27.02.2026, 18:09 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.02.2026, 18:37 von Tonband-Ilja.
Bearbeitungsgrund: Tippfehler im Titel behoben
)
Mein DMM ist asbachuralt, Voltcraft aus den achtziger Jahren. Es hat die üblichen Messbereiche für VAC, VDC und R, bietet aber keine Kapazitätsmessung oder hfe-Test. So langsam kommt es in die Jahre und will nicht mehr zuverlässig Widerstände messen. Auch fehlen mir Strommessbereiche größer 2 A. Ich möchte mir was neues kaufen und das neue DMM sollte u.a. mir helfen Elkos auszumessen (matchen). Messen von Tonfrequenzspannungen wäre schön.
Ehrlich gesagt bin ich vom Angebot erschlagen und weiß nicht so recht, wieviel ich ausgeben soll. Als Laienelektroniker brauche ich kein Luxusgerät.
Desweiteren lese ich häufig von Komponententestern, auch da geht das Angebot von billig bis teuer. Ich denke für das Ausmessen von Transistoren wäre es ganz hilfreich.
Was wäre hier eine Empfehlung?
Ich benutze seit vielen Jahren dieses hier von der Amazon-Eigenmarke und bin sehr zufrieden. Kann alles was man braucht, samt Kapazitätsmessung von Kondensatoren etc: https://www.amazon.de/Amazon-Basics-Digi...B083V7N12H
... und bei den Daten beachten Frequenzmessung bis 20kHz heißt noch lange nicht das die Frequenz auch für AC Messung gilt. Viele günstige True Rms Geräte gehen dabei nicht bis 20kHz
(27.02.2026, 18:09)peter-hifi schrieb: Desweiteren lese ich häufig von Komponententestern, auch da geht das Angebot von billig bis teuer. Ich denke für das Ausmessen von Transistoren wäre es ganz hilfreich.
Was wäre hier eine Empfehlung?
Ich nutze das TC1 (Komponententester) und bin damit sehr zufrieden. Etwas teurer, aber auch interessant ist das hier.
Beim Multimeter ist ein Rat da schon schwieriger, nimm kein zu billiges Teil, da du das Ding, ähnlich, wie dein vorhandenes, lange im Gebrauch sein wird.
Ich hab gleich zwei und ein Pen-Multimeter.
Hallo Zusammen,
ich bin auch mehrfach ausgestattet, habe mir aber trotzdem noch ein Brymen BM869 zugelegt. Das ist rundum zufriedenstallend und hat auch sehr hochwertige Tastspitzen im Lieferumfang. AC bis >50Khz und kann z.B. DC und AC Anteil gleichzeitig anzeigen. Das kann ich nur empfehlen. Gibt es z.B. hier:
Ansonsten lohnt ggf. ein Blick zum Chinamann. Da gibt es Handheld Multimeter mit Oszilloskopfunktion, z.B. FNIRSI 2C53T bei banggood. Das ist sogar zweikanalig. Sind sogar billiger als das Bryman und wegen der Oszi Funktion durchaus universeller. Von der Genauigkeit und z.B. schnellen und sichern Meßwerterfassung u.ä. werden solche Teile aber viel Zuwendung benötigen. Und wie lange sie halten und was die bei Überspannung machen ist auch unsicher.
Nur (kleine) Halbleiter ausmessen, das können beide nicht. Dazu brauch man zusätzlich die von Egon gezeigten Teile.
Habe mich gerade neu ausstatten dürfen, ben jetzt sehr zufrieden !
Bestehend aus :
DVM SIGLENT SDM3045 X Messbereiche: / DC / AC / Ohm / Kapazität / Frequenz -für Bandgeschwindigkeit / Temperatur und hat GROSSE ANZEIGE - sehr gut
Funktionsgenerator ( 2- Kanäle) SIGLENT SDG 1022 X PLUS. ( Sinus / Rechteck etc. gut bedienbar )
Oszilloskop SIGLENT SDS804X HD. 2- oder dieser 4-Kanalifg aus Preisgründen mit 4 Tastköpfen ( Mehrpreis 80 €)
Weiterhin einen alten:
Generator von RHODE & SCHWARZ 10 - 100 kHZ
Pegelschreiber: Glahmann & Grahnert WOBBEL MESSPLATZ WM 20
WICHTIG /EIGENSCHUTZ ) TRENNTRANSFORMATOR z.Bsp.: PeakTech 2240
VM FLUKE 177
LCR-Meter DER EE DE-5000. (super Gerät )
Transistorprüfer wie Vorredner
Und einen "HEI?EN Lötkolben : wie 2-Kanal AIFEN -A902 mit Lötspitzen von JBC (auch beziehbar bei BATRONIX
Habe mich gerade neu ausstatten dürfen, ben jetzt sehr zufrieden !
Bestehend aus :
DVM SIGLENT SDM3045 X Messbereiche: / DC / AC / Ohm / Kapazität / Frequenz -für Bandgeschwindigkeit / Temperatur und hat GROSSE ANZEIGE - sehr gut
Funktionsgenerator ( 2- Kanäle) SIGLENT SDG 1022 X PLUS. ( Sinus / Rechteck etc. gut bedienbar )
Oszilloskop SIGLENT SDS804X HD. 2- oder dieser 4-Kanalifg aus Preisgründen mit 4 Tastköpfen ( Mehrpreis 80 €)
Weiterhin einen alten:
Generator von RHODE & SCHWARZ 10 - 100 kHZ
Pegelschreiber: Glahmann & Grahnert WOBBEL MESSPLATZ WM 20
WICHTIG /EIGENSCHUTZ ) TRENNTRANSFORMATOR z.Bsp.: PeakTech 2240
VM FLUKE 177
LCR-Meter DER EE DE-5000. (super Gerät )
Transistorprüfer wie Vorredner
Und einen "HEI?EN Lötkolben : wie 2-Kanal AIFEN -A902 mit Lötspitzen von JBC (auch beziehbar bei BATRONIX
(27.02.2026, 18:09)peter-hifi schrieb: Desweiteren lese ich häufig von Komponententestern, auch da geht das Angebot von billig bis teuer. Ich denke für das Ausmessen von Transistoren wäre es ganz hilfreich.
Was wäre hier eine Empfehlung?
(28.02.2026, 12:09)egon schrieb: Ich nutze das TC1 (Komponententester) und bin damit sehr zufrieden. Etwas teurer, aber auch interessant ist das hier.
Beim Multimeter ist ein Rat da schon schwieriger, nimm kein zu billiges Teil, da du das Ding, ähnlich, wie dein vorhandenes, lange im Gebrauch sein wird.
Ich hab gleich zwei und ein Pen-Multimeter.
Besten Dank, hilft mir beim Komponententester weiter. Ich hatte gehofft, dass hier jemand so etwas verwendet.
Klar ist es seh , sehr schön für mich ! Ich bin auch super Glücklich. Endlich kann ich gute Arbeit leisen.
Ich war 25 Jahre selbstständig ( Telefon- und Brandmeltetechnik). Dabei war meine bestätigte Devise " Gutes Werkzeug ist die Basis von Allem"
Was der Tonbandfreund sich aus der vielfältigen Palette leisten möchte, kann er natürlich nur selbst entscheiden.
Ich habe auch erst neu das Hobby intensivieren müssen, da keinen mehr finde, der meine Geräte Warten will.
Deshalb habe ich mir die preisgünstigsten Geräte "geleitet". Ich kann mir auch keinen Oszi von Rohde & Schwarz für 5000 € leisten.
Ich bin mit insgesamt weniger davon gekommen.
Seht es nicht so krisch - wollte nur meine persönlichen Erfahrungen beisteuern - weiter nichts !
Kann aber einen Funktionsgenerator und 2-Kanal Osziloskop von Philips beisteuern.
(28.02.2026, 16:07)HiFi-Frank schrieb: Hallo Zusammen,
ich bin auch mehrfach ausgestattet, habe mir aber trotzdem noch ein Brymen BM869 zugelegt...
ich hatte gehofft im Bereich bis 100 € was zu bekommen, aber damit habe ich auf jeden Fall eine Referenz
Wen ich mir das mit dem Brymen so anschaue, dann ist das vlt doch eine Überlegung wert auch wenn es außer Deiner Budgetvorstellung ist.
Das Dingkann halt schon richtig viel und ersetzt da 'ne ganze Batterie an anderen Geräten.
Zu den genannten Komponententestern:
leicht unterschiedlich sehen sie ja aus, aber das Display ist immer wieder das Gleiche. Wir hatten hier schon mal einen Beitrag dazu ... ich würde fast einen drauf wetten, daß da überall das Gleiche drin ist. Wenn ich nicht irre ist das Ganze am Ende sogar die kommerzielle Verwertung eines open source Projekts, was ja ganz und gar nicht schlecht ist. Am Ende sitzt da das Know-How aber in der SW und die dürfte dann auch wieder an vielen der Varianten gleich sein ... je nach Alter halt vielleicht mit älterem SW Stand.
Was ich bisher über die Dinger mitbekommen habe ist, daß sie in Grenzbereichen mitunter Quatsch anzeigen.
Nichts desto trotz sind die Klasse für die Erstbewertung und schnell eingesetzt.
Bin schon dabei so einen Tester zu ordern. Alles traue ich denen auch nicht zu, aber um ein paar kleine Transis zu selektieren solls wohl reichen. Ich hatte gar nicht vermutet für unter 20 euros so etwas praktisches zu bekommen.
Das Brymen wird als Maßstab herhalten und ich werde mir noch ein wenig Zeit zum Suchen nehmen.
Demnächst möchte ich einen meiner B251 mit neuen Endstufenplatinen - Haupt- und Treiberplatine - ausstatten. Bis dahin habe ich noch etwas Zeit.
Ich habe mal das darchaus praktikable BM869 verglichen mit meiner Empfehlung:
Es kann AC von 20 Hz - 100 kHz messen, hat 5. 1/2 Digest, große Anzeige von 1 m gut ablesbar und kann die Werte in dB und dBm anzeigen.
Und das für einen Mehrpreis von ca. 100 €.
Ich habe ja nur eine Empfehlung für sinnvolle Sache geben wollen.
Alles andere entscheidet natürlich jeder für sich.
28.02.2026, 21:38 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.02.2026, 22:24 von Kuni.)
Techniker0815 schrieb:Ich habe mal das darchaus praktikable BM869 verglichen mit meiner Empfehlung:
....
Und das für einen Mehrpreis von ca. 100 €.
Ich habe ja nur eine Empfehlung für sinnvolle Sache geben wollen.
Alles andere entscheidet natürlich jeder für sich.
Verstehe ich nicht
Das BM869 kostet 219€, das SIGLENT SDM3045 bei Batronix 359,78€ ... das Siglent liegt also signifikant über Peter's 100€ Schallmauer.
peter-hifi schrieb:aber um ein paar kleine Transis zu selektieren solls wohl reichen
Da bin ich mir tatsächlich nicht sicher, wie gut diese Dinger den hfe darstellen können.
Polung und eine iO/niO Aussage geht aber gut.
eine "bessere" hFE Messung und Anzeige am Multimeter nützt gar nichts: Der Stromverstärkungsfaktor jedes bipolaren Transistors ist über keinem relevanten Parameter konstant. hFE-Messungen mit Messgeräten sind immer nur Schätzungen, obwohl i.A genau genug.
Selbst zum "einfachen" Matchen reicht es im allgemeinen auch mit normalem Messgerät, für das letzte Bisschen muss man allerdings genauer hingucken und die Parameter der geplanten Schaltung simulieren. Mit batteriebetriebenen Messgeräten eher unwahrscheinlich für alle normalen Audioschaltungen, die mit mehr als 3 bis 9V betrieben werden ...
Also stellt euch - mindestens für hFE, m.E. aber auch sonst für Standardmessungen mit Multimetern - nicht so an . Wichtig sind die Grenzparameter wie minimaler/maximaler Strom-/Spannungs/Frequenz-/Kapazitätzs-/etc.-Bereich, ausreichende Genauigkeit wird in (mindestens fast) jedem Fall errreicht werden, meint jedenfalls
Das es sich um 100 € Schmezgreze handelt war mir nicht bewußt.
Die 399 sind der Listenpreis , wer Kaufmann ist, weiß sich zu helfen !
Ansonsten bleibt nur ein Stift - DVM, disees erfüllt aber nicht die gestellten Anforderungen an den zu messenden NF-Bereich bis 20 kHz.
Was hat der NF-Bereich mit dem Verstärkungsfaktor von Transistoren zu tun ?
Nun SCHLSS mit der Debatte meinerseits.
Bin raus.
Hatte es nur erwähnt da einige von Euch richtiger Weise die Bandbreite der Messung in NF-Bereich hervorgehoben hatten. Und sich einer meiner Vorredner auf den Verstärkungsfator ( hfe) von Transistoren bezog.
Das sind ja doch verschieden Schuhe !
Natürlich gibt es DVM die auch den -hfe- "schätzen".
Mir erscheint das Chinateil ,für den Bastler auch als nützlich.
(27.02.2026, 18:09)peter-hifi schrieb: Mein DMM ist asbachuralt, Voltcraft aus den achtziger Jahren. Es hat die üblichen Messbereiche für VAC, VDC und R, bietet aber keine Kapazitätsmessung oder hfe-Test. So langsam kommt es in die Jahre und will nicht mehr zuverlässig Widerstände messen. Auch fehlen mir Strommessbereiche größer 2 A. Ich möchte mir was neues kaufen und das neue DMM sollte u.a. mir helfen Elkos auszumessen (matchen). Messen von Tonfrequenzspannungen wäre schön.
Ich hatte es letztens an anderer Stelle schon mal vorgeschlagen.
Ich nutze das UNI-T UT161E und bin sehr zufrieden damit.
AC Messung bis 10kHz hat mir bisher immer gereicht.
Ich schätze mal, dass ein UNI-T auch heute keine schlechte Wahl ist, wenn sie die Qualität nicht verringert haben, da ich schon lange eines besitze (UT61B) und dieses immer noch ziemlich OK ist. Habe etliche male die 10A-Sicherung durchgejubebelt, das hat es ausgehalten. Die USB-Übertragung ist leider nur für eine Großanzeige auf dem PC gut, die Werte können nicht ausgelesen und weiter verarbeitet werden. Hatte zwar irgendwo was gefunden, wo jemand ein Programm dafür gebastelt hatte, konnte das aber nicht zum Laufen bringen.
Z.Zt. schwächelt das Gerät ein bisschen, der Drehschalter rastet nicht mehr so gut ein und der V-Bereich zeigt bei offenem Eingang einen Offset von ca. 300 mV an (im mV-Bereich aber nicht), doch ich denke, das ist halt ein bisschen Altersschwäche und dass es trotzdem noch ein Weilchen tut.
Hier eine Rückmeldung von mir:
einen Komponententester habe ich mir gekauft: LCR-TC2
ich konnte ihn nur kurz antesten indem ich ein paar Bauteile eingesteckt habe. Beim Test einiger neuer Elkos wurden plausible Werte angezeigt und die Abweichungen vom Sollwert betrugen dabei wenige Prozent.
In meiner Abfalldose befinden sich alte, ausgelötete Elkos. Die Messungen ergaben deutlich höhere Kapazitäten, bis plus 25 %. Auf die ESR-Angaben habe ich nicht geachtet, die Elkos bleiben auch in der Abfallkiste, denn bei den Preisen für frische Ware sehe ich keinerlei Veranlassung der Resteverwertung. Das war zu Schülerzeiten was ganz anderes.
Das Kapitel Komponententester ist damit abgeschlossen. Für weniger als 20 € eine sehr praktische Sache, schade dass ich nicht eher darauf gekommen bin.
Jetzt fehlt noch das DMM. Auf die Marke UNI-T bin ich auch gestoßen und tendiere auch dazu mir eines davon zu kaufen. Jetzt muss ich nur schauen, welches für mich passt.
Du hast gelesen, daß man bei diesen Testern die Elkos vor dem Test entladen muß ?
Je nachdem wieviel Restladung da noch drin ist, kann es den Tester himmeln.
Ich empfehle die Handheld-Oszilloskope von Owon.
Erst kürzlich habe ich mir das HD2102S zugelegt, welches man direkt bei Aliexpress oder auch bei Pollin kaufen kann.
Es ist die 100 MHz Variante, da ich auch öfters HF-Messungen durchführen muss, aber es gibt auch 40, 70 oder 200 MHz Bandbreite. Zusätzlich haben die "S"-Versionen einen 25 MHz arbiträren Signalgenerator eingebaut und ein Multimeter mit 20000 Counts ist auch noch mit drinnen.
Mit ein paar Adaptern BNC auf RCA und einem RCA-Y-Kabel kann man das Geberatorsignal phasengleich auf beide Stereokanäle einspeisen und über die beiden Oszilloskopkanäle wieder messen. Es sind Frequenz- und Spannungsmessungen direkt an der Waveform möglich.
Für Reparaturen an Audio-Equipment, zum Einpegeln und Einmessen ist das Teil wunderbar!
Daher eine absolute Empfehlung von mir und die Geräte sind mit knapp 200 Euro auch nicht zu teuer. Natürlich ist das Multimeter auch True-RMS.
Hallo Sven,
mal dumm nachgefragt: Als niedrigste Spannungsmessstufe beim Owon ist 200mV angegeben, wie bei meinem Multimeter, welches aber im niedrigen mV-Bereich nicht mehr genau misst, zum Einmessen ungeeignet. Ist das beim Owon anders? Oder machst du das über die Oszi-Funktion?
08.03.2026, 11:59 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.03.2026, 12:01 von janbunke.)
Zum Einmessen von Bandmaschinen benutzt man idealerweise ein analoges Zeiger-Millivoltmeter.
Und natürlich kommen da auch Spannungen unter 200mV ins Spiel. z.B. bei 10KHz und -20dB
08.03.2026, 13:08 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.03.2026, 13:14 von SvenL.)
Das mache ich über die Oszilloskop-Funktion. Da aber vermutlich der gleiche AD-Wandler benutzt wird, wird die Genauigkeit im unteren Messbereich nicht schlechter sein. Es sind immerhin 20 tsd Counts, was einem 15 oder 16 Bit ADC entsprechen sollte.
Ich kann das gern mal mit meinem kalibrierten Messsender austesten, wie genau das Multimeter ist und bis zu welcher Frequenz es korrekt funktioniert. Der Generator geht jedenfalls weit genug herunter, sodass man auch Phono-Stufen damit versorgen kann.
So ein Gerät stellt ja auch immer einen Kompromiss dar. Allerdings ist der Kompromiss beim Owon ziemlich gut gemacht! Ein ordentliches Multimeter von Fluke kostet allein mind. den gleichen Preis. Dafür sind hier aber noch Oszilloskop und Signalgenerator dabei.
Bisher habe ich daran nichts auszusetzen und ich arbeite beruflich mit Geräten, die den Wert eines Oberklasse-Wagens haben (Teledyne LeCroy, R&S usw.). Klar, es ist ein einfaches Oszi, keine Decodermöglichkeiten für I2C, SPI oder UART, das wäre noch das i-Tüpfelchen, aber dafür habe ich andere Oszis und Logic Analyzer. Auch ist der Speicher relativ gering und es ist auch nur Flankentriggerung möglich.
Durch den Akkubetrieb (2x 18650) arbeitet man aber nicht mit geerdeten Masseklemmen der Tastköpfe oder Kabel, was gerade bei einigen Messungen von Vorteil sein kann.
Ich finde, das Teil ist gerade für den Audiobereich absolut ausreichend und überzeugt auf voller Linie! Wer die 100 MHz nicht braucht, der kann auch 70 oder 40 MHz nehmen, das macht bei NF-Messungen bis 250 kHz keinen Unterschied.
Die Samplerate ist im übrigen recht hoch bei dem 100 MHz Modell, sodass man auch kleine Veränderungen beim Abgleich schnell sieht. Aber ich gebe da auch meinem Vorposter Recht: Am sinnvollsten stellt man Pegel mit einem (großen) genauen Zeigerinstrument oder einem Analogoszi ein. Das ist auch der Grund, warum ich hier noch ein Leader LDM-170 und auch noch analoge Oszis habe.
08.03.2026, 16:35 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.03.2026, 16:37 von peter-hifi.)
Nee passt schon!
Ich muss bei meiner Suche etwas flexibler sein, wusste ja nicht was mittlerweile so alles angeboten wird. Ich war noch in der Welt, Oskar, Multimeter, Signalgenerator, Millivoltmeter in Form verschiedener Geräte unterwegs und muss mich offenbar neu orientieren. Nutzt ja auch nichts, sich auf 100 € zu limitieren und dann nicht halbes und nichts ganzes zu haben. Tatsächlich bin ich für Ratschläge und Hinweise dankbar, was eine (mehrere?) sinnvolle Anschaffung wäre.
Ich will meine Gerätesammlung in Schuss halten, mir aber keine "Fachwerkstatt" ausrüsten. Möglicherweise sind auch gebrauchte Geräte eine Option, doch dafür fehlt mir noch etwas der Überblick.
Wie gesagt, die Wartung meiner Geräte, hauptsächlich A77, B77, ASC und diverse Cassettendecks möchte ich bewerkstelligen können aber nur für mich und somit auf Hobbyebene - nicht Profiwerkstatt.
Ich bin halt über das altersschwache DMM auf diese Suche gekommen....
Geräte von UNI-T habe ich mir angesehen. Dabei bin ich auf solche mit Oszi-Funktion gestoßen. Auch das von Sven vorgeschlagene Gerät habe ich mir auf seinen Vorschlag hin angesehen (natürlich nur virtuell, nicht wirklich in der Hand gehabt)
Ein OWON DMM habe ich auch. Ich habe damit festgestellt, dass es zum Großteil irgendwelche Phantasiewerte anzeigt, die es sich ausdenkt. Speziell bei TRMS.
TRMS messen können kompromisslos ausschließlich nur Dreheisenmesswerke; die haben dann aber andere gravierende Nachteile. Sie sind alles andere als linear, und benötigen verhältnismäßig viel Energie.
Für alle anderen Messgeräte ist ein erheblicher Aufwand nötig. Meist wird der arithmetische Mittelwert gemessen, und dann in den theoretischen Effektivwert umgerechnet. Passt aber nur bei Sinus-Form, und meist dann nur in einem bestimmten Frequenzbereich.
Ich habe 6 Messgeräte, die angeblich alle TRMS können; 2 Tischmultimeter (eines davon kalibriert), 2 DSO, und 2 DMM.
3 der Geräte zeigen tatsächlich den Effektivwert an, die anderen 3 unterschiedliche Werte, die davon abweichen.
Messgeräte, die tatsächlich TRMS können, und das nicht nur behaupten sind deutlich teurer.
Da ist die Frage, brauchst Du das? Oder reicht ein Schätzwert?
Gruß,
Karl
Meine bevorzugten Zitate:
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher" (Albert Einstein)
"Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum" (Mehrere mögliche Quellen, unbekannt)
"Wenn man sein Gewicht halten will, dann muss man auch 'mal essen können, wann man keinen Hunger hat" (unbekannt)
09.03.2026, 19:13 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.03.2026, 19:28 von peter-hifi.)
Nach Svens Beitrag habe ich die owon-hp besucht, die Marke sagte mir gar nichts. Dieses Gerät habe ich für mich in Betracht gezogen:
OWON HDS242S, 40 MHz, 2-Kanal-Handheld-Digitaloszilloskop mit Signalgenerator. Mit 150 € passt es ja ganz gut ins Budget und würde ich dieser Tage bestellen.
@ Karl
Ich hoffe doch sehr mich auf die angezeigten Messwerte verlassen zu können.
Also ein Dreheiseninstrument habe ich definitiv nicht im Haus, aber zwei Drehspulintrumente. Eines davon ist ein BBC Goerz Metrawatt Metravo 3E:
Metravo Die Altersangabe (1970) kann aber nicht stimmen. Das andere ist noch ein bisschen älter und braucht so eine aufgeschnittene halbe Duplex Batterie R12. Habe ich von Schwiegerpapa der damals E-Ingenieur bei der DB war. Benutze ich praktisch nicht, weil mein Voltcraft DMM viel praktischer ist.
Jan schrieb auch von einem Zweizeigermillivoltmeter. Ob ich mir das auch noch hinstellen möchte? Platz, Kosten, Häufigkeit der Nutzung. Wenn ich was günstiges Gebrauchtes mal ergattern kann, ok.
Ich habe ein DSO von Owon, damit bin ich eigentlich sehr zufrieden ... aber die Drehgeber spinnen, trotz Reinigung.
hast Du an dem Modell ja aber nicht.
Finde das Gerät nicht verkehrt, wenn man die Generatorfunktion und ein rudminentäres Oszi in einem haben will.
Zum Einmessen ist es aber nicht geeignet:
Zum einen im kleinsten Meßbereich nur 200mV, das ist wie oben von Jan schon erwähnt zu grob für Audiomessungen, außer man kann der 0,3% Genauigkeit glauben .. da hab ich meine Zweifel wenn's in den einige mVBereich geht. Im AC BEreich geht es aber auch nur bis 1kHz, ist also für NF AC Messungen nicht geeignet.
09.03.2026, 21:09 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.03.2026, 21:33 von peter-hifi.)
Wenn ich es richtig verstehe, sind DMM mit guter TRMS-Messung nicht für kleines Geld zu bekommen. Meine Vorstellung für ein gutes, vielseitiges DMM mit max. 100 € auszukommen, ist offenbar blauäugig gewesen.
150 € für ein kleines DMM mit Oszi-Funktion und Signalgenerator von Owon sind auch nicht so weit von meiner Preisvorstellung entfernt. Die Beschreibung liest sich vielversprechend!
So langsam kommen mir jedoch Zweifel, ob ich mit meiner Vorstellung nicht auf dem Holzweg bin und ob ein "richtiges" Oszilloskop nicht die bessere Entscheidung wäre.
Mein altes Voltcraft-Schätzeisen kann ich sicher auch durch ein günstiges neues DMM deutlich 100 € ersetzen. Statt dessen investiere ich lieber in ein Oszi, was heute ja sehr erschwinglich geworden ist. Der Platzbedarf ist erfreulich gering und der Bildschirm erheblich größer als bei dem kleinen Owon-handheld.
Auch wenn ich noch nicht zu 100 % sicher bin, ob ich mit einem DSO wie dem Rigol-DS1102Z oder so etwas in der Art richtig liege - hier hoffe ich auf geduldiges feedback - bin ich froh, nicht vorschnell was gekauft zu haben.
09.03.2026, 23:02 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.03.2026, 23:10 von Karl 59.)
Das RIGOL DS1102Z-E habe ich seit ein paar Jahren. Damit bin ich sehr zufrieden, und messe überwiegend damit. Das kann auch tatsächlich TRMS. (Avg ist der arithmetische Mittelwert, Vrms der Effektivwert)
Wenn ich das Siglent vorher gekannt hätte, wäre es vielleicht das geworden.
Das Rigol hat zwar eine RJ45 Netzwerk-Buchse und einen USB-Anschluss; aber eine Software für eine Fernbedienung habe ich noch nicht gefunden. Vielleicht hat ja ein Mitleser eine Information; selbst programmieren will da aktuell nichts.
Das DMM benutze ich nur noch selten; und wenn, dann das Tisch-Multimeter.
Gruß,
Karl
Meine bevorzugten Zitate:
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher" (Albert Einstein)
"Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum" (Mehrere mögliche Quellen, unbekannt)
"Wenn man sein Gewicht halten will, dann muss man auch 'mal essen können, wann man keinen Hunger hat" (unbekannt)
Ich nehme an, das DHO802 empfiehlst du wegen des besser auflösenden Bildschirms und des 12bit - Wandlers?
Irgendwo muss ich eine Budgetgrenze ziehen, da es sich sonst nach oben ins Unendliche zieht. Ich hocke ja nicht den ganzen Tag vor dem Ding und arbeite unablässig an Reparaturen. Es ist einfach nur ein kleines Hobby und es geht nur um die Instandhaltung meiner Tonbandgeräte und ein paar Kassettendecks und Verstärker.
Das Rigol DS1102 würde wie gesagt vom Budget noch passen, bei teureren Geräten käme theoretisch Gebrauchtkauf infrage, nur habe ich darin kein Vertrauen.
(09.03.2026, 23:02)Karl 59 schrieb: Das RIGOL DS1102Z-E habe ich seit ein paar Jahren. Damit bin ich sehr zufrieden, und messe überwiegend damit. Das kann auch tatsächlich TRMS…
(10.03.2026, 12:12)peter-hifi schrieb: Ich nehme an, das DHO802 empfiehlst du wegen des besser auflösenden Bildschirms und des 12bit - Wandlers?
Das Rigol DS1102 würde wie gesagt vom Budget noch passen, bei teureren Geräten käme theoretisch Gebrauchtkauf infrage, nur habe ich darin kein Vertrauen.
Nicht nur. Das DHO802 ist das deutlich modernere Gerät (das DS1102 ist ein fast 15 Jahre altes Model).
Die Software ist moderner, es hat ein besseres Web Interface.
Einfach die IP des Oszis im Browser eingeben und man sieht den Bildschirm und kann das Gerät komplett über den Browser bedienen.
Das sieht dann so ähnlich aus (im Bild ist es ein DHO 4000)