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31.08.2025, 18:03
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.08.2025, 18:05 von Oldi.)
Hallo zusammen !
Habe ein Gleichlaufprüfgerät "Woelke ME 101" erhalten.
Leider ist das gute Stück defekt.
Das Netzteil habe ich bereits reparieren können. (Gleichrichter def.)
Der 3150 Hz Oszillator schwingt auch wieder.
Die Unterlagen im Downloadbereich haben da weiter geholfen.
Vielen Dank !
Leider habe ich keine Darstellung der Platine finden können.
Auch im Radiomuseum gibt es keine. Nur das Schaltbild ist vorhanden.
Da ist die Fehlersuche etwas mühsam, da das Auffinden der Bauteile sehr schwierig ist.
Der Fehler an dem ich jetzt sitze:
Wenn man das Gerät einschaltet und die Taste "Prüfen" drückt, schlägt das linke
Instrument ( Drift ) ganz nach rechts aus.
Dreht man den Regler, unterhalb vom Instrument, ganz nach links,
kann man den Zeiger gerade so wieder "ins Bild" holen.
Auch wenn man das Gerät nur einschaltet, geht der Zeiger ganz nach rechts.
Hat jemand einen Lageplan der Bauteile oder kann sonst wie weiter helfen ?
Vielen Dank.
Grüße
Jürgen
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31.08.2025, 20:25
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.08.2025, 20:27 von optacord414.)
Ist die vom Gerät erzeugte Oszillatorfrequenz 3150Hz denn korrekt?
Bitte mal extern erzeugen und einspeisen (PC/Soundkarte).
Freundliche Grüße
Jens
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01.09.2025, 07:39
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.09.2025, 07:59 von Oldi.)
Hallo Jens !
Habe die Frequenz mit dem Oszilloskop gemessen.
Aber ich werde die Frequenz auch mal mit einem Frequenzgenerator einspeisen.
Mal sehen wie sich die Anzeige bei einer Frequenzänderung verhält.
Müsste die Anzeige ohne Signal, also Gerät nur eingeschaltet, nicht Null anzeigen ?
Grüße
Jürgen
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01.09.2025, 07:54
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.09.2025, 08:01 von janbunke.)
Auf den Bildern sehe ich da so einige höchst verdächtige Elko Kandidaten, die mittlerweile 60 Jahre auf dem Buckel haben dürften.
Vielleicht sollte man die alle mal ersetzen.
Schaltplan gibts hier
https://download.tonbandforum.de/index.p...KE%20ME101
edit:
OK, den Schaltplan hast du bereits, wie ich nach aufmerksamen Lesen feststelle.
Ein Belegungsplan ist zwar hilfreich aber nicht unbedingt erforderlich.
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Anzeige ohne Signal, Gerät nur eingeschaltet.
Siehe Schalterstellung und Stellung des Reglers (ganz nach links gedreht).
Grüße
Jürgen
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Ja, die Elko`s habe ich auch im Auge.
Werde heute welche bestellen.
Ohne Lageplan ist die Fehlersuche halt etwas mühsam.
Grüße
Jürgen
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Kurzer Zwischenbericht.
Wenn ich ein Signal von 2900 Hz einspeise,
geht die Anzeige auf Null !
Siehe Bilder
Grüße
Jürgen
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01.09.2025, 10:05
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.09.2025, 10:08 von optacord414.)
Das Verhalten "Zeiger steht rechts bei nur eingeschaltetem Gerät" dürfte normal sein - mein ME-104C macht das auch.
Ich hatte vor Jahren einen, so meine ich mich zu erinnern, ähnlichen Fehler.
Damals war einer von den Styroflexkondensatoren C116 oder C118 defekt (beim ME104C).
Das könnten bei Deinem Gerät der C31 oder C32 sein (50nF).
Falls Du die Möglichkeit hast, mal die Kapazität messen.
Nachtrag: Eventuell waren´s auch die C20/C22...
Freundliche Grüße
Jens
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Danke für de Tipp !
Habe bei meinen Versuchen festgestellt, dass auch die Amplitute
der eingespeisten Frequenz die Anzeige ändert.
Grüße
Jürgen
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01.09.2025, 10:15
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.09.2025, 10:17 von optacord414.)
Oha...dann evtl. doch mal die Elkos kontrollieren.
Mir fallen da C16 und C5 ins Auge...
EDIT: Die Betriebsspannungen stimmen ?
Freundliche Grüße
Jens
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Ich würde auf jeden Fall Nägel mit Köppen machen und erstmal eine komplette Elkokur durchführen. Danach weitersehen.
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So, Kondensatoren sind bestellt.
Letzter Stand meiner Messungen.
Am Meßeingang müssen mind. 500mV bei ca. 2500 Hz anliegen ! (1000 HZ zu wenig)
Dann erhält man am Ende des Meßverstärkers die angegebenen 8,4 Volt und
die Anzeige ist mittig.
Die Eingangsspannung kann aber erhöht werden.
Weniger geht nicht.
Die Frequenz darf nicht erhöht werden !!!
Sonst laufen die Werte aus dem Ruder.
Deshalb funktioniert die Stellung "Prüfen" nicht.
Hier werden ja 3150 Hz verwendet.
Grüße
Jürgen
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Hallo Jens,
die Styroflexkondensatoren sind O.K. !
Grüße
Jürgen
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Das ist doch schonmal gut. 
Ich erinnere mich, daß ich damals Probleme hatte, adäquaten Ersatz zu finden.
Letztlich habe ich (logischerweise) eine Parallelschaltung aus mehreren Styroflexen gebaut, um auf 60nF zu kommen...
Freundliche Grüße
Jens
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Hallo zusammen !
Hier noch eine Frage, solange ich auf die Elkos warte.
Wie ist eigentlich die genaue Funktion von dem Meßverstärker ?
Wenn ich es richtig sehe, soll er die Frequenz von 3150 Hz verarbeiten und
und am Ende eine Frequenzänderung in eine Spannungsänderung umwandeln.
Ähnlich einem UKW Radio.
Das ergibt dann an der Zweiweggleichrichtung die 8,4 Volt (bei exakt 3150 Hz).
Abweichungen von dieser Frequenz wird durch eine Spannungsänderung an
linken Instrument angezeigt. Dies hat erst einmal nichts mit dem internen
Oszillator zu tun. Die Frequenz kommt ja vom Prüfling. Soweit richtig ?
Nun habe ich gemessen, dass die Funktion soweit gegeben ist.
Nur halt mit der falschen Frequenz !!!
Die max. Spannung von 8,4 Volt stellt sich bei einer Frequenz von etwa 2700 Hz ein.
Hier ist dann die Anzeige am Instrument Null.
Wird die Frequenz leicht geändert, ändert sich auch die Anzeige wie es sein soll.
Nur halt mit der falschen Frequenz ! (Ich wiederhole mich). Macht aber nix.
Wo wird nun bestimmt, dass genau die 3150 Hz verarbeitet werden ?
Wenn 3150 HZ eingespeist werden, liegt die Anzeige weit daneben.
Die Amplitute an der Zweiweggleichrichtung sinkt und dadurch auch die
Spannung am Instrument.
Da müsste dann ja dann auch der Fehler liegen.
Grüße
Jürgen
Di
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03.09.2025, 15:25
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.09.2025, 15:26 von janbunke.)
Ich würde mal hier in diesem Bereich auf die Suche gehen.
Da ist eine abgleichbare Spule. Die Folienkondensatoren sollten auch mal auf ihre Werte überprüft werden.
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Die Folienkondensatoren habe ich gemessen.
Die Werte sind O.K.
An der Spule zu drehen habe ich mich noch nicht gewagt-
Grüße
Jürgen
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Eigentlich ist mir das Dingen zu alt, die ganzen Germaniumtransistoren sin mir ein graus.
Normalerweise wir die Eingangsspannung verstärkt und begrenzt man will ja von der Amplitude unabhängig sein. Das Signal wird dann von einer FM in eine AM umgewandelt und die AM anschließend demoduliert. Das frequenzbestimmende Glied kann nur das Pi-Filter um C20 und C22 mit der Spule in der Mitte sein. Frequenz auf der Flanke und damit Umwandlung von FM in AM.
Gruß Ulrich
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(03.09.2025, 15:31)Oldi schrieb: Die Folienkondensatoren habe ich gemessen.
Die Werte sind O.K.
An der Spule zu drehen habe ich mich noch nicht gewagt-
Grüße
Jürgen
Dann dreh da mal vorsichtig dran...
Aber bitte mit dem korrekten Werkzeug.
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Habe ich gemacht, bringt nix.
Nur das Eindrehen bringt eine ganz kleine Änderung.
Aber zum Schlechteren ! Kaum messbar !
Der Frequenzunterschied ist aber viel zu groß.
Grüße
Jürgen
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Ich kenne die Schaltung nicht, aber das Ganze funktioniert offenbar wie eine Art Flankendemodulator. Die Funktion ist ja, wenn auch mit falscher Frequenz, gegeben, also ist der frequnzbestimmende Kreis "nur" verstimmt. Wenn die Kondensatoren ok sind, bleibt ja nur die Spule übrig. Manchmal sind Schalenkerne nicht (mehr) fest genug verspannt bzw. Verklebungen aufgegangen, so dass es sein kann, dass sich die Hälften durch eine stärkere Erschütterung geringfügig gegeneinander verschoben haben, dann stimmt der Abgleich natürlich nicht mehr, das mal in Augenschein nehmen und evtl. korrigieren.
Gruß Holger
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03.09.2025, 16:24
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.09.2025, 17:56 von uk64.)
Ich würde vorher mal die Signale an den Verstärkerstufen/Begrenzern messen. Die oben angegebenen 500 mV am Eingang sind ja auch viel zu unempfindlich.
PS: Der oben erwähnte C16 5uF ist wichtig. Die Ausgangsamplitude (begrenzter Sinus, also Rechteck) vor dem Pi-Filter muss stimmen, bei zu niedriger Amplitude durch einen defekten C16 sollte sich ein ähnliches Fehlerbild ergeben.
Gruß Ulrich
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Ob die Begrenzung funktioniert, kann man leicht prüfen, in dem man die Amplitude des eingespeisten Signals ändert, dabei darf sich die Anzeige nicht ändern. Ich würde mir aber mal im Versärker/Begrenzer das Signal von Stufe zu Stufe auf dem Oszi ansehen, dass der Eingang 500mV braucht, kann auch nicht ok sein, möglicherweise ist bei einer Stufe der Arbeitspunkt total daneben, da wären wir wieder bei den Elkos, von denen nach 60 Jahren sicher ein paar nicht mehr ganz gut sind.
Gruß Holger
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Ich hoffe, dass die Elkos heute oder morgen eintreffen !
Wie gesagt, die Funktion ist ja gegeben, nur mit der falschen Frequenz.
Grüße
Jürgen
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12.09.2025, 14:32
Hallo zusammen !
Möchte euch den Erfolg meiner Fehlersuche vermelden !
Habe alle Elkos getauscht.
Das brachte keinen Erfolg, ist aber auch kein Fehler bei einem so alten Gerät.
Der eigentliche Fehler lag am Transistor AC 151 VI .
In meinem Plan mit T3 beschriftet.
Siehe Bild.
An diesem Transistor wurde das Prüfsignal "verbogen".
Habe den Transistor getauscht.
Nun läuft das Gerät wieder !
Vielen Dank an Alle für die Tipps und Hinweise !
Grüße Jürgen
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Prima!
Wo holst du so alte Germanium Transistoren her?
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Im Internet !
Da wurden einzelne angeboten, noch nie verbaut (alte Lagerware ).
Grüße
Jürgen
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Glückwunsch zur erfolgreichen Reparatur !
Mit den Ersatz-Germanen hast Du Glûck gehabt.
Freundliche Grüße
Jens
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Glückwunsch zum wieder funktionierenden Messgerät! Ich benutze ja auch viel alte Messtechnik, die noch tadellos funktioniert und immer noch innerhalb der Toleranz ist.
Bei den alten Germanen ist oft das Problem, dass die Vergussmasse des Gehäuses undicht wird und dort Luft mit all ihren Unreinheiten eindringt, was die Eigenschaften des Halbleiterkristalls verändert. Das kann leider auch bei bislang unbenutzten (NOS) Transistoren der Fall sein, sind die doch alle ca. 50...bis 60+ Jahre alt. In Audiogeräten kündigt sich das an, wenn es anfängt, wie ein Wasserfall zu rauschen, in der Folge kommt es zum Reststromanstieg des betroffenen Transistors und zu Verzerrungen, oftmals sind die statischen Strom- und Spannungswerte in der Schaltung aber nur unwesentlich verändert. Merken tut man das dann erst, wenn man den Transistor ausbaut und separat prüft.
Gruß Holger
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Genau die Probleme hatte ich mit NOS- Ware - in dem Fall AC151r, d.h. eigentlich rauscharm.
War selbst für meinen Siemens 2000 (16mm-Projektor) mit Lichtton zuviel des Rauschens...
Anderes Problem: "tin whisker". Tritt oft bei den UHER-Report auf - Fehlerbilder verzerrende Endstufe,
schwankende Geschwindigkeit.
Freundliche Grüße
Jens
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Die Whiskerproblematik äussert sich oft in einem Schluß zwischen Basis und Gehäuse und somit vor Allem bei Transistoren, die auf (meist mit Masse verbundenen) Kühlkörpern oder -blechen befestigt sind. Deshalb betrifft das hauptsächlich Regel- und Audioendstufen, sehr häufig ist das Problem bei Philips-Geräten (die dort verwendeten Valvo Transistoren (AC187/188) scheinen besonders anfällig zu sein, die gleichen Typen anderer Hersteller, zB. Tungsram, sind dagegen völlig unauffällig).
Gruß Holger
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Bei den Reports sind es ebenfalls die AC187/188K in den Endstufen sowie AC153K in der Motorregelung.
Freundliche Grüße
Jens
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