (Quelle: Buch "Die sprechenden Maschinen - Das Lebenswerk des Audiopioniers Willi Studer"). Aber das ist ein anderes Thema.
Ich mag die "Standalone"-Geräte als Zeitzeugen genauso gerne, wie die anderen

Alles, was offene Spulen dreht, ist mir höchst sympathisch
