Meine A700
#1
Das Schätzchen hatte ich vor einigen Wochen gekauft. Der Verkäufer hat mich auch reinschauen lassen. Sah nicht schlecht aus.... Halt noch nicht viel dran gemacht. 
Funktioniert hat das Laufwerk auch problemlos, also von der Seite auch OK. Das einige Unschöne: Ein Fuß auf der Rückwand fehlt. Aber dafür habe ich im Netzt Füße zum Drucken gefunden. Die aber etwas umkonstruiert, dass sie angeschraubt statt nur eingesteckt werden. 

Dann ging das "Studium" der Anleitungen los. Seriennummer liegt um die 12000, also irgendwo mittendrin. Die hat schon das größere Sicherungsboard und, wie ich festgestellt habe, auch keine "Knallfrösche" mehr an Board. 

Zuhause dann das Maschinchen mal richtig ausprobiert. Das einzige was wirklich kaputt war, waren die Schieberegler. Die habe ich daraufhin vorsichtig auseinander genommen und gründlich gereinigt. Zusammengebaut, eingebaut, Test Ok. Soweit wären die schon mal gerettet.

Als nächstes die Motor-Kondensatoren gemessen - Tiptop. 
Die Elkos und Tantals habe ich komplett gegen neue getauscht. Das wäre sicher bei vielen nicht nötig gewesen, aber es waren doch einige dabei, wo die Kapazität nachgelassen hatte und/oder der ESR höher als bei neuen war. 
Fälschlicherweise hatte ich beim Auslöten eines Kondensators mal daneben getroffen und ein IC-(Sockel)Beinchen erwischt. Das brach direkt ab  Confused . Hab ich auch noch nicht gesehen. In dem Zug dann noch alle IC-Sockel gehen solche mit gedrehten Kontakten getauscht. Sicher ist sicher...

Die ganze Zeit hatte ich nur am unteren Teil und der Rückseite "gefummelt". Da auf den Sensor-Boards auch noch ein Kondensatoren und zwei Trimmer liegen, Frontblech demontiert und das auch noch erledigt. Band drauf, zum Testen, ob noch alles funktioniert --> Tasten halten nicht mehr.  Angry Schock, schwere Not. Hab ich was kaputt repariert? Vielleich bekommt der Sensor zu viel Licht. Den zugehalten - das gleiche. Dann mal angefangen zu messen. Alles Weitere dann hier:
REVOX A700 fotoelektr. Bandschalter
Das Ding ist sowas von sensibel.......

Zwischenzeitlich mal nach Bändern, Leerrollen und Schubern geschaut und einiges gekauft.

Irgendwann war ich es leid, dass die Zeiger der VU-Meter immer oben anschlagen. Kurzerhand ein kleines Lochrasterplatinchen mit einem NE555 als Zeitgeber gebaut. funktioniert prächtig. Mittlerweile ist auch ein schönes, professionell gefertigtes drin. 

Letzte Woche dann ein Angebot eines Kontaktor bei Kleinanzeigen gefunden und den gekauft, um die Bremskräfte auch mal messen zu können. Gestern kam er, wie neu das Ding. "Schnell" noch ein kleines Hilfsmittel gedruckt - eine Scheibe mit 3 Aufnahmen für einen NAB-Flansch von einem der gekauften Pankakes. Macht das Leben leichter, den Zug zu messen. Was soll ich sagen: Vorwärts wie Rückwärts genau in der Mitte des Toleranzbereiches. Da fasse ich mal gar nichts an. Neer touch a running system.

Eine weitere kleine Baustelle war das Oszillator-Board. Die Lötstellen sahen noch original aus, aber es waren Trimmer mit großer Öffnung drin. Gefällt mir nicht, raus damit und neue rein.

Wenn die Kiste schon mal auseinander ist, gönne ich der Dame noch einen neuen Riemen für das Zählwerk. Dachte ich...

Das Ergebnis kann man hier nachlesen: A700 Zählwerkriemen
Der alte ist somit wieder drin.

Das Frontblech kommt heute wieder drauf. Dann wird auch die Endabschaltung wieder eingestellt...

Ach ja, Bänder zum Einmessen kamen heute auch noch. Dann kann der Endspurt mal starten. Ich bin gespannt.

   


Was noch geplant ist:
- "Spaßeshalber" habe ich mal ein neues Netzteil konstruiert mit einstellbaren Spannungsreglern. Platinen sollten die Tage kommen. Mal gespannt, ob es funktioniert.
- Die Pausentaste gefällt mir nicht. Rastend wäre mir lieber. Auch dafür habe ich eine kleine Schaltung entworfen. Platine ist unterwegs. Außer die Pausenleiterbahn zu unterbrechen und dort eine Diode einzulöten muss nichts umgebaut werden - hoffe ich.
- Ein elektronisches Zählwerk hätte ich auch noch gerne.
- Die Operationsverstärker, zumindest die, die im Signalweg liegen tausche ich auch noch aus, Platinen sind unterwegs.
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#2
Da hat einer geschlafen.
Statt eines Azimuth und Pegelbandes habe ich zwei Pegelbänder erhalten, eines mit 250nW/m und eines mit 257nW/m.
Noch "schlimmer": Beide liegen 3dB auseinander. 
Das 257er auf 0dB bzw. 775mV eingepegelt, das 250er zeigt 3dB weniger an. Dürfte ja eigentlich nur eine Zeigerbreite differieren. Bin nun endgültig verunsichert, welches denn jetzt richtig ist.  Dodgy

Viele Grüße
Dieter
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#3
Von welchem Hersteller stammen die beiden unterschiedlichen "Pegelbänder"?
Eventuell sind die Bänder nach unterschiedlichen Normen ANSI und IEC hergestellt...
Besser wäre ein komplettes Bezugsband,  umgangssprachlich 19H.

Man kann die A700 problemlos mit einem modernen Bezugsband 19H auf eine Magnetisierung von 320nWb/m einstellen,
beim im Servicemanual angegebenen Testband mit 257nWb/m verschenkt man einiges an Dynamik.
Moderne Bänder wie das LPR35 oder PER368 sind dafür geeignet.
Nur wenn die A700 mit Dolby Modulen ausgestattet ist, wäre eine niedrigere Magnetisierung nach "Dolby Standard" erforderlich....

Verlässliche Prüfbänder hat in der Vergangenheit Peter Ruhrberg aus unserem Forum hergestellt.

Gruß Jan
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#4
Darf man fragen, was Du für die A700 bezahlt hast ?
Ich würde gern, hätte gern ... auch eine
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#5
(16.04.2026, 06:00)Ferrograph schrieb: Von welchem Hersteller stammen die beiden unterschiedlichen "Pegelbänder"?
Eventuell sind die Bänder nach unterschiedlichen Normen ANSI und IEC hergestellt...
Besser wäre ein komplettes Bezugsband,  umgangssprachlich 19H.

Gruß Jan

Die stammen von Genesis audioline. Machte im Vorfeld eigentlich einen guten Eindruck.
Die haben eine Checkliste dabei, nach welchen Normen sie aufgenommen wurden. Der einzige Unterschied ist die Magnetisierung von 257 und 250nW/m

Zitat:Man kann die A700 problemlos mit einem modernen Bezugsband 19H auf eine Magnetisierung von 320nWb/m einstellen,
beim im  Servicemanual angegebenen Testband mit 257nWb/m verschenkt man einiges an Dynamik.
Moderne Bänder wie das LPR35 oder PER368 sind dafür geeignet.

Prinzipiell sollte es ja keinen großen Unterschied machen, welches Bezugsband ich verwende. 320nW/m sind 1,9dB mehr Pegel. Wenn ich mit dem 257er auf -2dB einstelle entspricht das 320nW/m mit 0dB.

Danke für den Hinweis mit Peter Ruhrberg.

Viele Grüße
Dieter
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#6
(16.04.2026, 08:34)Paulchen Panther schrieb: Darf man fragen, was Du für die A700 bezahlt hast ?
Ich würde gern, hätte gern ... auch eine

1200€
Die Zeiten wo es günstige gab, sind scheinbar vorbei.
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#7
Ach, ganz vergessen: Auf eine Ungereimtheit bin ich gestoßen. Wenn ich die Spannungen am Löschkopf messe, liegt ein Kanal im korrekten Bereich on ca. 32V, der andere liegt mit über 40V deutlich höher. Hat jemand schon mal sowas gesehen?

VG
Dieter
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#8
Hallo Dieter,

die Höhe der Löschspannung hängt von der Impedanz des Löschkopfs und eines Kondensators auf der Oszillatorplatine ab. Die bilden einen Schwingkreis. Wenn jetzt einer der Werte nicht passt, liegt die Resonanzfrequenz neben der Oszillatorfrequenz und der Spannungspegel sinkt ab. Vermutlich sind das bei Dir Bauteiltoleranzen. Solange die Spannung nicht zu niedrig ist, würde ich mir da erst mal keine Gedanken machen, 32V sollten locker reichen. Ich habe in eine A700 vor Jahren einen B77 Löschkopf eingebaut, da lag die Spannung unter 20V, das hat zum Löschen nicht mehr gereicht. Mit veränderten Kondensatoren auf der Oszillatorplatine habe ich das dann getrimmt - aber frag mich jetzt nicht welche das waren, das ist schon ein paar Jahre her Wink

Zu Deinen Pegelbändern: Von der Quelle hört man nichts wirklich Gutes und 3dB Abweichung scheinen dem recht zu geben (selbst ich bekommen das mit +-0,2dB Genauigkeit hin, allerdings nur Stereo mit 2,75mm Spurbreite, leider fehlt mir der Vollspurkopf mit Überbreite). Die mit Abstand beste Quelle ist Peter Ruhrberg hier im Forum, die Bänder sind über jeden Zweifel erhaben.

Viele Grüße
Volker
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#9
Dieter,
sobald meine wieder zusammen ist messe ich das bei derigen gerne nach.

V.G.
Jo
ps
Ich musste eine ähnliche Summe auf den Tisch des Hauses legen.
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#10
(16.04.2026, 09:26)AchenbachD schrieb:
(16.04.2026, 06:00)Ferrograph schrieb: Von welchem Hersteller stammen die beiden unterschiedlichen "Pegelbänder"?
Eventuell sind die Bänder nach unterschiedlichen Normen ANSI und IEC hergestellt...
Besser wäre ein komplettes Bezugsband,  umgangssprachlich 19H.

Gruß Jan

Die stammen von Genesis audioline. Machte im Vorfeld eigentlich einen guten Eindruck.
Die haben eine Checkliste dabei, nach welchen Normen sie aufgenommen wurden. Der einzige Unterschied ist die Magnetisierung von 257 und 250nW/m

Aha, der "Profiladen" aus Emsdetten.... Big Grin
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#11
(16.04.2026, 09:26)AchenbachD schrieb: ... Prinzipiell sollte es ja keinen großen Unterschied machen, welches Bezugsband ich verwende. 320nW/m sind 1,9dB mehr Pegel. Wenn ich mit dem 257er auf -2dB einstelle entspricht das 320nW/m mit 0dB...

"Prinzipiell" hast Du recht. Dazu müsstest du aber wissen, ob das 257er Band die korrekte Magnetisierung beinhaltet...

Gruß Jan

PS: Die Einheit heißt nWb/m ...
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#12
Die Einmessung mit dem Revox-Bezugsband mit 257nWb/m berücksichtig den Vorlauf der VU-Meter, man hat die Maschine damit dann auf 514nWb/m eingemessen.
Zumindest ist es bei der A77 und B77 so gedacht.


Viele Grüße

Joachim
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#13
(16.04.2026, 09:56)fostex schrieb: Hallo Dieter,

die Höhe der Löschspannung hängt von der Impedanz des Löschkopfs und eines Kondensators auf der Oszillatorplatine ab. Die bilden einen Schwingkreis. Wenn jetzt einer der Werte nicht passt, liegt die Resonanzfrequenz neben der Oszillatorfrequenz und der Spannungspegel sinkt ab. Vermutlich sind das bei Dir Bauteiltoleranzen. Solange die Spannung nicht zu niedrig ist, würde ich mir da erst mal keine Gedanken machen, 32V sollten locker reichen. Ich habe in eine A700 vor Jahren einen B77 Löschkopf eingebaut, da lag die Spannung unter 20V, das hat zum Löschen nicht mehr gereicht. Mit veränderten Kondensatoren auf der Oszillatorplatine habe ich das dann getrimmt - aber frag mich jetzt nicht welche das waren, das ist schon ein paar Jahre her Wink

Viele Grüße
Volker

Ich denke auch dass, wenn die Amplitude hoch genug ist, es erst mal OK ist. Lässt mir aber trotzdem keine Ruhe. Ich werde das , wenn ich wieder mehr Zeit habe (25. und 26.4. hab ich Tag der offenen Tür mit meinem Lautsprecherladen und noch viel vorzubereiten) genauer untersuchen.
Werde mir auch mal einen Extender bauen müssen, damit ich auf den Karten was messen kann.

VG
Dieter
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#14
Gestern hab ich das Maschinchen mal auf ein neues RTM LPR35 Band eingemessen. 
Hat ein bisschen gedauert, aber doch problemlos funktioniert. 
Bein 19 und 38cm/s ist alles bestens. Bei 9,5 hat ein Kanal etwas früher ab im oberen Hochton. Nicht tragisch, verwende ich sowieso nicht.

Ganz vergessen zu erwähnen hatte ich, dass ich auch die besch….eidnen Cinchbuchsen getauscht habe. Manche waren ausgeleiert, auf andere bekam man den Stecker kaum drauf, ganz zu schweigen von der gammeligen Optik. Jetzt sieht es da wieder chic aus und die Stecker passen perfekt. 

Freue mich schon drauf, die erste ernsthafte Aufnahme zu machen. 

Viele Grüße
Dieter
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#15
Hallo Dieter,

welche Cinchbuchsen hast du für den Austausch verwendet? Die originalen sind ja wohl nicht mehr lieferbar.

Gruß Micha
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#16
Sitze gerade an der gleichen Geschichte und muss da was machen, denn eine einwandfreie Kontaktierung zur A 700 lässt zu wünschen übrig.
Fürs Ausbauen stellt man, nachdem man die Abdeckungen entfernt hat die Maschine am besten Hochkant. Die Cinchbuchsen sollten mit einer Entlötvorrichtung entfernt werden, man beachte die Blechlaschen. Nach dem Herausziehen findet sich eine Bohrung von 4,4 mm.
Die mir vorliegenden Schraubeinbau-Cinchbuchsen sind etwa 6,4 mm stark, ich müsste das Loch also etwas erweitern. würde ich mich für die mir ebenfalls vorliegenden Einbaubuchsen entscheiden, ging dies ohne Erweiterung. Diese Buchsen haben aber im Gegensatz zu den originalen REVOX
B. nur eine Lötlasche, ob das statische Probleme gibt, weiss man erst nach dem Einbauen. Könnte es probieren aber obacht mit der Kostbaren Platine!

       


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#17
(19.04.2026, 08:02)micha1422 schrieb: Hallo Dieter,

welche Cinchbuchsen hast du für den Austausch verwendet? Die originalen sind ja wohl nicht mehr lieferbar.

Gruß Micha

Hallo Micha,
dass es die originalen nicht mehr gibt ist nicht tragisch. Das sind bzw. waren die schlechtesten Cinchbuchsen die ich bislang gesehen habe.

Die hier hab ich verwendet. Typenbezeichnung RCJ-021 und 022. Die passen exakt, sind allerdings etwas länger. Hab noch nicht versucht, die Rückwand aufzusetzen. Wird aber sicher knapp werden. Aber das ist das kleinere Problem.
Hab noch etliche davon da. Falls jemand was braucht.....
[Bild: 8wAAAAASUVORK5CYII=]
Viele Grüße
Dieter
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#18
Achtung: Bitte von den Cinchbuchsen zum Einschrauben abzusehen, die passen wege ihrer Länge nicht, die untere Abdeckung würde anstoßen. solch zum Einlöten, wie von mir gezeigt gehen und sitzem ausreichend fest auf der Platine trotz der zweiten, fehlenden Lasche. Habe leider keine Ahnung woher die stammten.

V.G
Jo
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#19
Man kann die vorhandenen Buchsen auch überholen - bei mir war das erfolgreich:

https://old-fidelity-forum.de/thread-322...pid1640742
#227
Von der Konstruktion her sind die nämlich ganz pfiffig mit den drei Laschen zur Kontaktierung des Stecker-Stifts, nur müssen die Laschen mal nach innen nachgebogen werden.
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#20
Die A700 steht an ihrem Platz.
Hab mittlerweile mal ein paar Aufnahmen gemacht. Top! thumbsup

Wer sie live sehen möchte kann gerne an diesem Wochenende bei mir vorbeikommen. 
https://lsv-achenbach.de/aktuell.htm

   

Viele Grüße
Dieter
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#21
der knacks- und knisterfreie Hörgenuß, für den man keine Bürste braucht!

(leider gab es zur Zeit der A700 kaum noch hochwertige Halbspur-Kaufbänder; was die "Musikproduktion Schwarzwald" (MPS) da für Krankenfahrstuhlmusik auf 18 cm Spulen mit 19 cm/s verramschte, zählt nicht zu dieser Kategorie)
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#22
Es geht weiter.
Die zwei Tage der offenen Tür hat sie überstanden.
Und jetzt ist es Zeit das Schätzchen zu erweitern. Heute kam die Pausentaste dran, die jetzt "einrastet".

Für die Beschreibung habe ich in einem separaten Thread aufgemacht: https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=35333

VG
Dieter
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#23
Nächste Baustelle, die Operationsverstärker.
Zumindest die, die ständig im Signalweg liegen, also Aufnahme- und Wiedergabeverstärker, Eingangs- und Verbindungsprint. Wobei ich die Phono-Vorstufe, Klangregelstufe und das des 2. Eingangs ausgelassen habe - verwende ich nicht. Waren immer noch 6 Stück. Die in der Steuerung bleiben drin.
Ich meine ganz am Anfang im Ruhezustand mal seltsame Ausschläge am VU-Meter gesehen zu haben und wollte einfach alle möglichen Fehlerquellen raus haben. 

   
   

VG
Dieter
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#24
Wenn ich mich recht entsinne, ist das Ersetzen des TBA931-3 im Wiedergabeverstärker nicht ganz unproblematisch. Es kann mit anderen Operationsverstärkern zur Magnetisierung des Wiedergabekopfes beim Ausschalten der Maschine kommen.
Vielleicht achtest du mal drauf, ob das mit deinem Austausch-IC auch passiert oder hoffentlich nicht.
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#25
(29.04.2026, 11:25)havox schrieb: Wenn ich mich recht entsinne, ist das Ersetzen des TBA931-3 im Wiedergabeverstärker nicht ganz unproblematisch. Es kann mit anderen Operationsverstärkern zur Magnetisierung des Wiedergabekopfes beim Ausschalten der Maschine kommen.
Vielleicht achtest du mal drauf, ob das mit deinem Austausch-IC auch passiert oder hoffentlich nicht.

Hallo Hans-Volker,
Ich habe überall die NE5532A drin.
Wenn, dann müsste Gleichspannung am nichtinvertierenden Eingang rauskommen. Ziemlich unwahrscheinlich. Auch der Weg vom Ausgang zum Eingang (laut Datenblatt haben die NE5532 antiparallel geschaltete Schutzdioden zwischen + und - Eingang über die auf dem Weg was kommen könnte) ist eigentlich viel zu hochohmig (1M direkt, und min. 275k hinter dem Koppel-C) als dass da war rüberkommen könnte. 
Kann gerne mal messen, ob dort beim Ausschalten was passiert. 

VG
Dieter
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#26
Ich glaube, es hatte was damit zu tun, dass die positive und negative Versorgungsspannung beim Ausschalten versetzt abfallen. Wurde im tapeheads-Forum berichtet.
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#27
(29.04.2026, 16:07)havox schrieb: Ich glaube, es hatte was damit zu tun, dass die positive und negative Versorgungsspannung beim Ausschalten versetzt abfallen. Wurde im tapeheads-Forum berichtet.

Ich habe das mal durchgesucht. Da ist von verschiedenen Phänomenen die Rede. Zum einen, wie Du sagts, dass beim Ein- und Ausschalten was passiert. Zum Anderen, dass beim NE5532 die Input-Ströme und Spannungen zu hoch seien.
Hab das Scope und Millivoltmeter direkt am Kopf hängen gehabt. Da der ja keine Null Ohm Innenwiderstand hat, müsste am Kopf Spannung anliegen. Aber das sind genau 0,0mV.
Bein Einschalten entstehen manchmal sehr kurze Spikes und das sowohl beim TBA als auch beim NE5532. Die kamen mir auch beim TBA größer vor. Ich kann jetzt so nichts negatives mit dem NE sehen. Bin mir sogar recht sicher, dass dieser Spike nur eine Einstreuung von Netzeinschaltimpuls ist, weil der immer unterschiedlich hoch ausfällt.
Davon abgesehen sind die Eingangsstufen der beiden OPs nicht grundsätzlich unterschiedlich und auch die Werte im Datenblatt sind auch nicht weit voneinander entfernt.

Hab ja noch 43 Adapterplatinen. damit kann ich noch ein bisschen experimentieren.

VG
Dieter
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#28
Nächste Baustelle beseitigt. Ich hatte bemerkt, dass bei einwandfrei wickelnden Bändern der Wickel zu weit außen lag. Irgendwo hatte ich darüber schon mal gelesen….
Nach Demontage der Bandteller habe ich gesehen, dass dieser nur an den Befestigungslöchern Kontakt mit dem Motor hat. von daher kann es nicht schaden, hier eine Scheibe unterzulegen, damit die Teller etwas weiter vorstehen. in der Schraubenkiste fand ich ein paar „schöne“ Scheiben, die alle eine Dicke von 0,85 mm und eine Toleranz im Bereich eines Hundertstel Millimeters hatten. Größere Abweichungen würden sich hochgerechnet vom Befestigungsradius der Teller auf den der Spule negativ bemerkbar machen.
Scheiben drunter, Teller gut zentrieren und Probelauf mit einem neuen Band. Was soll ich sagen, nun wickelt es perfekt in der Mitte der Spule. Und es eiert nichts.  thumbsup

Viele Grüße
Dieter
   
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