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Hallo,
ich hab hier einen kleinen Onkyo CD-Player, der bei kleinster Berührung am Gehäuse oder teils bei Tastenbedienung springt.
Einlesen geht schnell und zuverlässig, Abspielen ist grundsätzlich auch OK. Der Laser wurde mit Isoprop gereinigt (vorher ging fast nichts).
Kennt sich einer näher aus? Wenn dann geht meistens gar nix mehr, aber fehlerfreies Abspielen bei hoher Empfindlichkeit hatte ich so noch nicht.
Schwächelt der Laser (KSS-210A) und kann ich den mit dem Trimmer am Laser direkt etwas optimieren?
VG
Andreas
Festina lente!
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Meine Erfahrung sagt, daß das herumdrehen an den Trimmern nix bringt. In der Regel wird der Laser sein Lebensende erreicht haben.
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Also ich hab da zwei verschiedene Erfahrungen:
- Bei CD Spielern mit Liniearführung: Führungen entfetten und mit weißem Fett neu einfetten
- Fokusierung empirisch nachstellen
Das hat teilweise zu guten Erfolgen geführt. An der Laseremission sollte man nicht rumkurbeln: Ein bisschen zu stark eingestellt und der Laser stirbt binnen kürzester Zeit. Das geht nur mit einem entsprechenden Messgerät und wer hat das schon....
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Welcher Onkyo ist es denn genau?
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Hallo,
es ist ein DX-6810. Im Forum hier hab ich schon einen Faden gefunden, in dem es um die weiße Schmierung ging. Davon hab ich leider nichts da, ein Tropfen Uhrenöl hat auf jedenfall keinerlei Besserung gebracht.
Den optimalen Arbeitspunkt für den Laser hab ich nun ganz gut gefunden (4 Trimmer auf der Hauptplatine), dadurch liest er jetzt nochmal deutlich schneller ein und findet die Titel noch deutlich schneller.
Er läuft alles in allem deutlich besser als mein DX 6920, was die Schnelligkeit angeht, aber der ist überhaupt nicht empfindlich was Erschütterungen angeht (bei gleichem Laser und quasi ist da ja bestimmt fast nichts anders an dem Modell).
VG
Andreas
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23.12.2025, 14:23
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.12.2025, 14:24 von al3x135.)
Mein Pioneer PD-5500 war auch mal sehr empflindlich bei Erschütterungen und hat auch ohne Fremdeinwirkungen bei manchen CDs in den ersten paar Minuten gesprungen. Hier hat eine Reinigung der Linse mit dest. Wasser geholfen. Das habe ich deshalb zum reinigen verwendet, weil an mehreren Stellen im Internet vor Isopropanol gewarnt wird, da dadurch Plastiklinsen vertrüben könnten... Ob da was dran ist - keine Ahnung
Dann hatte ich noch einen Kenwood DP-5030 mit KSS-210 A da, bei dem waren die ELNA-Elkos vergammelt und ausgelaufen. Der hat aber garnichts mehr gelesen, erst nachdem ich eine verlorengegangene Masseverbindung wiederhergestellt habe, tat sich wieder was. Gesprungen ist er aber dann auch garnicht.
Wenn dein CD-Player auch um ca. 1993 herum gebaut wurde und ELNA-Elkos hat, würde ich da mal Ausschau nach optischen Auffälligkeiten halten.... Gerade an den Beinchen und anhand der verfärbten Platinenoberfläche hat man's im Kenwood gesehen, dass die nässeln.
Viele Grüße
Alex
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(22.12.2025, 13:08)UHER-Report-Fan schrieb: ich hab hier einen kleinen Onkyo CD-Player
Vielleicht hilfts? Ich hatte bei einem Onkyo mal das Problem, daß der Schlitten nicht ganz hochgefahren ist. Der blieb kurz vor der Endposition stehen und so war der Schlitten ein Millimeter zu tief. Das führte dazu, daß das Gerät sehr empfindlich war. Neu fetten hat geholfen.
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Bei welcher Art von CDs "springt" das Gerät? Gepresste oder gebrannte? Gerade bai älteren Geräten unterscheiden sich die optimalen Einstellpunkte für beide arten deeutlich.
Hat die Welle des Plattenantriebsmotors (oder wie immer der auch heißen mag) radiales Spiel? Habe ich bei Onkyo-Geräten öfters erlebt. Bereits vor 30 Jahren. Dann kann die Unwucht der Platten die Informationsschicht aus dem Arbeitsbereich des Lasers hinausbefördern.
Stimmt die Höhe des "Plattentellers"? Das genaue Maß müsste im service manual angegeben sein.
Wie ist der Zustand der Kunststoff-Zahnräder? Es gab etliche Serien von Onkyo (z.B. DX-6430), bei denen, bedingt durch unpassende Materialien, die Zahnrädchen Risse bekamen und gelegentlich blockerten.
An der Einstellung des Laserstroms sollte man ohne passende Messmittel nichts verändern. Es sei denn, man "schminkt" das Gerät zwecks Verkauf.
Grüßle,
Franz
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Hallo Leute,
@Franz: vom Trimmer am Laser lasse ich besser die Finger. "Schminken" ist nicht meine Sache, ich will ja schließlich auch keine Geräte mit versteckten Mängeln bekommen (das Geräte-Karma muss hochgehalten werden

).
@Alex: ich muss zugeben, dass ich der Maßnahme mit destilliertem Wasser am wenigsten Erfolg zugeschrieben habe und es nur als letzte Option nun doch noch verwendet habe und siehe da: die Empfindlichkeit ist jetzt im normalen Bereich. Erst bei extremem Erschüttern springt er mal.
Das Problem ist damit erstmal gelöst, vielen Dank für eure Tipps und Ideensuche!
Habt ihr noch eine Idee wie das weiße Schmiermittel für die Linearführung des Lasers heißt? Das werde ich mir dann mal herlegen.
VG
Andreas
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Freut mich, dass ich helfen konnte!
Bei meinem Pioneer CD-Spieler war die Linse auf den ersten Blick mit dem Auge auch sauber, aber dem war anscheinend nicht so, weil eben auch da das dest. Wasser half.
Vermutlich hat das Isopropanol irgendeinen kaum sichtbaren Film auf der Linse hinterlassen...
Das Fett an den Führungsstangen dürfte Lithiumfett sein, wenn ich mich nicht irre.
Viele Grüße
Alex
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In meiner Glazzeit als "Rundfunkmechaniker" haben wir die Sony-Lasereinheiten ausgebaut, die Lager gut gereinigt und entfettet und in einem kleinen Ultraschallbad (das Gerät war für die Reinigung von Braun Rasierer Scherköpfen bestimmt) mit Ethanollösung gereinigt (aber so, dass die Lagerflächen keinen Kontakt mit der Reinigungsflüssigkeit hatten). Danach mit Druckluft aus der Dose getrocknet, Laufflächen leicht mit weißer Vaseline bestrichen und wieder eingebaut. Mit dieser Methode haben wir sogar die hartnäckigsten Nikotin-Ablagerungen wegbekommen. Ihr könnt euch kaum vorstellen, was für eine Brühe da manchmal zurückblieb.
Die Pioneergeräte waren eine ganz andere Liga; das Service-Handbuch war ein regelrechtes Lehrbuch in puncto CD-Technik. (Hab heute noch einen Inbus-Schlüssel, aka "Allen wrench".)
Grüßle,
Franz