nachdem ich nun eine Weile mit einem Philips Tonbandgerät in 1/4 Spurtechnik herumgemacht habe und das Thema und das Handling sehr mag, möchte ich mich doch nun auch die nächste Stufe wagen. Daher frage ich, ob jemand hier ein Gerät in Halbspur-Ausführung abzugeben hat. Ich bin da nicht wirklich festgelegt ob es nun Akai, Telefunken oder etwas dazwischen sein soll.
Aber es muss einwandfrei funktionieren und keine Köpfe haben, die nur noch 500 Stunden machen ...
27.10.2025, 08:20 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.10.2025, 14:48 von sonydoc.)
Ich hätte da eine Sony TC-R7/2 (766/2) im Angebot, sie ist vollständig überholt wurde aber nach meinen Vorstellungen umgeändert.
Geschwindigkeiten wurden auf 9,5 und 19 abgeändert (original wäre 19 und 38) da Bandmaterial nicht grade billig ist und ich sowieso nie mit 38 aufnehmen werde.
Ausserdem hab ich sie voll Fernbedienbar gemacht, so können also vom Sofa aus alle Funktionen per IR Handsender bedient werden, auch der Tape Monitorschalter.
Köpfe sind Ferriteheads (ähnlich den Akai Glasköpfen) und sind top, sie unterliegen auch nicht so einem Verschleiss wie bei anderen Maschinen, quasi unkaputtbar.
Aufnahme ist in Halbspur, Wiedergabe Halb- und Viertelspur Umschaltung ist am Kopfträger ein kleiner Schalter
Ich habe gerade eine Braun TG1000 Halbspur fertig. Eingemessen auf LPR35. Köpfe sind noch sehr gut VB 250€. Dann hab ich gerade eine Braun TG100o Halbspur in Arbeit mit zusätzlichen Vierspurkopf und Quadrofonie VB 300€. Desweiteren eine Viertelspur Teac A-3300S. Diese wurde von einem Tonbandler hier aus dem Forum eingemessen. Da hätte ich gerne 400€ VB.
Bei Interesse bitte PN
Grüße Andre
Dual TG28/29, ASC6002/ 5004, Technics RS1500, Tesla CM160, Braun TG1000
27.10.2025, 12:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.10.2025, 12:28 von Wicki 1968.)
Ich hätte eine schöne Teac X10, überholt und auf LPR 35 eingemessen. Die passenden NAB Adapter gibt es gleich mit dazu. Preislich bei 550€.
Bei Bedarf kann ich die Bilder schicken.
Ich könnte noch eine revidierte A700 mit Sonderkopfträger (2-Spur A/W mit zusätzlichem 4-Spur W-Kopf) in den Ring werfen. Wird aber voraussichtlich erst Ende November fertig werden.
27.10.2025, 14:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.10.2025, 14:43 von stob.)
Statt sich gleich auf ein bestimmtes Angebot festzulegen, würde ich mir überlegen, für was du das Gerät genau brauchst und was es können soll - dann kannst du auch spezifisch nach einem Gerät suchen. Mögliche Punkte wären für mich:
-Willst du nur Band auf Spulen abspielen oder auch grössere Offenwickel?
-Muss es 38 cm/s können oder "nur" 19 cm/s
-Willst du nur Wiedergabe oder auch Aufnahmen machen?
-Faktor "wohnzimmertauglichkeit"
-Muss es CCIR und NAB können?
um nur ein paar zu nennen...
Meine Bandmaschinen: Ganz frisch: Studer C37 , Studer A807, Studer B62, Telefunken M15a. Und Swissonor Tube Amp AM6221
Hallo,
vielen Dank erstmal für die netten Angebote.
1) Halbspur reicht mir sicher, ich muss nicht noch 38cm nutzen. Das geht dann doch zu sehr in's Geld.
2) Ich kann ja nur wiedergeben, was vorher aufgenommen wurde. Daher benötige ich zwingend auch Aufnahme.
3) Wohnzimmertauglich ist das, was ich mir reinstellen mag. Sollte nicht wie ein Müllhaufen aussehen.
Zu einigen Fragen, habe ich selbst Fragen :
Kann man die Offenwickel-Teller nicht auf jede Maschine packen ?
Für welche Zwecke brauche ich CCIR und wann NAB ?
Die Braun Gerät haben nur 22cm Spulen , oder ? Es sollten schon 26er draufpassen (Geräte mit Halbspur in 18er Größe wird es sicher nur sehr selten geben, denke ich)
Die Teac X-10 ist eine Halbspur ?
Die A700 ist eine späte oder eine frühe Version ?
ob man 38 cm/s braucht, muß man selbst beurteilen, aber 9,5 cm/s Halbspur ist aus meiner Sicht auch nicht gerade sinnvoll :-)
Offenwickel benötigen die entsprechende Bandteller und Bobbies und die Bandteller brauchen 2 kleine Löcher im Wickelteller der Maschine. Die kann man ggf. auch selbst bohren, man muß da aber schon sehr präzise vorgehen, sonst eiern die Teller. Ich meine zu wissen, daß man auch die Federn der Dreizack-Verriegelung kürzen muß, Revox hat dafür extra längere Versionen angeboten.
Die Normen NAB und CCIR unterscheiden sich in den Enzerrungskonstanten. Eine 19cm/s NAB-Aufnahme abgespielt auf einer CCIR-Maschine klingt hörbar höhenbetont, bei 38 cm/s ist sie etwas dumpfer.
CCIR ermöglicht wohl einen bessere Dynamik, NAB hat bei 19 cm/s einen minimalen Vorteil im Baßbereich
So wie ich das verstanden habe, ist das bei Amateur-Eigenaufnahmen nicht von Belang, lediglich bei Fremd- oder Kaufbändern (z.B. bei den derzeit so gehypten Masterbandkopien) sollte man das berücksichtigen.
Zitat: aber 9,5 cm/s Halbspur ist aus meiner Sicht auch nicht gerade sinnvoll :-)
kommt doch drauf an was man mit 9,5 aufnimmt und zu welchem Zweck.
Ich hab hier ein EL 7 Elcassett, das nimmt mit 9,5 auf und es gibt zur CD keinen Unterschied, zumindest kann ich den nicht hören und Freunde die hier waren und das mal getestet haben auch nicht.
Wenn man also Musik zum berieseln bei einer Party oder als hintergrund beim Putzen braucht ist 9,5cm/s schon von Vorteil da man dann auf ein Band mehr Titel aufnehmen kann als mit 19 oder 38cm/s
Bei Musik die man auf der Coutch intensiver hören möchte ist 19cm/s auch ausreichend, es sei denn man hat mit 60+x noch Goldohren;o)
Alles hat seine Vor und Nachteile es kommt darauf an was einem selbst wichtig ist.
9,5 cm/s und Zweispur ist für HiFi immer noch sehr empfehlenswert und weitaus besser als 19cm/s Vierspur. Hochwertiges Bandmaterial vorausgesetzt. Habe meine Longplayer mit Maxell 35-180B seit Jahrzehnten so gemacht (2-Spur / 9,5), das Bandmaterial kann ruhigen Gewissens auf 9,5 gefahren werden. Reicht allemale für den Alltagsgebrauch und ist deutlich besser als aller Digitalunfug aus irgendwelchen Boomboxen mit smartphone-Gequäke.
Moin.
Ich erlaube mir an dieser Stelle mein Angebot einer Tandberg 10 XD-2 (Halbspur) in Erinnerung zu bringen,
auch wenn die mit ihren - meiner Ansicht nach überschaubaren - Defiziten nicht exakt der Suche nach einer einwandfrei funktionierenden Maschine entspricht.
Aber mit Hilfe dieses tollen Forums lässt sich nahezu jede Herausforderung bewältigen
(27.10.2025, 17:44)Paulchen Panther schrieb: Wenn ich mal vorbespielte Bänder einsetzen möchte, sollte ich welche Entzerrung haben ?
Die, mit der das Band aufgenommen wurde. Daher ist eine Umschaltmöglichkeit, wie bei der Revox A77, von Vorteil.
Ich weiß nicht, welche Entzerrung von den Firmen eingesetzt wurde, die damals vorbespielte Bänder verkauft hatten.
Das hat doch sicher nicht ständig gewechselt, oder doch ?
Diese Köpfe sollen ja ähnlich robust sein, wie die von Akai.
Macht denen dann etwas rauheres Bandmaterial auch nichts aus ?
Kann eine Menge LGR 30 und LGR 50 Bänder bekommen auf Offenwickel und hatte daher ja auch ziemlich am Anfang geschrieben, Offenwickel sollte das Ding dann auch beherrschen können (mit so einem Adapter-Teller)
(28.10.2025, 11:05)Paulchen Panther schrieb: Diese Köpfe sollen ja ähnlich robust sein, wie die von Akai.
Macht denen dann etwas rauheres Bandmaterial auch nichts aus ?
Kann eine Menge LGR 30 und LGR 50 Bänder bekommen auf Offenwickel und hatte daher ja auch ziemlich am Anfang geschrieben, Offenwickel sollte das Ding dann auch beherrschen können (mit so einem Adapter-Teller)
mir ist in all den Jahren noch kein abgeschliffener Sonykopf untergekommen und ich hatte etliche BM und Tapedecks repariert.
Elektrisch defekte hate ich auch sehr selten mal bei, da wurde aber beim Entmagnetiesieren die Maschine nicht ausgeschaltet und das kann so ein Kopf nu auch nicht vertragen.
Wenn Du so viele Bänder bekommen kannst, bring doch mal in Erfahrung mit was für einer Entzerrung die aufgenommen wurden, dann kannst du auch besser entscheiden was für eine Maschine du brauchen kannst.
Die meisten Japanischen Geräte sind NAB entzerrt und dann macht es keinen Sinn wenn die Bänder dann CCIR sind, geht zwar ist aber nicht optimal.
Offenwickel kann man zwar mit ner Sony auch machen (halb liegend in einem Wagen) ist aber nicht so gut für die Capstanlager da dann das Gewicht der Schwungmassen stärker auf die Lager drückt.
Hier bietet doch gerade jemand eine Revox PR 99 an,mit Wagen und allem pipapo, die kann Offenwickel und ist bis auf die Köpfe die da mal fällig werden ne robuste Maschine.
Die Bänder, die ich bekommen kann, würde ich ausnahmslos überspielen, daher wäre diesbezüglich die Wahl der Entzerrung sicher egal.
Meine Frage oben bezieht sich vielmehr auf vorbespielte Bänder von DGG oder Polydor. Die waren doch sicher immer mit derselben Entzerrung
Was passiert denn mit den Capstanlagern, wenn die Maschinen liegend oder halb liegend betrieben werden ?
Die kann man doch sicher warten/austauschen, wenn die mal hinüber sind, oder ?
(28.10.2025, 11:52)Paulchen Panther schrieb: Die Bänder, die ich bekommen kann, würde ich ausnahmslos überspielen, daher wäre diesbezüglich die Wahl der Entzerrung sicher egal.
Meine Frage oben bezieht sich vielmehr auf vorbespielte Bänder von DGG oder Polydor. Die waren doch sicher immer mit derselben Entzerrung
Auf den Schatullen und den Spulen gibt es keinen Hinweis auf die richtige Entzerrung - man konnte es an den meisten Geräten auch nicht einstellen. Die üblichen vorbespielten Bänder aus der Zeit, die ich vor Augen habe, sind auf 15 und 18 cm-Spulen und richten sich eher an die Besitzer von Kleinspulern oder man hat sich daran orientiert, dass man möglichst viele Kaufinteressenten erreichen konnte. Ich würde daraus, offen gestanden, keine Raketenwissenschaft machen. Ich habe einige Kauf-Tonbänder und sie klingen gut, erstaunlich gut sogar. Aber einen Hype würde ich daraus nicht machen wollen und ich halte die aufgerufenen Preise für diese Bänder auch recht überzogen (ich habe gerade ein Set von 5 Bändern für 135 € Festpreis gesehen. Mehrere der Bänder sind mit 9,5 cm/s abzuspielen...). Die meisten Aufnahmen bekommt man auf LP viel günstiger... aber das ist ein anderes Thema.
28.10.2025, 12:31 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.10.2025, 12:31 von Dilbert.)
Moin
Ich habe - in diesem Forum - gelesen, daß bespielte Bänder in den 50-70igern eigentlich nur für den amerikanischem Markt produziert wurden. Daher sind die wohl Alle mit NAB erstellt worden, da NAB in den USA sowohl im Heim- als auch im Studio-Bereich der Standard war. CCIR ist eher ein europäisches Ding gewesen.
In so fern ist die angebotene PR99 zwar ideal für den Wunsch Offen-Wickel zu fahren, aber eher sub-optimal für alte bespielte Polydor oder DGG-Bänder.
Ich meine aber auch gelesen zu haben, daß ein Umbau von CCIR auf NAB für die Wiedergabe-Seite wohl nur 2 Bauteile betrifft, was das für die Aufnahmeseite bedeutet, leider keine Ahnung....
Damit war der Tip mit ener A77 schon recht zielführend, weil mit etwas Glück bekommt man auch die original Revox-Wickel-Teller mit den beiden Löchern und den langen Wickeldornen.
welche Entzerrung vorbespielte Bänder haben weiss ich nicht, mWn werden aber solche nicht mehr neu hergestellt und es sind dann alte Bänder die angeboten werden. Ich würde solche Bänder nicht kaufen da man nie weiss ob die nicht die Maschine verkleben, Schmierbänder sind keine Seltenheit.
Reparieren Austauschen kann man alles, sofern man solche Bauteile noch bekommt, die Lager sind bei den Sonys keine Kugellager die man wechseln kann. Es sind spezielle Kunststoffplättchen auf denen die Kugel der Capstanwelle läuft und durch den Druck der beim Liegendbetrieb dort entsteht können die Plättchen ausgeschliffen werden. Bei normalem Betrieb halten diese Plättchen lediglich die Welle konstant mit leichtem Spiel, so das da kaum Reibung entsteht. Die sind halt nicht für den Liegendbetrieb konstruiert worden sondern für den Heim Hifibereich.
(28.10.2025, 12:31)Dilbert schrieb: Ich habe - in diesem Forum - gelesen, daß bespielte Bänder in den 50-70igern eigentlich nur für den amerikanischem Markt produziert wurden.
Es gab in D als dem Land der Tonbandelei natürlich eigene Produktionsstätten, die wirklich hervorragend klingende Bänder hergestellt haben. Im Gegensatz zu den US war hier das Format allerdings keine 18cm Spule im Pappkarton sondern 13cm Spulen in einer Plaste-Klapphülle wie MCs. Dabei gab es die nicht nur in Viertel-, sondern (seltener) auch in Halbspur und 19cm Ausgaben !
Ich möchte dann auch noch eine Revox A77 MkII Halbspur in die Runde werfen.
Teilrevidiert, Köpfe sind gut, Aufnahme und Wiedergabe ist ausgezeichnet.
Dachte an 300€
Gruß
Oliver
Schönes Teil zu einem fairen Preis. Dafür würde ich eine Empfehlung aussprechen.
Gerade zum Einstieg ein super Gerät mit top Preis / Leistungsverhältnis damals wie heute.
Vorteile:
- Gute Ersatzteilverfügbarkeit
- Keine Spezialteile in der Elektronik
- Zwei Entzerrungen bei Wiedergabe IEC / NAB (Aufnahme mit NAB)
- Für große und kleine Spulen sinnvoll nutzbar dank Bankdzugschalter
- Kompakt und nicht viel größer als ein großer Kleinspuler
Nur am Rande: ich hatte nicht geschrieben, das in Deutschland keine bespielten Bänder produziert worden sind, sondern überwiegend für den amerikanischen Markt produiert wurde. Im übrige stimme ich analoghörer zu, auch in Europa waren Consumergeräte in der Regel NAB entzerrt.
29.10.2025, 14:01 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.10.2025, 14:04 von havox.)
Also für den Betrieb mit Offenwickel kommt ja aus den Vorschlägen wohl nur die A700, falls sie die Bohrungen in den Bandtellern hat, oder die PR99 in Frage. Einen Aufnahmeverstärker NAB 19/38 kann ich abgeben, der Wiedergabeverstärker ist einfach umzurüsten (6 Widerstände). Im Bild das „umgekehrte“ Beispiel. Ist allerdings PR99MKII/III. Kann in der MK nix anders sein, aber sicher nicht aufwendiger.
29.10.2025, 14:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.10.2025, 14:30 von Paulchen Panther.)
A77 und B77 habe ich auch schon mit Offenwickel gesehen, glaube ich. Aber kann man nicht so einen Adapter-Teller auf jeder BM betreiben ?
So zwei Löcher sind ja sicher auch kein großes Hindernis, so sie denn fehlen sollten, oder ? Was bedeutet das Angebot für einen Aufnahmeverstärker in dem Zusammenhang ?
Braucht man so etwas auch noch ?
29.10.2025, 14:50 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.10.2025, 16:30 von Dilbert.)
Mische mich noch mal ein: eine bessere Kombi als die PR99 plus den von havox vorgeschlagenen Umbau von CCIR auf NAB kann ich mir bei Deinem Lastenheft nicht wirklich vorstellen. Eine A700 ist ggf. schöner (Bandwaage etc.) aber viel, viel älter.
Wie ich schon sagte, die beiden Löcher müssen sehr präzise gebohrt werden, aber ggf. hat das jmd. aus dem Forum auch schon gemacht...
Grüße
Frank
PS: na wenn Du auf der selben Maschine selbst aufnehmen und abspielen willst, dann muß halt der Aufnahmeverstärker auch NAB spezifiziert sein, sonst stehst Du ja bei Eigenaufnahmen vor dem umgekehrten Problem wie bei NAB-Kauf-Bändern und CCIR-Maschine, CCIR-Aufnahme auf NAB-Wiedergabe.
Für den Betrieb mit Offenwickel muss der Bandzug ausreichend sein, bei A77/B77 ist dazu meines Wissen eine Modifikation nötig.
Die Löcher kann man bohren. wenn man einen Bandteller mit Originalbohrungen als Schablone hat. Wird halt dann gespiegelt, wenn man die beiden mit den Unterseiten gegeneinander aufeinanderschraubt.
Dann muss auch noch der Grat innen sorgfältig entfernt werden. Ist also nicht so trivial.
Ich habe dann allerdings den „gespiegelten“ Bandteller (der hätte eh lackiert werden müssen) als neue Schablone für einen weiteren Teller mit Bohrungen verwendet Und als Bohrer einen solchen genommen, der ohne körnern verwendet werden kann (gibt es bei Reichelt). Der „läuft dann nicht weg“.
29.10.2025, 16:29 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.10.2025, 17:17 von Dilbert.)
Vermutlich ist das bei Standard A77/B77 für Offenwickel tatsächlich angeraten, weil, wenn ich mich recht erinnere, bei der PR 99 - die ja "eigentlich" nur eine modifizierte B77 ist - auch die Spulgeschwindigkeit reduziert wurde, um festere Wickel zu bekommen.
Grüße
Frank
PS: Wohl wurde nicht nur die Umspulgeschwindigkeit verringert, sondern auch der Bandzug ehöht (bin mir aber nicht sicher, ob ersteres nicht letzteres verursacht)
29.10.2025, 18:13 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.10.2025, 18:13 von havox.)
Ich habe gerade mal den Wiedergabeverstärker der PR99 MK nix im SM angeschaut - der ist mindestens ähnlich dem B77-Typ, also deutlich einfacher aufgebaut als bei MKII und MKIII.
Sollte einfach sein, den von IEC auf NAB umzustricken.
(29.10.2025, 16:15)havox schrieb: Für den Betrieb mit Offenwickel muss der Bandzug ausreichend sein, bei A77/B77 ist dazu meines Wissen eine Modifikation nötig.
Im Play Betrieb geht es Notfalls auch so. Aber wirklich fest werden die Bobbys nicht. Ist also angeraten den ORF Mod zu machen.
(29.10.2025, 18:19)Micha94 schrieb: Im Play Betrieb geht es Notfalls auch so. Aber wirklich fest werden die Bobbys nicht. Ist also angeraten den ORF Mod zu machen.
29.10.2025, 23:30 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.10.2025, 00:13 von Paulchen Panther.)
Im wesentlichen geht es darum ein paar wenige Bauteile auszutauschen, die den Bandzug ändern, um den Betrieb mit Offenwickeln zu ermöglichen.
Das ORF hatte seinerzeit diese Veränderung explizit bestellt.
(29.10.2025, 14:50)Dilbert schrieb: Mische mich noch mal ein: eine bessere Kombi als die PR99 plus den von havox vorgeschlagenen Umbau von CCIR auf NAB kann ich mir bei Deinem Lastenheft nicht wirklich vorstellen. Eine A700 ist ggf. schöner (Bandwaage etc.) aber viel, viel älter.
Die A700 wurde von 1973 bis 1980 gebaut, die PR99 MK I (nix) von 1980 bis 1983. Ob die paar Jahre bei einem über 40 Jahre alten Gerät den Unterschied machen? Unrevidiert wird man mit beiden keinen Spaß haben.
Die A700 lässt sich zudem sehr leicht anpassen auf 9,5/19 NAB und 38 CCIR. Eigentlich die beste Kombination, weil die meisten Bänder so aufgenommen sind.
Bei der A77 bitte bedenken, dass die IEC Umschaltung nicht dem gängigen IEC/CCIR Standard entspricht.
Offenwickel auf der A77 ist eher eine Notlösung.
30.10.2025, 00:22 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.10.2025, 00:24 von Paulchen Panther.)
Ich glaube der IEC Standard kann einem egal sein, wenn das die einzige Maschine ist, mit der die Bänder aufgenommen und abgespielt werden, oder liege ich da falsch?
Darf ich fragen, wieso man Bänder mit der A77 abspielt, wenn einem auch eine TFK15 zur Verfügung steht ?
(30.10.2025, 00:22)Paulchen Panther schrieb: Darf ich fragen, wieso man Bänder mit der A77 abspielt, wenn einem auch eine TFK15 zur Verfügung steht ?
Hochwertige Aufnahmen mit der M15A machen und für die Wiedergabe die (teuren) Köpfe schonen.
Abspielen kann die A77 genauso super. Beide Maschinen sind mit dem gleichen Messband eingemessen.
30.10.2025, 14:09 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.10.2025, 14:10 von havox.)
(30.10.2025, 00:12)q-tip schrieb:
(29.10.2025, 14:50)Dilbert schrieb: Mische mich noch mal ein: eine bessere Kombi als die PR99 plus den von havox vorgeschlagenen Umbau von CCIR auf NAB kann ich mir bei Deinem Lastenheft nicht wirklich vorstellen. Eine A700 ist ggf. schöner (Bandwaage etc.) aber viel, viel älter.
Die A700 wurde von 1973 bis 1980 gebaut, die PR99 MK I (nix) von 1980 bis 1983. Ob die paar Jahre bei einem über 40 Jahre alten Gerät den Unterschied machen? Unrevidiert wird man mit beiden keinen Spaß haben.
Die A700 lässt sich zudem sehr leicht anpassen auf 9,5/19 NAB und 38 CCIR. Eigentlich die beste Kombination, weil die meisten Bänder so aufgenommen sind.
Bei der A77 bitte bedenken, dass die IEC Umschaltung nicht dem gängigen IEC/CCIR Standard entspricht.
Offenwickel auf der A77 ist eher eine Notlösung.
Gruß
Robert
Aber - so toll die A700 ist - sie ist eben eine Diva und weit weniger robust als eine PR99, auch wegen der Spezial-ICs, die immer wieder Probleme bereiten. Es ist nicht das Alter an sich, das stimmt.
Mea culpa, ich war bei der PR99 MKII. Und ja, die A700 wurde bis 1980 gebaut, aber sie stammt aus 1973 (Markteinführung), die PR 99 MKnix basiert auf der B77, und die stammt aus 1978, also noch immer 5 Jahre später.... (die A700 ist also nur "viel", nicht "viel, viel älter" :-) )
Ich hab mir auch mal überlegt eine A700 samt zugehörigem Vorverstärker und der Endstufe anzuschaffen, habe es aber wieder verworfen.
Warum? Das Preis- / Leistungsverhältnis ist einfach mies. Seltene und zickige Bauteile verbaut und der erste Service wird dadurch sehr groß.
Folgerichtige Entscheidung wenn man ungern lötet und ein bedingungslos zuverlässiges Gerät sucht! Im Hinblick auf eine hohe MTBF würde ich auch heute noch zur A77 greifen. Sie ist von allen höherwertigen Amateurgeräten n.m.M. diejenige, die mit amateurmäßigem Sachverstand und -Bordmitteln im Fehlerfall am besten in den Griff zu bekommen ist.