Heute bekam ich meinen Fünferpack der Ende März bestellten Revox Grandmaster Cassetten.
Die erste Kassette lies sich problemlos auf meinem Technics RS-BX808 einmessen. Beim Level sind beide Regler auf 0, also wie bei der TDK SA. Beim Bias stand der Regler auf -2.
Beim Technics RS-B755, welches auch auf TDK SA eingemessen ist, standen die Regler genauso wie beim RS-BX808.
Mit dem RS-BX808 habe ich den Frequenzgang bei -20db und ohne Dolby gemessen:
Außerdem habe THD bei 400Hz und Dolbypegel +3db gemessen:
+5db
+8db
+12db
Das Band hat auch bei mir die üblichen Knicke über die ganze Breite und die Oberfläche sieht ziemlich rauh aus:
Die erste Aufnahme damit hat sich durchaus brauchbar angehört. Laut dem Echtzeit-Zählwerk des Technics hat das Band nur 43 Minuten pro Seite. Alle anderen C90 von TDK oder Maxell haben laut Zählwerk immer mind. 46 Minuten pro Seite.
Ich werde die Grandmaster heute noch auf dem Revox B215 MKII ausprobieren. Danach werde ich mich nochmals melden.
Mit anderen Typ I Bändern habe ich noch nicht verglichen.
Das Revox B215 MKII ist leider zu weit unten im Stapel. Darum habe ich den Frequenzgang mit dem B215MKI gemessen. Einmessung läuft schon mal problemlos durch.
(09.04.2026, 19:59)Michi schrieb: (...) Das Band hat auch bei mir die üblichen Knicke über die ganze Breite und die Oberfläche sieht ziemlich rauh aus:
(...)
Rauhe Oberfläche - uh, das weckt üble Erinnerungen an Aurex- und SKC-Bänder.
Als Vergleich verschiedene Typ I Kassetten am Technics RS-BX808 bei Dolbypegel +3db
TDK D 1992 -------------------------- 0,9% THD
Maxell UR von Amazon-------------- 1,2% THD
TDK AR 1987-------------------------- 1,1% THD
TDK AD 1984---------------------------0,8% THD
TDK ED ---------------------------------1,8% THD
Revox Grandmaster--------------------1,2% THD
RTM habe ich leider keine. Sony Type I muß ich schauen. Die ganzen TDKs TYPE I waren Teil eines TDK Konvolut aus 30 Kassetten für 19€ inkl. Versand, daß ich auch heute bekommen habe. Die Hüllen sind zwar in sehr mäßigem Zustand, aber alle Bänder ließen sich bis jetzt einwandfrei einmessen.
Hallo ich möchte mich mal hier mit einstellen.Habe vor einiger Zeit auch 5 C-90 Revox Tapes bekommen und auch etwas festgestellt.
Die schon erwähnte knickrige Oberfläche habe ich auch,aber mir ist aufgefallen,daß der Banddurchmesser größer zu sein scheint und dadurch wohl Probleme im Gehäuse macht.Beim Vor und Zurückspulen klemmt das Band bei verschiedenen Kassettendecks.Und dadurch konnte ich auch keine Aufnahme machen.Anbei mal ein Foto zum Vergleichnmit einem Maxell C-90 Tape.
Vielleicht bin ich auch bekloppt und sehe weiße Mäuse.
Viele Grüße von Andreas
Die Dicke des NAC-Bandmaterials scheint also auch nicht konsistent zu sein. Das wird ja immer abenteuerlicher. Der Wickel ist eindeutig zu groß für das Gehäuse und stößt wahrscheinlich zuerst an die eckigen inneren Aussparungen der Löschsicherungen an.
Du kannst jetzt schauen, ob Du ein alternatives Gehäuse findest, in dem etwas mehr Platz ist, so daß der Wickel sich frei drehen kann, auch wenn man ihn auf seinem mittleren Ring 1-2 mm in alle Richtungen verschiebt. Diese "Luft" wird benötigt, weil die Wickeldorne nicht in jedem Gerät an exakt der gleichen Position sitzen.
Alternative: Ein paar Meter Band am Anfang abschneiden.
Echtzeitzählwerke lassen sich von Bändern, die nicht der Standard-Dicke entsprechen, leicht verwirren. Wahrscheinlich sind also doch 45 Minuten pro Seite drin - aber nur, wenn das Deck nicht zu schnell läuft. Also 128,6 m. Traditionell wurden ja meistens 132 oder 135 m eingespult, um eben auch mit innerhalb der Toleranzen etwas zu schnell laufenden Geräten auch noch 45 Minute zu erreichen.
Also euere Tipps in allen Ehren.
Laschen mit Tesa abkleben, Band einkürzen oder in andere Gehäuse verpflanzen, …
Das sind alles Sachen, die kann man bei einem günstig gekauften Stapel vom Flohmarkt machen.
Aber hier reden wir von einem teuren Premiumprodukt, das offenbar nicht hält was es verspricht (was irgendwie auch zu erwarten war).
Ganz ehrlich, das ist Müll, einfach eine Frechheit.
Ich würde da nix abkleben, einkürzen oder verpflanzen, ich würde die Dinger reklamieren.
Das kann doch nicht denen ihr Ernst sein?!
Na ja, ich vermute da sitzen halt heute auch Leute die die Bandbreite an Möglichkeiten und Spezifika nicht mehr kennen.
Da hat man zum Test des Protoytps die MC in ein B215 gedrückt -> hat gepaßt -> approved.
Am Ende versucht Revox hier eine Premium Nische zu besetzen und den guten Ruf zu nutzen. Das finde ich sehr clever und rechnet sich wohl auch.
Ob sich die Marke als Quelle für neue MCs breitbandig etabliert ist doch eher nicht zu erwarten.
Der "0815" Kunde hat doch schließlich massenhaft Möglichkeiten sich mit guten MCs von damals zu moderaten Preisen auf dem Gebrauchtmarkt zu versorgen.
Die Situation ist nun mal hier eine ganz andere, als bspw beim Tonband.
Naja solang es bessere, neue Alternativen von anderen Herstellern zum gleichen oder günstigeren Preis gibt, frag ich mich schon wie markenbesessen man sein muss, dieses Produkt zu kaufen, wenn es nachweisbar Scheiße ist. So ne D oder HF hat man früher für 1,50 bekommen. Ich hatte 1 mal ne UR die fehlerhaft war, aber sonst liefen und laufen die Alle. Das soll jetzt hier ein Premium Produkt darstellen, die Shell ist aber die einfachste von Sony (die gut war) und jetzt anscheinend als Replika höhere Toleranzen hat.
Das Band passt nicht vernünftig ins Gehäuse (vermutlich ist es deshalb knapper bemessen, damit der Wickel überhaupt ein Bisschen Luft hat), die Messungen sind durchwachsen, der SNR geringer als bei aktuellen RTM One oder UR oder EQ Professional. Wenn man die Löschstopfen da rein macht muss man außerdem Schiss haben, dass man die Mechanik seines Cassettendecks nachhaltig verstellt. Wenn der Kopf zu fest in den Bandlauf drückt können Azimut und Kopfhöhe durcheinander geraten und dann ist die Justierung im Arsch. Das merkt man dann nur beim Messen. Leuten, die ihr Deck beim Fachmann überholen lassen fällt das vielleicht gar nicht auf. Alle nachfolgenden Aufnahmen sind dann im Schlimmsten Fall mit falschem Azimut. Und gerade die Bänder mit komischen Mustern und Knicken out of the Box können ja nicht besonders gut für den Tonkopf sein.
Da kann man noch so enthusiastisch sein und das ehrenhaft finden, dass eine Marke versucht ein ungewöhnliches Produkt zu etablieren. Schön und gut, aber wenn das Produkt für einen saftigen Preis nicht richtig funktioniert und im schlimmsten Fall sogar mein Tapedeck versaut hab ich da kein Interesse dran und kanns mir auch nicht schön reden.
Revox stand mal für Technik auf hohem Niveau. Die Preise waren zwar saftig, aber der Gegenwert hat gestimmt. Jetzt verkauft man Schrott als Premium.
Naja, wenn ich die neuen Revox-Cassetten wirklich als schnöde Gebrauchsware gekauft hätte, dann würde ich sie auch reklamieren. Aber so aus reinem Enthusiasmus würde ich mir schon ein Exemplar gangbar machen, und eins im Originalzustand in die Sammlung stellen.
Bei eBay ging vor ein paar Tagen ein 5er-Pack für gut 40 Euro weg. Da geht noch weniger :-) Der Verkäufer hatte auch ein Exemplar angetestet und dachte sich dann wohl: Ganz schnell wieder weg damit!
Falls sich jemand hier auch ein Päckcehn gekauft hat und enttäuscht ist, dem kaufe ich gerne zwei Exemplare zum Selbstkostenpreis ab. Denn mehr davon brauche ich auch nicht...
Aus der Historie heraus gesprochen hat ReVox quasi nie eine gutes Händchen für solides Bandmaterial gehabt, siehe eingeschränkt brauchbares Spulenband Typ 621, uneingeschränkt unbrauchbares Typ 631 welches gegen uneingeschränkt unbrauchbares Typ 641 getauscht wurde. Warum soll es bei Kassettentonband anders laufen, das liegt in der Unternehmenskultur begründet.
Thomas
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!
Na klar, aus Sammelinteresse würde ich das sicher auch machen, aber es geht ja in erster Linie um die konkrete Nutzung, als das was es ist.
Es gibt sicher genug Leute die das Produkt kaufen, weil sie auf ihren Cassettendecks mal wieder was aufnehmen wollen. Und gerade für Neueinsteiger die vielleicht noch nicht die Skills oder das Equipment haben irgendwas zu messen oder zu reparieren ist das doch total ärgerlich.
Aus Sammlersicht ist ja nahezu jede Cassette interessant, auch wenn man sie gar nicht benutzt. Ich hab auch so ne Gallunoptimal, die ich bisher nicht probiert habe, die war mal bei ner Sammlung dabei. Aber nur weil es interessant ist sie zu haben und sie sich - weil sie schön aussieht - mit irgendeinem besseren Band „funktionsfähig“ zu machen, das man ja auch erst mal haben muss, würde ich die jetzt für den herkömmlichen Gebrauch nicht empfehlen.
Ich meine das ist ja total utopisch. Wenn ich eh keine Cassetten habe, mir dann ein Cassettendeck zulege, oder mein Altes wieder hervorkrame, weil ich Lust hab mich wieder damit zu beschäftigen kaufe und zerlege ich ja erst recht keine zweite Charge eines anderen Bandes, damit ich damit meine Revox Cassette aufbessern kann….
Ich mein bei Pokémon Karten oder Briefmarken gehts ja auch um den Besitz und nicht immer sind die Schönsten auch wertvoll oder die Wertvollsten automatisch die Schönsten. Aber wenn ich ein Produkt ernsthaft dafür benutzen will wozu es gemacht ist und es dann aber seinen Zweck nur mangelhaft erfüllt ist es eben kein gutes Produkt, auch wenn’s vielleicht ganz schön aussieht oder gut gemeint ist.
10.04.2026, 14:58 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.04.2026, 14:59 von Marsilio.)
(10.04.2026, 12:24)Gyrator schrieb: Aus der Historie heraus gesprochen hat ReVox quasi nie eine gutes Händchen für solides Bandmaterial gehabt, siehe eingeschränkt brauchbares Spulenband Typ 621, uneingeschränkt unbrauchbares Typ 631 welches gegen uneingeschränkt unbrauchbares Typ 641 getauscht wurde. Warum soll es bei Kassettentonband anders laufen, das liegt in der Unternehmenskultur begründet.
Thomas
Naja, ganz so schlimm war es dann doch nicht. Ich habe hier noch viele 601-Spulenbänder, die performen in der Mehrzahl sehr anständig. Und bei den gelabelten Kassetten setzte Revox lange auf BASF Chromdioxid Super II. Das war in den 80er-Jahren auch nicht die schlechteste Wahl.
Mit der damaligen Firmenkultur haben meines Erachtens diese neuen Kassetten nichts mehr zu tun. Da profitiert Revox wirklich nur noch vom guten Namen aus vergangenen Zeiten. Die Leute sehen den Schriftzug "Revox" und kaufen...
Und dass sich Revox da ausgerechnet auf GrandMaster als Namen festgelegt hat, entbehrt nicht einer gewissen Ironie - der Ruf der Ampex GrandMaster ist ja auch nicht gerade ein Gütesiegel...
LG
Manuel
PS. Für deutlich weniger Geld als die Revox-Kassetten findet man immer noch echt gutes und auch noch gar nicht so altes NOS-Typ II-Band. Es muss nicht immer Maxell oder TDK sein. Im vergangenen Winter habe ich auf meinem B215 einige NOS-Kassetten der Marke Lazer bespielt wie sie in der Bucht immer mal wieder angeboten werden (Lazer war die letzte Eigenmarke der einstigen Dessauer Orwo-Werke) - und ich bin sehr angetan: Sauber verarbeitete Kassetten von ICM sowie ein tadelloses, rauscharmes und für Echtchrom auch ziemlich pegelfestes Band mutmasslich von BASF.
(10.04.2026, 12:06)Kirunavaara schrieb: Naja, wenn ich die neuen Revox-Cassetten wirklich als schnöde Gebrauchsware gekauft hätte, dann würde ich sie auch reklamieren. Aber so aus reinem Enthusiasmus würde ich mir schon ein Exemplar gangbar machen, und eins im Originalzustand in die Sammlung stellen...
also würde ich "sammeln", wäre das ein Argument, allerdings ist sie ja nichtmal schön (OK, das ist das Thema mit dem Geschmack)...wirklich sammeln tue ich nur besonders gute oder schöne Exemplare, alles andere darf wieder gehen oder wird entsorgt...diese Revox-CCs werden da bei mir nicht landen, der Zug geht an mir ohne jede Trauer vorbei...
Das Band der Revox Grandmaster ist definitiv kürzer als bei TDK oder Maxell. Ich habe gestern eine CD mit der Länge von 46:16 Minuten auf die Grandmaster aufgenommen und die ging nicht drauf. Letzte Woche habe ich diese CD komplett auf eine TDK SA C90 aufgenommen.
Aussehen ist ja Geschmacksache, aber ich finde diese Revox-Kassette auch optisch enttäuschend. Nicht unbedingt die Kassette an sich, das Gehäuse finde ich eigentlich noch nett. Aber dieses triste Etikett... warum hat man es nicht mal fertiggebracht, dieses so typische markante Revox-Logo da drauf zu drucken...?
Ich fürchte, ich habe dies schon mehrfach gepostet: ich verkaufe bespielte Kassetten mit exzellenten Rezensionen, und die kaufe ich ich bei T.A.P.E. Muzik (nicht mit mir verwandt) in Leipzig, die Typ I und II anbieten, in Gehäusen nach Wahl und in gewünschter Länge!
Irgendwer hat die auch schon mal auf Youtube gegen RTM getestet, mit sehr guten Ergebnissen.
Schöne Grüße
Rainer
Unterwegs als „Tonmeister h.c.“ mit High-End-Musikaufnahmen auf Tonband, Kassette, Vinyl, CD und Download unter <www.tapemusic.eu>
11.04.2026, 11:06 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.04.2026, 16:52 von Gyrator.)
(10.04.2026, 14:58)Marsilio schrieb:
(10.04.2026, 12:24)Gyrator schrieb: Aus der Historie heraus gesprochen hat ReVox quasi nie eine gutes Händchen für solides Bandmaterial gehabt, siehe eingeschränkt brauchbares Spulenband Typ 621, uneingeschränkt unbrauchbares Typ 631 welches gegen uneingeschränkt unbrauchbares Typ 641 getauscht wurde. Warum soll es bei Kassettentonband anders laufen, das liegt in der Unternehmenskultur begründet.
Thomas
Naja, ganz so schlimm war es dann doch nicht. Ich habe hier noch viele 601-Spulenbänder, die performen in der Mehrzahl sehr anständig. Und bei den gelabelten Kassetten setzte Revox lange auf BASF Chromdioxid Super II. Das war in den 80er-Jahren auch nicht die schlechteste Wahl.
Mit der damaligen Firmenkultur haben meines Erachtens diese neuen Kassetten nichts mehr zu tun. Da profitiert Revox wirklich nur noch vom guten Namen aus vergangenen Zeiten. Die Leute sehen den Schriftzug "Revox" und kaufen...
Und dass sich Revox da ausgerechnet auf GrandMaster als Namen festgelegt hat, entbehrt nicht einer gewissen Ironie - der Ruf der Ampex GrandMaster ist ja auch nicht gerade ein Gütesiegel...
LG
Manuel
PS. Für deutlich weniger Geld als die Revox-Kassetten findet man immer noch echt gutes und auch noch gar nicht so altes NOS-Typ II-Band. Es muss nicht immer Maxell oder TDK sein. Im vergangenen Winter habe ich auf meinem B215 einige NOS-Kassetten der Marke Lazer bespielt wie sie in der Bucht immer mal wieder angeboten werden (Lazer war die letzte Eigenmarke der einstigen Dessauer Orwo-Werke) - und ich bin sehr angetan: Sauber verarbeitete Kassetten von ICM sowie ein tadelloses, rauscharmes und für Echtchrom auch ziemlich pegelfestes Band mutmasslich von BASF.
Ich sehe da schon System bzw. fehlendes Interesse andere Wege als füher zu nehmen. Damals Hersteller des Bandmaterials aus den USA und heute mit NAC wieder aus den USA. Irgendwie mag man nichts aus Europa.
Thomas
PS: Dabei waren die aller ersten Bänder zur 36er-Serie durchaus z.B. von AGFA, dass Scotch 207 alias Typ601 ist die positive Ausnahme eine langen Kette an Schrott.
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!
11.04.2026, 11:44 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.04.2026, 12:23 von Marsilio.)
Heute, rund 40, 50 Jahre später ist die Ausgangslage doch sicher ganz anders. Ich vermute mal dass man bei Revox halt auch bei der Kassette ums Verrecken irgendein "Premium"-Produkt haben wollte. Und NAC ist (Irrtum vorbehalten) nun mal der einzige Hersteller, der auch Typ II-Band aus aktueller Produktion (ich meine mich zu erinnern gelesen zu haben, dass T.A.P.E. Muzik NOS-Chromband verwendet). Ich könnte mir vorstellen, dass die Wahl deswegen auf NAC fiel. Und/oder vielleicht wurde man mit RTM schlicht nicht handelseinig...
Tja, das ging richtig schief und hier im Forum hatten es auch einige so kommen sehen...
Und es passt irgendwie auch nicht ins aktuelle Revox-Muster, alte hochwertige Klassiker wie die Bandmaschine B77 in einer ebenso hochwertigen (wenngleich schweineteuren) Mk III-Neuauflage auf den Markt zu bringen... Da hätte es doch besser gepasst, sich von RTM ein Neo-Typ IV-Band produzieren zu lassen und dann pro Kassette für 100.- oder sonst einen Crazy-Preis anzubieten.
Michi,
das Band bei dir oben auf dem Bild ist doch auf 9 Uhr komplett geknittert. Auf 11 Uhr schaut es auch aus dem Wickel raus.
Dass die klemmt, wundert mich da nicht.
Wieso wickelt das so mies?
sad.gif (Größe: 740 Bytes / Downloads: 739)
Gruß
Thorsten
Eine solide Planung ist die Grundvoraussetzung einer gelungenen Improvisation
So wie ich das jetzt sehe,bin ich doch nicht so verrückt wie ich dachte.Habe diese Woche mit dem Vertriebsleiter von Revox Kontakt aufgenommen.Er will das recherchieren und mir dann schreiben und auch angeboten die Bänder zu tauschen.Die Frage ist gegen was.
Ich habe gestern eine zweite Grandmaster ausgepackt und im Revox B215 durchgespult. Der Wickel sah nicht so schlimm wie obere Bild aus, aber auch da konnte ich durch den Wickel durchschauen
Das was auf den Bildern zu sehen ist, dürfte daher rühren, dass beim Spulen der Wickel an den Außenkanten blockiert (vermutlich mit der Einkerbung für die Lösschutzlaschen) und das Laufwerk aber trotzdem noch munter weiter dreht. Als Folge werden dann ein paar der inneren Wicklungen noch weiter zusammengedreht und es kommt zu diesen Verstauchungen im Wickel.
Viele Grüße
Alex
We Sold our Souls to Rock 'N' Roll!
12.04.2026, 07:33 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.04.2026, 07:35 von Kirunavaara.)
Das ist ein ganz normales Wickelbild, zumindest für Cassettenbänder aus der Frühzeit bis in die mittleren 70er Jahre. Schön, daß Revox auch diesen Nostalgie-Faktor mit eingebaut hat :-))
Ernsthaft: Es liegt aus einer unglücklichen Kombination aus der Oberflächenbeschaffenheit des Bandes, die beim schnellen Umspulen zu losen Windungen führt, und dem bis auf Kante gefüllten Wickel. Die Zwischenräume entstehen, weil die Lagen ohne stärkeren Gegenzug beim Aufwickeln kleine Luftpolster einschließen. Genau das gibt es bei richtig alten Bändern auch. Am Ende des Umspulvorgangs passiert just das, was Alex beschrieben hat: Der Wickel wird noch von innen ein wenig gestrafft, was von innen nach außen immer mehr Kraft erfordert, wodurch irgendwo auf halbem Weg doch der Autostop einsetzt. An der Stelle entsteht dann der Durchguck im Wickel. Und die Wellen kommen daher, daß dann beim Bewegen des Bandes in die andere Richtung die äußeren Lagen im Geäuse hängenbleiben.
In der Produktion fällt das niemandem auf, weil dort die Bänder mit genügend Gegenkraft in die Gehäuse gespult werden, und die Wickel fest genug werden, daß sie sich gerade noch frei im Gehäuse bewegen können. Ich bin für eine verbesserte zweite Auflage der Cassetten mit Banderole: Neu! Jetzt auch zurückspulbar!
Ich kann nur für die C90 sprechen. Wahrscheinlich ist die C60 wegen der dünneren Wickel besser. Aber ich wette, daß das Band der C60 genauso aussieht wie das der C90.
Für ein neues Band sind die Drop Outs auch sehr hoch. Soviel Drop Outs habe ich nicht mal bei 10 gebrauchten Kassetten und jede ist über 35 Jahre alt.
12.04.2026, 09:08 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.04.2026, 09:10 von analogi67.)
Dann wäre herauszubekommen ob das für die C60 genauso gilt.
Wenn ein 5er-Pack C60 aufgeteilt wird, beteilige ich mich an den Kosten.
Zwei C60 nehme ich.
Test Umspulen mit Yamaha K540.
Drop-Outs bekomme ich mit meinem Equipment nicht so gut hin. Lediglich abhören.
Das mit diesen "Gucklöchern" im Wickel hatte ich bisher nur bei defekten (verzogenen oder welligen) Bändern, die nur noch für die Tonne taugten, sowohl bei Spulen als auch Cassetten, bei letzteren dreht sich der Wickel am Bandende dann noch mal zusätzlich zusammen, bis die Endabschaltung stoppt. Meist ist das eine Folge der Verwendung auf mangelhaft justierten bzw. verschlissenen Geräten. Passiert sowas im Neuzustand des Bandes auf einem einwandfreien Gerät, würde ichs reklamieren.
Wie bereits geschrieben, ich würde mich auch sehr freuen über 1 oder 2 Exemplare. C-60 oder 90 relativ egal. Schick mir bitte eine PM,wieviel ich wohin überweisen soll. Einen deutschen Briefkasten, an dem ich im Mai wieder vorbeikomme, habe ich auch.
(12.04.2026, 11:22)Kirunavaara schrieb: Wie bereits geschrieben, ich würde mich auch sehr freuen über 1 oder 2 Exemplare. C-60 oder 90 relativ egal. Schick mir bitte eine PM,wieviel ich wohin überweisen soll. Einen deutschen Briefkasten, an dem ich im Mai wieder vorbeikomme, habe ich auch.
Viele Grüße,
Martin
Ok Martin,
wenn Thomas nur zwei braucht wäre eine übrig. Ich kann dir dann die eine gebrauchte nach Test überlassen, dann hättest du eine neue und eine gebrauchte. Bestellung löse ich heute Mittag aus.
Ist raus. Thomas schicke ich sie vorher zum, wenn's schnell gehen soll. Ansonsten will ich ihn ohnehin bei einer Dienstreise in der Nähe im Mai besuchen.
14.04.2026, 16:09 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.04.2026, 16:51 von Michi.)
Bei Klangheimat gibt es die Revox Grandmaster einzeln und da konnte ich es nicht lassen und habe noch 2 Grandmaster C60 bestellt. Da Klangheimat auch RTM hat, habe ich noch je 2 C60 und C90 RTMs mitbestellt.
Das Band der Revox Grandmaster C60 hat keine Längsknicke über die gesamte Bandbreite. Auch fehlen diese komische Punkte auf dem Band. Das Band ist auch glatter, aber das Band sieht an der linken Bandkante aus, als hätte es an der Gabel vom Tonkopf gecurlt:
Nach einmal Vorspulen sieht der Wickel so aus :
Das ist der mit Abstand schlechteste aufgewickelte Wickel, den ich je sah.
Nach dem Rückspulen sieht es besser aus. Aber es gibt immer noch Gucklöcher:
Gespult wurde wieder mit dem Technics RS-B755.
Das Einmessen der C60 im Technics RS-BX808 funktioniert genauso wie bei der C90. Aber der linke Kanal wackelt wegen der Knicke an der linken Bandkante wie ein Kuhschwanz. Der Pegel des linken Kanals schwankt um ca +/- 1db hin und her.
PS: Bei der zweiten Grandmaster C60 ist das Band links noch stärker gecurlt als bei der ersten.
Michi, wenn es selbst bei deiner C60, die ja einen kleineren Wickel hat, nach dem Spulen so aussieht: Kann sein, dass das erst passiert, wenn dein Deck beim Spulen an's Bandende gelangt?
Ich hatte bei meinem Technics RS-BX 606 leider auch manchmal den Fall, dass das beim Spulen passiert ist - allerdings bei anderen Cassetten.
Vielleicht sind die Technicse auch einfach nur sehr unsanft beim Spulen (evtl. durch Bauteilalterung geworden)?
Viele Grüße
Alex
We Sold our Souls to Rock 'N' Roll!
Bei allen Decks gibt nach dem Spulen Gucklöcher im Wickel. Am Extremsten sind die Gucklöcher beim Technics RS-B755, folgend vom Pioneer CT-959 und Sony TC-KA6ES.
Ich hatte in den letzten 40 Jahren noch nie Gucklöcher in den Wickeln. Egal welche Kassette und egal mit welchen Deck gespult wurde.
Das Band ist im jungfräuliche Zustand schon gecurlt.