Kennt sich jemand mit den etwas teureren Messgeräten aus?
Gruß
Peter
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Peter
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Keithley Multimeter
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Kennt sich jemand mit den etwas teureren Messgeräten aus?
Gruß Peter
01.02.2026, 09:48
Moin Jan,
ich hab gedacht wer keine Keithley Geräte im Einsatz hat, für den ist die Frage ja auch bedeutungslos. Es geht darum, dass bei meinem 2001 eine Eingabe über die Tastatur kaum noch möglich ist. Die obere Reihe, also die grauen Tasten funktionieren einwandfrei, die darunter aber kaum noch, Exit und Enter gar nicht mehr. [attachment=89032] Vor Weihnachten hatte ich ein Keyboard meine Enkelin repariert, da ging ein ganzer Block nicht mehr. Das waren auch diese Tasten mit dem Leitgummi, habe die zuerst gesäubert, was aber nix brachte, an den Tasten selbst lag das nicht, es gab einen Haarriss in einer Leiterplatte. Bei dem Keithley vermute ich auch das es nicht unmittelbar an den Tasten liegt. Warum gehen die oberen, wenn es Verschmutzung sein soll? Ich habe mal Reparaturservices angefragt, weiß aber jetzt schon, dass dies richtig teuer werden kann. Die Kalibrierung ist auch teuer, obwohl das alles fast automatisch geht, da muss niemand mehr Trimmer drehen, allerdings sind die Geräte die für eine solche Kalibrierung gebraucht werden auch nicht billig. Ich hatte das Teil schon mal auseinander um Elkos zu wechseln, wenn mir jemand sagen könnte wo ich in diesem Fall suchen soll, wäre das eine große Hilfe, da sind viele Teile drin. Gruß Peter
01.02.2026, 10:38
Tastaturtasten werden gemultiplext. Wenn eine Spalte oder eine Reihe nicht geht, dann spricht das für einen Fehler in dieser Multiplexabfrage....
Große Freude im Hause pkm,,,
die Tasten funktionieren wieder, hab das Bedienteil ausgebaut und mit IsoProp gereinigt, auch die Gummipads, hätte nie gedacht, dass es daran liegen kann. [attachment=89140] Jetzt geht es zum Kalibrieren, ohne die Tastenfunktionen war das nicht möglich und einen Preis für die Reparatur konnte mir niemand nennen, was die Kalibrierung kostet ist bekannt. Mal sehen was es danach anzeigt, meine Referenz ist schon 15 Jahre im Dauerbetrieb, bei der sollte sich nicht mehr viel ändern. [attachment=89141] Gruß Peter
04.02.2026, 16:55
Wenn es zur Kalibrierung geht zeigt das Gerät danach genau das Selbe an. Es werden ja nur die Abweichungen zu einem Messnormal ermittelt und dokumentiert.
Gruß Ulrich
04.02.2026, 17:39
Bist du sicher, wenn das Gerät außerhalb der von Keithley genannten Toleranzen liegt, das ich es dann so zurück bekomme?
Was im Handbuch zur Kalibrierung steht, lese ich anders. Man kann doch keine hochgenaue Spannung anlegen, dann dokumentieren, dass das Gerät davon 5% abweicht, und es mir dann so zurückschicken. Wenn ich das richtig verstehe, nimmt das Gerät die angelegten Werte als Referenz. Das eine teure DKD Kalibrierung nur aus der Dokumentation der Abweichung besteht, wäre ja wohl ein Witz, bei diesen Geräte braucht niemand mehr an einem Trimmer drehen, das geht doch alles automatisch. Ich hab schon öfter Geräte kalibrieren lassen, auch die kleinen Referenz auf dem Keithley, da musste man Trimmer verstellen, wie sollte ich sonst an solche Werte kommen. Gruß Peter
04.02.2026, 18:02
Das ist bei uns in der Arbeit auch so. Das Kalibrieruertifikat dient letzten Endes dazu nachzuweisen, daß das Gerät in einem geforderten Toleranzschlauch liegt und damit für bestimmte Anwendungen nach wie vor geeignet ist.
Anders geht das vermutlich auch gar nicht, weil die Kalibrierfirmen gar nicht das Know-how für beliebige Geräte von zig Herstellern haben um diese neu einzustellen. Das machen im gewerblichen Bereich die Hersteller oder deren zertifizierte Fachfirmen.
04.02.2026, 18:09
(04.02.2026, 16:34)pkm schrieb: Große Freude im Hause pkm,,, Ich habe bereits mehrfach meine TV Fernbedienung wieder so gangbar gemacht. Bekanntes Problem... (04.02.2026, 16:34)pkm schrieb: Jetzt geht es zum Kalibrieren, ohne die Tastenfunktionen war das nicht möglich und einen Preis für die Reparatur konnte mir niemand nennen, was die Kalibrierung kostet ist bekannt. Brauchst du für einen bestimmten Zweck so ein hochgenaues Gerät? (04.02.2026, 17:39)pkm schrieb: Das eine teure DKD Kalibrierung nur aus der Dokumentation der Abweichung besteht........... Anders kenne ich es nicht. Bezahlt man für eine Kalibrierung erhält man genau das. Beruflich hatte ich damit durchaus schon zu tun. Privat würde ich nicht auf die Idee kommen, dafür etwas zu bezahlen. Kalibrierung Gruß Ulrich (04.02.2026, 18:09)janbunke schrieb: Brauchst du für einen bestimmten Zweck so ein hochgenaues Gerät? Vor einigen Jahren war das noch Pflicht. Ich kann keine Strom und Spannungsreferenzen an große Firmen verkaufen, wenn ich nicht Geräte habe die ein Nummer besser sind um die abzugleichen. Solche Teile z.B. die waren auch so teuer, dass ich mir solche Geräte leisten konnte, musste. [attachment=89157] Diese Geräte hab ich vor 3 Jahren zum Umbauen bekommen, die Ströme sollte alle geändert werden. Ich hab gedacht das darf nicht wahr sein. anstatt das die Neue bestellen, schicken die mir meine Gerät von 1994 zum Umbau zurück, da ist mir wieder klar geworden das alles was ich baue zu lange hält. Wenn ich ein Fluke Kalibrator hätte, ab 60000€ z.B. könnte ich meine Keithley selbst kalibrieren, das geht alles über die Tastatur. Es gibt mehrere Firmen in D die speziell Keithley Geräte kalibrien. Das ist für die keine Hexerei, und vor allem bekomme ich von denen ein Zertifikat nach ISO 9000, da einige Kunden das von mir auch verlangen, verlangt haben. Es kommt vor, dass ich ein Gerät nachkalibrieren muss, deshalb möchte ich das teure Keithley nochmal kalibrieren lassen. Für mein Tonbandhobby ist das allerdings mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Gruß Peter Nachtrag für Ullrich. Die Firma in deinem Link kalibriert mein Gerärt da steht dann auch,,,, ---Wird bei der Kalibrierung eines Messgerätes eine Abweichung des zulässigen Toleranzwertes ermittelt, wird das Messinstrument justiert, sodass die Werte innerhalb der zulässigen Toleranzen liegen. ---
04.02.2026, 21:35
(04.02.2026, 21:14)pkm schrieb: Nachtrag für Ullrich. Das ist es doch, saubere Verwendung der Begriffe. Kalibrierung, kein Eingriff ins Gerät. Justierung (oder Reparatur), möglichst Wiederherstellung der ursprünglichen Parameter durch Eingriff ins Gerät (durch Hard- oder Software). Eine reine Kalibrierung ändert nichts am Gerät. Gruß Ulrich
04.02.2026, 21:52
Nun gut,
ich habe ein Angebot für die Kalibrierung erhalten und schicke das Gerät zur "Kalibrierung" ein. Wenn es unzulässige Abweichung aufweißt, wird es von denen nachjustiert, darum werde ich aber nicht gefragt. Das machen die automatisch und ich muss auch keinen Auftrag dafür erteilen, weil bei diesen Geräten nix aufgeschraubt werden muss um Trimmer zu verstellen, so war es bisher immer, bei 10 Kalibrierjustierungen, oder Justierkalibrierungen, mir ist wichtig das es die Spezifikationen wieder erfüllt. Gruß Peter
04.02.2026, 22:51
(04.02.2026, 21:14)pkm schrieb: vor allem bekomme ich von denen ein Zertifikat nach ISO 9000, da einige Kunden das von mir auch verlangen, verlangt haben.Zertifikat nach ISO 9000 is nix. Du brauchst eines nach ISO17025 und das ist dann eine akkreditierte Kalibrierung (DAKKS). Man muss bei der Auswahl des akkreditierten Kalibrierlabors vor allem deren minimale ausweisbare Messunsicherheit beachten. Nicht dass dein Gerät am Ende besser ist als deren Referenz. So etwas passiert häufig bei Multimeter und Kalibratoren mit Josephson-Referenz. Diese vergleicht man dann untereinander in sogenannten Ringprüfungen.
Grüßle,
Franz
04.02.2026, 23:34
uk64 schrieb:Wenn es zur Kalibrierung geht zeigt das Gerät danach genau das Selbe an. Es werden ja nur die Abweichungen zu einem Messnormal ermittelt und dokumentiert. Hallo Ulrich, danke für den Hinweis! Ich saß tatsächlich der Annahme auf, dass eine Kalibrierung nicht nur einen Vergleich, sondern auch eine Anpassung an das "Normal" darstellen würde. Auch durch den Begriff "Calibration Tape". Schöne Grüße Frank
05.02.2026, 00:16
Wenn ein Kalibrierlabor anfangen würde, Abweichungen zu beseitigen, kann es gleich doppelt in Schwierigkeiten kommen:
Wenn die Abweichung nicht mit dem berühmten Ruck an einem Poti zu beseitigen ist, müßte es Fehlersuche betreiben. Dazu sind Schaltungsunterlagen, Geräte und vor allem Zeit nötig. Kann man die in Rechnung stellen? Wieviel will der Kunde ausgeben, was macht man, wenn es im vereinbarten Budget nicht zu richten ist? Außerdem müßte es dann einen Komplettabgleich nach Herstellerangaben machen, eine Geräteprüfung auf elektrische Sicherheit und wer weiß, was aktuell noch alles. Schön, wenn der Peter eine solche Firma hat, aber eben nicht üblich. @Peter: was hast Du denn in Deinen Referenzen verwendet? Zener, LM399, LTZ10000? Michael
05.02.2026, 05:36
Kalibrierlabore welche Justierung anbieten, geben dies in ihrem Leistungskatalog explizit an und sind von den jeweiligen Herstellern dafür zugelassen. Ansosnsten gelten die mit den Kunden abgeschlossenen Verträge über Art und Umfang der Dienstleistung. Ich arbeite selber bei einem Hersteller für Messtechnik und in unseren Laboren (akkreditiert nach DAKKS, SCS, UKAS oder in den Staaten) justieren wir nur Geräte die entweder aus eigener Produktion stammen oder für die wir mit den jeweiligen (wenigen) Herstellern Kooperationsverträge abgeschlossen haben.
Der Peter kalibriert und justiert ja hauptsächliche Geräte die von ihm selber hergestellt wurden.
Grüßle,
Franz (05.02.2026, 00:16)Übertrager schrieb: Wenn die Abweichung nicht mit dem berühmten Ruck an einem Poti zu beseitigen ist, müßte es Fehlersuche betreiben. Dazu sind Schaltungsunterlagen, Geräte und vor allem Zeit nötig. Kann man die in Rechnung stellen? Wieviel will der Kunde ausgeben, was macht man, wenn es im vereinbarten Budget nicht zu richten ist? Das machen die natürlich nicht. Das Gerät wird dann einfach "rejected", bekommt einen dementsprechenden Aufkleber und Vermerk und darf nicht mehr verwendet werden.
Grüße,
Wayne Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
Wir werden sehen,
die Firma hat alle Unterlagen angefordert. Das Gerät hat keine für mich erkennbaren Fehler, da gibt es auch keine Trimmer drin an denen geklopft werden klann. Alles was ich zur Verfügung habe, relativ genaue Spannungen, Stöme bis 10A und Widerstände mit 0,005% zeigt es normal an, bis auf die Toleranz die ich selbst nicht überprüfen kann. Wenn das Gerät zu stark abweicht, sind das vermutlich Alterungserscheinungen, welche mit einem Tastendruck auf die Calibriertaste kompensiert werden können. Ich babe die Calibrier, sorry Justierfunktinon, mal selbst durchgespielt, musste die aber wegen mangelder, hochgebauer Referenzen abbrechen. Wir werden sehen, ich kann ja mal um eine Spende bitte, manche Firmen wollen das Gerät für 10.000€ verkaufen, das muss wohl gut sein, sonst gäbe es das sicher nicht mehr. Gruß Peter |
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