AKAI GX-260D mit Problem
#1
Hallo,

ich habe ein GX-260D hier mit einem kuriosen Problem.

Aber vorneweg, was habe ich bereits gemacht:
Testen konnte ich das Gerät vorher nicht, da ein Mikrotaster hinter der Blende einen satten Kurzschluß verursacht hatte. Ich habe dann gleich alle Taster getauscht und geprüft, dass alle korrekt schalten.

   
   
Auf PB und Record- Platine habe ich die Trimmer getauscht, da alle komplett schwarz waren. Die Einstellwerte der neuen Trimmer habe ich von den Alten bis zum Einmessen erstmal übernommen.

   
Dazu habe ich alle Schiebeschalter komplett zerlegt und gereinigt. Waren auch komplett schwarz. Auch Der Source/Monitor Schalter bekam die gleiche Behandlung.

   
   
Dazu noch eine komplette Reinigung, neue Riemen und entmagnetisiert.

   
Jetzt zum Problem:

Wenn ich ein Band abspiele, geht nur der rechte Kanal und das rechte VU. Speise ich über LineIn ein Signal ein und schalte um auf Source, spielt nur der linke Kanal und das linke VU. 
Eine Aufnahme geht nur im rechten Kanal, links wird nichts aufgenommen. Das habe ich mit Mono-Aufnahmen überprüft.
Alle mechanischen Funktionen sind i.O (Play, Spulen, Reverse Mode).

Ich bin mir sicher, das ich bei meinen Arbeiten nichts vertauscht habe, da ich jede Menge Fotos gemacht habe und auch die Farben der Litzen mit dem Schaltplan verglichen habe.
Bevor ich an eine umständliche Signalverfolgung gehe und alles durchprüfe:

Hat jemand so einen Fehler oder ähnlich schon mal gehabt? Was stimmt hier nicht?

Gruß Erik
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#2
Nachdem ich mir den Schaltplan angeschaut habe, werde ich mir mal den TapeSpeed Schalter anschauen. Die Geschwindigkeitsumschaltung der Motoren passt zwar, aber es gibt ja den zweiten Schalter, der über eine Schiebestange im unteren Teil verbunden ist. Der wirkt  auf die Playback Platine.

Zumindest ein Ansatz..

   
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#3
(17.08.2025, 21:40)techniker67 schrieb: Nachdem ich mir den Schaltplan angeschaut habe, werde ich mir mal den TapeSpeed Schalter anschauen. Die Geschwindigkeitsumschaltung der Motoren passt zwar, aber es gibt ja den zweiten Schalter, der über eine Schiebestange im unteren Teil verbunden ist. Der wirkt  auf die Playback Platine.

Dieser Umschalter schaltet nur ein RC-Glied der Entzerrung um.
Seine Funktion hat keinen Einfluss auf den beschriebenen Fehler.

Die Fehler bei Wiedergabe findest du am schnellsten mit Signalton vom Band und einem Oszillografen.
Alles andere ist Rätselraten.

Gruß Jan
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#4
Hallo Erik,

etas verwundert bin ich schon. 
Da besitzt du wirklich meisterhafte Fähigkeiten, was die Überholung der Schalter angeht und so eine eigentlich simple Angelegenheit bereitet dir dann Schwierigkeiten. 
Wie mein Vorredner und Namensvetter Jan bereits schrieb, mußt du da per Signalverfolgung und systematischer Messung herangehen.
Anders geht es nicht.

Gruß, Jan
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#5
Hallo Erik,

ich kann mich da meinen Vorredner nur anschließen. Mein Tipp, schaue die gereinigten Schalter nochmal an. Eventuell ist da was nicht richtig zusammengesetzt.

VG
Frank
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#6
Hallo Jungs,

das ich mit ner Signalverfolgung nur weiter komme, war mir fast klar. Ich hatte nur auf euer Schwarmwissen gehofft, falls so ein Fehler schon mal da war. :-) Wegen Zeit sparen und einfacher Weg…
;-)


Ich werde zuerst mal die Kontakte der gereinigten Schiebeschalter prüfen . Vertauschen kann man da eigentlich nichts, da die „verpolungssicher“ symmetrisch aufgebaut sind und direkt auf den Platinen verlötet werden. Aber sicher ist sicher.

Danach gehts ans Eingemachte.

Gruß Erik
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#7
Hallo,

da ich einige Tage nicht am Gerät arbeiten konnte, jetzt erst meine Rückmeldung.

Ich habe den Fehler endlich gefunden. Ursache war zwei vertauschte Anschlüsse an der Rec. Amp. Platine ( Pin 9 und 10). Habe mich am Platinen- Layout orientiert und natürlich nicht an meinen Fotos. Erst der Abgleich mit dem Schaltplan brachte die Erlösung. Im Schaltplan ist der Schirm auf Pin 10, im Platinen- Layout auf Pin 9.

   

   

Ich habe jetzt nochmal alle Anschlüsse mit Fotos und Schaltplan überprüft. Wenn man es nicht gleich richtig macht, macht man es halt zweimal.  Undecided

Jetzt gehts an Köpfe einstellen und einmessen auf LPR35.  Bei diesem Reverse Gerät nochmal ne Hausnummer. Habe Beiträge gelesen, das ggf. die BIAS Einstellung etwas haklig ist.

Gruss Erik
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#8
Guten Abend,

wie erwartet gibt es Probleme beim BIAS einstellen. Gemäß SM S16./Pkt. 5 soll man mit den TC1/2 Kondensatoren den max. Output einstellen. Das würde ja bedeuten, das es einen „Kipp-Punkt“ geben müsste. Schon beim TC2 (Norm./Links) finde ich kein Maximum. Ich kann den Kondensator komplett reindrehen ohne diesen Punkt zu erreichen. 
Habe mich dann mal an S.17 den Frequenzeinstellungen versucht. Auch hier bekomme ich keine stabilen Werte. Wenn ich die Werte für 2k/20k mal stabil gleich hatte, waren sie nach der nächsten Messung wieder instabil. Zudem gab es dann gelegentlich unschönes Rauschen auf den Kanälen. Wenn ich Zwischenfrequenzen wie 10k mal eingespeist habe, waren diese Werte stellenweise auch weg von den 2k/20k Werten. Sollten dann ja eigentlich auch stabil sein, mit geringen Abweichungen.
Optisch scheinen die Kondensatoren noch i.O., zumindest sind die Federplätchen noch intakt.
Ich vermute ich werde wohl auf die Variante der Reihenschaltung,wie unter
https://hpm-elektronik.de/
beschrieben, umbauen müssen. Eventuell hängt es ja auch mit dem LPR35 Band zusammen.

Bevor ich aber einen Fehler im Messaufbau habe, meine Frage:
- Wie müssen die Line - Regler bei der Frequenzgang- Messung stehen? Der Generator soll ja mit -16dB speisen. Dazu steht -20VU. Also VU auf -20 einstellen? siehe Skizze Fig.15
- Mit welchem Pegel speise ich die 1kHz bei der Max. Variante S.16/Pkt.5 ein? Dazu Line -Regler auf max?

Fragen über Fragen.

Playback Level ist übrigens eingestellt. Entmagnetisiert und gereinigt ist ebenso. Als Pegelmesser habe ich ein RFT MV20 und ein PM20 zur Auswahl.

Gruß Erik

   
   
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