Reparatur/Restaurierung eines Pioneer SA-8100
#51
Les nochmals was ich geschrieben habe.

Gruß Mani
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte Big Grin
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#52
(07.03.2026, 18:50)DJ-garnox schrieb: Diese Messung habe ich mit 4,7k am Input gemacht und doch noch ohne Ladung am Lautsprecherausgang.

Was heißt das bitte ?
An welchen Input? Welche 4,7k ? Was für Ladung?

Huh Huh Huh
Gruß, Kuni
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#53
Zitat:Les nochmals was ich geschrieben habe.
Also VR4 ist wirklich noch in Ordnung. Der misst sich einwandfrei, 100 Ohm ohne Unterbrechnungen, egal wie ich ihn drehe.


Ich habe dann einen 47p Glimmer-Kondensator (hatte nur das gerade) bei Q10 zwischen B/C angelötet: kein Effekt.

@Kuni
Davon ist doch im Service Manual die Rede...dass man am Input, ich denke damit meinen die sowas wie AUX1, einen Widerstand von 4,7k anschließt.
Und mit "Ladung" meinte ich sowas wie einen 8-Ohm Dummy-Load.

Dann habe ich aber etwas anderes noch versucht:
Bei dem einen Kanal, wo das Oszi dieses komische Signal anzeigt, messe ich dasselbe Signal an der Klangregelstufe, nur halt abgeschwächt. Ist es möglich, dass noch woanders Defekte vorliegen?

Jedenfalls: Sobald ich die Lautstärke auch nur ein klein wenig drehe, spricht der DC-Schutz, das Relais klickt und dasselbe passiert wenn ich den Trennschalter Pre-Out/Power In auf der Rückseite betätige.
MFG, Daniel

Ich bin Heavy-Metal!
Analog: Bandmaschinen: Teac A-2300SX, Philips N4420, JVC TD-X101 Kassettendeck, Fisher MT-6310, Sharp VZ-2500H, digital: Denon DCD-720AE
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#54
Ok, dann hast du ein größeres Problem. Mit dem schwingen hatte ich schonmal Recht.

Jetzt wäre es an der Zeit den entsprechenden Schaltplanauszug zu posten.
Dann kann man gezielt vorgehen. 

Gruß Mani
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#55
"Davon ist doch im Service Manual die Rede...dass man am Input, ich denke damit meinen die sowas wie AUX1, einen Widerstand von 4,7k anschließt.°

falsch, der Widerstand wird an den Eingang der Endstufe gesezt, hab das mal krakelig eingezeichnet.

   




Wenn Du dieVerbindung dieser Anschlüsse zum Vorverstärker trennst und den Eingang der Endstufe mit 4,7K abschliesst, kannst Du mit einem Oszi am Ausgang (der sollte dann ein Dummyload von 8 Ohm haben) über diesen Messen ob die Endstufe  schwingt oder mit MM ob DC anliegt.

Die Drähte die vom VV kommen nicht vertauschen und auch da kannst Du mit dem Oszi messen obder VV schwingt oder mit dem MM ob dort DC anliegt.
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#56
(08.03.2026, 00:07)DJ-garnox schrieb: @Kuni
Davon ist doch im Service Manual die Rede...dass man am Input, ich denke damit meinen die sowas wie AUX1, einen Widerstand von 4,7k anschließt.
Und mit "Ladung" meinte ich sowas wie einen 8-Ohm Dummy-Load.

Ok, verstanden. Der Satz
Zitat:Diese Messung habe ich mit 4,7k am Input gemacht und doch noch ohne Ladung am Lautsprecherausgang.

suggeriert halt, daß Du das Oszi am Eingang angeschlossen hättest ... egal.

Bin nun nicht der "Spezialist" für Verstärker, aber wenn die schwingen tun sie das doch sinusförmig, außer das schwingt sich bis zur Versorgung auf und wird dort "gekappt".

Das Oszillogramm des niO Kanals zeigt aber Vpp ~6V (Tastkopf X1 stimmt ?).
Zudem eine Periode von ~40ms = 25 Hz und das ziemlich genau.
(a) meine ich so niederfrequent schwingt kein Verstärker
(b) und dann exakt auf halber Netzfrequenz ?

Die Spikes auf dem iO Kanal, treten die synchron zu den Flanken des niO Kanals auf ?
Wenn ja, dann könnten die getriggert sein aus dem niO Kanal.

Die 25Hz riechen ja danach, daß es was mit der Versorgung zu tun hat. Hast Du eine Möglichkeit die Endstufe abzutrennen, mit zwei Netzteilen extern zu versorgen und dann nochmal zu mit Oszi messen bzw den springenden Ruhestrom zu messen ?

Wenn nicht, dann würde ich das Netzteil des Verstärkers mal mit Dummy-Last betreiben (sofern Du hast) und da mal messen wie die Versorgungspannungen aussehen
(ääähm ne, Quatsch, wenn es eine der Versorgungen wäre, wären ja auch beide Kanäle betroffen)

Lassen wir die 25Hz mal gedanklich außen vor, dann sieht das Signal des Oszillogramms ja eher danach aus, als würde da was "schalten".
Wären das nicht periodisch, hätte ich gesagt vielleicht doch ein Wackelkontakt. Ne, ich denke da schlägt abhängig von den 50Hz irgendwo was durch.

Da hilft nur systematsiches Eingrenzen ... fiese Sache  Sad
Gruß, Kuni
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#57
Shocked 
Ich verfolge diesen Thread zunehmend kopfschüttelnd...

Lieber Daniel, mir scheint es, daß du dir eingestehen solltest, mit der Reparatur etwas überfordert zu sein.
Ich glaube nicht, daß deine Herangehensweise so noch zum Erfolg führt.

Viel Glück, trotzdem...
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#58
Ok, ich habe nun etwas weiter geforscht.

Doch vorher etwas in eigener Sache und bitte...verurteilt mich nicht:
Ich will gerne eingestehen, dass ich mich manchmal ziemlich unbeholfen anstelle und, dass ich oft wie der "Ochse vorm Berg" stehe. Es ist aber nicht das erste Mal, dass ich ein Vintage-Gerät repariere. Ich habe in meinem Haushalt einen 72er Scott Stereomaster 636S, wo ein Kanal tot war und den ich erfolgreich wieder ins Leben holte. Der tönt bis heute.

Es ist hingegen schon das erste Mal, dass ich mich an so ein vergleichsweise komplexes Gerät wage. Jedoch bin ich nicht der Meinung, dass es jetzt Zeit ist, das Handtuch zu werfen...jedenfalls noch nicht. Haben wir nicht alle irgendwann mal irgendwo angefangen? Ich will ja auch was lernen.

Doch zurück zum Thema:
Ich habe nun die 4,7k-Widerstände da angelötet wie sonydoc es vorgezeichnet hat...weil ich eben das SM missverstanden habe. Mein Fehler.
Und siehe da...die Endstufe verhält sich ganz ruhig. Kein Ruhestrom tanzt mehr wie wild herum, sie lassen sich wunderbar einstellen und pendeln sich nach 10-12 Min bei 20 mV ein. Auch die Offsets lassen sich wunderbar einstellen.

Dann habe ich gemessen, dass dieses komische Signal (Tastkopf war da übrigens auf 10x), definitiv aus den VV-Baugruppen (AWG-017) kommt. Woher das nun kommt kann ich nich sagen.
Die Phono-Stufe (AFW-006) ist unauffällig.

Die Baugruppen, die jetzt noch in Frage kommen sind die Klangregelstufe (AWG-017), Schaltereinheit (AWS-036) und Filter (AWK-020, der kommt zwar später laut Blockdiagramm, trotzdem werfe ich den mal in die Runde). Außerdem, wenn ich Lautstärke, Bass- und Höhenregler betätige hat das massive Auswirkungen auf dieses eigenartige Signal.

PS: Nach der Trennung von der Vorstufe habe ich am Lautsprecherausgang dieses Signal (Auflösung 100 mV, 10µs)


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MFG, Daniel

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#59
um zu testen ob die Endstufe einwandfrei funktioniert kannst Du den Schalter Pre out Main in mal reinigen, dann wenn vorhanden einen anderen VV oder regelbaren Testongenerator dort an die Main in Buchsen anschliessen und mal messen ob dieses Signal am Ausgang dann weg ist.
Die 4,7K Widerstände dann aber von der Endstufe ablöten.
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#60
Ich habe eben zwei weitere Versuche gemacht und sie sind samt und sonders in die Hose gegangen.

Zuerst wollte ich sehen wie sich die Endstufe verhält, wenn eine 8-Ohm-Last dran ist, mit den 4k7 am Eingang. Zunächst lief alles unauffällig, aber nach etwa 10 Minuten bemerkte ich wie der Offset immer schneller und schneller abdriftete. Die Linie auf dem Oszi wurde immer dicker. Das war mir nicht geheuer...ich schaltete ab.

Dann wollte ich sehen, wie eben so ein "Direktangriff" über die Power-In-Buchsen aussieht, wenn man den Trennschalter aktiviert: Katastrophe! Der DC-Schutz blieb aktiv, Offset und Ruhestrom bei fast 400 mV. Die Endstufe war nur noch am oszillieren. Der Monitor des Oszis war total schwarz.

Ganz ehrlich...ich weiß allmählich nicht mehr weiter. Ich glaube, einige hier haben doch recht...die Technik ist mir einfach über. Ich habe so manche DIY-Verstärker bei mir im Betrieb (am PC, in der Küche, als portables Soundsystem, sogar im Keller als Chassis-Tester), alle funktionieren wunderbar. Naja, die Endstufen arbeiten da aber auch nur mit zwei Spannungen und nicht mit sechs (so wie hier). Dass ich den Scott Stereomaster 636S mit dem Tausch eines einzigen FET-Transistors wiederbelebte...naja, vielleicht war's auch "Dummenglück".

Ich denke, ich gebe mich an der Stelle geschlagen, auch wenn's irgendwo wehtut.
Wenn ihr noch Möglichkeiten seht...gerne her damit. Ansonsten werde ich hier aufhören, bevor es noch Funken und Explosionen gibt.

Dennoch möchte ich mich bis hier bei allen, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen, aufs herzlichste bedanken!
MFG, Daniel

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#61
Gut, es gibt ja doch immerhin ein wenig Erkentnisse aus den Versuchen.
1) Zumindest ein Problem schlummert noch in der Endstufe
2) Wenn sich da was nach 10min ändert, dann sieht mir das nach einem thermischen Problem aus

Ich würde folgendes probieren:
Bleib erst mal beim Setup mit den 4,7k Widerständen. Die sorgen dafür, daß die Endstufe eingangsseitig auf Masse gezogen wird.
Das ist ja Grundvoraussetzung, daß sie im Leerlauf erst mal tut und nicht driftet.
Wenn ich recht verstehe, dann ist immer noch ein Kanal iO der andere nicht.
D.h. der Offset wandert auch nur an einem Kanal weg. Damit hast Du doch eine Basis um Vergleichsmessungen zwischen den Kanälen zu machen.
Dann würde ich mal noch ausprobieren ob der Offset auch wandert ohne Last.

So .. und wenn Du so ein reprduzierbares Setup geklärt hast, dann gehst Du Stück für Stück durch die Schaltung, immer kanalweise vergleichend wo sich da Unterschiede ergeben.

Was ist mit externer Versorgung über Netzteile ? .. Du hattest Dich dazu nicht geäußert  Confused
Gruß, Kuni
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#62
Gut, dann will ich das machen. Ich werde beide Kanäle vornehmen und jeweils mit und ohne Last beobachten.

Mit externen Netzteilen kann ich ihn leider nicht betreiben. Die Endstufe benötigt insgesamt sechs Spannungen: +/-38V, +50V, -42V und +/-13V.
Ich habe lediglich ein Labornetzgerät, das bis +/-30V hergeben kann und ein (billiges) Schaltnetzteil bis +60V. Mehr habe ich nicht.
MFG, Daniel

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#63
(10.03.2026, 00:06)DJ-garnox schrieb: Die Endstufe benötigt insgesamt sechs Spannungen: +/-38V, +50V, -42V und +/-13V.

Das konnte ich ja kaum glauben, daß alle diese Spannungen in der Endstufe benötigt werden, aber Tatsache.
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#64
ist der Kondensator an B/C Q 10 noch verbaut? ausbauen!
Bitte eine klare Antwort: ist das nur der rechte Kanal der so rumzickt oder sind es beide?

Wenn der Ruhestrom bei offenem Pre in (Trennschalter auf getrennt steht) so stark ansteigt oder die Schutzschaltung kommt ist noch ein Problem in der Endstufe. Das Signal das du am Ausgang gemessen hast darf da nicht sein, vegleiche das mit dem anderen Kanal wenn der denn funktioniert.
Hast du die beiden Transistoren Q2 Q4 erneuert wie ich es schon oben geschrieben habe?
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#65
Der Kondensator ist längst weg.
Es waren beide Kanäle die mit dem offenen Pre-In Schalter rumgezickt haben.

Ich habe nun bei beiden Kanälen wieder die 4k7 an die Eingänge gelötet und Q2/Q4 (beim anderen Kanal die entsprechenden) gegen 2SA1015 getauscht. Vorher habe ich diese mit dem DCA55 selektiert, damit sie so wenig wie möglich abweichen.

Nach etwa 10-11 Minuten Warmlaufen waren beide Ruheströme ausgesprochen stabil und bewegten sich fast gar nicht mehr.
Jedoch der Offset: beim rechten Kanal lässt er sich problemlos einstellen und bleibt dann bei 0. Beim linken Kanal lässt er sich nicht einstellen.
Ich habe erst mal bewusst keinen Dummy-Load angeschlossen (ich habe nur einen) und das Oszi an beide Ausgänge gelegt. Rechts veränderte sich die Linie wenig, aber links wurde sie schon deutlich dicker. Scheinbar schwingt da noch etwas.
Die originalen 2SA763 galten ohnehin als Problemkandidaten. Können noch andere Transistoren Schuld sein?
MFG, Daniel

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#66
dann scheint ja die rechte Seite, nun so ziemlich ok zu sein, solltest Du erstmal nicht mehr ändern.
Wenn links nun Probleme macht, hast du daran gedacht die A1015 verdreht ein zu bauen? denn vorher war ja links eigentlich OK oder nicht?
Von welchem Kanal war das oben gezeigte Oszibild?
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#67
Natürlich habe die 1015 entsprechend eingebaut. Darauf habe ich penibel geachtet.
Ich hielt den linken Kanal vorher für in Ordnung...anscheinend ist das doch nicht der Fall, denn das gezeigte Bild vom Oszi stammt vom linken Kanal. Hier sei gesagt, das ich das noch mit dem Altbestand an Transistoren gemacht habe.

Was ist denn mit den 2SA628 und 2SC869 im Schaltplan? Können die auch Probleme machen?
MFG, Daniel

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