da ich das Luxus-Problem von einer Vielzahl an Plattenspielern habe (und fast ausschließlich Platte höre), stehe ich vor dieser Herausforderung:
ich möchte 3 Plattenspieler an einem Verstärker betreiben können. So viele Eingänge und Phono-Preamps für alle einzeln habe ich nicht, daher liegt der Gedanke nahe, das mit einer Eingangs-Umschaltbox oder etwas vergleichbarem zu lösen.
Da der Phono-Eingang (MM) ja doch recht empfindlich ist funktioniert das mit einer x-beliebigen China-Umschaltbox vermutlich nicht optimal.
Es gibt zu diesem Thema fast nichts und das einzige Angebot unter 150€ will das nur durch spezielle Verdrahtung gelöst haben.
Das wäre also ja nicht das Problem. China-Box kaufen, ordentlich neuverdrahten, Masse-Durchschleifung ergänzen und fertig.
Soweit die erstmal der Gedanke. Hat jemand das gleiche Problem und es womöglich schon auf diese Art gelöst?
Wäre für Tipps dankbar, bevor das große Probieren losgeht und am Ende auch wieder teuer ist.
VG
Andreas
Festina lente!
Motto der SN-Sammler: Irgendwann haben wir sie alle...
Anfang der 80er hatte ich einen Onkyo A5 mit 2 Phonoeingängen, intern war es natürlich auch nur einer aber es sind intern auch nur sehr kurze Wege. Das ist bei einem externen Umschaltkästchen nachteilig, weil die Kabellänge zu lang werden könnte. Das könntest du aber mit einem sehr kurzen Verbindungskabel zum Amp vermeiden.
Bei der internen Verkabelung des Umschalters sollte man unnötige Kapazitäten usw. vermeiden.
Aktuell betreibe ich mehrere Plattenspieler, alle an eigenen Phono-Pres, die dann an einem - an dieser Stelle unkritischen - Umschalter hängen.
Zwei weitere Plattenspieler laufen über eine Project Tube Box DS2, die zwei getrennt einstellbare Eingänge hat. Auch die Verstärkung ist getrennt einstellbar. Zusammen mit dem eingebauten Phono-Pre des Amps habe ich drei Eingänge an denen auch drei Plattenspieler angeschlossen sind.
Die Lösung gefällt mir persönlich wegen der Anpassbarkeit am besten, ist aber etwas teurer als eine Umschaltbox.
Hallo Andreas,
im Dual-Board betreiben viele Leute den einfachen "Speaka"-Vierfachumschalter zu diesem Zweck, macht wohl keine Probleme. In diesem ist Masse -oder besser Nullleiter- nicht mitgeschaltet, scheint also nicht notwendig zu sein. Kurze Kabellängen natürlich zu beachten.
Der Umschalter dürfte heute um 20€ kosten, ist also einen Versuch wert.
23.02.2026, 11:52 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.02.2026, 13:24 von janbunke.)
Ich halte von solchen Umschaltern für MM Phono nicht so wirklich viel.
In der Regel kommen da zu hohe Kapazitäten zustande und Brummprobleme sind vorprogrammiert.
@Ralf
Einen Nullleiter bzw. Neutralleiter gibt es in dem Zusammenhang nicht. Wir sind nicht bei einer Hausverkabelung mit 230V Netzspannung.
"Masse" ist schon korrekt.
23.02.2026, 12:33 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.02.2026, 13:03 von janbunke.)
Für einen rein passiven Umschalter ist das aber ein ziemlich gepfefferter Preis.
Ich benutze diesen, allerdings nicht für Phono, sondern für weitere Line-In Eingänge. Müßte aber prinzipiell genauso gehen. https://www.ebay.de/itm/267288072576
Die Verabeitung ist 1A, alles aus Vollmetall und wertiger Optik.
Wenn der Phonoeingang am Verstärker eine wählbare Eingangskapazität hat, dann würde ich diese auf minimal einstellen.
Die Cinchbuchsen sind elektrisch isoliert vom Gehäuse und haben daher keine Masseverbindung zum Gehäuse.
Ich würde einen Masseanschluß an das Metallgehäuse des Umschalters anbringen und diesen dann noch mit einem dünnen Litzenkabel mit der Phono-Masseanschlußschraube des Verstärkers verbinden.
Also im Prinzip genauso wie bei dem Teil, das Manni rausgesucht hat. (Verkabelungsvariante 2 bei den Ebay Bildern)
Um drei (wohl Vintage?) Plattenspieler anzuschliessen, wäre doch eine Vintage Lösung am Schönsten, oder ?
Der flache Technics Vorverstärker aus der 90xx-Serie erlaubt 3 Dreher.
Es gibt auch viele Vintage Umschalter, die auch extrem wertstabil ;-) sind, im Gegensatz zu dem neumodischen Spielzeug.
Ich sag mal Sony 3335 oder der Pioneer hier
und danke für die vielen Tipps und Meinungen!
Die Plattenspieler sind größtenteils Vintage-Geräte, daher bin ich immer offen für eine Vintage-Lösung
Aber es sollte preislich schon moderat sein.
Ich benutze für den Zweitspieler derzeit einen Cambridge Audio CP1, den man schon für um die 100€ bekommt und das reicht mir klanglich auch völlig aus.
Nun wollte ich aber nicht unnötigerweise 3 von diesen CP1 stapeln, wenn doch einer alleine reichen würde.
Die explizite Phono-Umschaltbox für ~110€ kommt mir für einen einfachen Switcher recht teuer vor. Für um die 50€ + Gehäuse könnte man sich sowas auch selber stricken mit guten Bauteilen (vergoldete Buchsen etc.). Bevor ich 100€ + für einen "einfachen" Umschalter ausgebe würde ich lieber eine dedizierte Phono-Box kaufen....
Der Project Tube Phono DS2 mit 3 Eingängen und dem halben Preis wäre genial
Ich probiere nun im ersten Schritt eine 08/15-Umschaltbox aus Fernost. Wichtiger Input an der Stelle vielleicht noch: ich muss aktuell bereits 5m Distanz zwischen Plattenspieler und Phono-Vorverstärker überbrücken mit klassischem (wenn auch gutem/teuren) Cinch-Kabel überbrücken. Ob da ein paar Zentimeter in so einer Box wirklich den Unterschied machen?
VG
Andreas
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23.02.2026, 20:00 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.02.2026, 22:06 von janbunke.)
(23.02.2026, 19:22)UHER-Report-Fan schrieb: Wichtiger Input an der Stelle vielleicht noch: ich muss aktuell bereits 5m Distanz zwischen Plattenspieler und Phono-Vorverstärker überbrücken mit klassischem (wenn auch gutem/teuren) Cinch-Kabel überbrücken. Ob da ein paar Zentimeter in so einer Box wirklich den Unterschied machen?
Gut und teuer heißt leider nicht unbedingt kapazitätsarm. Man müßte beim Kauf speziell auf kapazitätsarm achten.
Ein normales Cinch Kabel hat ca. 100pF/m
Ein 5 Meter langes Kabel wird daher ungefähr 500pF haben. Eindeutig zuviel für Magnetsysteme.
Bestimmte Systeme reagieren da recht empfindlich und klingen dadurch dumpf.
Ideal ist das also nicht.
Der erste Schritt sollte wohl räumliches Umstellen sein (Phono-Preamp näher zu dem/den Plattenspielern) und dann erst die lange Leitung zum Verstärker.
Dann als Part 2 wird der günstige Switch getestet.
Festina lente!
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(23.02.2026, 19:02)stob schrieb: Ja, der Pioneer sieht gut aus - aber ist laut Hifi Shark kaum unter 500.- zu finden.... Gibt es noch andere?
Das finde ich schon kurios ...
Die meisten Leute hier betreiben Bandmaschinen, Plattenspieler und und und , die viele tausende von EUR kosten und da ist so eine coole Umschaltboxfür 500€ dann auf einmal zu teuer ? Ich würde mir niemals solche kleinen neumodischen und mehr oder weniger hässlichen Umschalter zu den schönen Geräten stellen.
Irgendwer schrieb mal, das sei hier ein Hobby - das kostet eben etwas.
Ich gebe keine großen Summen für meine Gerätschaften aus.
Mein teuerster Großspuler hat defekt 70€ gekostet (Sony TC 758).
Klar könnte man auch mal mehr ausgeben. Aber warum? Macht es ja nicht zwangsläufig besser.
Ich möchte nicht 500 € oder mehr für den Vorverstärker ausgeben, wenn alle 4 Plattenspieler zusammen keine 500 gekostet haben (darunter Dual 701, 721, CS5000 und ein Rega Planar). Alles über Jahre zusammengetragen und viel repariert, von Flohmärkten etc.
Hobby muss nicht unbedingt teuer sein, damit es gut ist oder Spaß macht. Wenn ich Geld setze, dann aber definitiv nicht für einen Schalter in einer kleinen Blechkiste
Allein zum Testen möchte ich nicht direkt mehrere hundert Euronen setzen, wenn es die besagte China-Umschaltbox nicht schlechter kann oder nur geringfügig schlechter, sodass ich es sowieso nicht erfassen kann.
Das zu lange Kabel hat mich bisher z.B. gar nicht beschäftigt und der zweite Spieler klingt trotz dem langen Weg besser als der andere direkt am Verstärker.
Hässlich sind leider wirklich die meisten dieser Boxen, egal von wem sie stammen, teuer und günstig - da bin ich voll Deiner Meinung. Der Pioneer wäre da schon eine andere Klasse, passt aber leider so gar nicht zu meiner Sony-ES-Anlage.
VG
Andreas
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Ich hab sowas mal über 5m abgeschirmt Kabel, unsymetrisch über Bantam Stecker an einem Patchpanel ausprobiert. Hat mMn gut funktioniert, zumindest ohne Brumm. Hatte das aber dann nicht längers und intensiver ausprobiert, so daß ich zu den klanglichen Einflüssen nicht viel sagen kann.
Wenn man aber mal anschaut welch windige Umschalter da in so manchem Gerät verbaut sind, dann denke ich daß jeder halbwegs vernünftige Umschalter den Dienst tut. Kann jeder selbst entscheiden ob er 500€ für einen Umschalter (wenngleich sehr schick ) versenken möchte
(23.02.2026, 22:16)UHER-Report-Fan schrieb: Hässlich sind leider wirklich die meisten dieser Boxen, egal von wem sie stammen, teuer und günstig - da bin ich voll Deiner Meinung. Der Pioneer wäre da schon eine andere Klasse, passt aber leider so gar nicht zu meiner Sony-ES-Anlage.
VG
Andreas
Also so häßlich finde ich den von mir angesprochenen Dynavox nun wirklich nicht.
Das Teil ist schon recht wertig und keine einfache Blechkiste.
Außerdem ist er auch bezahlbar. Da lohnt selber bauen eigentlich nicht.
Vor Jahrzehnten habe ich einen Sechsfachumschalter im Blechgehäuse gebaut, der auch noch vorhanden ist. Leider nicht so schön wie die gekauften. Ein wertiges Gehäuse bekommt man zwar zu kaufen, doch einen Preisvorteil hat man nicht.
wäre es da nicht besser, jeweils einen eigenen externen Phonovorverstärker zu nehmen und mehrere Eingänge des Verstärkers zu nutzen? Dann kann man auch an das jeweilige Plattenspieler- System individuell anpassen. So mache ich das, allerdings mit nur zwei Drehern und einem Mischpult.
Wenn der Verstärker einen eingebauten Entzerrervorverstärker hat, reicht auch ein zusätzlicher Vorverstärker weniger.
25.02.2026, 10:10 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.02.2026, 10:17 von janbunke.)
(24.02.2026, 22:34)R2R schrieb: Hallo,
wäre es da nicht besser, jeweils einen eigenen externen Phonovorverstärker zu nehmen und mehrere Eingänge des Verstärkers zu nutzen? Dann kann man auch an das jeweilige Plattenspieler- System individuell anpassen. So mache ich das, allerdings mit nur zwei Drehern und einem Mischpult.
Prinzipiell keine verkehrte Idee, aber die externen Phono-Vorverstärker sollten dann auch in etwa die Qualität bieten, wie der im normalen Verstärker eingebaute, es sei denn, man hat da keine gehobenen Ansprüche.
Ein Vorteil wäre auf jeden Fall, daß man nicht so lange Phonokabel verwenden muß. Über das Kapazitätsproblem schrieb ich ja bereits.
Ein Nachteil ist die zusätzlich notwendige Stromversorgung, also noch mehr Kabelei.
Ich weiß nicht, welches Verstärkermodell Andreas einsetzt und welche Ambitionen in Bezug auf die Qualität bei ihm vorhanden sind.
100 Euro sollte man aber mindestens für ein halbwegs gescheites Teil hinlegen.
Die Qualität der exzellenten und extrem rauscharmen Phono-Vorstufe meines Yamaha C-4 wird allerding so schnell kein externes Gerät dieser Preisklasse erreichen.
ein guter Phonovorverstärker ist nie verkehrt, wobei die in Verstärkern serienmäßig verbauten schon wegen meist fehlender Einstellmöglichkeiten für Eingangsimpedanz und Kapazität auch schnell an ihre Grenzen stoßen können, vor allem bei MC Systemen.
Ich dachte wegen der Kosten der hier diskutierten Umschalter, dass man so für in etwa das gleiche Geld eine technisch bessere Lösung hat und den Vorverstärker ggf. auch irgendwann mal anders einsetzen kann.
Wieso nicht einen kleinen Pronomic M-602 6-Kanal Studio Mischpult PA Mixer anstatt einem switch? Kostet gerade mal ca. € 80. Du müsstest halt einzelne Phono Verstärker davor schalten, z. B. so einen https://www.ebay.de/itm/166294335929 mit Röhren, kostet dann halt € 50.
mein Vorverstärker: Sony TA-E1000ESD, am Phono Input hängt ein Fual CS5000.
Derzeit für den Zweitdreher: Cambridge Audio CP1, klanglich sehr zufrieden
Tonabnehmer: Ortofon 2m Bronze, 2m Black, OM20, Shure M15VIII, Audio Technica AT103, also alles MMs
Ich könnte auch 2 zusätzliche CP1 oder vergleichbare kaufen, brauche aber mangels freier Eingänge dann auf jedenfall etwas wie den Dynavox Aux-S und stelle also 3 extra Kästchen herum.
Darum der Plan: die Unschaltunf vor dem Phono-Preamp machen und weiter nur einen davon zu brauchen.
In Summe auch mit Abstand die günstigste Option.
Mit Mischpulten habe ich früher gearbeitet, das ist aber vom Platzbedarf und Komfort leider keine Option, auch wenn ich mehrere davon parat hätte.
VG
Andreas
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Phono-Verstärker bekommt man ab 20€, Bausätze sind noch günstiger. Also für die zusätzlichen 2 Plattenspieler je einen kaufen. Vielleicht hast Du eh noch zwei Line Eingänge am Verstärker frei.
Ist für den Preis sicherlich kein High-End, das ist ein 5 m Kabel zwischen Plattenspieler und Phono-Verstärker aber auch nicht...
Klares Votum für einzelne Verstärker und Umschalten auf der Linepegelebene. (Zuuufällig liegt bei mir sogar noch ein einfacher von ELV rum...)
Den Umschalter kann man sich leicht aus einem alten passiven Drucker- oder Seriell-Umschalter bauen, man muß nur die Buchsen austauschen (das geht am einfachsten bei 25poligen Sub-D, da passen diese 2er-Platten). Die Optik ist halt Geschmackssache.
@Robert: mehr Eingänge stehen leider nicht zur Verfügung; das 5m-Kabel würde ich aufgrund der enormen Dicke und Qualität durchaus als HighEnd bezeichnen (hat damals um die 40€ gekostet). Meine Erfahrung mit billigen Phono-Preamps ist nicht besonders gut. Sollte schon dem Wert des Plattenspielers angemessen sein (vergleiche Cambridge Audio CP1)
@Übertrager: wollte zuerst einen Umschalter bauen, habe aber nun gestern noch den Dynavox-Umschalter geschossen, den Jan zu Anfangs mal vorgeschlagen hatte. Das ist dann doch die optisch beste Variante für den Preis - so günstig kann man schier nicht selber bauen (mit Gehäuse gerechnet).
Also die finale Lösung sieht so aus:
- Dynavox-Umschalter vor dem bestehenden Phono-Preamp
- Preamp zu den Plattenspielern stellen, statt zur Anlage (Einsparung des 5m-Kabels) und dann langes Kabel vom Preamp zur Anlage
VG
Andreas
Festina lente!
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@Robert: mehr Eingänge stehen leider nicht zur Verfügung; das 5m-Kabel würde ich aufgrund der enormen Dicke und Qualität durchaus als HighEnd bezeichnen (hat damals um die 40€ gekostet). Meine Erfahrung mit billigen Phono-Preamps ist nicht besonders gut. Sollte schon dem Wert des Plattenspielers angemessen sein (vergleiche Cambridge Audio CP1)
@Übertrager: wollte zuerst einen Umschalter bauen, habe aber nun gestern noch den Dynavox-Umschalter geschossen, den Jan zu Anfangs mal vorgeschlagen hatte. Das ist dann doch die optisch beste Variante für den Preis - so günstig kann man schier nicht selber bauen (mit Gehäuse gerechnet).
Also die finale Lösung sieht so aus:
- Dynavox-Umschalter vor dem bestehenden Phono-Preamp
- Preamp zu den Plattenspielern stellen, statt zur Anlage (Einsparung des 5m-Kabels) und dann langes Kabel vom Preamp zur Anlage
VG
Andreas
Nicht vergessen, das Gehäuse des Dynavox mit einem zusätzlichen Masseanschluß zu versehen und diesen mit dem Masseanschluß am Verstärker zu verbinden.
Dort wo normalerweile das zusätzliche Masskabel der Plattenspieler angeklemmt wird.