Biete: Loewe Opta Kobold 1720 W
#1
Von „die Frau dem von meinem Chef seine“ möchte ihr Jugendradio bei Ebay verscherbeln. Oder das von ihrem Vater, ich weiß nicht genau. Zuerst wollte ich aber erst mal hier anfragen, ob Interesse besteht. Es handelt sich um ein Loewe Opta Kobold 1720 W von etwa 1956 mit Mittelwelle und UKW, Wechselstromspeisung 110 und 220 Volt und einem Ovallautsprecher im Bakelitgehäuse (diese Daten habe ich im Web zusammengesammelt, daher ohne Gewähr). 
Guter Erhaltungszustand, nur wenige Gebrauchsspuren aber ein kleiner Riss auf der unteren linken Seite des Lautsprechergitters (auf den Fotos erkennbar).
Das Gerät funktioniert auf UKW. MW hab ich noch nicht probiert, kann ich erst morgen machen, da ich gerade im Homeoffice bin und das Gerät in Berlin-Mitte im Büro steht, wo man es auf Wunsch auch begutachten bzw. abholen kann. 
Der Klang scheint mir geringfügig verzerrt zu sein, keine Ahnung, ob das schon immer so war oder durch einen technischen Defekt induziert wird.
Das Gerät wurde im Juli 1996 instandgesetzt, mehrere Bauteile wurden ausgetauscht, Rechnung vorhanden.

Bei Interesse kann ich gern weitere Informationen nachreichen, morgen Vormittag habe ich im Büro die Gelegenheit, das Gerät noch mal genauer zu testen.
Ach so, der Wunschpreis der Dame liegt bei 99 Euro. Die Mickey-Mouse-Aufkleber gibt's gratis dazu.


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#2
Schnuckeliges Gerät, muss man schon sagen. "Verzerrter Klang" ist natürlich immer Ansichtssache, wie äußert sich das denn? Übersteuert, Klirren?
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Servo-Sound Mixer 2002 + 2003, SP 70, 4 x SL 20, 2 x SL 60/D
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#3
Als Homo Digitalicus bin ich natürlich makellos reinen Klang gewohnt. Und wenn ich meinen 40 Jahre alten Sharp GF-8989 H einschalte, klingen die Sender auch alle relativ sauber.
Das Loewe-Radio konnte ich gestern nur kurz einschalten, dann kam mein Chef um die Ecke gerannt und bat mich, dass gefälligst Donnerstagvormittag zu machen, wenn das Büro leer ist und ich niemanden damit störe.
Von dem kurzen Soundtest her kann ich mir keinen Reim machen. Es klang wie eine Mischung aus kratzendem Lautstärkeregler (aber auch dann, wenn ich gerade nicht dran drehe) und kaputter Lautsprechermembran (was ich von außen aber nicht sehen kann).
Vielleicht irre ich mich aber auch, und in den Fünfzigern klangen halt alle Radios so. Doch selbst das Stradivari-Röhrenradio meiner Eltern aus der Zeit klang nicht so kratzig.
Ich habe morgen früh die Gelegenheit, das noch mal zu testen und werde meine Erkenntnisse dann hier bekanntgeben.
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#4
(26.11.2025, 13:32)Sunlion schrieb: Vielleicht irre ich mich aber auch, und in den Fünfzigern klangen halt alle Radios so. Doch selbst das Stradivari-Röhrenradio meiner Eltern aus der Zeit klang nicht so kratzig.

Stimmt schon, sauber klangen die alle, auch recht voluminös. Natürlich mit leichtem Brumm im Hintergrund, aber das gehörte ja dazu.
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Servo-Sound Mixer 2002 + 2003, SP 70, 4 x SL 20, 2 x SL 60/D
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#5
Nach einem weiteren kurzen Test konnte ich folgende Erkenntnisse gewinnen:
Am Lautstärkeknopf ist hinten ein Stück Plastik abgeplatzt, das hatte ich am Dienstag noch nicht bemerkt (siehe Foto).
Die Skalenbeleuchtung funktioniert.
Der Klang ist insgesamt recht Plastik-artig, dem Gehäuse entsprechend. Der Lautsprecher klingt, wie man das halt von Breitbandlautsprechern kennt, sehr mittenbetont.
Die von mir erwähnte Verzerrung betrifft vor allem Zisch- und S-Laute. Die klingen stark nach F, statt S und erinnern an das britische „tii-äidsch“. Ist der Sender nicht korrekt eingestellt, ist der Effekt besonders stark.
Und damit war der Test leider schon wieder beendet, denn als ich einen anderen Sender einstellen wollte, drehte der Senderabstimmungsknopf plötzlich frei. Irgendwas ist da im Inneren schiefgegangen.
Damit hat es sich wohl erst mal erledigt.
Falls trotzdem Interesse besteht, macht mir ein Angebot, ich leite das dann an meinen Chef weiter.


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#6
(26.11.2025, 13:16)Sunlion schrieb: Von „die Frau dem von meinem Chef seine“ möchte ihr Jugendradio bei Ebay verscherbeln.
...
Ach so, der Wunschpreis der Dame liegt bei 99 Euro. Die Mickey-Mouse-Aufkleber gibt's gratis dazu.

Moin.
Also ich möchte es nicht kaufen, erlaube mir aber folgende Hinweise:
  • der auf "Radiomuseum.org" gelistete - und in meinen Augen realistische - Verkaufspreis für so einen Kobold beträgt 20€ 
  • der verzerrte Klang dürfte von a) ausgetrockneten Kondensatoren oder b) verbrauchten Röhre(n) kommen, ein Fall für die Revision
  • das Gerät hat keine Netztrennung, da lasse ich generell die Finger von (sofern ich keinen Trenntrafo vorschalte)
Viel Erfolg dem Chef bzw. seiner Frau  Wink
Viele Grüße, Bernd
Mein Bandmaschinen-Sammelsurium:
TS1000 Dolby & Auto-Reverse (läuft & mir gefällt sie), A700 (zickt), A77 Mk-IV, Philips N4450 (zickt), N4418 (läuft einfach immer), N4520 (neu, braucht Arbeit)
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#7
Danke, Bernd. Vergleichbare Geräte werden bei Ebay auch so um die 20 bis 30 Euro angeboten. Da ist dann aber wohl vorausgesetzt, dass sie technisch in Ordnung sind.
Ich geb das mal so weiter …
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