Sachen gibtś......
#1
die ich son auch noch nie gesehen habe.

Ein Freund hat mir einen JVC AX 9 mitgegeben den er gekauft hatte, die Leute von denen er den gekauft hat räumten ein Lager eines verstorbenen Sammlers aus und haben keinerlei Ahnung von solchen Geräten und meinten nur das er nicht an geht.

Da ich nie ein Gerät anś Netz hänge das ich vorher nicht von allen Seiten in Augenschein nehme, war das auch gut so, denn was ich gefunden habe, hab ich in über 30 Jahren noch nie erlebt.
Gerät ohne Haube von oben, sah ja noch relativ normal aus, auf der Powerampplatine sind einige Rs abgeraucht also Endstufenschaden.

       

Aaaaberrrr unten sah es dann nicht mehr so lustig aus, auf beiden Seiten sind alle Transistoren nicht verbaut und fehlen ( Bild der anderen Seite ist leider zu groß für hier, ist aber genauso)


   

Die VK hatten Glück, das der nicht abgebrannt ist als sie den getestet hatten
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#2
Das sieht ja übel aus. Das Gerät ist eigentlich ein sehr respektabler Amp. Lohnt sich die Wiederbestückung?

VG
Andreas
Festina lente!

Motto der SN-Sammler: Irgendwann haben wir sie alle...
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#3
Der sieht richtig gut aus. Pro Kanal 4 dicke Endtöpfe plus Treiber und wer weiß, was sonst noch defekt ist oder fehlt.
Wenn man originale japanische Transistoren hat, kann man das Projekt sicherlich angehen ?

Gruß, Frank
Hau wech, den Schiet - aber sech mir, wohin


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#4
Das ist nach meiner Kenntnis auch so eine Kiste aus dem beginnenden Hype um Verstärkerkonzepte mit möglichst geringer TID. Nach dem Motto schneller=besser verpaßte man den Verstärkern "superschnelle" Endstufentransistoren, die in einer Kurzwellen-Sendeendstufe sicherlich besser aufgehoben gewesen wären. Mit dem Resultat, daß diese Endstufen oftmals "durchgingen", ins wilde Schwingen gerieten und sich selbst als auch die angeschlossenen Hochtöner mit ins Grab nahmen. Wenn solche Transistoren heute noch beschaffbar sind, dann nur mit viel Geld. Stabil laufen wird die Kiste wohl auch damit nicht. Ich will mich nicht unbeliebt machen und auch hier niemanden desillusionieren. Aber solche Totalschäden werfe ich bei mir in den Container zur stofflichen Verwertung.

Martin
"Früher war mehr Lametta!"
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#5
Ich würde mir die Arbeit für die Neubestückung in diesem Falle auch sparen. Passende Halbleiter in ordentlicher Güte und mit ähnlichen Werten zu bekommen wird schwer.
Heutige Halbleiter haben keine so gute Qualität wie damals und man wird in Probleme laufen und die ursprünglichen Leistungsdaten ggf. nicht mehr erreichen können.

Gemeint ist hiermit, man braucht Halbleiter die möglichst ähnliche Messwerte zueinander aufweisen.
Und mit Leistungsdaten ist eher die Qualität (Klirr usw.) statt Quantität (Ausgangsleistung) gemeint.
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#6
Interessante Theorien die hier so kursieren, ob die zutreffen oder nicht muß wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Dazu möchte ich dann auch mal was schreiben.
Wann geht ein Verstärker kaputt, egal von welchen Hersteller?
meiner Erfahrung nach zu 99% aus unsachgemäßer Nutzung, und fehlenden Service über die Jahre.
Der Rest ist auf Konstruktionsfehler zurück zu führen.
Ein Auto wird auch kaputtgehen wenn es nicht regelmäßig geserviced wird oder nicht?

Bei heutiger Elektronik ist es nicht anders nur kann keiner wissen was mit diesen Geräten in 30 -40 Jahren los ist, ich denke da wird vielmehr unreparables Zeug bei sein das man dann wirklich auf den Schrott geben muß.

Warum sollten denn heutige Bauteile schlechter als die von damals sein? Die Entwicklung schreitet immer voran nie zurück.
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Transitoren von ISC und ON gemacht und sehr viele Geräte die sonst auf dem Müll gelandet wären wieder repariert und die Besitzer sind alle sehr zufrieden.

Bei diesem AX 9 ist es zwar ärgerlich das die Teile fehlen, aber es wäre auch so wenn die abgeraucht wären. Da der Vorreparateur offensichtlich aufgegeben hatte und das Teil dann ins Lager stellte und die Leute die nun das alles Auflösen müßen davon nichts wissen kann ich auch verstehen. Ich war nur überrascht was ich da sah als ich den unten geöffnet hatte und zum Glück ist ja bei denen die es testeten nichts passiert.

Ich hab bereits neue Transistoren bestellt und liege mit knapp 100€ für alle gut im Limit (trotz Mehrbestellung da ich die Endtransistoren matchen werde brauch ich dazu min die doppelte Anzahl)
Der Rest ist auch nicht die Welt, es sind sicherlich noch einige Rs und ein paar Kleinsignaltransistoren die gestorben sind aber das sind auch keine Exoten die man nicht ersetzen könnte.

Sonst ist das dann nurnoch eine Fleisarbeit und kein Hexenwerk, ich werd berichten.
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#7
Also es gibt in sehr vielen Halbleitergattungen Nachbauprodukte, die nix taugen. Habe ich oft genug erlebt. Steht das Gleiche drauf, ist aber innen nur Mist drin und erfüllt nicht die Spezifikation. Also mit dem Propblem kann man oft konfrontiert werden.....

Mein Lieblingsthema sind Festspannungsregler, wie LM78xx und LM79xx. Von namhaften Herstellern bekommt man da welche, die vom Spannunswert dermaßen daneben sind. Wenn eine Schaltung 15V braucht, dann sind 15,1V halt einfach schlecht. Und die angegebene Kurzschlußstromnbegerenzung.....Da sag ich besser nix dazu. Also es ist gernerell Vorsicht geboten.
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#8
Wenn Nachbauten nur Schrott wären würde das dem Unternehmen, die sie Herstellen schaden, und da sie auch von ihren Ab- und Umsätzen abhängig sind werden sie das vermeiden.
Das die Nachbauten nicht genauestens die Werte haben wie die Originalen ist sehr warscheinlich, es reicht aber aus, wenn sie im Tolleranzbereich liegen damit eine Schaltung auch damit gut funktioniert.
Welche Möglichkeiten hat man denn sonst wenn es keine Originalen mehr gibt? Wegschmeissen ist mMn keine Option wenn man es mit "Nachbauten" wieder fixen kann.

Zum Thema Festspannungsregler:
wenn ich eine Schaltung habe die explizit eine bestimmte Spannung / Strom benötigt, bau ich die nicht mit Spannungsreglern auf sondern konventinell. Das braucht dann einiges mehr an Bauteilen und ein Wenig mehr Gehirnschmalz um es um zu setzen aber dafür hat man das dann perfekt.
Die 78xx un 79xx Dinger verwende ich nie, wenn dann nehm ich die LM 317TG 337TG mit entsprechender Beschaltung und stell mir die gewünschte Spannung genau ein.
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#9
Welche Ersatztypen im MT-200 Gehäuse hast du bestellt für die 2SC2525 und 2SA1075 Transis?

https://www.reichelt.de/de/de/shop/kateg...00%23~%230

2SC2921 und 2SA1215 würden ja gut passen.

Das Matching würde ich mir übrigens sparen. Hab ich noch nie gemacht, auch nicht bei 4 oder mehr Transistoren pro Kanal.
Das regeln die 0,47 Ohm Emitterwiderstände...

Die Einschätzungen der anderen Kollegen, von wegen unreparierbar und neue Transistoren taugen nicht, teile ich im Übrigen nicht.
Ja, ich bin auch schonmal auf dreist gefälschte Halbleiter reingefallen. Die Regel ist das aber nicht.

Ich habe mal vor einiger Zeit eine Kenwood Basic M1 Endstufe repariert, da waren auch auf einem Kanal alle Endtransistoren (ebenfalls 2SC2921 und 2SA1215) und einige Treiberttransen abgeraucht.
Seitdem läuft das Ding wieder einwandfrei.
Gerne verabschieden sich bei so einem Worst-Case übrigens auch die Emitterwiderstände. Aber das wirst du ja kennen.


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.pdf   2SC2525.PDF (Größe: 163.94 KB / Downloads: 9)
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#10
Ich wünsch jedenfalls viel Erfolg bei der Rettung des schönen Verstärkers  Smile

LG
Mike
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#11
Ich hab 2sc 2922 und 2sa 1216 genommen Jan,
bei Reichelt hatten die 2921 und 1215 nur in begrenzter Stückzahl max 7 NPN und 3 PNP und das reicht mir nicht, der 2922 ist da auch erst ab 28.11 voraussichtlich lieferbar.
Ich hab sie bei Kessler bestellt auch ISC, der Preis ist derselbe, sind auch schon versendet worden, das geht bei Kessler auch schneller als bei Reichelt.
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#12
Gute Wahl, die passen in jedem Fall.
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#13
Moin,

was Matchen von Endtransistioren angeht, bin ich der selben Meinung und Erfahrung wie janbunke. Anlässlich einer Notreparatur war ich sogar mutig genug, verschieden gestempelte Typen zu nehmen und einen Mix aus BD245B und BD249A auf der "3-fach bestückten NPN-Seite" einer Endstufe zu installieren. Da nichts dauerhafter ist als ein Provisorium, läuft diese Endstufe seit Ende 2023 meines Wissens bis heute so in einem regelmäßig genutzten Proberaum als Monitorendstufe.
Auch gematchte Endröhren für (m)eine dicke Bassendstufe mit 4 x KT88 spare ich mir. Da kaufe ich lieber etwas teurere Einzelstücke, zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand über die "gesamte Kennlinie" matcht. Tue ich auch nicht, dafür gibt's Kathodenwiderstände und Potis zur einzelnen Gittervorspannungs-/Ruhestrom-Einstellung. Ist jetzt der zweite Satz drin, das Gerät habe ich selber zwischen Mitte 80er bis ca. 2010 regelmäßig, oft und wirklich gequält, seitdem trage ich die vielen Kilos nicht mehr so gerne und spiele sie zu Hause. Ist natürlich snobistische Verschwendung, dafür ist's schön warm und riecht gut.

Als Musiker lege ich massiven Wert neben "Sound bei hoher Aussteuerung" Angel auf Zuverlässigkeit und Funktion - das beinhaltet insbesondere auch das Überleben nach Verstöpseln im Halbdunkel unter Hektik ...

Martin
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#14
Die Endstufenplatine hatte noch so einige Mängel und es wurden Transistoren getauscht die nicht wirklich gut sind an diesen Stellen.
Egal welche Transistoren dort verbaut waren wurden alle mit BC 639 und BC 640 bestückt, Widerstände sind durch Reihenschaltung oder mit 3W Typen ersetzt worden, waren wohl keine anderen da.
Manches kann man durchaus so machen aber nicht in so einem Verstärker, da gehören originale oder passender Ersatz rein.
Nun hab ich gerade die nächste Platine ausgebaut DC Amp- und Treiberplatine, dort wurden zwei Elkos erneuert aber die defekte Z-Diode und 2 defekte Transistoren wurden nicht angefasst, warscheinlich ist ihm das deswegen auch wieder um die Ohren geflogen und er hat aufgegeben.
Wie ich schon sagte das ist eine Fleissarbeit und man muß wirklich jede Stufe / Platine kontrollieren sonst wird das am Ende nichts.

Ich würd hier auch gerne mehr Bilder einstellen aber mit dieser Beschränkung auf ein paar MB geht das nicht und ich hab nicht die Zeit das alles um zu ändern damit das hier reinpasst. Gibt es hier nicht die Möglichkeit einen Bilderhoster ein zu binden damit man dann auch mal mehr Bilder einfügen kann?
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#15
Ich glaube die Limitierung wurde vor ner Weile mal mächtig erweitert....
Gruß, Kuni
..............................

http://kuni.bplaced.net/
..............................
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#16
Deine Bilder sind größer als unbegrenzt? Wow!  Cool


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#17
Mein Respekt an alle, die Endstufen (erfolgreich) reparieren. Ich halte mich da gerne zurück, weil die Erfahrung gezeigt hat, dass man da schnell mal nen zweiten Satz Endstufentransen braucht, weil man irgend einen defektn Mist übersehen hat......
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#18
Dazu braucht man in die positive und negative Versorgungsspannung zur Probe nur einen Widerstand in Serie einbauen.
Am besten so wählen, dass der maximale Strom eines Transistors nicht überschritten wird, natürlichen einen relativ hochwattigen.
Dann kann man alles sehr gut beobachten und messen, und z.B. auch den Ruhestrom voreinstellen!
Erst wenn alles passt, kommen die Widerstände raus, das geht meistens gut!
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#19
(24.11.2025, 20:19)sonydoc schrieb: ....

Ich würd hier auch gerne mehr Bilder einstellen aber mit dieser Beschränkung auf ein paar MB geht das nicht und ich hab nicht die Zeit das alles um zu ändern damit das hier reinpasst. Gibt es hier nicht die Möglichkeit einen Bilderhoster ein zu binden damit man dann auch mal mehr Bilder einfügen kann?

Externe Bilderhoster sind eine ganz schlechte Idee, da die Erfahrung zeigt, dass die Bilder dort nach einer gewissen Zeit einfach verschwinden. Es gibt hier im Forum genug derart vestümmelte und dadurch zum Teil wertlos gewordene Beiträge, also bitte nicht!
Windows Benutzer können zum Verkleinern das Programm "Paint" verwenden, damit geht das ganz einfach und selbsterklärend. Auf Linux ist es mit "Gimp" etwas komplizierter.

Gruß Holger
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#20
(24.11.2025, 22:15)Norbsi schrieb: Dazu braucht man in die positive und negative Versorgungsspannung zur Probe nur einen Widerstand in Serie einbauen.
Am besten so wählen, dass der maximale Strom eines Transistors nicht überschritten wird, natürlichen einen relativ hochwattigen.
Dann kann man alles sehr gut beobachten und messen, und z.B. auch den Ruhestrom voreinstellen!
Erst wenn alles passt, kommen die Widerstände raus, das geht meistens gut!

Genau so mache ich das auch.
Der Verstärker, um den es hier geht, wäre wegen der erfolglosen Reparaturversuche des Vorgänger, für mich allerdings grenzwertig.
Da muß man wirklich auf alles gefaßt sein.

Gruß, Jan
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#21
(24.11.2025, 21:42)Steffen87 schrieb: Deine Bilder sind größer als unbegrenzt? Wow!  Cool

ich weiss nicht wie du da auf unbegrenzt kommst, bei mir erscheint das hier wenn das Bil zu groß ist.

   

und nu?
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#22
(24.11.2025, 22:15)Norbsi schrieb: Dazu braucht man in die positive und negative Versorgungsspannung zur Probe nur einen Widerstand in Serie einbauen.
Am besten so wählen, dass der maximale Strom eines Transistors nicht überschritten wird, natürlichen einen relativ hochwattigen.
Dann kann man alles sehr gut beobachten und messen, und z.B. auch den Ruhestrom voreinstellen!
Erst wenn alles passt, kommen die Widerstände raus, das geht meistens gut!

(25.11.2025, 08:46)janbunke schrieb:
(24.11.2025, 22:15)Norbsi schrieb: Dazu braucht man in die positive und negative Versorgungsspannung zur Probe nur einen Widerstand in Serie einbauen.
Am besten so wählen, dass der maximale Strom eines Transistors nicht überschritten wird, natürlichen einen relativ hochwattigen.
Dann kann man alles sehr gut beobachten und messen, und z.B. auch den Ruhestrom voreinstellen!
Erst wenn alles passt, kommen die Widerstände raus, das geht meistens gut!

Genau so mache ich das auch.
Der Verstärker, um den es hier geht, wäre wegen der erfolglosen Reparaturversuche des Vorgänger, für mich allerdings grenzwertig.
Da muß man wirklich auf alles gefaßt sein.

Gruß, Jan
kann man so machen, 
ich nehme mir die Zeit alle Platinen und deren Halbleiter in so einem Gerät genauestens zu prüfen und ggfls. zu erneuern. Wenn dann alles wieder zusammengebaut ist werden an den Messpunkten für Bias und Offset Messgeräte angeschlossen und dann mit einem Regeltrenntrafo die Netzspannung sehr langsam von 0 an hochgeregelt.In der Netzleitung (seperate Steckdose in einem externen Gehäuse) ist dann noch ein Watt und Amperemeter das den jeweiligen Wert anzeigt.
Stimmt etwas nicht sehe ich das sofort,  schalte aus, und gehe dann systematisch alles noch einmal durch.
War bisher nur einmal der Fall.
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#23
Mit dem Regeltrenntrafo hab ich das früher auch gemacht, nie wieder!

Beim Hochregeln kann es dann schon zu spät sein und es ist der erste Transistor schon durch!
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#24
ist mir noch nie passiert, aber kann ja durchaus auch mal irgendwann passieren.

Wenn ein TR beim Hochregeln schon hochgeht war noch ein Fehler in der Schaltung der übersehen wurde, das liegt nicht am RTT
Ab 68v Netzspannung seh ich am Ampermeter/ Wattmeter schon ob da was faul ist, danach dann auch an den MM die, den Ruhestrom messen.

zum bessseren Verständnis mal dieses Messgerät welches in der Netzzuleitung zum Reparaturgerät hängt.

   
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#25
Jeder soll seine eigenen Methoden haben, war nur ein Vorschlag für die, die das noch nicht kennen!

Regeltrenntrafo nehme ich gar nicht mehr, kann bei Schaltnetzteilen sehr kontraproduktiv sein, beginnt der zu schwingen ist es bei einem Schluss dahinter meist schon zu spät.
Die automatische 110 - 230 Volt Umschaltung kann hier auch sehr heimtückisch sein.
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#26
(25.11.2025, 08:54)sonydoc schrieb: ich weiss nicht wie du da auf unbegrenzt kommst, bei mir erscheint das hier wenn das Bil zu groß ist.
und nu?

Ich persönlich schneide mit dem Snipping Tool (oder Ausschneiden & Skizzieren, je nach Windowsversion) immer einen Bildausschnitt aus, den ich im Forum einfügen will. Das Bild vorher im Bildbetrachter wunschgemäss zurechtgerückt und den Ausschnitt herangezoomt.
Im Snipping Tool kann man dann auch noch was hineinmalen (Pfeile oder Kringel oder was anmarkern) und dann als Datei speichern. Die so entstandene JPG-Datei ist klein genug zum Einfügen im Forum, aber das Bild ist gross genug, damit man noch was sieht. Im Artikel kommt dann automatique eine verkleinerte Vorschau, was sehr charmant ist.
Beispiel:
   
Viele Grüsse, Sebastian
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#27
Ich verwende Greenshot, ist etwas umfangreicher als das Snipping Tool.
___________________________________________________
Servo-Sound Mixer 2002 + 2003, SP 70, 4 x SL 20, 2 x SL 60/D
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#28
Ich lass mir gerne Zeit für so ein Project, da mann unter Zeitdruck und sich selbst Druck machen oftmals einiges übersieht.

Ich hab alle Platinen ausgebaut und alle Halbleiter gründlich geprüft und es kamen so einige defekt Bauteile zusammen. u.a. auch Widerstände die nicht defekt aussahen aber entweder keinen Wert meh hatten oder abweichende Werte aufwiesen, gebrochene Diode und noch so einiges andere. Zudem kann man dann auch alles vernünftig reinigen von den Verschmutzungen der letzten 40 Jahre.

Nachdem ich nun alles soweit fertig hatte, konnte ich den Amp zum erstenmal einschalten,Messgeräte an den Messpunkten und natürlich auch über den RTT und dem Zusatzmessgerät an der Steckdose langsam hochgefahren kam bei ca 120v ein Klacken welchesvom Relais der Softstartregeleung kam. Nachdem ich dann die Netzspannung auf die übliche eingestellt hatte konnte ich den Ruhestrom einstellen und dabei viel mir auf, das der linke Trimmer nicht so funktioniert wie ich das gerne hätte,da er aussetzer hat.
Trotzdem konnte ich den Ruestrom nahe dem Sollwert einstellen und das Gerät langsam erwärmen lassen um zu sehen ob es normal reagiert.
Soweit ist er OK bis auf den einen Trimmer aloso habe ich gleich beider ersetzt damit es da nicht noch irgendwann zu Problemen kommt.

Auch mußten die Lampen für die einzelnen Schalterstellungen erneuert werden, es sind alles 6v 40mA Lampen, das steht auch leider nicht im SM, aber da ich schon drei dieser Biester gemacht hatte ist mir das bekannt.

Zu den Ersatztransistoren die ich verwendet habe:
2SD 313 kann man mit 2sc 2238 ersetzen, hatte ich aber noch als original da.
2SB 536 kann mt  2SA 968 ISC ersetzen
2SB 507 gibt es auch von ISC zu kaufen
2SC 2525 mit 2SC 2922P
und 2SA 1075 mit 2SA 1216P

Was bei diesem Amp unbedinngt eingehalten werden muß sind die Anleitungen zum Messen und einstellen des Ruhestroms und des DC Offsets nach SM.
Man darf bei diesem Gerät keinesfalls nach Masse (Chassisground) messen sonst verabschiedet er sich!!! 
Die Anleitung steht im Sm allerdings nur in Englisch und kann durchaus Missverständnisse bringen wenn mandas nicht gut übersetzen kann.

Leider gibt es auch noch Probleme mit der Frontklappe, zum einen war der Dämpfer wohl mal zerlegt und gereingt worden was eher suboptimal ist, denn es fehlte der Gummiring des Dämpfers und das Spezielle Synthetiköl wurde ausgewaschen.
Ich habe das durch ein stück Schrumpfschlauch und Synthetiköl mit 500K CST ersetzt, die Klappe schliesst nun wieder soft aber leider rastet sie nicht mehr ein weil das eine Platikscharnier abgebrochen ist.
Da muß ich mir also noch was einfallen lassen wie ich das wieder fixen kann.

Thema Bilder, ich habe linux auf dem Rechner und kann mit PIX diese auch zurechtschneiden, aber das dauert bei der Menge der Bilder die ich mache eine ganze Weile und eigentlich wollte ich mir das ersparen da so eine Restauretion wirklich viel Zeitin Anspruch nimmt.
Andererseits hatte ich bei Abload de einen Acount und nachdem dieser Hoster dann abgeschaltet wurde waren so gut und gerne 500 Bilder weg. Die hatte ich zwar auf einer exterenen Platte aber diese ist mir vor 2 Monaten  durch einen Kurzschluss gecrascht,
und somit sind alle Bilder der letzten 15 Jahre verloren.
Ich hab auch versucht die Platte zu einem Rettungsdienst zu schicken aber die wollten dafür knapp 1700€ haben und das ist mir das nun auch nicht wert.
Blöd ist nur das da auch meine selbts entwickelten Schaltungen in Form von Schaltplänen und Platinenlayouts etc.. drauf waren und das ist bitter denn ich habe wirklich einiges an Schaltungen entworfen für IR FB Verstärkerumschalter und Signalumschalter, alles mit IR FB.

Von daher ist ein Bilderhoster wie so einige hier zu Recht schreiben nicht optimal.

Ich werd morgen noch weitere  Bilder von dieser Restauration bearbeiten und hier dann einstellen, in der Hoffnung das die dann auch länger überleben, hier mal 6 die ich grad noch gemacht habe.

                   

   
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#29
Offset undBias konnte ich ja einstellen und die sind auch stabil, aber es gibt ein Problem und offensichtlich hab ich z.Zt. einen Knoten im Kopp Sad

Ich hatte nach dem Einstellen ein Signal bei Tuner eingespeist, Lautsprecher angeschlossen um das Gerät mal laufen zu lassen aber das ist nicht möglich.
Er Brummt und das Signal ist auf beiden Kanälen sehr leise und total verzerrt. Da es beide Kanäle betrifft hab ich zuerst mal das Netzteil und seine Spannugen geprüft, diese sind bis auf kleinere Abweichungen OK, anders sieht es in der Treiberstufe aus, da stimmen einige Spannungen überhaupt nicht und ich dreh mich hierbei im Kreis.
An den Übergangspunkten 7 8 9 10 wo eigentlich +- 6,2v anliegen müßten sind es +0,6 und extreme -55v, die Transistoren in dem Bereich sind gemessen alle OK, hab aber auch alle nochmals erneuert ohne das sich, bis auf minimale ( einige mV), etwas geändert hat.

Die Widerstände, Dioden und C Werte sind alle i.O. 



Vielleicht hat ja hier jemand mal einen anderen Blickwinkel und kann den einen oder anderen Tip geben was ich wohl übersehe.
Ich hab mal den SP mit den gemessenen Werten (rot) angehängt, falls jemand das ganze SM benötigt kann man das hier runterladen

 https://elektrotanya.com/jvc_a-x9_sm.pdf/download.html

oder auch online ansehen, hier

https://manualmachine.com/jvc/ax9/233052...ce-manual/

   
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#30
Nicht grade viele hier unterwegs, die mal versuchen zu helfen, liegt wohl daran, das es hier ja eher um Bandmaschinen geht als um Verstärker.
Wie dem auch sei, manchmal ist es hilfreich was auf zu schreiben und das dann nochmals zu lesen, wenn man irgendwie festhängt.
Allein dadurch kann manchmal der Blickwinkel geändert werden und man sieht dann vielleicht klarer und der Knoten im Kopp löst sich in Erkenntnis auf.
Auch der 4. AX 9 ist nun wieder bereit für die nächsten 30+x Jahre
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#31
was war denn der Fehler?
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#32
Wegen der defekten Festplatte. Hattest du mal selber geschaut, ob du die Platine reparieren kannst? Ich hatte mal eine externe Festplatte falsch angeschlossen und hatte Glück und es war nur eine Schutzdiode durchgeschlagen. Die Datenrettungsdienste haben im Allgemeinen keinen guten Ruf. Ich kann das aber nicht beurteilen.
Zu den komischen Spannungen. Ich hatte so ein Problem mal in einem Receiver, und da lag es an einer fehlenden Masseverbindung, da ich die Platine ausgebaut hatte und die Masseführung dadurch unterbrochen war. Der Verstärker hatte auch eine sehr ausgeklügelte Masseführung.
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#33
Glückwunsch zum neuen alten Gerät! Ich beneide Dich um die Fähigkeit, so was zu analysieren und reparieren.
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#34
(02.12.2025, 22:30)sonydoc schrieb: Thema Bilder, ich habe linux auf dem Rechner und kann mit PIX diese auch zurechtschneiden, aber das dauert bei der Menge der Bilder die ich mache eine ganze Weile und eigentlich wollte ich mir das ersparen da so eine Restauretion wirklich viel Zeitin Anspruch nimmt.
Andererseits hatte ich bei Abload de einen Acount und nachdem dieser Hoster dann abgeschaltet wurde waren so gut und gerne 500 Bilder weg. Die hatte ich zwar auf einer exterenen Platte aber diese ist mir vor 2 Monaten  durch einen Kurzschluss gecrascht,
und somit sind alle Bilder der letzten 15 Jahre verloren.
Ich hab auch versucht die Platte zu einem Rettungsdienst zu schicken aber die wollten dafür knapp 1700€ haben und das ist mir das nun auch nicht wert.
Blöd ist nur das da auch meine selbts entwickelten Schaltungen in Form von Schaltplänen und Platinenlayouts etc.. drauf waren und das ist bitter denn ich habe wirklich einiges an Schaltungen entworfen für IR FB Verstärkerumschalter und Signalumschalter, alles mit IR FB.


Grüß Dich.

Ich hatte ein ähnliches Problem mit einer heruntergefallenen Festplatt. Über Empfehlungen bin ich an einen sehr kompetenten Datenretter in Berlin geraten und habe kaum die Hälfte Deines angebotenen Preises gezahlt.
Wenn Duden Kontakt haben möchtest, schreib mir eine PN.

Viele Grüße
Tommy.
Was ich suche: Kopfträger für die Technichs RS-1500/1506US sowie Teile oder ganze Maschinen von Akai: GX-77 und GX75/95
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#35
(08.12.2025, 14:35)janbunke schrieb: was war denn der Fehler?

Um es mal mit anderen Worten zu beschreiben, Darmverschluss / Verstopfung Tongue

Dieser lag aber auf der Mainampplatine, alsoetwas weiter hinten im Schaltbild. und wenn man nicht n Knoten im Kopp hat und nur auf der Platine des Driveramps nach dem Fehler sucht kommt man dann auf die Lösung.
Es ist im Prinzip so wie in diesem Thread 

https://tonbandforum.de/showthread.php?t...#pid412792

wenn eine Unterbrechung des Spannungsflusses auftritt, sind an bestimmten Messpunkten logischerweise erhöhte Spannungen zu messen bis diese Unterbrechung beseitigt ist.

Ursache waren in diesem Fall die Sicherungs Rs (ich hasse diese Dinger weil sie aussehen als ob sie intakt sind aber es nicht sind)
die hochohmig also keinen Durchgang mehr hatten. Somit fehlten diesen Spannungen die Verbraucher und deshalb waren sie so hoch bzw tief.
Nachdem ich die dann erneuert hate sind alle Spannungen wieder im Lot und das Gerät tut wieder seinen Dienst.

Das sind die 6 Übeltäter, im SM R409 410 411 412 413 414

   

und noch ein Abschlussbild

   


@ Akreta und der Tommy
Das war eine externe WD Essentials Platte mit speziellem USB Controler, dieser mußte sogar mit einem eigenen Treiber vorher installiert werden. Die Platte hat selbst wohl nichts ab bekommen aber ich gehe davon aus, das der Controler auch das Plattenmanagement beinhaltet ( Formatierung Partitionen etc..) weshalb es nicht möglich ist die Platte ohne diesen Controler aus zu lesen. Wurde von einem Profi schon mit der Vollversion von recoverit versucht, Ergebis des Scan war das die Plattevollkommen i.O. ist aber leer - keine Daten drauf.
Daraufhin hab ich sie zu Datarecovery geschickt und bekam dieses vöölig überzogene Angebot.
Ich hab jetzt damit meinen Frieden gemacht und falls ich doch nochmal ein Projekt alla Verstärker oder Tapeumschalter mache kann ich das sicherlich auch wieder hinbekommen, aber die Nachfrage nach solchen Speziellen Zusatzgeräten, die übrigens auch so einiges kosteten ist null.
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#36
Guten Morgen.

Das habe ich im Eifer des (Datenrettungs)Gefechts ganz vergessen:

RESPEKT!!! So ein runtergewirtschaftetes Gerät so konsequent zu neuem Leben zu verhelfen nötigt mir ganz große Hochachtung ab!
Ich wünschte ich hätte die Fähigkeiten und die Zeit, ähnliches zu vollbringen.

Viele Grüße,
Tommy.
Was ich suche: Kopfträger für die Technichs RS-1500/1506US sowie Teile oder ganze Maschinen von Akai: GX-77 und GX75/95
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#37
Ein schöner Verstärker  Smile
Nachdem selbst ich dieses Jahr zwei Verstärker auf dem Tisch hatte lese ich sowas gerne!

Bei dem Pflegefall hier wäre ich aber definitiv an die Grenzen des von mir machbaren gestoßen  Rolleyes Respekt!
Viele Grüße
Alex

We Sold our Souls to Rock 'N' Roll!
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#38
Vielen Dank an Sonydoc für die Geduld und den sehr anschaulichen "Werdegang". Das muss sich wohl jeder Reparateur hinter die Ohren schreiben: Falls das Gerät schon mehrfach mit Reparatur- oder Einschaltveruchen malträtiert wurde: Alle Sicherungswiderstände erneuern. Kaputte Sicherungswiderstände erkennt man rein optisch nicht und nach den vorher erfolgten Versuchen jeder Art ist es sehr wahrscheinlich, dass die Sicherungen ihren Dienst erfolgreich erledigten (und mit ihrem Ableben bezahlten).
Viele Grüsse, Sebastian
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#39
Danke für die Blumen Alex und Sebastian

Wenn das ein Unternehmer machen würde, wäre sowas nahezu unbezahlbar da man sehr viel Zeit dafür braucht um alles wieder zu richten.
Aber auch wenn man sorgfältigts ranngeht können noch Fehler vorhanden sein die man dann stundenlang sucht.
Ich mach das zum Spass als Hobby,  Gedächtnistraining um nicht ein zu Rosten, leider weiss  man ja nie was einen noch erwischt, Alzheimer oder Parinson etc.. sind jakeine Hirngespinnste, gibt viele die das erleben müßen.

@ Alex, 
man wächst mit den Aufgaben, wichtig sind dabei aber Eile, Hecktick zu vermeiden und den unbedinngten Willen zu haben nicht auf zu geben, wer aufgibt hat schon verloren und kann nicht lernen.

Bei solchen Fehlern die man lange suchen muß ist es dienlich den Ruhestrom der Endstufe auf null zu drehen, oft ist es im SM so angegeben, dasvor dem Einstellen die Regler für den Ruhestrom in die jeweilige Richtung ( hier Counterclockwise) zu drehen und erst dann ein zu schalten und eiinstellen. 
Wenn der Amp einschaltet und nicht in Rauch aufgeht aber noch Fehler hat ist das ne Möglichkeit die Endstufen zu schonen um in Ruhe nach Fehlern suchen zu können.
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