Die Cassette im Jahr 2026
Hier kann man direkt mitlesen:

https://www.dual-board.de/index.php?thre...ost1352489
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Hier ein Kurzvideo über die Produktion:

https://www.youtube.com/shorts/mSTXN-xIwwM
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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Legendary 406 Formular ... hmmm, was steckt dahinter?

https://www.sequencer.de/synthesizer/thr...608/page-5
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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(07.03.2026, 16:13)Ragnar_AT schrieb: Hier kann man direkt mitlesen:

https://www.dual-board.de/index.php?thre...ost1352489

Scheinbar nur mit Benutzerkonto. 

"Legendary 406 Formula" ist Marketing-Blabla und eine Anspielung auf das längst verblichene Studio-Tonband Ampex/Quantegy 406. Es ist so eine Marotte von NAC, die alten Ampex-Typennummern ohne Prüfung auf Sinnhaftigkeit für seine Cassettenbänder zu verwenden. Das erste NAC-eigene Typ-I-Band zum Beispiel hieß C456.

Andererseits macht RTM das ganz genauso, von wegen "Legendary SM 900 formula" auf den Cassetten. Naja, wenn's einen Kunden beeindruckt...

Viele Grüße,
Martin
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Vielleicht ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass die Tapes in ein paar Jahren kleben könnten  Angel

Für mich wirkt das alles so, als wolle man aus einer eigentlich toten Technik nochmal Profit schlagen.
Um das bestmögliche technisch rauszuholen und alte Produktreihen sinnvoll zu ersetzen eher nicht.
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(08.03.2026, 04:34)Micha94 schrieb: Vielleicht ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass die Tapes in ein paar Jahren kleben könnten  Angel

Für mich wirkt das alles so, als wolle man aus einer eigentlich toten Technik nochmal Profit schlagen.
...

Kurze Frage, da ich mich mit den älteren Tonbändern nicht so auskenne: Ist diese "Legendary 406 Formular" als Klebeband berühmt berüchtigt?  Dann wäre ReVox schlecht beraten, damit "Werbung" zu machen.

Für diese "eigentlich tote Technik" zahlt man momentan Höchstpreise bei Ebay & Co. NOS-Kassetten und Geräte sind so teuer wie noch nie.

Als ich 2018 mit meinem Hobby wieder richtig durchgestartet bin, habe ich z.B. ein KX-1100 HX direkt aus dem Wohnzimmer für 50 € erworben, ebenso das AKAI-GX 75. Die Preise sind seither stärker gestiegen, als die für Benzin und Diesel...   
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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Bei Ampex weiß ich’s nicht. Ich glaub aber das war eher auf BASF bezogen,
Weil sowohl alte Tonbänder anfangen zu kleben, als auch die alten Ferro Extra I bis 1991.
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(02.01.2026, 17:42)gasmann schrieb: Was mir an der Sache überhaupt nicht gefällt und schon von Anfang an zu denken gegeben hat:
Warum haben sie den Namen Grandmaster gewählt?
Jeder, der sich ansatzweise mit dieser alten Technik befasst, sollte doch mittlerweile mitbekommen haben, dass "Grandmaster" mit Ampex in Verbindung zu bringen ist. Und die Bänder sind durch die Bank weg mittlerweile alle schei....
Grandmaster gleich grand desaster.

Hat da bei denen im Marketing einer geschlafen?

Wenn das mal nicht nach hinten los geht.....

Gruß 
Thorsten

Das habe ich am 02.01. bereits dazu geschrieben..... Smile
Ist wohl untergegangen 
.gif   denker.gif (Größe: 778 Bytes / Downloads: 710)
.gif   lol1.gif (Größe: 2.31 KB / Downloads: 710)

Gruß Thorsten
Eine solide Planung ist die Grundvoraussetzung einer gelungenen Improvisation
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Soll das hier eigentlich das "legendäre Original" sein? 

           

Mal sehen, ob die noch was kann 
.gif   lipsrsealed2.gif (Größe: 921 Bytes / Downloads: 706)

Gruß
Thorsten
Eine solide Planung ist die Grundvoraussetzung einer gelungenen Improvisation
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(07.03.2026, 18:18)Kirunavaara schrieb:
(07.03.2026, 16:13)Ragnar_AT schrieb: Hier kann man direkt mitlesen:

https://www.dual-board.de/index.php?thre...ost1352489

Scheinbar nur mit Benutzerkonto. 

"Legendary 406 Formula" ist Marketing-Blabla und eine Anspielung auf das längst verblichene Studio-Tonband Ampex/Quantegy 406. Es ist so eine Marotte von NAC, die alten Ampex-Typennummern ohne Prüfung auf Sinnhaftigkeit für seine Cassettenbänder zu verwenden. Das erste NAC-eigene Typ-I-Band zum Beispiel hieß C456.

Andererseits macht RTM das ganz genauso, von wegen "Legendary SM 900 formula" auf den Cassetten. Naja, wenn's einen Kunden beeindruckt...

Viele Grüße,
Martin

We proudly present our legendary formula Fe2O3.
Willi Studers Bastelkisten Wink
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(08.03.2026, 11:39)Manfred_K. schrieb:
(08.03.2026, 04:34)Micha94 schrieb: Vielleicht ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass die Tapes in ein paar Jahren kleben könnten  Angel

Für mich wirkt das alles so, als wolle man aus einer eigentlich toten Technik nochmal Profit schlagen.
...

Kurze Frage, da ich mich mit den älteren Tonbändern nicht so auskenne: Ist diese "Legendary 406 Formular" als Klebeband berühmt berüchtigt?  Dann wäre ReVox schlecht beraten, damit "Werbung" zu machen.

Für diese "eigentlich tote Technik" zahlt man momentan Höchstpreise bei Ebay & Co. NOS-Kassetten und Geräte sind so teuer wie noch nie.

Als ich 2018 mit meinem Hobby wieder richtig durchgestartet bin, habe ich z.B. ein KX-1100 HX direkt aus dem Wohnzimmer für 50 € erworben, ebenso das AKAI-GX 75. Die Preise sind seither stärker gestiegen, als die für Benzin und Diesel...   

Die Zeiten günstiger Tapedecks ist auch vorbei.

Inzwischen habe ich den Eindruck, da Bandmaschinen kaum mehr günstig zu bekommen sind, sind Sammler auf diese Technik mehr aus. Einige Marken oder Modelle bei Tonband oder Kassette sind allerdings arg entgleist. Nakamich oder das Zauberwort Studer mit Revox führt zu extrem hohen Preisen. 

Gute Tapedecks in der Ex 800-1000DM- Klasse ( um 1985 ) waren sehr gut. Selbst kleine Decks in der 400-500 DM-Klasse sind auch ausreichend genug für das bisschen Revival. Wobei ich immer noch von einem Strohfeuer ausgehe. Der Hype wird vielleicht 5 oder mehr Jahre gehen. Danach werden etliche Decks langsam aber sicher reif für eine Überholung. Die Zeit oder das Geld muss man haben.
Willi Studers Bastelkisten Wink
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(08.03.2026, 16:30)gasmann schrieb: Soll das hier eigentlich das "legendäre Original" sein? 



Mal sehen, ob die noch was kann 

Gruß
Thorsten

Ampex Grand Master I - ich hoffe nicht, denn ich habe von allen Ampex GM I habe ich das Band in die Tonne gekloppt, da es geklebt und geschmiert hat!
Die Gehäuse sind Prima und habe ich weiter verwendet.

LG Oli
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Die alten Ampex Grandmaster-I-Cassetten hatten die Typennummer 365 und waren im Neuzustand gut. Sie standen bei Ampex am oberen Ende der Qualitätsskala. Darunter hab es noch eine Handvoll einfachere Typ I (Low Noise, 370, Plus Series, 20/20; wahrscheinlich nicht alle davon gleichzeitig).

Jedenfalls war die Beschichtung nicht direkt verwandt mit den Grandmaster-Spulenbändern, die es im gleichen Design gab, aber mit den Typennummern 356 (Standardband) und 357 (Langspielband).

406 und 407 waren auch Ampex-Spulenbänder, aber ob die überhaupt unter dem Zusatznamen Grandmaster verkauft wurden, dafür kenne ich mich mit den amerikanischen Bändern zu wenig aus. Bekannt sind dagegen die späteren 456 und 457, die ebenfalls unter Grandmaster verkauft wurden.

Grandmaster Flash dagegen verteilte seine Musik der Legende nach lieber auf Maxell-Cassetten an die New Yorker Taxifahrer... (seine analoge Methode, "viral zu gehen") - er wird gewußt haben, warum :-)

Viele Grüße,
Martin
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Jawoll ja  Smile

   


Bei Ampex 406/407 weiß ich ich es nicht. Ich habe hier nur Quantegy gelabelte 406 Kartons und da steht nur "Audio Mastering Tape" aber eben nicht "Grandmaster" drauf.

https://www.youtube.com/watch?v=PobrSpMw...rt_radio=1


.gif   music2.gif (Größe: 1.59 KB / Downloads: 640)


Gruß
Thorsten
Eine solide Planung ist die Grundvoraussetzung einer gelungenen Improvisation
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Guten Morgen Thorsten,

ja, "Grandmaster" als Name ist schwierig. Jetzt habe ich aber auf einem Bild gesehen, dass ReVox ergänzend dazu die "Legendary 406 Formular" auf das Inlay der Kassetten druckt.

Martin hat ja geschrieben:
"406 und 407 waren auch Ampex-Spulenbänder, aber ob die überhaupt unter dem Zusatznamen Grandmaster verkauft wurden, dafür kenne ich mich mit den amerikanischen Bändern zu wenig aus. Bekannt sind dagegen die späteren 456 und 457, die ebenfalls unter Grandmaster verkauft wurden."

Viel Marketing Bla Bla befürchte ich...

Viel besser wäre jetzt: "Die Zeit der Schmierbänder ist vorbei, dank unserer neuen Formel 0815!" ... Die Chemiker wissen doch heute genau, woran die damaligen Schmierbänder gescheitert sind, oder? 

Das kann/könnte man heutzutage doch besser machen... wenn man wollte ... oder man verkauft den Kram JETZT und bis die Bänder das Schmieren anfangen, ist der Hype um die Kassette abgeebbt? Schwierig, schwierig, schwierig...
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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OMG!

Just out of curiosity, I popped one of the tapes into my Revox B215. Surprisingly, the deck is unable to align with the tape! My tape deck has never had a problem aligning Type-I tapes before. In other words, this is the first Type-I tape that my B215 has been unable to align.

Quelle:

https://www.tapeheads.net/threads/revox-...-775877503
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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Ja hab ich auch grad gelesen. Einfach nur Arm. Da kriegt man gleich besonders Bock ein Tapedeck für 5000 Euro zu kaufen. Bodenlos!
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Retro-Hifi hat die Revox Grandmaster auf seinem Youtube Kanal besprochen: Revox Grandmaster Kassette (Tape)
Er ist von diesem Tape recht angetan, allerdings hat er das Band nicht messtechnisch unter die Lupe genommen.
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(09.03.2026, 09:25)Manfred_K. schrieb: OMG!

Just out of curiosity, I popped one of the tapes into my Revox B215. Surprisingly, the deck is unable to align with the tape! My tape deck has never had a problem aligning Type-I tapes before. In other words, this is the first Type-I tape that my B215 has been unable to align.

Quelle:

https://www.tapeheads.net/threads/revox-...-775877503

Liegt das vielleicht am Tapedeck?
Willi Studers Bastelkisten Wink
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Das B215 hat eine Grundeinmessung wie jedes andere Deck auch.
Der Einmesscomputer misst dann die eingelegte Kassette in einem gewissen Bereich um diese Grundeinmessung ein. Liegt ein oder mehrere Parameter der eingelegten Kassette außerhalb des Regelbereiches, dann wird die Einmessung abgebrochen.
Ähnlich wie ein Bias Regler auch nur in einen Bereich +/- xdB um den intern eingestellten Wert arbeitet.
Wenn das B215 den Einmessvorgang bei der Grandmaster abbricht, dann liegt irgend ein Parameter außerhalb des Regelbereiches. Die Grundeinstellung das Decks muss dann überprüft werden.
- - - Hier könnte Ihre Signatur stehen. - - -  thumbup
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(09.03.2026, 09:51)DOSORDIE schrieb: Ja hab ich auch grad gelesen. Einfach nur Arm. Da kriegt man gleich besonders Bock ein Tapedeck für 5000 Euro zu kaufen. Bodenlos!

5 kilo Eurotaler sind schon eine Ansage. Selbst wenn ich das im Überfluss hätte, das kommt für private Anwendungen auf Preisshöhen, die aus meiner Sicht glasklar mehr gerechtfertigt sind. Auch wenn es eine andere Technik ist,, komplett werkstattüberholte B77 liegen deutlich drunter. Mit LPR90, SM900 liegt das letzte Hochleistungsband immer noch vor.

Tatsächlich ist eine B77 Methusalix gegen ein B215, sprich eine Cassette zieht einfach maximal hoch in Qualität. Vermutlich wäre ein Vergleich zum Nachteil der B77, wenn jemand beide revidiert hätte. 

Inzwischen sind bestimmte Marken und bestimmte Typen dermaßen hoch gehypt das eigentlich jedes Gerät ein Risiko sein könnte. Trotz Revision einen drastischen Wertverlust einzufahren, wenn mal wieder irgendetwas geht. Egal wie, 40-50 Jahre für so ein Produkt ist verdammt lange. Hinkender Vergleich, die B77 ist ein 6V Käfer, die B215 ein Golf I, während wir schon Golf VIII haben. Ehrlich,wer fährt den noch einen Golf I regelmäßig? Für Sonntagsfahrten im Sommer, klar. So Leute kenne ich. Ständig jedoch in der Werkstatt. Im übrigen, beide letztverbliebene, die PR99 und die Teac sind eh so selten in Betrieb daas ich ernsthaft die Frage stellen muss für was eigentlich noch. Bei dem Kapital und Zeitansatz ist das eigentlich Wahnsinn. Es ist halt irrationales Hobby. 


Zurück zur Revox Grandmaster. Wenn ich das richtig im Kopf habe,kam NAC nie so gut weg.
Landet Revox eine Bauchlandung,wäre es nicht schön. Wie oft schon stand Revox auf der Kippe.

RTM scheint einfach die bessere Typ I an den Start gebracht zu haben

Warten wir auf Typ II Grandmaster de luxe. Da hätte Revox einen Punkt ( fast ein Unique Selling Point).
Willi Studers Bastelkisten Wink
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Was ihr euch an den 5k€ so hochzieht?!
Kein Mensch muss dafür ein B215 kaufen.
Gute gebrauchte gibt’s für 1/5 von dem Geld.
Ein paar neue Andruckrollen und die problematischsten Kondensatoren und Potis tauschen kostet auch kein Vermögen. Dann noch einmessen und gut.
Wenn alles läuft, dann braucht man auch nicht ohne Not Motoren, Lager und Transistoren zu tauschen.
Was Revox selbst für überholte Exemplare verlangt, ist doch kein Maßstab.
- - - Hier könnte Ihre Signatur stehen. - - -  thumbup
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Also in dem YouTube Video zur neuen Grandmaster Kassette von Revox kommen die Kassetten erstaunlich gut weg.

Ich stelle mir die Frage ob da jetzt RTM drin ist.

Verwunderlich fand ich auch, dass das Rauschen der zweiten RTM FOX einen Zacken mehr als die Revox Kassette war.
Gruß
Lorenz
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Joar steffen, genau so hab ich das ja auch gemacht. Ich finds nur kontraproduktiv, ein absolutes High End Gerät mit einer Müll Cassette anzubieten, die darin nicht funktioniert. Aber scheint ja nun doch nicht so zu sein. Ironisch auch, dass diese Löschklötze nicht mal in Revox eigenen Geräten richtig einrasten und beim Pioneer sogar die Klappe verklemmen. Aber das ist Alles in den Griff zu kriegen.

Lorenz: Glaub ich nicht, das Band sieht deutlich dunkler aus, wird schon NAC sein. Allerdings ist das Rauschen Allein nicht repräsentativ. SNR und Dynamik sind am Ende entscheidend. Wenn die Cassette leiser rauscht, als die RTM aber am Ende früher in die Sättigung geht, hast du nix gewonnen. Ich sage explizit WENN. Ist ja nur Spekulation und am Ende auch Alles nach Gehör. Ausserdem musst du bedenken, dass der da die dicksten High End Geräte stehen hat. Was bei ihm 60 dB schafft, schafft in unseren Decks dann eher so 5 dB weniger. Aussagekräftig wären halt mal die Messwerte. Aber das wird die Tage wohl irgendwer machen.

Ganz hübsch sieht sie aber schon aus… im Endeffekt sehen die alten Sonys (wie die HF, die du mir mal verkauft hast) ja genau so aus und haben dabei noch die hübscheren Kerne.
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(09.03.2026, 19:47)DOSORDIE schrieb: Lorenz: Glaub ich nicht, das Band sieht deutlich dunkler aus, wird schon NAC sein. Allerdings ist das Rauschen Allein nicht repräsentativ. SNR und Dynamik sind am Ende entscheidend. Wenn die Cassette leiser rauscht, als die RTM aber am Ende früher in die Sättigung geht, hast du nix gewonnen. Ich sage explizit WENN. Ist ja nur Spekulation und am Ende auch Alles nach Gehör. Ausserdem musst du bedenken, dass der da die dicksten High End Geräte stehen hat. Was bei ihm 60 dB schafft, schafft in unseren Decks dann eher so 5 dB weniger. Aussagekräftig wären halt mal die Messwerte. Aber das wird die Tage wohl irgendwer machen.

Genau, ohne eine qualitative Messung von MOL und SOL Werten ist alles subjektiv.

Was mich etwas stutzig macht, ist die subjektiv schlechte Aussteuerbarkeit im B 215 MK II im Video. Bei allen meinen 215 Exemplaren, kann ich eine TDK D ohne Probleme bis + 4dB aussteuern und das bei basslastigem Trance der Neuzeit.

Warum die Einmessung bei dem einen User nicht geklappt hat, wissen wir nicht, das kann viele Ursachen haben. Fakt ist, das der REC EQ beim 215 sowie die Höhenwiedergabe entsprechend justiert sein muss (Voraussetzung Köpfe und Elektronik sind i.O.), sonst passt der Regelbereich nicht. Meine 215 messen sogar Echtchrom-Bänder ein, der Regelbereich ist ausreichen groß.

Und was die Preise für ein B 215 betrifft... Wie Steffen ausgeführt hat: wenn man alles selber machen kann und beim Einkauf Vor Ort den Zustand prüfen kann, ist man mit 1.200-1.500 € dabei. Darunter geht es kaum. Denn JEDES gebrauchte B 215 benötigt eine Revision, wenn noch im Originalzustand.
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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(09.03.2026, 19:09)Steffen87 schrieb: Was ihr euch an den 5k€ so hochzieht?!
Kein Mensch muss dafür ein B215 kaufen.
Gute gebrauchte gibt’s für 1/5 von dem Geld.
Ein paar neue Andruckrollen und die problematischsten Kondensatoren und Potis tauschen kostet auch kein Vermögen. Dann noch einmessen und gut.
Wenn alles läuft, dann braucht man auch nicht ohne Not Motoren, Lager und Transistoren zu tauschen.
Was Revox selbst für überholte Exemplare verlangt, ist doch kein Maßstab.

Liest man in Revoxforen, wird es bei ein paar Andruckrollen nicht bleiben.
Ein Kollege versucht seit Jahren sein B710 Mk1 in Gang zu bekommen. Und der hat MAZ- Maschinen entwickelt, der kann das. Er gat auch zu wenig Zeit.

Es ist einfach nach all der Zeit sich einfach klar zu machen,was das für eine Technik ist. 

Genauso praktisch ausgestorben ist DAT. MD hat es auch erlegt. Da ist bei beidem.mWn gar keine Neuware an Tapes oder Blanca.
Willi Studers Bastelkisten Wink
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Ich wünschte RTM würde auch die Gehäuse anbieten, wobei das aktuelle wohl auch nicht schlecht ist. Die gefallen mir auch optisch besser.

@analogi67

Das ist doch eigentlich auch nicht weiter verwunderlich. Die Technik ist halt verglichen mit der Kompaktkassette extrem kompliziert. Genau das hält ja die Kompaktkassette am Leben.

Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass es noch Kassetten geben wird, nachdem es keine neuen CDs mehr gibt. Auch hier ist die Technik sehr viel komplexer und vor allem auch viel weniger reparabel. Bei DAT kommt zusätzlich zur CD noch ein extrem filigraner mechanischer Part hinzu, wo ich auch meine Zweifel habe, das man so etwas ohne entsprechende Kenntnisse und Unterlagen sinnvoll reparieren kann.

MiniDisc ebenso. Durch die Komprimierung aber auch möglicherweise weniger Hifi oder Studiotauglich. Wobei ich das jetzt nicht beurteilen kann.

Im Grunde ist ein unkomprimiertes digitales PCM Signal auf VHS aufnehmen quasi DAT in groß. Da gab es zumindest von Technics mal was, das könnte sogar späte 70er gewesen sein. Techmoan hatte da mal ein Video.

DCC ist ja ebenso tot.
Gruß
Lorenz
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(09.03.2026, 20:17)analogi67 schrieb:
(09.03.2026, 19:09)Steffen87 schrieb: Was ihr euch an den 5k€ so hochzieht?!
Kein Mensch muss dafür ein B215 kaufen.
Gute gebrauchte gibt’s für 1/5 von dem Geld.
Ein paar neue Andruckrollen und die problematischsten Kondensatoren und Potis tauschen kostet auch kein Vermögen. Dann noch einmessen und gut.
Wenn alles läuft, dann braucht man auch nicht ohne Not Motoren, Lager und Transistoren zu tauschen.
Was Revox selbst für überholte Exemplare verlangt, ist doch kein Maßstab.

Liest man in Revoxforen, wird es bei ein paar Andruckrollen nicht bleiben.
Ein Kollege versucht seit Jahren sein B710 Mk1 in Gang zu bekommen. Und der hat MAZ- Maschinen entwickelt, der kann das. Er gat auch zu wenig Zeit.

Es ist einfach nach all der Zeit sich einfach klar zu machen,was das für eine Technik ist. 

Genauso praktisch ausgestorben ist DAT. MD hat es auch erlegt. Da ist bei beidem.mWn gar keine Neuware an Tapes oder Blanca.


Ich brauche das nicht in Foren zu lesen, sondern schaue mir meine beiden Exemplare an.

Beides B215 MKII, gebraucht gekauft für ca. 800€ das Stück über Kleinanzeigen.
Beide waren zum Zeitpunkt des Kaufes grundsätzlich funktionstüchtig.
Neu Rollen rein, neue Kondensatoren und Potis, etwas Öl an die Lager, reinigen und einmessen, fertig.
Kostenpunkt unter 1k€ pro Stück und laufen tadellos. 
- - - Hier könnte Ihre Signatur stehen. - - -  thumbup
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Glück gehabt 

Ansonsten ist das Thema Cassette. 
Deshalb der Versuch am Ende des Post auf die Cassette zu kommen.

Inzwischen sind die ersten Revox Grandmaster bei den early birds angekommen 
Tatsächlich bin ich auf die Einschätzung sehr gespannt 

Immerhin hat sich Revox die verschiebbare Aufnahmesicherung gegönnt 
Verschraubung sieht ordentlich aus.
Der eine Ausreißer, wonach ein B215 nicht einmessen konnte,sagt erstmal nichts.

Hält es von der Aufnahme, ist wenigstens neben RTM eine weitere große Marke in Deutschland.

Splicit vertreibt Thomann. Thomann hatte ATR Typ I und II.
Darklab hat noch Maxell UR.
Müller Markt seine eigene Marke bzw hat oder hatte EQ Professional.
T A P E Music durchblicke ich nicht so recht von dem Mindestbestellwert.
Willi Studers Bastelkisten Wink
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@Manfred. Das hab ich mich auch gefragt. Ich glaub das ist in dem Sinne ja kein Techniker, der lässt seine Geräte wohl von einem Spezialisten überholen und in dem Video sagt er ja auch, die Anzeige beim B215 sei anders geeicht und was dort 0 dB seien, seien bei Pioneer locker 4. ich hab mir grad ein B215 auf einem Bild angesehen. Eine Dolby Marke als Referenz sehe ich da nicht, also ist sein Gerät vielleicht falsch justiert? Zumindest mein Billig Pioneer hat ziemlich viel Headroom. Dolby Symbol bei -1 dB. Ich hab da ja auch THD gemessen und da kann man schon echt Hot aussteuern, bis man auf seine 3% kommt und die Anzeige ist so träge, dass sie viele Peaks vermutlich verschluckt. In anderen Decks mit empfindlicher Anzeige, sind die Cassetten dann aber auch im oberen Bereich. Keine Ahnung wie es bei den teureren Pioneers ist…
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... der ist genauso wenig Techniker wie ich. Von daher sind seine Tests wenig aussagekräftig - wie meine, da subjektiv. Trotzdem gibt er einen guten ersten Eindruck. Ich hoffe ja auch auf Erfahrungen mit der Kassette, die vergleichbar sind, also wie sehen die Daten meßtechnisch aus ...

Die Einmeßautomatik (Korrektur am 11.3.2026: natürlich meinte ich hier die automatische Level-Findung oder auch Set-Level-Funktion) beim B215 ist tückisch - wie bei allen anderen Geräten auch, denn was ist die lauteste Stelle? Man muß die Taste schon länger gedrückt halten. Dann sieht man, daß der Pegel ständig springt und damit einige DB mehr oder weniger anzeigt. Läßt man im falschen Moment den Finger los, ist der Pegel vielleicht falsch abgespeichert.

Darum pegele ich meine Kassetten manuell ein. Zunächst mit Testton und bevor ich aufnehme, wird eine Probeaufnahme von den lautesten Stellen der Musik gemacht. Ist der Pegel Vorband lauter, als Nachband, wird er reduziert. Das funktioniert für mich als Laien ganz gut. Übersteuerte Aufnahmen kenne ich nicht. Spätestens dann, wenn die Musik verzerrt ist, weiß ich, daß der Aufnahmepegel reduziert werden muß. Wie wohl jeder hier.

Eine Dolby Marke als Referenz gibt es bei der B215 nicht.
   
Das übernimmt ja alles die Einmessautomatik. Das ist nicht manuell beeinflußbar.

Sein Test hat mich jedenfalls neugierig gemacht und werde mir dann mal die Revox-Kassetten zu Testzwecken mal bestellen.
Olaf, der eher passiv seit Jahren hier mitliest und sich an den fachlichen Beiträgen über Tonbandgeräte erfreut
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Nchdem was ich da so lese, denke ich du hast die Bedienung des B215 nicht richtig verstanden.


Den herausstehenden Löschschutz bei der Revox Kassette finde ich erschreckend.
Es gibt doch genromte Vorgaben bezüglich der Maße eines Kassettengehäuses. Offensichtlich wurde sich bei dem Löschschutz nicht daran gehalten. In der Vergangenheit gab es ja schon diverse Kassetten mit dem wiederverwendbaren Löschschutz. Da hat NIE irgendwas rausgestanden. 
Ich finde das ziemlich übel, wenn man sich als premium Hersteller darstellt und dann sowas abliefert.

Gruß
Thorsten
Eine solide Planung ist die Grundvoraussetzung einer gelungenen Improvisation
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Hallo Thorsten,
wo ist mein Fehler?
Danke
Olaf, der eher passiv seit Jahren hier mitliest und sich an den fachlichen Beiträgen über Tonbandgeräte erfreut
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(08.03.2026, 16:45)analogi67 schrieb: Die Zeiten günstiger Tapedecks ist auch vorbei.

Inzwischen habe ich den Eindruck, da Bandmaschinen kaum mehr günstig zu bekommen sind, sind Sammler auf diese Technik mehr aus. Einige Marken oder Modelle bei Tonband oder Kassette sind allerdings arg entgleist. Nakamich oder das Zauberwort Studer mit Revox führt zu extrem hohen Preisen. 

Gute Tapedecks in der Ex 800-1000DM- Klasse ( um 1985 ) waren sehr gut. Selbst kleine Decks in der 400-500 DM-Klasse sind auch ausreichend genug für das bisschen Revival. Wobei ich immer noch von einem Strohfeuer ausgehe. Der Hype wird vielleicht 5 oder mehr Jahre gehen. Danach werden etliche Decks langsam aber sicher reif für eine Überholung. Die Zeit oder das Geld muss man haben.

nein, das kann man so genausowenig pauschal sagen wie bei den Bandmaschinen. Die ehemaligen Traumgeräte von Nakamichi und Co. gehen preislich immer mehr nach oben, aber die ganzen soliden Mittelklasse Decks wie z.B. die sehr guten Dreikopfgeräte von Denon sind immer noch für ein Taschengeld zu haben, und teils schwer verkäuflich. Und selbst so gehyptes Zeug wie die Dual Decks C844/C846/CC1462 sind in gut für unter 500 Euro zu finden, in reparaturbedürftig teilweise für deutlich weniger ( ich habe vor nicht allzulanger Zeit für mein reparables C844 150 Euro bezahlt ). Und bei Bandmaschinen wie dem Revox A700 sind sogar gelegentlich wieder günstige Exemplare zu finden, weil die Geräte schwer zu reparieren sind, und immer mehr Exemplare wegen Alterswehwehchen abgegeben werden. Ich denke, die Welle wird insgesamt irgendwann wieder abwärts gehen, weil es a) immer weniger Leute mit Bezug zu dem Zeug geben wird, und b) kaum jemand bereit ist, sich das Reparatur Know How draufzutun, und die alten Spezis irgendwann alle weg sein werden.

Und ganz nebenbei gibt es immer noch gute Gebrauchsmaschinen, vorwiegend Kleinspuler, die einfach nicht im Wert steigen, obwohl sie fast ein Geheimtipp sind. Die Kleinspuler von Philips aus den siebzigern oder das Telefunken M3000/3002 haben es z.B. nie aus der "Sperrmüllklasse" rausgeschafft, obwohl die Geräte nicht nur gut klingen, sondern nach einer kleinen Revision voll alltagstauglich sind.

Gruß Frank
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Ja ich meine auch mal gehört zu haben, dass die Pegelanzeige sich bei Revox auf das Band kalibriert so dass der höchste unhörbare THD der verwendeten Cassette immer an der gleichen Stelle ist. Auch wenn er elektrisch auf einem anderen Wert wäre. Ich fand das Konzept immer total spannend. Aber anscheinend hab ich das fantasiert.

Und ja das mit den Einmesscomputern und Einmesshilfen ist immer so eine Sache. Manchmal „sehen“ die Anomalien nicht und treiben die Cassette total aus ihrem eigentlichen Arbeitspunkt weg, manchmal ist Dreck am Tonkopf oder bei der Einmessung rutscht man zufällig über eine Dropout lastige Stelle, wenn das Band schon benutzt ist.

Gerade bei gebrauchen Cassetten messe ich vor der Aufnahme auf die B Seite noch mal neu ein, weil die Specs und auch die Balance abweichen können. Neulich ist mir genau sowas mit dem KX 5010 passiert. Ich wollte mal gucken wie gut die einzige SA-XS performt, die ich habe und die leider sehr abgerockt ist. Die erste Seite ging trotz Wellen und Railroads super, die B Seite war beim ersten Versuch underbiased und fing viel früher an zu zerren. Als ich das dann wiederholte, klang sie genau so wie die erste Seite.

Das Super Auto BLE misst ja nur rechts, aber irgendwie checkt es glaub ich links noch mal nach dem THD. Wenn das Band schon ein bisschen abgenutzt ist zieht es den Pegel links gnadenlos runter und dann kann man die Cassette eigentlich nicht mehr vernünftig damit bespielen.

In sämtlichen Geräten mit gewöhnlicher Einmesshilfe hab ich häufig mit Doppelschicht Bändern Probleme. Die klingen dann zu dumpf oder zu schrill oder sind total underbiased, sodass sie viel zu früh zerren. Laut Anzeige stimmt die Einmessung aber. Dieser dritte Messpunkt macht so viel aus, ich kriege so viele Bänder mit diesen Geräten nicht zufriedenstellend zum Klingen, vor Allem, wenn ich Dolby nutzen möchte. Trotzdem können Einmesshilfe und Computer völlig unterschiedlich darauf reagieren, je nachdem wie ihr Regelbereich justiert ist und wo auf welcher Frequenz die Geräte die Osillator Töne für Bias und Level haben. Ich habe nach einem Kopftausch mal ein Grundig CF7500 einigermaßen justiert. Es ist schon krass wie unterschiedlich 2 mal das Gleiche Deck reagiert, wenn der PB Zweig minimal abweicht oder der Regelbereich des Computers anders eingestellt ist. Auch die Kopfabnutzung kann großen Einfluss darauf haben.

Da muss ja nur mal die Referenz oder Test Cassette schlecht gealtert sein und schon ist mein 1 oder 2 dB weg vom Soll. Das summiert sich dann im Aufahmezweig. Oder auch das Band was man zur Einmessung benutzt… ich verwende meist TDK SA für die Grundeinmessung beim servicen. Aber da kommt es ja auch auf die Charge an. Die aus den 80ern sind ganz anders als die aus den 90ern und zwischen 1988 und der Übernahme von Imation hat sich das Band mehrfach stärker verändert.

Das sind alles Dinge, die man berücksichtigen muss.

Und noch mal um das klar zu stellen: ich halte diese Revox Decks nicht für schlecht. Ich freue mich für Jeden, der eins hat und es am Leben hält. Ich denke sie gehören zu den besten Geräten ever, aber ich kann und will sie mir nicht leisten und bin auch zu faul so eine Revision selbst durch zu führen, aber ich würde niemals für ein solches Gerät 800 oder 1000 Euro hinlegen plus Teile, die dann auch noch mal einen 4 stelligen Bereich gehen. Zumindest ich selbst höre den Mehrwert einfach nicht.

Mir hat mal jemand Cassetten in einem Nakamichi Dragon zum vergleichen aufgenommen, das er 100%ig auf IEC abgestimmt hatte. Die Aufnahmen waren zweifelsohne sehr sehr gut, aber „oh Wunder…“ in meinem bestehenden GX75 mit der selben Cassette und der selben Musik habe ich keine frappierenden Unterschiede hören können. Und genau so ist es selbst mit irgendwelchen Mittelklasse oder Einsteigergeräten. In den 80ern und frühen 90ern waren selbst die einfachsten Geräte bereits so gut, dass die Qualität schon fast dem Optimum entspricht und solang der W&F unter 0,1% ist reichts halt fürs Meiste. Unter 0,05% juckt es mich eigentlich vom Hören her eh nicht mehr wie gut genau der Wert ist.

Bei den einfachen Decks stören mich halt eher so Sachen wie Drift, manchmal auch Haptik und Design und/oder die fehlende Flexibilität, wenn man Alles Mögliche an Cassetten benutzen möchte.

Trotzdem ist mir halt, wenn ich so ein Kenwood KX5010 für n Fuffi im Topp Zustand kriege, ein Braun C3 bei ner Wohnungsauflösung abgegriffen habe und das Plastik Pioneer für noch mal 50 Euro bekommen habe, wo ich dann nur einen Service vorhandener Teile machen, ein paar kalte Lötstellen reparieren und Gummiteile austauschen muss, dann Alles wieder perfekt auf Specs ist, ich nur ein Bisschen Justierem muss, ein vierstelliger Betrag - egal wie hoch - für einen letztlich nur minimalen Qualitätsgewinn einfach zu hoch.

Und ich find auch das was in den Foren und Communties teilweise gesäht wird einfach nicht gut. Klar, niemand muss so viel Geld bezahlen, aber Viele tun so, als wäre es nur so Möglich das Optimum raus zu holen und dann entsteht so eine Arroganz, teilweise werden Leute belächelt, die nicht so viel haben oder auch nicht haben wollen und man protzt mit Messwerten und winkt dann aber ab, wenn die Werte von einfacheren Geräten nicht viel schlechter sind.

Ich bin auf so nem Discord Server. Da sind Typen ab 16 bis 50. Die meisten sind Anfang 20 und haben anscheinend Geld zum Scheißen, denn sie haben gefühlt jedes Topp Deck der Welt entweder im Regal stehen oder es schon mal besessen und wenn dann Irgendwelche Newbies kommen, die in einem Flohmarkt Laden ein einfaches Technics RS M216 für n Fünfer gekauft haben und sich total darüber freuen erzählen sie ihnen, dass sie ein Dragon brauchen oder zumindest irgendein 3 Kopf Deck. Sie haben in jedem Satz eine Empfehlung und scheinen ungefähr 50 Jahre Erfahrung zu haben oder sie haben seit Jahren Nichts Anderes getan als Bezeichnungen von Cassettendecks auswendig gelernt.

Als ich einem 16 jährigen geholfen habe, sein Technics ohne große Messmittel möglichst gut in Gang zu setzen (Azimut mit Software und guter Pre Recorded korrekt einstellen, Riemen wechseln und Geschwindigkeit mittels Musik im digitalen Vergleich möglichst genau abstimmen, Aufnahme bestmöglich auf vorhandene Maxell URs einmessen), haben die Leute empört protestiert, als würde er das Gerät nachhaltig zerstören, nur weil er halt nicht mit Testcassetten arbeitet. So hab ich das auch Jahre lang gemacht. Es hat immer zufriedenstellend funktioniert und auch als ich die HPR Cassetten hatte, habe ich fest gestellt, dass da nix extrem „off“ war, bei keinem meiner Geräte. Klar, so ist es deutlich besser, aber jeder fängt mal klein an und 60 Euro plus Zoll außerhalb der EU sind für einen 16 Jährigen ein Haufen Holz.

Auch als ich erzählt habe, dass ich bewusst entschieden habe, dieses Kenwood mal auszuprobieren, weil mich die Kombination aus dem Laufwerk, den Specs und der Philosophie mit den 2 Köpfen reizt und ich eigentlich ganz gut ausgerüstet bin und nicht unbedingt Notstand hatte wurde ich direkt mit „Recommendations“ bombardiert. Ich soll mir doch lieber das KX1100 kaufen denn es ist solide, hat Doppelcapstan und ist besser als das 5010. ja es ist aber auch ein 3 Kopf Deck und hat einen Doppelcapstan gegen den ich mich ja bewusst entschieden habe… und ja wenn nicht das 1100 dann doch das Kyocera D811 sei ja schließlich das vermutlich beste 2 Kopf Deck ever, oder eben ein Nakamichi (hab ich auch schon hinter mir, inkompatibel hoch 10, nur in sich gut, aber auch nicht besser als irgendwas Anderes Gutes).

Ich hab aber nicht mehr als 100 Euro ausgeben wollen, das Kenwood gibts wie Sand am Meer, das Kyocera kennt hier kein Schwein. Ist ja nicht so, dass ich mir das nicht auch angesehen hätte. Dann bestellst du das irgendwo in den USA, kommt vielleicht kaputt hier an, Brauchst vielleicht noch einen Step Down Transformator und am Ende bin ich dann nicht mehr bei 100 Euro sondern bei 600 oder 800… aber das ist ja nicht son großer Unterschied… und „it’s just a Recommendation….“. Da frag ich mich halt auch, ob die Leute ihre Geräte wirklich hören oder ob sie davon überzeugt sind, dass sie das Geilste haben, weils drauf steht? Ich hör über 15 kHz eh nix mehr. Ob das Deck nun 16, 18 oder gar 21 kHz bei Ferro schafft ist mir völlig Latte.

Ich möchte anderen Leuten Mut machen, die jetzt nachziehen, dass man auch mit günstigen Geräten gute Aufnahmen machen kann. Dass es viele hochwertige Geräte gibt, die man günstig bekommt und dass man nicht 5000 Euro oder eine Kondensator Kur braucht um Auf Specs und das Optimum zu kommen. Wir sollten unser Wissen und unsere Liebe an die weiter geben, die das weiter führen und sich auch dafür begeistern, anstatt eine Elite zu gründen und Keinen rein zu lassen.

Das schließt natürlich nicht aus so ein Topp Gerät zu besitzen, es zu lieben oder sich damit einen Traum zu erfüllen.
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(10.03.2026, 12:29)nick_riviera schrieb:
(08.03.2026, 16:45)analogi67 schrieb: Die Zeiten günstiger Tapedecks ist auch vorbei.

Inzwischen habe ich den Eindruck, da Bandmaschinen kaum mehr günstig zu bekommen sind, sind Sammler auf diese Technik mehr aus. Einige Marken oder Modelle bei Tonband oder Kassette sind allerdings arg entgleist. Nakamich oder das Zauberwort Studer mit Revox führt zu extrem hohen Preisen. 

Gute Tapedecks in der Ex 800-1000DM- Klasse ( um 1985 ) waren sehr gut. Selbst kleine Decks in der 400-500 DM-Klasse sind auch ausreichend genug für das bisschen Revival. Wobei ich immer noch von einem Strohfeuer ausgehe. Der Hype wird vielleicht 5 oder mehr Jahre gehen. Danach werden etliche Decks langsam aber sicher reif für eine Überholung. Die Zeit oder das Geld muss man haben.

nein, das kann man so genausowenig pauschal sagen wie bei den Bandmaschinen. Die ehemaligen Traumgeräte von Nakamichi und Co. gehen preislich immer mehr nach oben, aber die ganzen soliden Mittelklasse Decks wie z.B. die sehr guten Dreikopfgeräte von Denon sind immer noch für ein Taschengeld zu haben, und teils schwer verkäuflich. Und selbst so gehyptes Zeug wie die Dual Decks C844/C846/CC1462 sind in gut für unter 500 Euro zu finden, in reparaturbedürftig teilweise für deutlich weniger ( ich habe vor nicht allzulanger Zeit für mein reparables C844 150 Euro bezahlt ). Und bei Bandmaschinen wie dem Revox A700 sind sogar gelegentlich wieder günstige Exemplare zu finden, weil die Geräte schwer zu reparieren sind, und immer mehr Exemplare wegen Alterswehwehchen abgegeben werden. Ich denke, die Welle wird insgesamt irgendwann wieder abwärts gehen, weil es a) immer weniger Leute mit Bezug zu dem Zeug geben wird, und b) kaum jemand bereit ist, sich das Reparatur Know How draufzutun, und die alten Spezis irgendwann alle weg sein werden.

Und ganz nebenbei gibt es immer noch gute Gebrauchsmaschinen, vorwiegend Kleinspuler, die einfach nicht im Wert steigen, obwohl sie fast ein Geheimtipp sind. Die Kleinspuler von Philips aus den siebzigern oder das Telefunken M3000/3002 haben es z.B. nie aus der "Sperrmüllklasse" rausgeschafft, obwohl die Geräte nicht nur gut klingen, sondern nach einer kleinen Revision voll alltagstauglich sind.

Gruß Frank
Eben ich sagte bestimmte Marken wie Nakamichi ( oder Revox ). Was im Umkehrschluss heißt,es gibt Underdogs.
Die keinen Nismus haben.

Dokoder fiele mir zB ein
Willi Studers Bastelkisten Wink
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(10.03.2026, 14:10)DOSORDIE schrieb: Ja ich meine auch mal gehört zu haben, dass die Pegelanzeige sich bei Revox auf das Band kalibriert so dass der höchste unhörbare THD der verwendeten Cassette immer an der gleichen Stelle ist. Auch wenn er elektrisch auf einem anderen Wert wäre. Ich fand das Konzept immer total spannend. Aber anscheinend hab ich das fantasiert.

Und ja das mit den Einmesscomputern und Einmesshilfen ist immer so eine Sache. Manchmal „sehen“ die Anomalien nicht und treiben die Cassette total aus ihrem eigentlichen Arbeitspunkt weg, manchmal ist Dreck am Tonkopf oder bei der Einmessung rutscht man zufällig über eine Dropout lastige Stelle, wenn das Band schon benutzt ist.

Gerade bei gebrauchen Cassetten messe ich vor der Aufnahme auf die B Seite noch mal neu ein, weil die Specs und auch die Balance abweichen können. Neulich ist mir genau sowas mit dem KX 5010 passiert. Ich wollte mal gucken wie gut die einzige SA-XS performt, die ich habe und die leider sehr abgerockt ist. Die erste Seite ging trotz Wellen und Railroads super, die B Seite war beim ersten Versuch underbiased und fing viel früher an zu zerren. Als ich das dann wiederholte, klang sie genau so wie die erste Seite.

Das Super Auto BLE misst ja nur rechts, aber irgendwie checkt es glaub ich links noch mal nach dem THD. Wenn das Band schon ein bisschen abgenutzt ist zieht es den Pegel links gnadenlos runter und dann kann man die Cassette eigentlich nicht mehr vernünftig damit bespielen.

In sämtlichen Geräten mit gewöhnlicher Einmesshilfe hab ich häufig mit Doppelschicht Bändern Probleme. Die klingen dann zu dumpf oder zu schrill oder sind total underbiased, sodass sie viel zu früh zerren. Laut Anzeige stimmt die Einmessung aber. Dieser dritte Messpunkt macht so viel aus, ich kriege so viele Bänder mit diesen Geräten nicht zufriedenstellend zum Klingen, vor Allem, wenn ich Dolby nutzen möchte. Trotzdem können Einmesshilfe und Computer völlig unterschiedlich darauf reagieren, je nachdem wie ihr Regelbereich justiert ist und wo auf welcher Frequenz die Geräte die Osillator Töne für Bias und Level haben. Ich habe nach einem Kopftausch mal ein Grundig CF7500 einigermaßen justiert. Es ist schon krass wie unterschiedlich 2 mal das Gleiche Deck reagiert, wenn der PB Zweig minimal abweicht oder der Regelbereich des Computers anders eingestellt ist. Auch die Kopfabnutzung kann großen Einfluss darauf haben.

Da muss ja nur mal die Referenz oder Test Cassette schlecht gealtert sein und schon ist mein 1 oder 2 dB weg vom Soll. Das summiert sich dann im Aufahmezweig. Oder auch das Band was man zur Einmessung benutzt… ich verwende meist TDK SA für die Grundeinmessung beim servicen. Aber da kommt es ja auch auf die Charge an. Die aus den 80ern sind ganz anders als die aus den 90ern und zwischen 1988 und der Übernahme von Imation hat sich das Band mehrfach stärker verändert.

Das sind alles Dinge, die man berücksichtigen muss.

Und noch mal um das klar zu stellen: ich halte diese Revox Decks nicht für schlecht. Ich freue mich für Jeden, der eins hat und es am Leben hält. Ich denke sie gehören zu den besten Geräten ever, aber ich kann und will sie mir nicht leisten und bin auch zu faul so eine Revision selbst durch zu führen, aber ich würde niemals für ein solches Gerät 800 oder 1000 Euro hinlegen plus Teile, die dann auch noch mal einen 4 stelligen Bereich gehen. Zumindest ich selbst höre den Mehrwert einfach nicht.

Mir hat mal jemand Cassetten in einem Nakamichi Dragon zum vergleichen aufgenommen, das er 100%ig auf IEC abgestimmt hatte. Die Aufnahmen waren zweifelsohne sehr sehr gut, aber „oh Wunder…“ in meinem bestehenden GX75 mit der selben Cassette und der selben Musik habe ich keine frappierenden Unterschiede hören können. Und genau so ist es selbst mit irgendwelchen Mittelklasse oder Einsteigergeräten. In den 80ern und frühen 90ern waren selbst die einfachsten Geräte bereits so gut, dass die Qualität schon fast dem Optimum entspricht und solang der W&F unter 0,1% ist reichts halt fürs Meiste. Unter 0,05% juckt es mich eigentlich vom Hören her eh nicht mehr wie gut genau der Wert ist.

Bei den einfachen Decks stören mich halt eher so Sachen wie Drift, manchmal auch Haptik und Design und/oder die fehlende Flexibilität, wenn man Alles Mögliche an Cassetten benutzen möchte.

Trotzdem ist mir halt, wenn ich so ein Kenwood KX5010 für n Fuffi im Topp Zustand kriege, ein Braun C3 bei ner Wohnungsauflösung abgegriffen habe und das Plastik Pioneer für noch mal 50 Euro bekommen habe, wo ich dann nur einen Service vorhandener Teile machen, ein paar kalte Lötstellen reparieren und Gummiteile austauschen muss, dann Alles wieder perfekt auf Specs ist, ich nur ein Bisschen Justierem muss, ein vierstelliger Betrag - egal wie hoch - für einen letztlich nur minimalen Qualitätsgewinn einfach zu hoch.

Und ich find auch das was in den Foren und Communties teilweise gesäht wird einfach nicht gut. Klar, niemand muss so viel Geld bezahlen, aber Viele tun so, als wäre es nur so Möglich das Optimum raus zu holen und dann entsteht so eine Arroganz, teilweise werden Leute belächelt, die nicht so viel haben oder auch nicht haben wollen und man protzt mit Messwerten und winkt dann aber ab, wenn die Werte von einfacheren Geräten nicht viel schlechter sind.

Ich bin auf so nem Discord Server. Da sind Typen ab 16 bis 50. Die meisten sind Anfang 20 und haben anscheinend Geld zum Scheißen, denn sie haben gefühlt jedes Topp Deck der Welt entweder im Regal stehen oder es schon mal besessen und wenn dann Irgendwelche Newbies kommen, die in einem Flohmarkt Laden ein einfaches Technics RS M216 für n Fünfer gekauft haben und sich total darüber freuen erzählen sie ihnen, dass sie ein Dragon brauchen oder zumindest irgendein 3 Kopf Deck. Sie haben in jedem Satz eine Empfehlung und scheinen ungefähr 50 Jahre Erfahrung zu haben oder sie haben seit Jahren Nichts Anderes getan als Bezeichnungen von Cassettendecks auswendig gelernt.

Als ich einem 16 jährigen geholfen habe, sein Technics ohne große Messmittel möglichst gut in Gang zu setzen (Azimut mit Software und guter Pre Recorded korrekt einstellen, Riemen wechseln und Geschwindigkeit mittels Musik im digitalen Vergleich möglichst genau abstimmen, Aufnahme bestmöglich auf vorhandene Maxell URs einmessen), haben die Leute empört protestiert, als würde er das Gerät nachhaltig zerstören, nur weil er halt nicht mit Testcassetten arbeitet. So hab ich das auch Jahre lang gemacht. Es hat immer zufriedenstellend funktioniert und auch als ich die HPR Cassetten hatte, habe ich fest gestellt, dass da nix extrem „off“ war, bei keinem meiner Geräte. Klar, so ist es deutlich besser, aber jeder fängt mal klein an und 60 Euro plus Zoll außerhalb der EU sind für einen 16 Jährigen ein Haufen Holz.

Auch als ich erzählt habe, dass ich bewusst entschieden habe, dieses Kenwood mal auszuprobieren, weil mich die Kombination aus dem Laufwerk, den Specs und der Philosophie mit den 2 Köpfen reizt und ich eigentlich ganz gut ausgerüstet bin und nicht unbedingt Notstand hatte wurde ich direkt mit „Recommendations“ bombardiert. Ich soll mir doch lieber das KX1100 kaufen denn es ist solide, hat Doppelcapstan und ist besser als das 5010. ja es ist aber auch ein 3 Kopf Deck und hat einen Doppelcapstan gegen den ich mich ja bewusst entschieden habe… und ja wenn nicht das 1100 dann doch das Kyocera D811 sei ja schließlich das vermutlich beste 2 Kopf Deck ever, oder eben ein Nakamichi (hab ich auch schon hinter mir, inkompatibel hoch 10, nur in sich gut, aber auch nicht besser als irgendwas Anderes Gutes).

Ich hab aber nicht mehr als 100 Euro ausgeben wollen, das Kenwood gibts wie Sand am Meer, das Kyocera kennt hier kein Schwein. Ist ja nicht so, dass ich mir das nicht auch angesehen hätte. Dann bestellst du das irgendwo in den USA, kommt vielleicht kaputt hier an, Brauchst vielleicht noch einen Step Down Transformator und am Ende bin ich dann nicht mehr bei 100 Euro sondern bei 600 oder 800… aber das ist ja nicht son großer Unterschied… und „it’s just a Recommendation….“. Da frag ich mich halt auch, ob die Leute ihre Geräte wirklich hören oder ob sie davon überzeugt sind, dass sie das Geilste haben, weils drauf steht? Ich hör über 15 kHz eh nix mehr. Ob das Deck nun 16, 18 oder gar 21 kHz bei Ferro schafft ist mir völlig Latte.

Ich möchte anderen Leuten Mut machen, die jetzt nachziehen, dass man auch mit günstigen Geräten gute Aufnahmen machen kann. Dass es viele hochwertige Geräte gibt, die man günstig bekommt und dass man nicht 5000 Euro oder eine Kondensator Kur braucht um Auf Specs und das Optimum zu kommen. Wir sollten unser Wissen und unsere Liebe an die weiter geben, die das weiter führen und sich auch dafür begeistern, anstatt eine Elite zu gründen und Keinen rein zu lassen.

Das schließt natürlich nicht aus so ein Topp Gerät zu besitzen, es zu lieben oder sich damit einen Traum zu erfüllen.

Auf welchem Weg und wie gut ein Einmessung läuft, zwei Dinge zu heute.
Zweifellos gab es sehr gute Decks , mit oder ohne Einmesscomputer, so wie das erwähnte Kenwood.
Ein Underdog.

Für heute ist es (leider) nunmal so das hochwertiges Band einfach nicht mehr gibt. Keine BASF CS, Maxima, Maxwll XLII-S, Denon HD8. Es gibt halbwegs gute Typ I und die Reste, die ein User auf T A P E Muzik verwiesen hat.

Das Band ist gut, doch es gab besseres.

Egal wie gut und servicefreundlich konstruiert ein Deck ist, es ist einfach nicht drin,das ein Laufwerk nicht gewartet werden muss. Früher oder später. Genauso wie ein Elko trocken geht , ein Widerstand nicht mehr einhält ( hier im Forum zu finden ) oder es eine Schwierigkeiten in der aufwändigen Steuerung gab ( auch hier im Forum bei einer Studer) . Natürlich lösbar, .am einfachsten mit Standardbauteilen. Da sind wahrscheinlich die Europäer besser dran, als manch asiatische Marke.

Ich bin nicht sicher, ob und wo jemand Teile eines der Kenwood KX 1100 etc so.ohne weiteres noch in sagen wir 10-15 Jahren in den Griff bekäme. Schön wer es kann. 

Aktuell halten wir Gerät von ca 30-60 Jahren unter Dampf. Es wird nicht einfacher. Grundsätzlich ist vieles lösbar, mit genug Forenkompetenz, ausgeschlachteten Geräten , Nachfertigungen.

Wer aber glaubt das geht so weiter, wird irgendwann vielleicht doch einmal scheitern. Zu Aufwand, zu teuer, und ganz ehrlich, nicht mehr wichtig. Ich mag Magnetbandrekorder, weiß was sie können,doch am Ende hat es sich überlebt.
Die Nische wird kleiner und kleiner, und das ist der Ausstieg zur Frage der Cassette in 2026.

Freuen wir uns - oder die es exzessiv noch nutzen - mit Revox eine neue Marke zu haben. Die Typ II in Aussicht stellte 
Freuen wir uns mit T A P E Muzik eine Quelle zu haben, die Typ II liefert.
Freuen wir uns das RTM es geschafft hat.

Es bleibt nur leider dabei: sehr niedriges Niveau, geringe Auswahl.
Immerhin neue Typ I in akzeptabler Zahl. Sicherlich teuer um 7-9€ pro C60/C90.

Bei Tonbändern siehe es auch nicht besser aus, vie Marken sind es RTM, Splicit, ATR. Plus darklab.
Auch nicht viel mehr. Wenigstens das SM900 ist als eine der letzten Entwicklungen verfügbar.

Mutig finde es von Revox neue Köpfe für die B77-MK3 zu haben. Da kostet einer ca 750 netto.

Leider sehe ich so eine Entwicklung nicht bei Tapedecks.
So bleiben Geräte aus Ausschlachtung noch eine Quelle.
Und alle Quellen versiegen. Irgendwann. Spätestens wenn eine Werkstatt aus Altersgründen schließt oder die Mehrheit hier im Forum zwischen 70-90 geworden ist.

Es gibt natürlich Nachfertigungen. Das muss sich für bestimmte Geräte lohnen. Das mag der Grund sein dass zB ein B215 so hoch gehandelt wird.
Willi Studers Bastelkisten Wink
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Klar, Nix ist für die Ewigkeit, das was jetzt noch als reliable gilt ist in ein paar Jahren vielleicht auch höchst unzuverlässig, man liest vermehrt von GX Köpfen die spröde werden oder oxidieren und dann tot sind. Plastik, das jetzt noch gut ist, ist es irgendwann vielleicht auch nicht mehr, wobei es da ja mittlerweile ganz gute Möglichkeiten gibt. Capstan Lager werden sicher nicht besser…

Wer weiß was mit den Bändern ist, die jetzt noch gut funktionieren. Meine End 80er XL II haben plötzlich Alle "Reste" der alten Aufnahmen, das wird sicher nicht besser. Ich hab jetzt mal eine noch ältere UDXL II komplett leer gemacht, vielleicht verschwindet der Rest, wenn man sie ein Bisschen liegen lässt.

Aber im Moment laufen die Geräte noch, lassen sich einfach in Gang setzen und revidieren und solang das so ist, mache ich mir erst Mal keine Sorgen. Man muss halt immer gucken, was wie gut überlebt. Manchmal ist es überraschend. Irgendwann sind einfache Tanashin Doppeldecks vielleicht gefragt, weil man die Mechanismen dann durch die Clone ersetzen kann und sie dann zumindest weiterlaufen, wenn Alles Andere steht…

FL Displays sind auch ne schwierige Angelegenheit. Da werden Viele irgendwann dunkel oder fleckig.

LG Tobi
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(10.03.2026, 14:10)DOSORDIE schrieb: Ja ich meine auch mal gehört zu haben, dass die Pegelanzeige sich bei Revox auf das Band kalibriert so dass der höchste unhörbare THD der verwendeten Cassette immer an der gleichen Stelle ist. Auch wenn er elektrisch auf einem anderen Wert wäre. Ich fand das Konzept immer total spannend. Aber anscheinend hab ich das fantasiert.

Ja, hast Du  Wink Die Pegelanzeige beim B 215 ist und bleibt fest, egal was für ein Band eingelegt ist.

Zum Dolby-Pegel-Abgleich verwendet man ein ein 200 nWb/m ANSI, 400 Hz, Messband. 

200 nWb/m entspricht dem Dolby-Pegel = 0,775 an Line Output, so werden die Trimmer für L +R eingestellt. 

Anschließend wird auf der System Control das VU-Meter auf 0 dB abgeglichen. Das Dolby Zeichen müsste bei 0 dB stehen, aber ReVox hat auf eine Kennzeichnung verzichtet.
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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OK, das müsste dann aber auch heißen, dass man schon ziemlich weit in den roten Bereich aussteuern kann. Dementsprechend wäre die Sättigung bei 0 dB kein gutes Zeichen für dieses Band!
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@Olllafff: "Die Einmeßautomatik beim B215 ist tückisch"

Nach meiner Erfahrung (ich besitze mittlerweile mehrere B 215 - ja ich bin bekloppt - ist aber Teil meiner Therapie  Smile ) besitzt das B 215 einen hervorragenden Einmesscomputer mit sehr großem Regelbereich. Fehlgeschlagene Align-Versuche sind dabei immer auf defekte Kassetten zurückzuführen. Vorausgesetzt das Deck ist zu 100% revidiert und die Köpfe sind sauber.

Was Du meinst: "Man muß die Taste schon länger gedrückt halten. Dann sieht man, daß der Pegel ständig springt und damit einige DB mehr oder weniger anzeigt. Läßt man im falschen Moment den Finger los, ist der Pegel vielleicht falsch abgespeichert."

ist diese automatische Level-Findung der Aussteuerung. Da hast Du absolut Recht, in meinen Augen ist diese Funktion überflüssig, oder aber eher für Laien gedacht. Ich verwende diese Funktion nie. Ich steuere immer von Hand aus.

"Eine Dolby Marke als Referenz gibt es bei der B215 nicht."..., richtig, die liegt bei 0 dB - muss man sich denken  Wink 


...Also, Einmessung mit der Taste "Align", Aussteuerungs Level finden mit Taste "Set Level". "ALIGN" ist lebensnotwendig , "Set level" braucht kein Mensch  Big Grin
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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(10.03.2026, 18:27)DOSORDIE schrieb: OK, das müsste dann aber auch heißen, dass man schon ziemlich weit in den roten Bereich aussteuern kann. Dementsprechend wäre die Sättigung bei 0 dB kein gutes Zeichen für dieses Band!

Nicht so weit, wie in unserem KX-5010, da liegt der Dolby Pegel weiter rechts. 

Aber, wenn alles beim B 215 passt, wäre eine Sättigung bei 0 dB mehr als Übel. Das wäre gerade Dolby Pegel. Wie gesagt, mit einer Sound I oder TDK D ist einiges mehr drin. 

Aber Karsten im Video meinte ja, das sein VU Meter nicht stimmt. Gut, dann war ein "Experte" am Gerät  Wink  der wenig Ahnung hat. Das würde ich reklamieren, es gibt klare Anweisungen im SM.
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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Hallo Manfred,

Du hast in allen Punkten recht. Genauso wie Du es schreibst, mache ich es ja auch. Ich schrieb "Die Einmeßautomatik beim B215 ist tückisch - wie bei allen anderen Geräten auch, denn was ist die lauteste Stelle?" Da ist mir dann ein Fehler unterlaufen, ich habe den falschen Begriff benutzt, wie Du es ja auch richtig gestellt hast. Natürlich benutze ich die Aussteuerungsautomatik, wie Du auch, nie.

Danke für den Hinweis Smile
Olaf, der eher passiv seit Jahren hier mitliest und sich an den fachlichen Beiträgen über Tonbandgeräte erfreut
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Naja, genau genommen würde das Kenwood ja eh aus der Wertung fallen, weil die Dolby Marke dort bei +3 dB ist, was eigentlich dem VU Wert entspricht, die Anzeige ist aber Peak. Merkwürdiger Mischmasch, oder habe ich einen Denkfehler? Ja, aber auf dem Revox dürfte es trotzdem kein Problem sein, bis mindestens +2 dB auszusteuern. Bei so einem Einmesscomputer plus 3 Kopf müsste man wirklich den maximalen Headroom besserer Cassetten ausnutzen können und locker bis +4 dB kommen.

Hmm, so ein Deck möchte man doch nicht falsch eingemessen haben, dann wären die Aufnahmen ja gleichzeitig auch noch zu allen anderen Geräten, die er dort so stehen hat inkompatibel…

Ich überlege übrigens im Moment mir so ein Fisher DD Gerät zuzulegen, auch die gibt es super günstig und die scheinen sehr robust zu sein und sehen teilweise sehr schön aus. Mir gefällt das C3 nicht. Ich weiß nicht, wie ich es integrieren soll und die Schublade nervt beim Aufnehmen. Es ist ein tolles Deck und klingt auch super, aber das Handling ist irgendwie doof, gerade kurz vor Ende der Seite, wenn man die Cassette nicht sieht und dann die Schublade raus fahren muss, so richtig kann ich mich damit nicht anfreunden. Allerdings ist es derzeit das Einzige Gerät, mit dem ich Ferrochrom korrekt aufnehmen kann, das ich besitze. Ich hatte es ja auf Echtchrom eingemessen und die Chromdioxid Cassetten machen darauf jetzt ausnahmslos topp Aufnahmen, selbst die Ältesten. Dolby geht damit auch in all meinen anderen Geräten und man merkt, dass es scheinbar für Chromdioxid und nicht für FeCo Bänder, wie die japanischen Geräte ausgelegt war, denn die alten LH Bänder machen jetzt in der Ferro Position eine gute Figur und haben nur minimal zu viel Pegel und die FerroChrom Bänder von Sony haben nur etwa 3 dB zu viel.

Ist das Gerät eigens von Braun entwickelt, oder gibt es das auch noch als normalen Frontlader von anderen Herstellern?
LG Tobi
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In der Bedienungsanleitung des B215 steht zum Thema Aussteuerung (Maximalwerte):

IEC I = +6 dB
IEC II = +4 dB
IEC IV = +6 dB

Gruß Micha
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Tobi, ja das KX-5010 besitzt den "VU" scale --> 0 dB entsprechen 160 nWb/m, Dolby level liegt bei +2,8 dB.

Deshalb sieht die Aussteuerung auf dem KX-5010 recht "hot" aus, im Vergleich, wenn man es auf dem B 215 abspielt.

@ Micha ja das passt. + 6 dB sind bei normalen CD-Abmischungen locker machbar, z.B. Genesis-Abacab.

Bei dem ganzen neumodischen Trance-Tracks ist der Bass-Anteil um einiges höher, da sollte man nicht über + 4 dB gehen. ACDC wiederum prügelst du auf + 8 dB, alles mit einer TDK-D von 1998, meine liebsten Typ-I Kassetten... 

Bei dieser guten Aussteuerbarkeit, kommt man dann auf eine Dynamic von 59 dB ohne Dolby. Schlechte Typ I Bänder, mit einer geringeren Aussteuerbarkeit schaffen da z.B. nur 54 dB.

Jetzt wäre interessant, in welchem Bereich die ReVox Grandmaster spielt. Einfach nur das Grundrauschen vergleichen, wie im Video, bringt da leider keine belastbaren Erkenntnisse.
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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(10.03.2026, 18:28)Manfred_K. schrieb:  "Set level" braucht kein Mensch  Big Grin

Doch, zumindest einer schon - ich!  Tongue

Ich finde "Set Level" beim B215 ein geniales Feature. Denn damit zeigt mir bereits das Aufnahmegerät ziemlich genau an, wieviel Pegel das Band garantiert verdauen kann. Und bei Typ II, bei denen ich nicht so ganz sicher bin, ob es FeCo oder CrO2 ist, gibt das B215 damit auch recht gute Rückschlüsse.

"Set Level" muss man nicht brauchen, kann man aber - und seit ich es (wieder) brauche ist es mir nicht mehr passiert, dass ich übersteuere. Ihr kennt das vielleicht auch: Früher wolle ich immer das Maximum rausholen, besser, höher, schärfer mit dem Resultat, dass ich die Aufnahme spätestens mit etwas zeitlicher Distanz gar nicht mehr so gelungen finde und heute neu machen muss/will (was aber auch wieder nicht schlecht ist, habe ich damit doch einen guten Grund mal wieder ein Tape aufzunehmen...) 

Hobby eben...  Cool

LG
Manuel
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Ist das denn ein fester Parameter, der nach laufender Musik einfach einen bestimmten Maximalpegel fest legt (ALC mäßig nur zeitlich begrenzt ohne Kompression), oder legt Set Level das anhand der Einmessung/dem THD des Bandes durch die Einmessung fest? Denn dann hätte ich ja doch nicht so ganz fantasiert. Das wäre wirklich genial!
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"Set Level" hat mit der Einmessung nichts zu tun. Die BDA sagt dazu folgendes:

   

Ich denke, je nach erkannter oder eingestellter Bandsorte stellt "Set Level" den Maximalpegel nach der Empfehlung ein, die auch unter der manuellen Aussteuerung beschrieben ist, das wird so im Deck hinterlegt sein. Wenn da der THD gemessen werden würde, das wäre ja super, aber das ist nicht der Fall. Das ist einfach nur eine Funktion für Leute, die zu Faul sind den Aussteuerungspegel selbst einzustellen.

Ich habe diese Funktion noch nie benutzt.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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Ich nehme den Wert, den "Set Level" empfiehlt, als Ausgangslage und gebe dann meistens noch 1dB dazu. Passt immer. Bei den gängigen, guterhaltenen FeCo-Tapes komme ich dann meist auf etwa 2dB, Echtchrom von PDM und BASF auf 0, Superferros +2 bis +3, Typ IV +3 bis +4.

LG
Manuel
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