14.11.2025, 21:31 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.11.2025, 21:33 von Petdoering.)
Hallo nochmal,
nachdem ich mich schon mit einem verirrten Massekabel gemeldet habe, steht bei meiner AKAI nun noch ein anderes Problem ins Haus. Nachdem nun die Wickelmotoren wieder Kraft haben und die Autoreverse Funkton, die nie funktionierte, plötzlich wieder sinnvolle Sachen macht, habe ich noch ein finales Problem, welchem ich irgendwie nicht so richtig Herr werde.
Das Gerät war lange eingemottet, weil die Wickelmotoren nicht mehr so richtig wollten, das habe ich beheben können, nun ist aber noch das Problem vorhanden, dass die Aufnahmen zu leise sind. Das Problem gab es früher (vor längerer Zeit) nicht. Wenn ich den Source Schalter betätige, pegele die VU-Meter ein und beginne dann mit der Aufnahme, ist die Aufnahme am Ende deutlich leiser. Merkt man natürlich auch, wenn man während der Aufnahme zwischen Vorder- und Hinterband umschaltet. Die Aufnahme klingt auch etwas anders, nicht nur leiser.
Die AW-Schieber und der Umschlter für den Reverse-Betrieb sind zerlegt und gereinigt, der Kopfumschalter ist gereinigt (zerlegt bekommen habe ich den nicht, da müsste ich ja sämtliche Kabel ablöten), der Bandlauf ist mehrfach gereinigt...hat alles nichts gebracht. Jetzt weiß ich nicht, wie ich weitermachen soll...jetzt einfach auf Verdacht alle Elkos und Transistoren auf dem Record- und Playback Amplifier zu tauschen, erscheint mir etwas über das Ziel hinausgeschossen. Zumal das Problem auch absoluit gleichmäßig auf beiden Kanälen vorliegt. Hab ich was übersehen?
Gruß
Peter
Ach ja...Wiedergabe, auch von fremd aufgenommenen Bändern funktioniert einwandfrei...
Der Reversebetrieb funktioniert nicht zuverlässig. Früher hat nur der Zugmagnet "geflattert", den habe ich gelöst und etwas im Langloch nach hinten geschoben, jetzt zieht er dauerhaft an. Gestern hat sie dann zum ersten Mal, seit ich sie habe, im Reversbetrieb tatsächlich auch die richtige Spur richtig herum abgespielt, bei unbespielter Bandrückseite. Bei bespielter Bandrückseite habe ich im Reversebetrieb ein Mix aus den Aufnahmen der Vorder- und Rückseite. Aufnehmen tut sie im Rverse-Betrieb gar nicht. Da scheint was mit dem Kopfumschalter nicht zu funktionieren. Oder irgendwer hat mal vor mir an den Köpfen für den Reversebetrieb rumgedreht. Aber im Forward-Betrieb lief sie eigentlich immer (gut...das ist 25 Jahre her). Das würde mir eigentlich auch völlig ausreichen. Daher habe ich mich erstmal darauf konzentriert, auf die Reverse-Funktion kann ich gut verzichten, Aufnahme wäre aber schon gut...
Ich selbst habe sie nie auf ein Band eingemessen, dazu fehlt mir das Equipment, habe sie auch nie einmessen lassen (wüsste gar nicht auf welches Band). So intensiv betreibe ich das Hobby auch nicht. Ich habe nen Schwung Bänder, die ich in den späten 90gern mit der Kiste aufenommen habe, mehr zum Spaß, jetzt stand sie nach einem Umzug 5 Jahre in der Scheune, vorher im Arbeitszimmer, wurde aber nicht mehr genutzt, da sie nicht mehr spulen wollte.
Nachdem ich jetzt von einem verstorbenen ehemaligen Arbeitskollegen einen Karton Bänder übernommen habe, war der Plan, da mal reinzuhören mit der GX260D, da die einfach komforatbler zu bedienen ist als meine X-201D (die läuft aber wenigstens, von kratzenden Reglern mal abgesehen, das wäre dann der nächste Patient). Zumal das Ding aus der Scheune raus muss, wird ja nicht besser davon.
Aber je mehr ich über das Fehlerbild nachdenke, desto mehr habe ich das Gefühl, das mit den Einstellungen der Köpfe (zumindest der Reverse-Köpfe) was nicht stimmt, das kann von Anfang an gewesen sein. Aber im Normalbetrieb lief sie, da habe ich auch nicht dran rumgedreht.
Ich hab sie jetzt mal auf den Rücken gelegt, dann sieht man den Bandlauf besser. Wenn ich im Reversebetrieb den zuständigen Tonkopf mit dem Finger etwas anhebe, wird der Klang besser und die flasche Spur verschwindet. Der Kopf scheint auch etwas schräg zu stehen. Dann wäre der Fall schonmal ziemlich klar, zumindest was den Reversbetrieb angeht.
Mit Lupe und vieel Licht, sieht man, dass an der entsprechenden Stellschraube Werkzeugspuren sind und der Versiegelungslack gebrochen ist. Das Gleiche gilt auch für eine Schraube am Aufnahme/Löschkopffür den Forwardbetrieb. Verdammt, das ist mir vorher nie aufgefallen. Langsam frage ich michwirklich, ob das jemals einwandfrei funktioniert hat oder ich es in meinem jugendliche Leichtisnn damals einfach nicht wahrgenommen habe.
Fakt ist, ich habe da nicht dran gedreht...ich hatte in den 90gern mal ein Tapedack, das nach meinem Gechmack zu dumpf klang...damals, als man sich vom WWW noch nicht vorwarnen lassen konnte...und dachte, ach da drehste mal grad den Tonkopf hin, der hat ja Einstellschrauben, dann wird das bestimmt besser. Ich weiß nur noch, dass es seehr lange gedauert hat, bis ich die Kiste wieder da hatte, wo sie vorher war. Das war mir eine Lehre.
Als Bandmaterial verwende ich, was ich noch so rumliegen habe, da waren auch schon einige dabei, die ich aussortieren musste, da nach 5 min. Hören, der ganze Bandlauf verdreckt war und der Ton dumpf wurde, also wieder putzen und anderes Band her. Das Band, das ich aktuell nutze, kann ich nicht identifizieren, ich habe vor kurzem erst bemerkt, dass der Bandtyp oft am Anfang des Bandes auf den roten ode grünen Teil aufgedruckt ist, bei dem hier sehe ich aber nichts, vielleicht fehlt das Stück schon.
Darauf habe ich mit meiner X-201D eine Aufnahme vom Radio gemacht, die in meinen Ohren erstaunlich gut klingt, wenn man bedenkt, dass auch die Maschine 5 Jahre in der Scheune gestanden hat. Wahrscheinloich wäre es sinnvoll mit letzterer einen Testton aufzuzeichnen, allerdings habe ich nur einen Freeware Testton Generator auf dem NUK PC in der Werkstatt und wann immer ich den nutze, habe ich Störungen im Ton, besonders schlimm, wenn die Maus bewegt wird.
Ich habe jetzt ein LP35LH von BASF aufgespult, da sind alte Aufnahmen drauf, die mit dem Gerät gemacht wurden. Teilweise gute Qualität, teilweise sind aber auch leise Aufnahmen dabei, Fehlerbild ist das Gleiche. Die Köpfe sind aber definitiv verkurbelt. Ich habe den Playback Kopf für den Reversebetrieb jetzt so gestellt, dass der Sicherungslack von der Schraube sich wieder mit dem am Tonträgergehäuse trifft, Wiedergabe im Reversebtrieb deutlich besser, bei Leerpassagen im Hintergrund aber immer noch leicht die Tonspur der anderen Seite zu hören. So verfahren bin ich auch mit der einen "manipulierten" Schraube am Lösch/Aufnahmekopf für den Forward-Bertrieb, hat etwa 2 dB laut VU gebracht, bin aber immer noch 5dB drunter (laut VU). Der Sinuston ist auch nicht konstant in der Lautstärke, schwankt ganz leicht. Wenn das Ding jetzt komplett neu eingestellt werden muss, bin ich vermutlich raus. Das geht schon damit los, dass ich meinem Bandmatertial nicht zu 100% vertrauen kann, was die Qualität angeht.
15.11.2025, 10:58 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.11.2025, 11:03 von PeZett.)
Hallo Namensvetter,
dass man in Leerpassagen gaaaaaanz leise die Gegenspur durchhören kann, ist bei einer 1/4Spur Maschine nahezu unvermeidlich. Die Akai-Kopfform ist da zwar etwas gnädiger gestaltet aber allein die Kopiereffekte führen zu diesen unterlegten Signalen. Solange das wirklich sehr leise bleibt...
Und dass alte Aufnahmen unter der 0dB Marke bleiben, kann daran liegen, dass bei der Aufnahme etwas verhaltener ausgesteuert wurde. Hauptsache, die Kanäle werden annähernd gliech wieder gegeben, was aber natürlich auch vom Quellsignal abhängig ist. Wer weis das noch, was damals bei der Aufnahme passiert ist. Wenn die Aufnahmen auf einem anderen Gerät besser klingen und höher ausgesteuert sind, ist das natürlich schon ein Fingerzeig, dass mit der 260er etwas nicht stimmt.
Wenn die komplette Kopfbestückung "verdreht" ist, hilft wahrscheinlich nur das "volle Programm" mit Messband oder Oszilloskop unter Verwendung von möglichst neuem Bandmaterial. Ob es sich dann (als finale Maßnahme) lohnt, das Gerät auf eine bestimmte Bandsorte einzumessen, hängt m.E. vom Gesamtzustand des Gerätes ab.
Was die Kopfposition angeht: ganz grob kann man mit der "Fettstiftmethode" feststellen, in welche Richtung der/die Köpfe verstellt sind (hierzuforen zig fach beschrieben... ...Fettstift nicht wörtlich nehmen; es geht auch mit Edding oder ähnlichem...).
Gruß
Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
15.11.2025, 11:31 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.11.2025, 11:32 von janbunke.)
(15.11.2025, 10:07)Petdoering schrieb: Wenn das Ding jetzt komplett neu eingestellt werden muss, bin ich vermutlich raus. Das geht schon damit los, dass ich meinem Bandmatertial nicht zu 100% vertrauen kann, was die Qualität angeht.
Mein Rat: Frag mal in die Runde, ob sich hier jemand der AKAI annehmen mag.
Ohne passendes Equipment und Erfahrung wird das nichts...
Wo ist dein Standort?
Wie geschrieben läuft die Wiedergabe von Fremdaufnahem gut, die Aussteuerung ist vergleichbar mit der anderen Maschine. Nur Eigenaufnahmen werden zu leise aufs Band gebracht. Also hängt es irgendwo zwischen dem Line-In und dem Kopf, oder es liegt am Kopf selbst, bzw. dessen Einstellung. Das man die Gegenspur in der Regel bei Leerpassagen leise durchhören kann beruhigt mich schonmal etwas. Die Autoreverse-Funktion ist mir auch bei Weitem nicht so wichtig, wie die Möglichkeit doch mal ne Aufnahme zu machen.
Mein Standort ist Nordhessen, zwischen Eschwege und Bad Sooden-Allendorf...ich befürchte ja, dass die Experten in meiner Gegend eher dünn gesät sind. Ich selbst hatte nicht vor mich mit dem Thema Justieren auseinanderzusetzen. Meine Werkstatt ist zwar prinzipiell nicht schlecht ausgestattet, aber es fehlt natürlich an den für diesen Job notwendigen speziellen Geräten, den entsprechenden Messbändern und zuletzt der Erfahrung. Ich hatte dazu schonmal ein paar Beiträge in verschiedenen Foren gelesen und ich befürchte das ist eine Wissenschaft für sich.
die Maschine hat vier Trimmpotis zu Einstellen des Recordlevel, VR 2 VR 3 für vorwärts und VR2 Rev rec leve VR3 Nor rec level für rerversbetrieb.
Die sind mit Sicherheit verstellt worden und müßten na SM wieder korrekt eingestellt werden.
Schon mal getestet wenn Du die Aufnahme höher aussteuerst ob dann die Aufnahme lauter wird?
wenn das der Fall ist liegt es nur an o.g. Einstellung
Wenn ich die Aufnahme lauter aussteuere wird sie natürlich auch lauter, aber hatte ich das Gefühl, dass sie dann auch übersteuert. Ist auch schwierig einzupegeln. Das Gerät hat keine Pausetaste und auch wenn man nur die Record-Tasten drückt, steuert er noch nicht auf den VUs aus. Erst wenn man zusätzlich Play drückt und dann läuft er ja gleich scharf. Also nach Vorband den Pegel eingestellt (Source Taste gedrückt), Aufnahme gedrückt und über Hinterband kontrolliert (Source Taste wieder heraus gedrückt). So bin ich der Meinung lief das immer.
ich kann hier Jan nur Recht geben. Gib die Akai in fachkundige Hände. Alles andere wird nichts. Die gehört durchgecheckt, und eingemessen. Vermutlich sind auch die Köpfe verstellt. Ohne gescheites Equipment ist das nicht zu machen. Ich wohne in der Nähe von Darmstadt, leider bisschen weit weg von dir. Aber vielleicht findest du jemanden in deiner Region und kannst bei der Überarbeitung der Akai dabei sein.
Ich denke auch, das wird das Beste sein. Es wird auch langsam kalt in der Werkstatt in der Scheune, daher werde ich sie jetzt erstmal wieder zusammenbauen und als Abspielgerät benutzen. Das funktioniert ja jetzt soger besser als vorher und spulen tut sie ja auch wieder. Ich muss nur noch meine Ersatzkapazitäten für die beiden 1µF-Zweige des großen Kombikondensators im oberen Bereich des Gerätes elektrisch und mechanisch sicher organisieren und dann greife ich das zu einem anderen Zeitpunkt nochmal auf. Vielleicht findet sich noch jemand mit dem entsprechenden KnowHow, der sich das mal ansehen kann. Auf jeden Fall danke für eure tatkräftige Unterstützung und Ratschläge. Ohne das wäre mir vermutlich gar nicht aufgefallen, dass die Köpfe verstellt sind. Wobei ich immer noch nicht verstehe, warum sie vor 25 Jahren so aufgenommen hat.
So...wieder zusammen gebaut. Jetzt habe ich sie nochmal vernünftig angeschlossen und bin total überrascht...die Lautstärke der Aufnahme entspricht nicht nur der Lautstärke meiner Quelle (wenn ich am Verstärker zwischen dem abspielenden Tonbandgerät und Spotify auf dem PC umschalte, bei gleichem Song), nein sie klingt auch noch besser als die Quelle. Drücke ich den Source-Schalter ist der Ton deutlich lauter als die Quelle. Verstehe ich nicht wirklich.
Beweisfoto:
Wer solch ein Equipment aufstapelt, der sollte doch mit SM und Messband eine Maschine eingemessen bekommen?
Richtig eingemessen ist sie dann, wenn es keinerlei Differenzen zwischen Vor- und Hinterband gibt.
Pegel und „Klang“ sollten dann gleich sein.