Spotify Lossless
#1
Spotify Lossless kommt nach langer, langer Ankündigung jetzt doch. In Form eines FLAC 44.1kHz / 24bit Streams.

Siehe hier: https://newsroom.spotify.com/2025-09-10/...xperience/

Für existierende Abonnenten ohne Mehrkosten (nach vorheriger Preiserhöhung, naja). Kunden in Ländern, wo es ausgerollt wird werden über die App informiert. Das war bei mir jetzt der Fall.

Viele Grüße
Linus
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#2
Wurde ja auch mal Zeit. Und hoffentlich machen die wirklich FLAC und nicht so einen Mist wie MQA wie es Tidal hatte.
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#3
Als ob man den Unterschied zwischen FLAC und dem bisherigen Vorbis mit 320 kbps hören könnte, erstrecht nicht bei diesem totkomprimierten Remaster-Zeugs...


Schöne Grüße
Alexander
Halbspur: RFZ T2221, Teac A3300SX-2T
Viertelspur: Tesla B115
Kassette: RFT SK3930, Geracord GC-6010
Bandsorten Alltag: PER-368, Orwo 120, Orwo 130
Bandsorten T2221: Orwo 106, Orwo 104, PER-528
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#4
Da wird sich kein Unterschied feststellen lassen
Es verkauft sich halt besser Big Grin
Viele Grüße
Jörg
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#5
Wir wollen doch mal ehrlich sein, selbst das einfache kostenlose Spotify bietet eine bessere Aufnahmequalität als alles was man so früher an Quellen hatte, sofern man nicht auf Originalaufnahmen oder Masterbänder zugreifen konnte...
Viele Grüße,

Matthias
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#6
Nein, die kostenlose Version von Spotify klingt teils richtig übel. Da würde ich eine halbwegs gut aufgenommene Kassette bevorzugen.
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#7
Das liegt dann aber nicht am Codec, sondern daran, dass viele Titel dort Remaster sind, wo die ganze Dynamik fehlt. Da wird dann Lossless auch nichts dran ändern.

Schöne Grüße
Alexander
Halbspur: RFZ T2221, Teac A3300SX-2T
Viertelspur: Tesla B115
Kassette: RFT SK3930, Geracord GC-6010
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Bandsorten T2221: Orwo 106, Orwo 104, PER-528
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#8
Hallo!

Ich wollte nur über den neuen (bald verfügbaren) Modus Lossless informieren. Darüber hinaus noch folgende technischen Informationen, die mir ChatGPT freundlicherweise aus den technischen Informationen von Spotify zusammengestellt hat. Ich möchte hier noch kurz anfügen, dass mein bevorzugter Weg für digitale Musik über Bandcamp (https://bandcamp.com/) geht, da diese Plattform das mit Abstand fairste Kompensationsmodell für Künstler hat. Spotify hat zwar die größte Reichweite aber ist ggü. den Künstlern mit Abstand am unfairsten. Und hier noch mal alles zu Dynamik, TruePeak, Loudness, Headroom, usw. bei Spotify. 

Spotify: So funktioniert Lautheits-Normalisierung
• Zielwert: Spotify passt die Wiedergabelautheit standardmäßig auf -14 dB LUFS (integrated) an (ITU-R BS.1770). Laute Masters werden leiser gemacht (negative Gain), leise Masters ggf. angehoben (positive Gain).
• Album vs. Track: Beim Abspielen ganzer Alben wird die Album-Lautheit einheitlich kompensiert (Relationen zwischen Songs bleiben erhalten). Bei Shuffle/Playlists wird pro Track normalisiert.
• Premium-Einstellungen (Loud/Normal/Quiet):
o Loud: -11 dB LUFS, mit Limiter (greift ab ca. -1 dBFS, Attack ~5 ms, Release ~100 ms), um Verzerrungen bei dynamischen/leisen Tracks zu vermeiden.
o Normal: -14 dB LUFS (Standard).
o Quiet: -19 dB LUFS.
• Headroom bei Anhebung: Beim Anheben leiser Masters lässt Spotify ~1 dB Headroom für die spätere, verlustbehaftete Codierung; Beispiel im Support-Artikel (-20 LUFS / -5 dBFS TP → nur auf -16 LUFS angehoben).
• Kein Normalize überall: Webplayer und einige Drittgeräte (Speaker/TV) nutzen keine Lautheits-Normalisierung.

Mastering-Ziele & Peaks (True Peak!)
• Empfehlung fürs Master: -14 LUFS integrated anpeilen und True Peak ≤ -1 dBTP halten – das ist am sichersten für die Spotify-Codecs (Ogg/Vorbis, AAC) und minimiert Transcoding-Artefakte.
• Wenn lauter als -14 LUFS: Sorge dafür, dass True Peak ≤ -2 dBTP bleibt (laute Masters sind beim Transcoding anfälliger für Verzerrungen).
Was bedeutet das für Dynamik?
• Lauter mastern macht auf Spotify nicht „lauter“. Über -14 LUFS wird dein Track einfach heruntergeregelt – ohne weiteren Limiter (außer der Hörer stellt „Loud“ ein). Überkompression reduziert nur die musikalische Dynamik/Crest-Factor, nicht aber die Spotify-Wiedergabelautstärke.
• Mehr Dynamik wird nicht bestraft. Leise, dynamische Titel können angehoben werden, mit Headroom-Schutz (s.o.), um Clipping nach Codec-Wandlung zu vermeiden.

Datei-/Codec-Kontext (relevant für Verzerrungen)
• Spotify transcodiert Anlieferungen zu mehreren Bereitstellungsformaten/Bitraten: Ogg/Vorbis 96/160/320 kbit/s, AAC 128/256 kbit/s, HE-AACv2 24 kbit/s. Diese Umwandlungen sind der Grund, warum True-Peak-Headroom wichtig ist.
• Delivery: Upload FLAC oder WAV (Spotify empfiehlt FLAC).

Praxis-Checkliste (kurz & handfest)
1. Ziel setzen: Mix/Master auf ≈ -14 LUFS (integrated) kalibrieren. True Peak messen (True-Peak-Meter!) und ≤ -1 dBTP halten. Bei sehr „lauten“ Masters ≤ -2 dBTP.
2. Nicht gegen Spotify „anlimitieren“. Ein Master bei -7 LUFS klingt auf Spotify nicht lauter als -14; er wird nur runtergezogen und oft „flacher“.
3. Album-Fluss beachten: Wenn das Album dramaturgisch abgestuft ist, profitiert ihr von Album-Normalisierung (beim Abspielen als Album bleibt der interne Lautheitsverlauf erhalten).
4. Referenzen prüfen: Checke Playlist-Kontext (Track-Normalisierung) und Album-Durchlauf.
5. Codec-Sicherheit testen: Nach dem Limiting Codec-Roundtrip simulieren (Ogg/AAC), um Spitzen/Artefakte zu prüfen – Hintergrund ist die Spotify-Transkodierung (s.o.).
6. Realitäts-Check: Höre auf Geräten mit und ohne Normalisierung (z. B. Webplayer), damit es überall überzeugend klingt.

Häufige Missverständnisse (kurz erklärt)
• „Ich mastere lauter, dann sticht der Track heraus.“ → Auf Spotify nicht: er landet am Ende bei ~-14 LUFS. Was übrig bleibt, ist weniger Dynamik.
• „Spotify macht immer Limiting.“ → Nein. Limiting kommt nur ins Spiel, wenn Nutzer*innen „Loud“ (-11 LUFS) wählen; im Standard („Normal“) wird nur Gain gesetzt.
• „True Peak = Sample Peak.“ → Nein. Miss True Peak (inter-sample), sonst riskierst du Clipping nach der Transcodierung. (Hintergrund: Spotify codiert in Ogg/AAC; siehe Formate.)

Man könnte es auch so zusammenfassen: Spotify kann leider schlechte Master nicht in Ohrengold umwandeln, umgekehrt werden gute Master, die den Anforderungen entsprechen (und das sollte jetzt auch der letzte Toningenieur begriffen haben), nicht automatisch schlecht gerechnet.

Viele Grüße
Linus
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#9
Soweit alles richtig, nur leider laden die Studios immernoch den totkomprimierten Mist hoch, der dann in den meisten Fällen irgendwo bei -8 LUFS unterwegs ist. Auch auf Youtube machen das fast alle, obwohl Youtube genau wie Spotify auf -14 LUFS normalisiert und man durchs lauter mastern keinerlei "Vorteile" hat, man klingt dadurch nicht lauter. Leider wollen das Musikproduzenten nicht einsehen.

Die beste Qualität bekommt man, wenn man Uploads der originalen Versionen auf Youtube findet, wo jemand die Platte digitalisiert / CD gerippt hat und die Dynamik noch voll da ist.

Codecs hingegen sind inzwischen eigentlich alle recht neutral, wenn die Bitrate passt. Das ist wirklich das geringste Problem. Wichtiger wäre mal ein Spotify-Tarif, der originale Master statt Remaster anbietet, DAS wäre doch mal was, statt mit Lossless am Problem vorbei zu doktorn.


Schöne Grüße
Alexander
Halbspur: RFZ T2221, Teac A3300SX-2T
Viertelspur: Tesla B115
Kassette: RFT SK3930, Geracord GC-6010
Bandsorten Alltag: PER-368, Orwo 120, Orwo 130
Bandsorten T2221: Orwo 106, Orwo 104, PER-528
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#10
Originale Master gibt es bei Qobuz. Allerdings sind dort auch einige Remaster drin, diese sind aber auch mit "Remaster Jahr XXXX" gekennzeichnet.
Ansonsten höre ich auch keinen Unterschied zwischen MP3 320kbit/s, FLAC, WAV und OOG sowie AAC mit hohen Bitraten raus.
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#11
(13.09.2025, 10:35)eudatux23 schrieb: Das liegt dann aber nicht am Codec

Doch. Bzw. an der Datenrate. Anscheinend drehen die die Datenrate der kostenlosen Version in den Hochzeiten, wenn die Server stärker belastet werden, weiter runter. Ich dachte einmal, der Hochtöner in meinem Lautsprecher ist kaputt, so viele Artefakte waren da drauf. Die Bezahlversion klang dann völlig in Ordnung. Ich kann aber nicht mehr nachvollziehen, was das genau war. Ich habe auch schon länger kein Spotify Abo mehr.
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#12
Guten Morgen!

Update von meiner Seite: Spotify Lossless ist jetzt seit 01.10.2025 aktiv.

Viele Grüße
Linus
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#13
Bei mir auch.
Am Handy konnte ich es in den Qualitätseinstellungen auswählen, am Linux-Rechner war's gestern noch nicht zu sehen.
Viele Grüße
Alex

We Sold our Souls to Rock 'N' Roll!
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