Bandmaterial trennen und identifizieren
#1
Guten Abend allerseits,

Es war mir vergönnt eine größere Menge an Offenwickel Bandmaterial zu erwerben.
Es sind Wickel dabei mit z.B. LGR30P, LGR50 und auch einige, bei denen nichts dabei steht :-(
Wahrscheinlich allen gemein ist, dass  diese zwischendrin immer wieder gestreiftes Vorspannband aufweisen - eine "Spule" also aus mehreren Teilen besteht.

Meine Fragen nun :

Ich denke man kann davon ausgehen, dass die einzelnen Stück auf einem Wickel aus der gleiche Bandsorte bestehen, oder ?
Wie kann ich die Bänder identifizieren, wo nichts "draufsteht" bzw. wie würdet Ihr damit umgehen ?

und last but not least :
Wie kann ich am Elegantesten die einzelnen Schnipsel wieder zu einem Band zusammenscheiden ? Da gibt es sicher bessere und weniger gute Methoden, oder ?

Ich freue mich auf sachdienliche Hinweise :-)
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#2
Hallo Paulchen,

ist natürlich schwierig, Hersteller und die Bandsorte ohne Beschriftung herauszufinden. 

Der Wickel mit den Trennbändern erinnert mich an meine Schulzeit. Wir haben ein Theaterstück mit verschiedenen Geräuschen untermalt, dabei habe ich die Sequenzen zur besseren Erkennung mit Trennbändern geteilt, denn die Aufnahmen mussten zur exakten Zeit eingespielt werden. Dabei habe ich natürlich die gleiche Bandsorte geschnitten. Man kann ja davon ausgehen, natürlich ohne Garantie, dass der Vorbesitzer dieser Bänder das auch so gemacht hat, unabhängig von der Frage, welcher Zweck dahinter stand.

Klebesets mit Schienen, Klammern und Klebeband für Tonbänder habe ich hier gefunden:
https://www.ebay.de/sch/i.html?_nkw=basf...olid=10001

Ganz billig waren die früher auch nicht, aber hier schlagen die Anbieter ja ganz schön zu.

Viele Grüße
Harry
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#3
Hallo Paulchen,
Schaue mal u.a. hier: https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=7723
Apropo Bänder, das zugesagte ist noch nicht eingetroffen......
M.f.G.
justus



 Onkyo TX8050; TA2760; Philips N4520;  2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000;  M3002L;  Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200;  Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601 

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#4
Hier noch ein halbwegs annehmbares Angebot:
https://www.ebay.at/itm/127469555587?_sk...R8rGwvHNZg

Es ist fraglich, ob das Klebeband noch brauchbar ist nach zu langer Lagerzeit.
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#5
mal nach  Bandspleißset, Spleißblock-Kit   googlen

Klebebänder und Vorspannbänder gibt es beim Forumskollegen Frank:  Online Shop

Grüße:   Erhard
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#6
Danke schon mal für die Anregungen !
Diese BASF Sets sind ja eher was für Sammler und für den gewünschten Zweck einerseits zu klein und wohl auch zu alt.

Wer hat denn Erfahrungen mit den verschiedenen Spleißblock Kits ?
Gibt es welche, die das genaue Zusammensetzen einfacher von der Hand gehen lassen?
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#7
Die längliche BASF Hobby-Box funktioniert astrein, auch das darin enthaltene Klebeband hält quasi ewig, und wenn es aufgebraucht ist, bekommt man neue Rollen bei Darklab und anderen.

Es gab BASF-Klebebänder, die altern können und dann auf beiden Seiten kleben, aber die sind noch aus der LGS-Zeit und auf der Verpackung erkennbar am alten Logo mit Hohlblock-Buchstaben.

Mehr als 25 Euro würde ich dafür aber nicht ausgeben. Der Neupreis Ende der 80er Jahre war 21,60 DM im Ludwigshafener BASF-Laden.

Viele Grüße,
Martin
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#8
(11.11.2025, 08:21)Kirunavaara schrieb: Die längliche BASF Hobby-Box funktioniert astrein, auch das darin enthaltene Klebeband hält quasi ewig, und wenn es aufgebraucht ist, bekommt man neue Rollen bei Darklab und anderen.

Kann ich nur bestätigen. Meine Hobbybox ist sicher schon 30 Jahre alt, das Klebeband klebt immer noch bestens. Man sollte nur beim Schneiden etwas vorsichtig sein, dass man nicht aus der Schnittkufe kommt, dadurch bildet sich unter Umständen eine weitere kleine Kufe, die man dann versehentlich benutzt.
___________________________________________________
Servo-Sound Mixer 2002 + 2003, SP 70, 4 x SL 20, 2 x SL 60/D
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#9
(11.11.2025, 08:21)Kirunavaara schrieb: Die längliche BASF Hobby-Box funktioniert astrein, ...

Das kann ich nur bestätigen. Wenn man auch bedenken muss, dass Plastik nicht so haltbar ist wie Schienen aus Metall, immerhin schneidet man mit der Klinge darin. Ich habe sehr häufig Bänder mit der gen. Hobbybox bearbeitet. 

Für Neuaufnahmen würde ich allerdings eher kein zerstückeltes Band nehmen. Ich vermute, dass du das bei dieser Anfrage vorhast.

Viele Grüße
Harry
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#10
Ich benutze die Bandscheren wie die zb. An der B77 von Haus aus dran sind oder an den Telefunken Studiogeräten.
Wenn man Mal etwas Übung hat geht auch das saubere kleben damit gut.
Das Klebeband hab ich einfach auf einem Tesafilm abroller, mit der zackigen Klinge daran schneid ich es auch ab. Wenn man das so wieder zusammengepappte Band bei 38 oder 19cm einsetzt gibt's eigtl. Keine Probleme.
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2x Telefunken M12B / Philips Pro 12
[b]Uher Report IC 4200 / Monitor 4200[/b]
Revox B77 MK2 2-Spur / Revox A77 MK3 Umbau zu "ORF" Version, HS, 2-Spur
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#11
Es wäre vielleicht zuerst die Frage zu stellen, ob Rundfunkband wie das genannte LGR30P und LGR50 zu der/den vorhandenen Maschine(n) und dem geplanten Einsatzzweck passen...

Und zum Schneiden: ich persönlich kann mir was Anderes als eine komplette Schere (drück - ratsch - durch) wie die von Revox oder Tfk nicht vorstellen. Mir reicht schon das Gepopel mit dem Klebeband.
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#12
Das klingt es gäbe es Schienen, die gleichzeitig schneiden und kleben ?

So ein Rundfunkband passt natürlich besser zu einer TFK 15, aber mir wurde noch keine zu einem akzeptablen Preis angeboten.
Daher benutze ich erstmal das, was verfügbar ist.
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#13
(12.11.2025, 23:10)Paulchen Panther schrieb: Das klingt es gäbe es Schienen, die gleichzeitig schneiden und kleben ?

Nein... es wäre auch reichlich sinnfrei, ein Band auseinanderzuschneiden und an der gleichen Stelle wieder zusammenzukleben. Ich hab auch noch so eine BASF-Klebebox, aber die erinnert mich mit den ganzen Haltern und Hebeln immer an den Filmschnitt damals.
Gemeint war: Band einlegen, Knopf drücken, Band entzwei. Und das schräg und nicht rechtwinklig.

(12.11.2025, 23:10)Paulchen Panther schrieb: So ein Rundfunkband passt natürlich besser zu einer TFK 15, aber mir wurde noch keine zu einem akzeptablen Preis angeboten.
Daher benutze ich erstmal das, was verfügbar ist.

Abhängig vom Wert von "akzeptabel" kann das auch dauern, da solche Maschinen nicht nur wegen ihrer Masse ein gewisses Beharrungsvermögen haben Wink

Nachtrag zum Bandmaterial: Wenn das vom Rundfunk kommt, würde ich nicht davon ausgehen, daß da "sortenrein" zusammengeklebt wurde. Da hat einer die O-Töne gemacht, in einem anderen Studio einer die Zwischentexte eingesprochen, dann vielleicht noch ein bißchen Musik dazu, und schon sind drei verschiedene Materialien in einem Sendeband.
Das war ja grade eine immer wieder geforderte Eigenschaft von Rundfunkbändern.
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#14
Ich habe nun mal eine BASF Box geordert und probiere das einfach mal aus.

Wenn da wirklich verschiedene Bandsorten drauf sind wäre das recht unsinnig, die Maschine auf eine bestimmte Bandsorte einzumessen.....
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#15
Ich habe Übrtrager so verstanden, daß genau deswegen die Rundfunkbänder von unterschiedlichen Herstellern kompatibel sein mußten, also unterschiedliches Bandmaterial aber dieselben elektro-magnetischen Eigenschaften....
A77 MKIV 1/2-Spur, B77 MKII 1/4-Spur, PR99 1/2-Spur CCIR, B710-MKII, AKAI-GX 265D 1/4-Spur-AR
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#16
Ach so,
das hieße demzufolge, dass es BASF Bänder gibt, die genauso einzumessen wären wie z.B. ein AGFA YYY ?
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#17
das ist zumindest mein Verständnis ....
A77 MKIV 1/2-Spur, B77 MKII 1/4-Spur, PR99 1/2-Spur CCIR, B710-MKII, AKAI-GX 265D 1/4-Spur-AR
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#18
zB LPR35 und PER368
Gruß, Kuni
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http://kuni.bplaced.net/
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#19
Mit dem LGR30P, einem Band technologisch aus den 60ern, sollte man vorsichtig sein. Es hat eine recht hoh Rauhigkeit und schmirgelt die Tonköpfe regelrecht. Dafür schmiert es nicht, läuft immer. Das Pendant von AGFA ist das PER525stereo. LGR50 ist die modernere Variante, weniger Rauschen, dafür fangen aber wohl einige mitlerweile zu schmieren an. Selbst hatte ich schon welche wo die Schicht in großen Fetzen abbröselt. Das AGFA bzw. später auch von BASF gefertigte Pendant heißt PER528.

Und ja, es ist sogar wahrscheinlich, dass du verschieden Bandsorten zusammen auf einem Bobby finden wirst. Man war da nicht zimperlich.
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2x Telefunken M12B / Philips Pro 12
[b]Uher Report IC 4200 / Monitor 4200[/b]
Revox B77 MK2 2-Spur / Revox A77 MK3 Umbau zu "ORF" Version, HS, 2-Spur
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#20
viel dazugelernt, Danke Danke
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#21
(13.11.2025, 11:44)Dilbert schrieb: Ich habe Übrtrager so verstanden, daß genau deswegen die Rundfunkbänder von unterschiedlichen Herstellern kompatibel sein mußten, also unterschiedliches Bandmaterial aber dieselben elektro-magnetischen Eigenschaften....

Ja, genau so hat der Übertrager das gemeint Wink
Ästhetisch ist so ein aufgewickelter Bandsalat natürlich nicht ansprechend, von den elektromagnetischen Eigenschaften sollte er aber keine Probleme machen.
Zu Dicke, Rauheit etc. wurde ja schon alles geschrieben.

Die unbeschrifteten Bänder sind aber sehr wahrscheinlich kein Rundfunkband, die Anstalten verlangten nämlich nach TR haumichblau eine Bedruckung mit Bandtyp und Charge. Für die gilt das oben Gesagte nicht.
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