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Ich habe hier ein Mini-Ansteckmikrofon von Conrad bekommen (nicht mehr im Programm), welches mir etwas Kopfschmerz bereitet.
Das Ding war neu verpackt (mit Siegeln) und an sich geht so etwas ja selten kaputt. Also ein kleines Lavaliermikrofon zum Anstecken mit einem zweipoligen 3,5mm Klinkenstecker. In der Bedienungsanleitung steht nichts von einem bestimmten Verwendungszweck, also kein spezielles Gerät, wo man es verwenden kann.
Bei den technischen Daten steht "Versorgungsspannung 1-10V" nur ist an dem Miniding natürlich auch nichts, wo man Spannung anlegen könnte.
Am PC funktioniert es nicht, natürlich auch woanders nicht. Aufgrund der Größe tippe ich auf Elektret, dazu gibt es ja Anschlussmöglichkeiten mithilfe eines Widerstandes und Kondensators und einer Batterie.
Wäre das etwas?
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Die Spannung kommt in der Regel aus dem Mikrofon-Anschluss z.B. der Videokamera. Auf der Mikrofonleitung werden 3 V angelegt, die im Mikrofon ausgekoppelt werden.
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Im Grunde sollte das ein "Open Drain" Anschluss sein. Also der Arbeitswiderstand ist im Verstärker und dort sollte auch die Versorgungsspannung eingekoppelt werden. Am Frontanschluss vom PC sollte es gehen. Zumindest auf einem Kanal.
MfG Matthias
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Ein normaler Kassettenrecorder oder ein Tapedeck stellen mit Sicherheit keine 3V zur Verfügung.
Ich kann nur die üblichen Verfahren (s.o.) probieren.
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Entweder du brauchst ein Gerät was die Versorgungsspannung zur Verfügung stellt, oder in das Ding kommen Knopfzellen rein. Wenn es am PC Mikrofonanschluss nicht geht, hast du entweder einem PC mit Spezialanschluss wo es dann nicht geht, oder du musst am PC noch irgendwas einstellen. Mit "Plug in Power" oder sowas. Das deutsche Wort wäre Tonaderspeisung. Viele moderne Reorder oder Diktiergeräte können das.
MfG Matthias
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Tapedecks oder Kassettenrekorder stellen wahrscheinlich keine Spannung zur Verfügung. Die waren meistens auf dynamische Mikrofone ausgelegt. Digitalrekorder, Videokameras meistens schon. Auch Mikrofoneingänge von Soundkarten oder Notebooks stellen die 3V zur Verfügung.
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Meist genügt ein kleiner Widerstand mit wenigen Kiloohm von einer gut gesiebten Versorgungsspannung des Gerätes auf die Buchse desselben. Man müsste nur sicherstellen, dass der Koppelkondensator keine Falschpolung erfährt (wenn's ein Elko ist). Beim Uher RdL beispielweise würde es gehen, weil der Koppelkondensator mit der Plusseite nach "draußen" schaut.
Alternativ ist eigentlich nur eine an der Kapsel angebrachte Versorgung sinnvoll.
Gruß
Dieter
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23.08.2025, 21:33
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.08.2025, 21:43 von hannoholgi.)
(23.08.2025, 15:03)RalfR schrieb: Ein normaler Kassettenrecorder oder ein Tapedeck stellen mit Sicherheit keine 3V zur Verfügung.
Ich kann nur die üblichen Verfahren (s.o.) probieren.
Ich weiß ja nicht, ob ich unnormale Geräte habe, aber etliche Portabeldecks wie Sony WM-D6C, WM-D3, sowie sämtliche MD-und DAT-Portis und alle digitalen Field Recorder haben Mikrofoneingänge mit plug-in power. Natürlich nur welche, die eine 3,5 mm-Buchse besitzen.
Die Stromaufnahme liegt übrigens in der Größenordnung von 500 μA.
Das übliche Anschlussschema einer Kapsel mit zwei Anschlüssen:
R=2,2...10 kΩ
C= 100 nF...1 μF
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Genau Holgi, das wollte ich auch mal ausprobieren.
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Das Problem hat sich nun gelöst. Mit einer kleinen USB-Sound"karte" funktioniert das Mikrofon so, wie es soll. Hier ist die Spannungsversorgung in Ordnung.