Mischpult für Revox PR99 oder C270?
#1
Bei der PR99 ist es ja von Vorteil wenn man das Aufnahmesignal über ein Mischpult oder einen Aufholverstärker laufen lässt, Stichwort Studiopegel. Ist das bei der C270 ebenfalls der Fall?

Das Ausgangssignal der Maschine kann man direkt an den Verstärker anschließen oder ist dort ebenfalls ein Mischpult erforderlich.
Viele Grüße
Michael
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#2
Hallo !!!

Beide Maschinen können mit Studiopegel und Hifi-Pegel umgehen (Cal/Uncal Betrieb). Die Eingangsempfindlichkeit ist dabei
völlig ausreichend für den Ausgangspegel eines Hifiverstärkers. Ein Aufholverstärker, bzw. eine Impedanzanpassung, wie von Din auf Cinch (Aufnahmeseitig), ist nicht nötig. Vorteile des Mischpultbetriebes würden sich bei Verwendung insbesondere von Kondensatormikrofonen und besonders als 2-Spurmaschine ergeben. Ein Betrieb als Hifi-Maschine ist im Uncal-Betrieb völlig Problemlos, so auch bei der C270 als auch PR99 bis MKII, ebenso C274 und C278. Beide zuletzt dann also auch geeignet für den Betrieb mit Semipro-Pulten die mit Hifi-Pegel arbei(te)ten. Bei Mehrspurmaschinen ohnehin ein Muß.

Je weniger Elektronik zwischen Bandmaschine und Lautsprecher, desto besser ist es. Da sollte man sich nichts vormachen.

Es sei denn, es gibt irgendwelche Studioambitionen, dann sieht die Welt natürlich wieder anders aus.

Will man dann mit einem entsprechenden Mixer auf dem Level der Studer/ReVox Bandmaschinen bleiben, wird es teuer, ehrlich gesagt........ Studerpulte sind heute ebenfalls rar, un die Preise teilw. astronomisch, auch wenn sie klein sind. Bleibt noch SSL, Neve, na ja....lassen wir das lieber. Es gab noch gute Tascams, aber alles mehr oder weniger überholungbedürftig.

Ich hoffe ein wenig weiter geholfen zu haben.

Unterm Strich, es ist eine Frage der Anwendung.

Ich habe selbst zwei PR99MKII und eine C278.

Liebe Grüße !!!
Klobürsten werden wieder wie neu, wenn man sie mit in die Spülmaschine gibt.
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#3
Du hast mir viel geholfen. Also eine PR99 braucht kein extra Zubehör, Aufholverstärker, Mischpult oder ähnliches. Frage ist halt, wie adaptiere ich am besten Cinch Stecker.

Eine gebrauchte PR99, diese überholen lassen ist das besser Angebot als die abgehobene B77 Mk III.

(Nicht ganz ernst nehmen. Dann lieber die gut gebrauchte PR99, überholen lassen, 100 Tonbänder dazu kaufen und eine Kiste Cola, da ich keinen Alkohol trinken darf.)
Viele Grüße
Michael
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#4
Hier wurde das Thema auch schon besprochen
https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=32787
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#5
Na, ja mit dem HIFI Pegel bei der PR99 ist das so eine Sache.
Ich habe 2 PR99 MK III, beide laufen am 19 Zoll, 1HE via XLR für Aufnahme u. Wiedergabe
am Mixer auf Studiopegel. - Von dem dann via Hilfsausgang (chinch) zum Verstärker.

Theoretisch würde der HIFI Pegel schon reichen, aber ja nach Quelle, z.B. Platten die wenig
Pegel bringen, musst Du die Aufnahmeregler fast bis Rechtsanschlag drehen, - ohne Mixer/Aufholverstärker eben.

Die MKIII lässt sich wohl auch intern Jumpern ( Ausgangspegel ) die I + II wohl nicht, wenn ich mich da recht entsinne.

.

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" Der erste Schluck aus dem Glas der Wissenschaft macht Sie zu einem Atheisten,
aber Gott erwartet Sie am Boden des Glases. "

(Werner Heisenberg)


Meine Recorder wurden gefertigt in: Regensdorf, Löffingen, Hösbach, Frankfurt und Oslo

Gruß
Ralf
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#6
Leute, ihr helft mir ungemein. Lesestoff satt.

Was ist mit dem Ausgangspegel der PR99, also vom Tape zum Amp. Ist der Pegel ausreichend oder muss man den Verstärker auch aufreißen bis zum ...?

Dann noch eine Frage, eher OT. Jetzt sind ja auch Aluspulen beim Chinesen erhältlich. Deutlich günstiger als hiesige Ware. Wie ist es mit der Qualität bestellt?
Viele Grüße
Michael
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#7
Am Verstärker musst Du nix aufreißen. - Da ist alles "normal" wie bei jedem andere HIFI Gerät auch.
Aufreißen musst Du - ohne Aufholverstärker - als bei direkten Anschuss der PR an den Amp bei
AUFNAHME die Aussteuerregler. - Bei schwachem Signal, also z.B. bei manchen LPs reicht das teilw.
trotz Rechtsanschlag kaum bis 0 dB. - Der Wiedergabepegel der PR99 ist ganz normal wie Du das
sonst so kennst - Der Pegel passt lediglich bei Aufnahme manchmal nicht.

Nun weis ich nicht, ob Du die Funktion des CAL/UNCAL an diesen Geräten so kennst.
Im CAL Betrieb kannst Du die PR klassisch an den Pegelreglern aussteuern, bei UNCAL werden die Regler umgangen
und Du steuerst über Mischpult/Mixer aus

.
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Gruß
Ralf
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#8
(09.09.2025, 09:33)R@lly schrieb: Am Verstärker musst Du nix aufreißen. - Da ist alles "normal" wie bei jedem andere HIFI Gerät auch.
Aufreißen musst Du - ohne Aufholverstärker - als bei direkten Anschuss der PR an den Amp bei
AUFNAHME die Aussteuerregler. - Bei schwachem Signal, also z.B. bei manchen LPs reicht das teilw.
trotz Rechtsanschlag kaum bis 0 dB. - Der Wiedergabepegel der PR99 ist ganz normal wie Du das
sonst so kennst - Der Pegel passt lediglich bei Aufnahme manchmal nicht.



.


Das ist schon mal gut zu wissen. Danke dir.


"Nun weis ich nicht, ob Du die Funktion des CAL/UNCAL an diesen Geräten so kennst.
Im CAL Betrieb kannst Du die PR klassisch an den Pegelreglern aussteuern, bei UNCAL werden die Regler umgangen
und Du steuerst über Mischpult/Mixer aus"


Ja, das dachte ich mir. 

Ein Aufholverstärker oder Mischpult wäre dann doch von Vorteil. Gerade Schallplatten werden immer etwas leiser wiedergegeben.
Viele Grüße
Michael
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#9
Zitat:
"Nun weis ich nicht, ob Du die Funktion des CAL/UNCAL an diesen Geräten so kennst.
Im CAL Betrieb kannst Du die PR klassisch an den Pegelreglern aussteuern, bei UNCAL werden die Regler umgangen
und Du steuerst über Mischpult/Mixer aus"



Umgedreht!
Viele Grüße,

Matthias
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#10
Was wäre denn ein günstiger guter Mixer oder Mischpult für meinen Einsatzzweck. Der wäre, ich habe keine Studioambitionen, einfach gute Aufnahmen auf Band anfertigen und in gepflegtem Umfeld hören und genießen? Eventuell würde ich mir auch einmal ein solches Masterband o.ä. zulegen.
Viele Grüße
Michael
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#11
An meiner M15a hängt ein einfacher Behringer NOX101 , mit dem ich schon seit Jahren zufrieden bin.
Viele Grüße,

Matthias
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#12
   

Ich nutze den Behringer Ultra Link Pro MX 882 ( das untere der beiden 1HE Geräte)
Bin sehr zufrieden damit

@ Matthias- klar, ein Dreher mit CAL/UNCAL  Big Grin

.
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Gruß
Ralf
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#13
(09.09.2025, 09:41)Adler23 schrieb: Ein Aufholverstärker oder Mischpult wäre dann doch von Vorteil. Gerade Schallplatten werden immer etwas leiser wiedergegeben.

Das hat in erster Linie aber weniger mit der Schallplatte zu tun, sondern es liegt ganz wesentlich am verwendeten Abtastsystem und an der Empfindlichkeit des verwendeten RIAA Vorverstärkers.
Gerade bei den Abtastsystemen gibt es ein riesiges Spektrum an verschiedenen Ausgangsspannungen.
Bei MC Systemen ist die Vielfalt ganz besonders groß.

Hier mal auf die schnelle zwei beliebige MM Systeme im Vergleich

https://www.thakker.eu/tonabnehmer/goldr...er/a-5026/
6,5mV bei 1kHz, 5cm/sec.

https://www.thakker.eu/tonabnehmer/audio...r/a-11544/
3,2 mV (1 kHz, 5 cm/s)

Das obere Goldring ist doppelt so "laut"
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#14
(09.09.2025, 09:17)Adler23 schrieb: Dann noch eine Frage, eher OT. Jetzt sind ja auch Aluspulen beim Chinesen erhältlich. Deutlich günstiger als hiesige Ware. Wie ist es mit der Qualität bestellt?
Hatten wir hier mal
https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=27684
Gruß, Kuni
..............................

http://kuni.bplaced.net/
..............................
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#15
Ich finde die Lake People Symmetrieverstärker sehr empfehlenswert, also
Lake People SYM-Amp F12
Lake People SYM-Amp F82 (quasi das gleiche Gerät in anderer Farbe)

Damit gehst Du von Chinch auf XLR und umgekehrt und kannst gleichzeitig den Pegel anpassen.
Bekommt man gebraucht so ab 200€.

Es gibt auch eine Version wo das ganze über Lundahl Trafos läuft. Das kann man aber meist erst sehen, wenn man das Gerät aufschraubt, ist die selbe Modellnummer. Die Verkäufer wissen da meist nichts von.

Gruß
Robert
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#16
Ich hatte bisher nie ein Problem mit dem Pegel beim Aufnehmen von Schallplatten auf einer PR99 MKII.
Aber ich höre wahrscheinlich nur laute Musik.

Man kann aber den Pegel vorverstärken wenn man einen Verstärker mit 2 Tape Ein / Ausgängen hat.
Mit einem Kassettenrekorder auf Tape 1 den Aufnahmepegel einstellen und dann das Signal auf Tape 2 (mit der PR99) mittels
Überspielfunktion durchschleifen. So  wird der Kassettenrekorder zum Vorverstärker, wenn das Ausgangssignal zu schwach war.
Studiopegel wird man so natürlich am Ausgang nicht erreichen. Sollte aber ausreichen, falls es mal knapp wird.

Liebe Grüße !!!
Klobürsten werden wieder wie neu, wenn man sie mit in die Spülmaschine gibt.
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#17
Super, diese Idee kam mir gestern ebenfalls in den Sinn. Heißt also, ein Mischpult ist, zumindest zum Start, nicht erforderlich. Ritchie Blackmore benutzt ja ebenfalls eine Tonbandmaschine als Art Vorverstärker und Effektgerät, bevor er in seinen Amp geht.
Viele Grüße
Michael
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#18
Das hatte wir aber hier schon einmal.
Ich meine die MK I und II haben die Möglichkeit per Jumper im Pegel angepasst zu werden, die MK III nicht mehr.

@ Michael - das hat aber nix mit Vorverstärkung zu tun, - einige nutzten das als eine Art Verzerrer durch absichtliches
übersteuern des Signals.

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Gruß
Ralf
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#19
Ich weiß, Ritchie B. verwendet, ich glaube eine Akai Maschine zum verzerren und einen Echoeffekt. Herr B. gibt sich da ziemlich verschlossen.
Viele Grüße
Michael
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#20
Es gibt kleine Gitarren-Preamps die das Signal verstärken, um den Gitarrenverstärker am Eingang zu übersteuern.
Der Preamp bleibt dabei aber clean. Andere nehmen dafür ein Overdrivepedal das selbst schon zerrt. Das verzerrte 
Bandmaschinensignal über Band wäre ähnlich, aber ich denke weicher. In jedem Fall denke ich, geht es darum harmonische Teiltöne zu erzeugen.

Liebe Grüße !!!
Klobürsten werden wieder wie neu, wenn man sie mit in die Spülmaschine gibt.
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#21
(13.09.2025, 18:11)Laetitia schrieb: Man kann aber den Pegel vorverstärken wenn man einen Verstärker mit 2 Tape Ein / Ausgängen hat.
Mit einem Kassettenrekorder auf Tape 1 den Aufnahmepegel einstellen und dann das Signal auf Tape 2 (mit der PR99) mittels
Überspielfunktion durchschleifen. 

Ehrlich gesagt, ich stehe ein wenig auf dem Schlauch. 

Mein Amp besitzt 2 Tape Ein und (Rec) Ausgänge. Ein Aufnahmewahlschalter ist auch vorhanden.

Wie schließe ich nun an? Sagen wir die PR99 ist Tape 2 und mein Dragon Tape 1. Und wie und wo regele ich den Pegel? Am Dragon? Das Quellensignal muss ich ja ebenfalls zum, in diesem Fall Kassettenrecorder durch schalten. Da wäre ja nur die Möglichkeit die Quelle direkt am Kass.Rec. zu verbinden, bez den Dragon direkt mit der PR99 zu verkabeln. Oder ist ein Fehler in meinem Gedanken.
Viele Grüße
Michael
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#22
Beide Bandgeräte werden ganz normal angeschlossen. Wichtig ist, dass der Verstärker eine Durschleifmöglichkeit besitzt, um beide Geräte direkt miteinander zu verbinden. Tape to Tape Schalter. (Ursprünglich wurde die Schaltmöglichkeit beworben, um Band zu Band Überspielungen machen zu können, während man Radio hört.) Wie bei zB. dem Luxman L410/430 oder Revox B750, also, der Schalter besagt 1>>>2.  Wichtig ist, dass der Monitorschalter dann auf Tape 2 geschaltet ist. Damit man die Bandmaschine in den Abhörweg schaltet. Fehlt diese elegante Möglichkeit am Verstärker, muss man direkt durchschleifen. Ich würde dann an den Ausgang des Dragons gehen. Falls der Kopfhörerausgang genügend Pegel besitzt, könnte man auch diesen mit einem Adapter nutzen.

Liebe Grüße !!!
Klobürsten werden wieder wie neu, wenn man sie mit in die Spülmaschine gibt.
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#23
Super, Danke!
Mein Marantz Verstärker hat einen Eingangswahlschalter und einen Aufnahme Schalter. Ich kann schon, z.B. Radio hören und gleichzeitig von einer anderen Quelle bez. Tape aufnehmen. https://www.hifi-wiki.de/index.php/Marantz_PM-16


Bei dem Revox und dem Lux ist das wohl anders geschaltet. Also müsste ich direkt vom Dragon Ausgang zur PR99 Eingang (Rec) gehen. Da ich den Aufnahmewahlschalter auf die entsprechende gewünschte Quelle schalten muss.

Mein Bruder hat an seinem Amp eine solche Möglichkeit, wenn ich es noch richtig im Kopf habe.

LG zurück!
Viele Grüße
Michael
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#24
Warte doch erst einmal ab, welche Maschine es wird.
Und dann siehst Du, wie sich die Pegel verhalten und kannst daraufhin (eventuell) eine zusätzliche Lösung finden.

So ist das doch einfach nur jede Menge Gegacker um viele ungelegte Eier......
The 7 P's: Prior proper planning prevents piss-poor performance.  Cool
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#25
Genau das werde ich jetzt so machen. Eine Technics RS-1500US wäre auch nicht zu verachten.
Viele Grüße
Michael
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#26
Vielleicht solltest Du Dir auch da noch einmal Gedanken machen, was Du wirklich möchtest und was Du brauchst. Wink

Denn die beste Maschine nützt nix, wenn man ihre Möglichkeiten nicht auch ausnutzt.
The 7 P's: Prior proper planning prevents piss-poor performance.  Cool
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#27
@ Michael - jetzt bitte nicht falsch verstehen. ich meins nicht bös`

Lese ich diesen ganzen Thread hier durch, muß ich den Eindruck gewinnen, Du weißt anscheinend nicht
wirklich was Du willst. - Du kümmerst Dich um ein Mischpult für ein nicht vorhandenes, imaginäres
Gerät, das Du offensichtlich nicht kennst, .... aber auch ein "große" Technics wäre da etwas, eventuell......

Nun kenne ich Deine finanziellen Verhältnisse nicht, aber Geräte um die 2K und höher wenn man etwas
revidiertes haben will sind für "Nicht-Technik Experten " schon sehr ambitioniert.
Mit "lerning by doing " ist da nichts, da macht man mehr kaputt als heile. Ergibt dann teuren Edelschrott.

mein Tipp- kaufe Dir doch erst einmal z.B. eine A77,- die kostet ein Bruchteil der o.g. Boliden und ist
in den techn. Werten, was Frequenzgang, Dynamik, Gleichlauf... angeht garantiert nicht schlechter.

Auch ich habe anfangen müssen zu lernen, bis dahin habe ich viel, viel Lehrgeld bezahlt.
Kauf Dir erst einmal ein Millivoltmeter, Funktionsgenerator, Messbänder und mache Dich mit den einfachsten
Grundlagen der Einmessung (z.B.) vertraut.- Die teuerste A810, RS1506US... nutzt garnix wenn verkurbelt.
.. und falls revidiert erheblich teurer, bis zum Doppeltem.

Nochmals, ich meins nicht bös`will auch nicht den Oberlehrer spielen, aber Dich auf Typische Anfängerfehler
hinweisen,- Cooles Aussehen und Renommee gehen leider mit hohen Kosten und dringend notwendigem technischen
Sachverstand einher.

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(Werner Heisenberg)


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Gruß
Ralf
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#28
Du hast völlig Recht.

Was müsste ich denn so für eine revidierte PR99 o.ä. anlegen? Nur mal so eine Zahl. Bein der Anschaffung bleibt es nicht. Da kommen dann noch Kabel, Adapter, Spulen, Bänder und möglicherweise noch Dinge von denen ich noch gar nichts weiß.
In den Anzeigen wird ja immer mit super Klang, gepflegt, alles top, nicht Raucher Familie, keine Wauwaus, keine Kätzchen, gewartet von den besten Koryphäen, Doktoren, Tonmeistern, Studiocracks und Professoren usw geworben. Dass ich das nicht alles so glauben darf kann ich mir gut denken.

Ich bin dir nicht böse, im Gegenteil. Bin Rentner und chronisch krank, da hat man Freizeit und bekommt tolle Ideen. Es ist halt so wie es ist. Am vernünftigsten wäre, ich mag es gar nicht hier schreiben...
Viele Grüße
Michael
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#29
Big Grin 
Aber wann braucht man denn schon  noch eine Bandmaschine ? [Bild: 9SH7edAAAABklEQVQDABesj1KSsBQQAAAAAElFTkSuQmCC] 

Insofern....

Alle Maschinen haben schon einiges auf dem Buckel.

Man muss sich überlegen, was kann man im Ersnstfall tun.
Traut man sich zu einiges selbst zu reparieren, oder ist man
bereit dann die entsprechenden Kosten zu tragen.

Unterm Strich finde ich persönlich, erachte ich die PR99 (MKII) als 
eine der praktikabelsten Maschinchen. Auch wenn sie an eine
810er nicht (ganz) rankommt, schlägt sie sich recht wacker. 
(Mal abgesehen von den Möglichkeiten der 810er). 
Es ist ein Riesenspass mit ihr zu arbeiten. 
Zur Reparaturanfälligkeit und Ersatzteillage einer Technics 
kann ich leider nichts beitragen. Gebe dies aber zu bedenken.
Für die PR99 gab es einen Koffer, ist allerdings selten.
Klanglich ist sie in einer Linie mit den großen Maschinen.
Den eher analytischen Sound, um es mal mir High-End-Sprech auszudrücken,
wird man auch bei einer A80 wieder finden. Wenn man Dark side off
the Moon hört, hat man den schon fast puren Studersound im Ohr.
Ob man das mag, ist eine Geschmacksfrage. Die Optik der PR99
ist für manchen auch so eine Sache, aber evtl. kommt dann die Liebe nach der Heirat.

Liebe Grüße !!!
Klobürsten werden wieder wie neu, wenn man sie mit in die Spülmaschine gibt.
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#30
Hallo Michael, ich habe meine Revox Geräte alle bei diesem Herren gekauft.

Revision und Verkauf von Revox HiFi Geräten.

Das waren alle Geräte der B Serie, von 710 bis 760.
Da ich aber wie du, Rentner, Diabetiker und noch paar Dinge habe, habe ich alle Revox Geräte, bis auf die 99 MK III
verkauft. Sie sind alle zu wenig am Netz gewesen, dafür sind sie zu schade.

Bezahlt habe ich für die MKIII, wirklich komplett überholt, alle Potis, Elkos usw. wurden erneuert, -- 3200,00 Euro.  
Zudem hat sie neue Köpfe bekommen. Das war vor 3 Jahren, gelaufen hat sie in der Zeit gerade mal 3-4 Bänder, mehr nicht.

Der Preis ist natürlich hoch, aber ich konnte durch bestimmt 100 Fotos, per WhatsApp, die Arbeiten von Walter quasi verfolgen.

Event. hilft dir das ja was bei deiner Findung.

Gruß - Theo
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#31
@ Michael

Ich hatte mich für die PR99 MK III entschieden.
Die Gründe hierfür müssen nun nicht für Jeden nachvollziehbar sein.

Wärent die MK I und II für mich nicht in Frage gekommen sind.
Die MK I,- da kann ich mir gleich eine B77 kaufen
Die MK II ist so ein Mittelding, studiotauglich, aber für den ambitionierten Amateur gebaut, eigentlich
eine MK I mit Digitalem Zählwerk/Locator

Diese Maschinen werden auch häufig von Leuten die sie nicht mögen als " Nur eine gepimpte B77 " bezeichnet.

Die MK III wurde von ReVox eigentlich nur noch für den Pro Bereich gebaut. - Der Grund hierfür war
aus geschäftlicher Sicht einleuchtend. - ReVox hatte für den aufkommenden, privaten Rundfunk und
für kleinere Studios eigentlich kein Gerät im Programm. Die "großen" Studioboliden ab A807 aufwärts
waren schlicht zu teuer, ebenso wie die C270.
Also wurde die PR99 überarbeitet, die Optik wurde eher auf Studio getrimmt, für Profis nutzloser Kram
wie MIC Eingänge u.ä. wurde weggelassen- So etwas funktioniert im PRO Bereich über Mischpult,  z.T
wurden andere Schalter ( Druckschalter) verwendet sowie die Elektronik wurde überarbeitet, im
Vergleich zur MK i und II
Das ist auch der Grund, warum das Zubehör dieser Maschinen kein Gehäuse, lediglich einen Rackkoffer,
Offenspulen Teller. umfasst.- So wurde ( hat eine meiner auch) z.B. für einen Aufpreis von ca. 1500 DM
auch s.g. "Schmetterlingsköpfe" angeboten.

Die PR 99 wurde , bis auf ein paar seltene Sonderversionen nur in 2 Spur, 19,05 und 38 cm/s ICE angeboten,
was sie z.B für die Wiedergabe der meisten Bänder von Amateur TB Geräte inkompatibel macht ( NAB Entzerrung! )
Auch das sollte man vor dem Kauf bedenken.

Die PR99 MK III war kommerziell so erfolgreich, das sie auch nach der Pleite von ReVox bei Studer bis weit
in die 2000 er weiter gebaut wurde.

Zum Preis? Gute Frage, aber ich denke Du wirst keine wirklich brauchbare PR 99 MKIII unter 2,5 K bekommen.

.
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aber Gott erwartet Sie am Boden des Glases. "

(Werner Heisenberg)


Meine Recorder wurden gefertigt in: Regensdorf, Löffingen, Hösbach, Frankfurt und Oslo

Gruß
Ralf
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#32
Ja Freunde, vor Jahren hat es mich gepackt. Damals wollte ich mir eine B77 kaufen. Ich hatte schon eine im Visier. Auf Intervention meiner Frau kam ich dann von der Idee ab und ich entschied mich für ein Nakamichi Dragon und ein Sony MDS-JA 50 ES MD Deck. Den Dragon lies ich revidieren.

Aber der Wunsch nach einem Großspuler ist immer noch vorhanden. Manchmal schläft er und dann wird er wieder wach. Eigentlich bin ich zum Fan der PR99 geworden. Die Maschine gefällt mir am Besten und sie ist noch nicht so groß und dominant wie z.B. eine Studer.

Nun ist das Fieber mal wieder voll ausgebrochen und der Wunsch einen Großspuler ins Haus zu holen wieder erweckt. Da ist guter Rat im wahrsten Sinne des Wortes teuer.

Sehr schwer dagegen etwas zu tun.
Viele Grüße
Michael
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#33
Ich kann das sehr verstehen, mir ging es einmal genau so.

Zur PR99: Revox hatte die Revox-Pro Sparte begründet, hierzu wurde die bisherige PR99 MKII als MKIII Version dem anstehenden Markt angepasst. Mit der abgespeckten oder gestrafften MKIII Version, genau so wie Rolly es beschrieben hat.
Die MKII war aber nicht weniger eine Semi-Pro Maschine als die MKIII Version, als echte Zweispur für kleine Nachvertonungsstudios (mit synchronem  Abhören ab Aufnahmekopf !!!) und optionalem trafosymetrierten Mikrofoneingängen als  Maschine für den Ausseneinsatz oder dem Einssatz im Studio. Die Syncfunktion wurde der PR99MKIII genommen, und wurde weiter in der nächtsen pofessionelleren C270 angeboten. Nur weil die PR99 MKII möglicherweise etwas biederer und optisch noch größere Anteile an der B77 hat, ist sie nicht weniger proffessionell als eine MKIII nutzbar. Ich würde sagen sie ist nach wie vor universeller, der gestrafften und erwachsener aussehenden MKIII zum Trotz. Das Design wurde der damaligen  Studer 807 entliehen und floss dann in die MKIII Version ein. Damit die optische Diskrepanz gegenüber den Studer Maschinen, auch dem Marketing geschuldet, nicht zu groß wurde, und das Gesamtangebot mehr aus einem Guß wirkte. Ich habe damals sehr viel mit Revox telefoniert, und die MKII / MKIII Verkaufsstrategie mit den Verantwortlichen besprochen. Die MKII wurde abgespeckt zur MKIII , letztlich auch um die Existenz einer C270 weiter zu etablieren. 

Ich habe eine meiner beiden PR99 MKII neu gekauft, wofür ich für verrückt gehalten wurde.....
Und es war egal welche Version man haben wollte, Revox hatte sie geliefert. Dafür gab es den umfangreichen Pospekt mit den Bestellnummern. Ob 9,5/19 NAB oder 19/38 CCIR/IEC. Es gab keine vornehmliche Amateurversion der MKII, nur wenn man sie haben wollte.. Meine sind beide 19/38 CCIR, also Studionorm. Und ich wollte damit keine Schallplatten überspielen. Dann hätte ich mir die Highspeed auch schenken können. Gleichwohl war die Highspeed CCIR etwas teurer.

Dem geneigten Interessenten seien noch folgende Links ans Herz gelegt:

https://www.reeltoreel.de/Revox/PR99.htm

https://www.reeltoreel.de/Revox/C270.htm

Liebe Grüße !!!

Nachtrag Bestellinformationen PR99 MKII aus dem Prospekt:

(Version mit Schmetterlingsköpfen auf Anfrage)

2 Kanal NS NAB (9,5 - 19cm) No 13502
2 Kanal HS NAB (19 - 38 cm) No 13506
2 Kanal HS CCIR (19 - 38 cm) No 13505
Mono NS NAB (9,5 - 19 cm) Vollspur, No 13501
Mono NS NAB (19 - 38 cm) Vollspur, No 13503
Mono NS CCIR (19 - 38 cm) Vollspur, No 13504
2 Kanal NS NAB (9,5 - 19 cm) Reproduce only, No 13203
2 Kanal NS NAB (19 - 38 cm) Reproduce only, No 13303
2 Kanal NS CCIR (19 - 38 cm) Reproduce only, No 13302


V
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#34
Ich bleibe mal dran. Mal schaue was passiert.
Eine Frage sei mir jetzt erlaubt, ist die C270 auch für Langspielband geeignet oder nimmt man dort besser das dickere Studioband?

Dann noch OT, gerade gestern in den unendlichen Weitet des www entdeckt. Es gibt eine LED Aussteuerungs Anzeige für die B77 und PR 99, zum Austausch gegen die Zeiger Instrumente. Aber auch ein stolzer Preis. Wohl dem....
Viele Grüße
Michael
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#35
Ja, die C270 geht auch für Langspielband, am besten eines, das sauber wickelt. Die C270 bremst ziemlich ruppig, wenn man aus Spulen auf Stop drückt.
Ich lasse aber auch Maxell-Band (auf Spulen) auf der C270 laufen, das spule ich aber fast immer komplett durch, ohne Stopp. Oder ich bremse durch Anwahl der Gegenrichtung, dann ist die Bandzugregelung weiter aktiv (bei Stop ist sie inaktiv).
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#36
Meine C278 hat auch einen wählbaren Schonwickelbetrieb, intern über Dip-Schalter. Dies sollte auch für die C270 gelten, da mit gleicher Laufwerkssteuerung versehen. Grundsätzlich operieren Studio- Maschinen mit höheren Bandzügen. Dies ist auch schon bei der PR99 der Fall, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt. Trotzdem ist die C270 eine Bandfreundliche Maschine, da der Motor gleichzeitig zusammen mit dem Band beim Start erst hochgefahren wird. Ansonsten sollte der Bandzug auch im gewissen 
Rahmen anpassbar sein. 

Liebe Grüße !!!
Klobürsten werden wieder wie neu, wenn man sie mit in die Spülmaschine gibt.
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#37
Ich habe jetzt 2 PR99 die ich mir anschaue, beide kürzlich im Fachbetrieb revidiert und auf LPR35 eingemessen (Rechnungen liegen vor), eine C270, teilrevidiert und auf PER 528* eingemessen. Dann noch eine vor längerer Zeit revidierte Technics RS-1500US. Die Japanerin ist ebenfalls auf LPR35 ein gemessen.

Alle liegen in meinem Rahmen. Guter Rat ist nun teuer.
*PER 528 ist wohl nicht mehr neu erhältlich, also wäre wohl neu einmessen angesagt.
Viele Grüße
Michael
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#38
Brauchst Du eine Highspeed Studiomaschine mit 38cm/sec ? Für's Schallplattenüberspielen wohl überdimensioniert, von Digital-
Radio mal ganz zu schweigen. Ausserdem nutzen sich die Köpfe schneller ab, ansonsten bleibt nur eine nutzbare 19er
Geschwindigkeit. CCIR-Entzerrung macht auch nur bei Highspeed richtig Sinn und wenn man sich im Profilager die Bänder tauscht.
Bei der 19er Geschwindigkeit liefert die NAB-Entzerrung leicht bessere Werte. Ein Studioband ist bei Highspeed nach 35Min durch.
Aber es nur bei 19er Geschwindigkeit zu fahren nutzt die Möglichkeiten nicht aus, reicht aber für Schallplattenüberspielungen mehr als aus, nur dafür ist es wieder zu teuer. Ein Langspielband ist geschmeidiger und eher für die 19er Geschwindigkeit ausgelegt nur dafür braucht man keine reine Studiomaschine. Bei der C270 kann man die Geschwindigkeitspaare vorwählen, allerdings müssen dann evtl die Entzerrungskarten getauscht werden. Die Maschine wäre für eine Heimanwendung dann aber auch überdimensioniert. 
Wenn Optik hier der anscheinende Faktor ist, und daher Kosten keine Rolle mehr spielen, ist es egal. Mit einmal einmessen ist es  mittelfristig sowieso nicht getan, wegen unterschiedlicher Bandchargen und des sich verändernden Kopfspiegels. Eine 810 bietet zwar Einmessmöglichkeiten via EDV, nur dazu muss man dann die entsprechende Hardware und Software haben. Evtl. geht das dann mit einer VM und einer nachgerüsteten Seriellen Schnittstelle....die Experten dafür werden es wissen.

Nun ja. Wozu kann man da raten ? (Ist ebenfalls nicht böse gemeint).

Den Vorschlag mit der A77, (oder auch einer B77) fand ich schon ganz vernünftig.

Auch davon hat man einmal geträumt.



Liebe Grüße !!!
Klobürsten werden wieder wie neu, wenn man sie mit in die Spülmaschine gibt.
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#39
(15.09.2025, 15:16)Adler23 schrieb: beide kürzlich im Fachbetrieb revidiert und auf LPR35 eingemessen 

Ich verstehe nicht, warum diese Fachbetriebe immer alle Geschwindigkeiten auf den selben Bandtyp einmessen. Selbst bei den Studiogeräten mit 4 Geschwindigkeiten wird dann immer der selbe Bandtyp genommen, obwohl alle Einstellungen pro Bandtyp möglich sind. Man möchte doch weder Studioband bei 9,5 cm/s benutzen noch Langspielband bei 38 cm/s.

Auch bei der PR99 kann man recht gut eine Kombnation aus PER368/PER528 oder LPR35/SM911 wählen. Macht aber fast niemand.


Und so lang man kein Gerät mit fast abgenutzten Köpfen kauft, braucht man sich um den Kopfverschleiß eigentlich keine großen Sorgen machen. So viel laufen die Geräte am Ende dann meistens eh nicht. Und so lang man nur eigene Bänder abspielt ist die Entzerrung auch fast egal.

Gruß
Robert
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#40
Bald habt ihr es geschafft. Ist vielleicht auch besser so.
Viele Grüße
Michael
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#41
Ich würde mir eine gut erhaltene Teac A3300SX kaufen. 
Preiswert, zuverlässig und Probleme liest du nur von anderen.

Gruß Mani
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte Big Grin
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
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#42
Das hört sich gut an. Ich bleibe dran und werde mal schauen.
Viele Grüße
Michael
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#43
Ja, @Laetitia, wofür und warum. Gute Frage. Als Jugendlicher habe ich schon von solchen Geräten geträumt, gut damals war die A77 en Vogue, aber egal. Dann kam der Ernst des Lebens und vieles wovon man träumte, blieb auch ein Traum.
Ich hatte damals einen Grundig Kleinspuler, Mono, mit Röhrentechnik. wie das damals so war. Das Gerät besitze ich übrigens heute noch.

Mit den Jahren konnte ich mir eine schöne respektable Anlage leisten, halt Baustein für Baustein, so wie es gerade passte.

Brauchen tut das alles kein Mensch. Meine Frau ist mit ein wenig Internetradio aus ihrer Heimat und einem kleinen CD Player vollkommen glücklich.
Natürlich braucht der Amateur keine 38 cm Geschwindigkeit, auch 19 cm ist schon hoch und natürlich nicht billig. 9,5 würde reichen, ist mir klar.

Ich brauche keinen Dragon. Auch eine Spielerei oder Spinnerei. Auch benötige ich keine 2 mal 250 Sinus Leistung im Wohnzimmer.

Nun habe ich vor 3 Monaten mein 66 Lebensjahr vollendet, mein Ablaufdatum habe ich schon vor 12 Jahren erreicht. Damals wurde ich plötzlich sehr krank und mein Hausarzt gab mir nur noch ein paar Tage.
Aber ich habe es geschafft und bin immer noch hier. Zwar chronisch Herz und Lungenkrank, mit Diabetes geplagt und von Morbus Parkinson gezeichnet. Alles unheilbar, aber immerhin therapierbar.

Dann hat man halt manchmal das Gefühl auch einmal etwas unvernünftiges zu machen, z.B. eine Bandmaschine zu kaufen.
Klar, die C270 wird es wohl zu 95 % nicht, da doch ein wenig zu heftig. Aber im Auge behalte ich sie trotzdem mal.

Ich hoffe das hilft mich vielleicht doch ein wenig zu verstehen.
Viele Grüße
Michael
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#44
Zunächst einmal vielen, vielen Dank für die offenen Worte, und nur Du kannst wissen was gut für Dich ist.

Ich habe versucht, aufzuzeigen, womit ungefähr bei den Revox PR99 und C270 zu rechnen ist. Auch unter dem Aspekt einer mehr oder weniger wirtschaftlichen Anwendung, da, für mich, schon irgendwie durchschimmerte, dass der Kostenfaktor hierbei keine untergeordnete Rolle spielen sollte. 

Daher habe ich sozusagen, aus meiner natürlich subjektiven Erfahrung die PR99 als best Buy von den genannten Maschinen in Ihrer Gesamteigenschaft bezeichnet. Wenn es denn Revox sein soll. Das sehe ich immer noch so. Natürlich ist die C270 die bessere Maschine, aber um welchen Preis, und lohnt es sich daher für eine normale Anwendung zu Hause, wenn der Kostenfaktor mit beleuchtet werden würde. 

Zugegeben habe ich vielleicht manchmal eine engere Sicht darauf, wie ich so eine Maschine nutze. Nämlich nur für ganz eigene Aufnahmen, nicht um Platten zu überspielen, gerade dann wenn ich diese Schallplatten auch noch selbst besitze und ich daher dann lieber auf Kassette überspiele. 

Nun hat jedes Gerät seine eigene Aura, und manchmal kommt man mit Vernunft auch nicht weiter. Insofern sollte man sich ohnehin fragen, in welchem Maße das Betreiben von analogen Bandmaschinen, welche auch immer, sinnvoll wäre, und ob es irgendeiner Vernunft entspräche. Nein, eine Vernunft ist es auf gar keinen Fall (wenn es denn jemals eine gegeben hat). Dann ist es die Unvernunft, die einen dahin treibt sich die Bandmaschine oder Tonbandgerät ins Zimmer zu stellen, woran man einst nicht zu denken gewagt hätte.

Und kann es nicht unheimlich schön sein unvernünftig zu sein ? Natürlich nur, sofern kein anderer oder man selbst darunter leidet.

Wäre ich aus sicht meiner Freunde damals vernünftig gewesen, könnte ich mich heute nicht über meine treue PR99 freuen.
Die hielten mich für irre, wie gesagt.

Und nochmals vielen Dank für Deine Offenheit. Man lebt nur einmal, das ist meine Sicht. Und Geld allein macht nicht glücklich.
Bandmaschinen können faszinieren und lösen Emotionen aus. Deshalb gibt es dieses Forum und dahinter steht der Erhalt einer ganz speziellen Kultur.

Was soll ich sagen, höre auf Dein Herz.

Ganz liebe Grüße !!!
Klobürsten werden wieder wie neu, wenn man sie mit in die Spülmaschine gibt.
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#45
offene Worte zum Thema "PR99" ... so war`s bei mir

Hier in unserer recht kleinen Stadt gibt es eine Musik Akademie ( FH ) und der örtlich Edel HIFI Dealer hier war/ist
Lieferant dieser FH und natürlich somit auch der Lehrkräfte, Studenten.... zum "normalen" Kundenkreis.
Das war dann auch der Grund, warum in den Schaufenstern dieses Händlers etliche Edel TB Geräte (u.a.) zu bewundern waren.

So drückte ich mir die Nase an den Schaufenstern platt, neidvoll meine unerreichbaren Träume bewundernd.
Mein absoluter Traum, eine ReVox PR99, alles Andere fand ich zwar auch ganz nett, aber irgendwie hatte es mir genau
dieses Gerät angetan,- Warum? - keine Ahnung.

Als Schüler besaß ich eine Uher Royal bis in`s Studentenalter. Auch als Student, keine Kohle, konnte ich mir selbstredend
keine PR99 leisten. - Mein Onkel, recht gut begütert, großer Gustav Mahler Fan schenkte mir dann seine Technics RS 1506US,
damals sogar schon mit IR Baustein. Er stieg auf den damals beginnenden CD Hype um...
Irgendwie verschwanden dann im Laufe der Jahre BM ganz aus meinem Leben, bis auf eine ReVox A77 die ihr klägliches Dasein
im Übungsraum unserer Amateur Rockband fristete.

Vor 10, 12 Jahren dann kam ich irgendwie, eher durch Zufall, wieder an eine BM, Großspuler, Sony TC 755,- aber irgendwie
nicht mein Ding. Einmal vom Virus befallen kaufte ich "wild" alles was zu kaufen war, einige Grundig TS 1000, aber dieses elende
Billigplastikgehäuse... danach etliches Andere, gekauft, verkauft...
Dann kam meine erste Braun Atelier Anlage,- das war dann schon eher das, was ich suchte, aber eine TG 1000 dazu,- geht ja gar nicht..
Also den legitimen Braun Nachfolger gekauft, eine der wohl besten Amateur Geräte überhaupt, ASC AS 6000. Davon kaufte ich etliche.

dazu kamen dann nach und nach einige A77, die kamen und gingen. Danach die erste B77 (MKI) 1/4 Spur.. aber der bohrende Traum
lang vergangener Zeiten... - Dann kam SIE die erste PR99 MK III, leider ein absoluter Fehlkauf, vollkommen vermurkst wie sich herausstellte,
- Beim Fachhändler dann, nagelneues Netzteil, 2 Andere Steckkarten ( da waren welche eingesteckt die nicht reingehörten ) und, und.....
Wurde wirklich teuer.

jetzt war ich stolz, endlich stand sie da, aber meine Braun Geräte dazu? - Optisch eher etwas für Sehgeschädigte, also musste
die passende Anlage her, ReVox B 250, B260, B225, B215, B795- Der Amp war auch vermurkst, den kaufte ich doppelt, mit dem
CD hatte ich auch nur ärger,- bis dankenswerter Weise ein Foren Mitglied hier ( Danke H-V nochmals ) sich seiner annahm und
der Kasten endlich gut lief, - Es kam dann noch B790 und eine B77 MK II 2 Spur HS dazu.
Ach ja, eine der schönsten BM überhaupt (für mich) kaufte ich auch noch zwischendurch, eine Tandberg TD 200A.

Nun wurde mir von einigen Leuten meine PR 99 ziemlich abschätzig kommentiert, als "nicht Studio", " nur gepimpte B77....."
Das nervte mich wirklich, also wollte ich eine "echte Studiomaschine" dazu und kaufte günstig von einem netten Forianer
eine Studer A810, aber ehrlich gesagt, das Ding interessiert mich nicht wirklich, kann ich eigentlich gar nicht gebrauchen.
- um dem Vorzubeugen, Nein, verkaufen möchte ich die trotzdem nicht -
jetzt konnte ich aus einem Werbespot Studio eine 2. PR99 MKIII praktisch ungebraucht aus dem Karton kaufen, jetzt habe zwei
dieser Dinger.

jetzt besitze ich noch: Braun TG 1000 US Version, AS 6002S, AS 6002 SM, AS 6002 SE, Tandberg TD 20A, ReVox B77 MKII, 2 Spur HS,
ReVox PR99 MK III 2mal, und die Studer A810.

So ist das "ausgeartet" und es war schon mal mehr!- In Benutzung sind hier eigentlich nur eine PR99, die ist schlicht am bequemsten
zu handeln und gleichzeitig "sau gut" und für meine historischen Dokus und Hörspiele die Tandberg, bzw AS 6002S mit 1/4 Spur Zusatzkopf.

Das sind die Spätfolgen einer BM- Virus Infektion :-)


.
.
" Der erste Schluck aus dem Glas der Wissenschaft macht Sie zu einem Atheisten,
aber Gott erwartet Sie am Boden des Glases. "

(Werner Heisenberg)


Meine Recorder wurden gefertigt in: Regensdorf, Löffingen, Hösbach, Frankfurt und Oslo

Gruß
Ralf
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#46
Alles in Ordnung. Natürlich sind deine und eure Einwände nicht von der Hand zu weisen. Diese C270 von der ich schrieb, sie ist nur unwesentlich teurer als die beiden revidierten PR99, da komme ich schon ins grübeln. Objektiv gesehen brauche ich weder die eine noch die andere. Die PR99 ist sicher die "vernünftigere" Wahl, und von Ersatzteilen und der Wartung leichter zu handeln.
Vielleicht sollte ich mich doch in näherer Zukunft einmal mit dem Einmessen befassen. Raketentechnik scheint es ja nicht zu sein.

Hier im Forum bin ich auf vieles Aufmerksam geworden, z.B. die "Münsterbänder", Aluspulen aus dem Reich der Mitte und und und. Das hat mich sehr viel weiter gebracht und macht das Hobby interessanter und auch Kosten günstiger. Es müssen nicht die teuren neuen Markenspulen und die teuren abgefahrenen Kelche in 7 verschiedenen Farben, für jeden Wochentag eine andere, sein.

Andere kaufen sich Uhren in Preisregionen von denen meine Frau noch nicht mal ahnt, dass solche existent sind. Und das schönste dabei, genauer als die 15 oder 20 Euro Quarz Uhr vom Discounter sind die noblen teile auf keinen Fall, im Gegenteil.

Ja, so eine richtige Großspulen Maschine reizte mich schon als Jugendlicher, das lässt einen nicht los.

Anderes Thema, letzten Monat habe ich mir für viel Geld einen ELAC STS 333 Tonabnehmer, irgendwie revidiert mit neuer sphärischer, also runder Nadel zugelegt. Für das geld hätte ich auch einen neuen Tonabnehmer bekommen, auch mit modernem Nadelschliff. Sicher hätte das neue System nicht schlechter aufgespielt das das alte ELAC. Aber es ist nicht das selbe, mir ging es darum zu bestimmten Schallplatten aus den 60 igern und Anfang 70 iger das passende System zu haben. Sinnvoll? Eher nicht.

Ich gehe nicht ins Gasthaus, trinke nicht, rauche nicht, fahre einen Kleinwagen, wir essen ganz selten außer Haus. Was solls. 





Ganz liebe Grüße zurück

Ein kleiner Nachtrag, mit dem Tape als VV funktioniert astrein, danke für den Tipp. Der Revox Schröder möchte für seinen Einbau Aufholverstärker 270,-- Euro. Einbauen müsste ich dann selbst nebst Löcher ins Gehäuse bohren. Da würde ich aber lieber ein Beistellgerät oder ein Mischpult für weniger Geld zulegen.


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Viele Grüße
Michael
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