07.08.2025, 17:05 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.08.2025, 20:20 von havox.)
Aus den Informationen zu einem Grundig-Justierband habe ich die Information entnommen, dass der Abschnitt für die Kopfhöheneinstellung für Viertelspur eine 2,8mm ± 0,03 mm breite Spur enthält, die von der unteren Bandkante 2,57 mm entfernt liegt.
Es wird dann die Kopfhöhe so eingestellt, dass der Pegel in Spur 1 und 3 gleich ist.
Um zu verstehen, wie das geht, musste ich mir erstmal eine Zeichnung machen
Hier ist sie:
Ah ja. Jetzt verstehe ich das Könnte man eventuell mit einen 0,75 mm Trennspur-Kopf nachproduzieren, auch wenn dann die Spurbreite eher 2,8 mm - 0,03 mm sein dürfte.
Leider ist das Grundig-Band, was gerade bei ebay angeboten wird, das Halbspur-Band, nicht das Viertelspur-Band, lediglich die Information für beide ist im Karton Aber es wäre ja eh die Frage, in was für einem Zustand das ist...
Info: Ich hatte die Spuren zunächst 1-3-2-4 nummeriert nach einem Bild aus dem Netz. Daher die Anmerkung von bitbrain2101. Bei anderen Bildern ist es aber 1-2-3-4 nummeriert. Hat das was mit Stereo bzw. Mono zu tun? Dann wäre aber 1-4-2-3 für Stereo richtiger. Wie auch immer…
sollte es nicht heißen "dass der Pegel in Spur 1 und 2 gleich ist." ??
MfG, Tobias
Irgendwie sind die Spurnummerierungen bei verschiedenen Bildern im Netzt nicht einheitlich. Ich editiere mal den Beitrag auf die Nummerierung, die zur Beschreibung des Grundig-Bands passt. Danke für den Hinweis!
(07.08.2025, 17:17)Micha94 schrieb: Ordentliche, neue Messbänder gibts bei Peter Ruhrberg.
Das stimmt. Aber das selbst zu machen, ist einfach eine schöne Herausforderung. Und mein selbst produziertes Halbspur-Kopfhöhen-Einstellband kann sich durchaus hören bzw. messen lassen Testergebnis eines Profis: Würde ich kaufen, wenn ich nicht schon eins hätte
08.08.2025, 07:22 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.08.2025, 07:32 von JUM.)
(07.08.2025, 17:05)havox schrieb: ...
Ah ja. Jetzt verstehe ich das Könnte man eventuell mit einen 0,75 mm Trennspur-Kopf nachproduzieren, auch wenn dann die Spurbreite eher 2,8 mm - 0,03 mm sein dürfte.
...
Ich denke, besser wäre es, aus einem bespielten Vollspurband mit einem höhenverstellbaren Halbspur-Löschkopf die nötigen Bereiche oben und unten in zwei Durchgängen heraus zu löschen.
Der übrig bleibende bespielte Bereich dürfte dabei auch etwas größer als 2.8 mm sein, damit man etwas mehr Pegel zum Messen hat.
VG Jürgen
Könnte man auch machen, besser ist da aber Peter Ruhrbergs Lösung mit zwei Löschköpfen. Andernfalls muss man ja nach dem ersten Löschdurchlauf die Einstellung für diesen Schritt aufgeben.
Die Höheneinstellung exakt hinzubekommen, ist ausgesprochen aufwendig!
Für mich mit meinen Möglichkeiten wäre es daher die Lösung, einen Kopfträger für die A700 so einzurichten. dass das Justierband mit einer festen Einstellung wiederholt erstellt werden kann.
Wenn mir noch einmal so ein Kopfträger über den Weg läuft, werde ich das mal versuchen. Ich habe ja noch deutlich abgenutzte, aber funktionsfähige Schmetterlingsköpfe aus meiner C270 da.
(08.08.2025, 08:06)havox schrieb: Könnte man auch machen, besser ist da aber Peter Ruhrbergs Lösung mit zwei Löschköpfen. Andernfalls muss man ja nach dem ersten Löschdurchlauf die Einstellung für diesen Schritt aufgeben.
Die Höheneinstellung exakt hinzubekommen, ist ausgesprochen aufwendig!
Bei Kopfhöheneinstellbändern für Viertelspur verwende ich einen AK, den ich mit stark erhöhtem Bias betreibe und lasse das Band mindestens 5x durchlaufen.
Für die Höheneinstellung des AK ist Carbonyleisenpulver enorm hilfreich. Besonders wenn man das vollspurig aufgezeichnete Band auf Spur 2 und 3 (= Innenspuren) löscht, sieht man jede Unsymmetrie im Spurenbild bereits mit bloßem Auge.
Die Präzision der Bandführungen ist der kritischste Punkt bei allen Kopfhöhen- und Spaltjustagebändern.
Grüße
Peter
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08.08.2025, 09:01 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.08.2025, 09:51 von havox.)
Sehr interessant, danke für die Einsichten!
Das Sichtbarmachen der Spuren erlaubt eben auch das genaue Vermessen der Spuren. Mangels Carbonyleisenpulver habe ich einfach eine große Eisenmutter auf 1000er Nassschleifpapier unter Isopropanol geschliffen und das Pulver mit Isoprop auf das Band gebracht. Für den Hausgebrauch geht das so
Hier das 2mm - Trennspurband, Bemaßung ist im 10:1 Massstab.
Bis dahin hat es einige Zyklen Höhenverstellung - Vermessung gebraucht
09.08.2025, 09:24 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.08.2025, 20:21 von havox.)
Gut. Dann spinne ich das mal weiter, Ausgang ungewiss
Auf jeden Fall muss ich wohl nicht auf einen weiteren A700-Kopfträger warten, weil die komplette Taumelplatteneinheit inkl. deren Basis dieselbe ist wie bei der B77
Das heißt, ich kann die Einheit, die für das 2mm-Trennspurband eingestellt ist, durch eine andere ersetzen, ohne die Einstellung zu verlieren.
Ein Aufnahmekopf mit 0,75mm Trennspur liefert ein solches Bild:
Vielleicht bespiele ich aber trotzdem erstmal noch 250m PER368, bevor ich das anfasse…ob das noch alles passt, muss ich aber natürlich trotzdem in Vorversuchen kontrollieren..
Zunächst werde ich ausmessen, ob ich beim Schmetterlingskopf den linken Kanal verwenden kann, sprich, um welchen Betrag er dann tiefer gesetzt werden muss. Wenn der Einstellbereich der Taumelplatte nicht reicht, dann muss er eben für die Nutzung des rechten Kanals ordentlich hochgesetzt werden.
Edit: Einfach zu rechnen - der Kopf muss rechnerisch ca. 0,93mm tiefer gesetzt werden. Die Taumelplatte hat aktuell 2mm Spielraum. Das muss natürlich auf dem A700 Kopfträger nicht so sein, aber trotzdem sieht das wohl ganz gut aus.
(09.08.2025, 09:24)havox schrieb: Zunächst werde ich ausmessen, ob ich beim Schmetterlingskopf den linken Kanal verwenden kann, sprich, um welchen Betrag er dann tiefer gesetzt werden muss.
Danke für das Bild!
Daraus ergibt sich für mich die ein oder andere Frage: Welchen Spielraum lassen die beiden recht eng beieinander liegenden entscheidenden Bandführungen links vom AK und rechts vom WK?
Praktischer gefragt, wie sieht es aus mit der Stabilität des Azimut?
Jede Azimutschwankung bedeutet zugleich ein "Wandern" des Bandes senkrecht zur Laufrichtung, was die Stabilität der Trennspuraufzeichnungslage beeinflusst.
Grüße
Peter
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09.08.2025, 11:27 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.08.2025, 13:30 von havox.)
Ich habe da einfach mal ein Video von dem soeben erstellten weiteren 2mm - Trennspurband gemacht. Es läuft ein Abschnitt vom Bandende und zwar auf der Revox C270 mit 0,75mm Trennspur-Köpfen. So bekomme ich ein auswertbares Signal.
Das obere Anzeigegerät zeigt links die Goniometeransicht für den Azimut, die untere die RTA-Ansicht. Auf den jeweils rechten Seiten die Pegel.
Ich denke, das spricht dafür, dass weder die Bandführungen der A700 noch der C270 ein wesentliches Spiel zulassen, oder?
09.08.2025, 13:23 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.08.2025, 11:53 von havox.)
Ich habe dann mal mit den Vorbereitungen für das geplante Viertelspur-Einstellband angefangen.
Den A700-Kopfträger habe ich mit dem 0,5 mm Trennspur-Aufnahmekopf versehen:
und den Kopf grob voreingestellt. Passend für die untere (rechte Spur).
Erstes Ergebnis - hier habe ich beide Spuren aufgenommen. Der Azimut stimmt auch noch nicht, kann man gut erkennen!
Jetzt kommt die Feinarbeit, nämlich die Spur so zu legen, dass bei Viertelspur die Kanäle 1 und 2 die gleiche bespielte Bandbreite bekommen. Die hängt ja sowohl von der Lage als auch von der Breite der Spur (hier zu 2,7 mm bestimmt) ab. Das ist eine deutliche Runde kniffliger als das Trennspurband herzustellen.
Aber die Machbarkeit scheint mir schon mal prinzipell gegeben zu sein. Die Breite der Spur vom Schmetterlings-Aufnahmekopf ist natürlich schon knapp... kann sein, dass dann pro Viertelspur-Spur nur 50µm bespielte Breite bleiben.
Auf einer Radtour habe ich noch ein bisschen weiter überlegt. Vor dem unvermittelt hinter einem Baum am Ende eines Gefälles auf die Strasse radelnden kleinen Mädchen habe ich trotzdem nach einer Vollbremsung rechtzeitig angehalten
Also:
1. insgesamt belegen 4 1mm breite Spuren + 3 0,75mm breite Trennspuren 6,25 mm Band. Die übrigbleibenden 0,05mm verteile ich dann mal auf die Ränder. Messtechnisch sind 0,025mm zwar schwer zu erfassen, aber ich will ja richtig rechnen.
2. ich muss mich für die Positionierung an der Spurmitte orientieren. Diese entspricht der Mitte der Spur 2 bei Viertelspur, liegt also 0,025+1+0,75+(1/2)mm = 2,275mm vom Rand entfernt.
10.08.2025, 14:12 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.08.2025, 20:13 von havox.)
Moin,
ich bin dann mal kurz vor dem Ziel
Die Mitte der Spur sollte ja nach meinen Berechnungen bei 2,275 mm vom Rand liegen.
Nach der letzten Feineinstellung, das ist jeweils nur ein minimales Weiterdrehen der Höheneinstellschraube (siehe Bild) habe ich mich auf 2,243 mm herangerobbt
Jetzt habe ich die Schraube nochmal um einen ähnlichen Betrag weitergedreht und nehme dann eine längere Strecke Band auf. Da ich den rechten Kanal bespiele, muss das Band dann zur Verwendung auf der Viertelspurmaschine umgekehrt abgespielt werden.
Es bleibt spannend!
Und hier läuft die Produktion. Input 1000Hz, +6 dB
gar nicht mal soooo übel Auf jeden Fall liegt die Spur wohl ziemlich gut. Es schwankt zwar einigermassen, aber da trägt die relativ einfache Bandführung der B77 sicher einen Teil dazu bei, zusätzlich dazu, dass ja nur irgendwas zwischen 0,05 und 0,1 mm Spur vom Wiedergabekopf erfasst wird. Da machen ein paar Hundertstel mm Schwankung halt schon was aus.
Mal sehen, was die Viertelspur A700 dazu sagt…und an der Azimutschraube sollte ich auch noch drehen, möglichst in der richtigen Richtung
10.08.2025, 17:10 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.08.2025, 17:11 von havox.)
Die A700 sagt, der Azimut ist gar nicht so übel, aber bei ihr passt die Wiedergabe-Kopfhöhe nicht exakt zum Band. Der rechte Kanal ist nicht nur niedriger, sondern zappelt auch etwas rum. Aber der bekommt ja auch praktisch kein sinnvolles Signal mehr…
Moin,
ich habe nach Kontrolle der Wiedergabelevel mittels Vollspur-Testband die Kopfhöhe der A700 angepasst. Eine Vierteldrehung der Einstellschraube nach links reichte aus. Über Beobachtung der Bandposition am Kopf ist eine solche Änderung übrigens nicht auffällig.
Vorher:
Nachher:
Ich habe den Portamonitor jetzt an das High-Com II (Einstellung „Pass“) angeschlossen, nicht an den A720-output. Die Cinch-Stecker des PoMo passen an den Revox-Buchsen nicht so gut…
Abgesehen vom Azimut sieht das ganz gut aus, finde ich. Den werde ich noch versuchen zu verbessern. obwohl ich bei der Aufnahme des Bandes keine direkte Kontrolle darüber habe.
(11.08.2025, 07:58)havox schrieb: Eine Vierteldrehung der Einstellschraube nach links reichte aus. Über Beobachtung der Bandposition am Kopf ist eine solche Änderung übrigens nicht auffällig.
Und das ist noch eine vergleichsweise große Änderung
(11.08.2025, 07:58)havox schrieb: Abgesehen vom Azimut sieht das ganz gut aus, finde ich. Den werde ich noch versuchen zu verbessern.
Nicht selten kommt es vor, selbst bei professionellen Köpfen, dass die Spalte nicht exakt fluchten (Spaltversatz = gap scatter). Manchmal reicht es auch, wenn die Teile der Spalte, die mit dem Bandfluss in Kontakt kommen, versetzt sind. Dann bekommen man einen Phasenversatz selbst dann, wenn die köpfe nach Azimutprüfband und Eigenaufnahme penibel eingestellt wurden.
Vor allem dieses Phänomen hat mir vor 7 Jahren die Auswahl meiner Bezugsköpfe nicht gerade erleichtert.
Grüße
Peter
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11.08.2025, 14:41 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.08.2025, 19:43 von havox.)
Ich habe noch etwas Arbeit reingesteckt und das Ergebnis verbessert. Der Azimut ist zwar immer noch nicht ganz perfekt, aber für meinen Anspruch gut genug
Spurlage auf dem Band (wie immer im 10fach-Massstab):
„Rechts“ und „links“ ist die Orientierung bei der Aufnahme, im Test liegt dann die bespielte Spur oben.
Und ein Video nach Justierung des Wiedergabekopfs der A700:
Der steht jetzt wieder so wie in Bild 1 in #27. Eine möglichst genaue Azimuteinstellung ist also schon wichtig. Die Lage der Spur auf dem Band ist aber jetzt auch praktisch auf dem Soll.
Ich könnte natürlich an dem „Produktionskopfträger“ einen Viertelspur-Wiedergabekopf montieren, dessen Azimut nach Azimut-Testband und dessen Höhe nach meinem aktuellen Band einstellen (in mehren Zyklen) und dann könnte ich die Aufnahme live monitoren und den Aufnahmekopf direkt in Azimut und Höhe anpassen Hmmm. Heute nicht mehr Es möchte noch das zweite CD-Regal aufgebaut werden.
12.08.2025, 12:23 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.08.2025, 07:14 von havox.)
Beim ersten Ausprobieren wird eine Komplikation sichtbar…ich muss den Wiedergabekopf ja „kopfüber“ montieren, damit ich die aufgenommene Spur richtig abtaste
Eine Weile später
Ich habe den Wiedergabekopf mal testweise kopfüber mit dünnem Doppelklebeband auf der Taumelplatte montiert. Um zu sehen, ob das dann das gewünschte Ergebnis bringt, hat es gereicht, aber natürlich nicht zu mehr. Also habe ich den Kopf nun in dieser Position mit 2K-Kleber auf die Taumelplatte geklebt. Der Kleber muss jetzt aushärten, morgen geht es dann weiter.
Wer sich jetzt kopfschüttelnd fragt, wieso ich nicht gleich die obere Spur des Aufnahmekopfs verwendet habe - dazu hätte ich den Kopf läppen müssen. Durch den Versatz läuft das Band ja auf bisher nicht benutzten Kopfbereichen. Bei der oberen Spur störte das, bei der unteren nicht.
13.08.2025, 15:17 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.08.2025, 15:20 von havox.)
Moin,
ich habe jetzt bei dem Testband sowohl den Pegel drastisch erhöht als auch den Azimut deutlich verbessert. Hinterband kommen bei der Halbspurmaschine, auf der die Aufnahme läuft, 200mV raus (0 VU wären hier 0,775 V).
Die Spurlage sieht dann so aus (zur Feier des Tages habe ich dann auch mal ein Stativ beim Fotografieren verwendet )
Auf der Viertelspur A700 kommen dann die Signale mit -5dB VU vom Band. Die Frage nach breiteren Spuren stellt sich somit wohl nicht mehr, zudem denke ich, dass die schmaleren Spuren eine höhere Einstellgenauigkeit erlauben.
Und natürlich gibt es auch ein Video von der A700-Wiedergabe.
(13.08.2025, 15:17)havox schrieb: Die Frage nach breiteren Spuren stellt sich somit wohl nicht mehr, zudem denke ich, dass die schmaleren Spuren eine höhere Einstellgenauigkeit erlauben.
Meine Rede.
(13.08.2025, 15:17)havox schrieb: Wer möchte beta-testen ? ManiBo? Noch wer?
Ich wäre dabei
Grüße
Peter
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hallo Hans-Volker,
das ist ein fesselnder Beitrag, hätte nicht gedacht, dass das so in die Tiefe geht. Kompliment.
Ich benutze zur 4-spur-Einstellung ein altes Grundig 468A, wenn es nötig ist. Ansonsten bin ich eher für 2-spuren zu haben...
mfg Harald
14.08.2025, 09:15 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.08.2025, 10:03 von havox.)
Ja, man muss sich da schon reindenken und tüfteln. Macht aber total Spass mal etwas zu kreieren, anstatt Defekte an Maschinen zu reparieren
Die Youtube-Kommentare fallen natürlich so in der Art aus „Was machst du da und wozu soll das gut sein?“
Die Sendungen an die Beta-Tester sind unterwegs, ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse. Ich rechne mal ganz entspannt mit „0,06mm zu tief“ - 0,05mm zu hoch“ oder so .
Ach ja: die Bänder sind in abspielbereiter Orientierung!
(14.08.2025, 09:15)havox schrieb: Ja, man muss sich da schon reindenken und tüfteln. Macht aber total Spass mal etwas zu kreieren, anstatt Defekte an Maschinen zu reparieren
Schön zu hören, dass es wenigstens einen gibt, der das auch so sieht wie ich.
(14.08.2025, 09:15)havox schrieb: Die Youtube-Kommentare fallen natürlich so in der Art aus „Was machst du da und wozu soll das gut sein?“
Ist doch klar, dass einige sich nicht zu schade sind, ihre Ignoranz weltweit zur Schau zu stellen. Darf ich an den schönen Satz von Paul Zwiky erinnern: „Manchmal sagen Leute nur einen einzigen Satz, und man weiß daraufhin, dass jedes Argumentieren sinnlos bleiben muss.“
(14.08.2025, 09:15)havox schrieb: Die Sendungen an die Beta-Tester sind unterwegs,
Danke!
(14.08.2025, 09:15)havox schrieb: Ich rechne mal ganz entspannt mit „0,06mm zu tief“ - 0,05mm zu hoch“ oder so
Wenn ich daran denke, wie ich angefangen habe
Grüße
Peter
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14.08.2025, 12:50 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.08.2025, 12:54 von havox.)
Ich habe mal ein Aufnahmemuster von meiner A77 mit original verlackten Köpfen gemacht und an das Bild vom aktuellen Einstellband gesetzt:
Könnte also noch 30µm nach unten versetzt werden; so wie es jetzt ist, wäre der freie Rand an der Bandkante um die 30µm. Aktuell bei der A77 im Test sind es um die 60 µm. Aber bei diesen Dimensionen wird es schon schwierig, einen genauen Messwert zu bekommen. Irgendwo da liegen dann auch die unvermeidlichen und daher zu akzeptierenden Toleranzen.
Statt den bespielten Bereich zu verschieben, könnte ich vielleicht auch ein zu erreichendes Pegelverhältnis L zu R spezifizieren. Aber da muss ich nochmal drüber nachdenken, ob das eine allgemeingültige Aussage werden kann.
Richtig schick wäre natürlich eine Tabelle, die zu einem Pegelverhätnis den Abstand der linken Spur zum Bandrand angibt
Ich höre jetzt mal auf, zu spinnen
Mal schauen, was die Betatests ergeben Ich bin gespannt!
14.08.2025, 13:25 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.08.2025, 13:28 von Peter Ruhrberg.)
(14.08.2025, 12:50)havox schrieb: Statt den bespielten Bereich zu verschieben, könnte ich vielleicht auch ein zu erreichendes Pegelverhältnis L zu R spezifizieren. Aber da muss ich nochmal drüber nachdenken, ob das eine allgemeingültige Aussage werden kann.
Richtig schick wäre natürlich eine Tabelle, die zu einem Pegelverhätnis den Abstand der linken Spur zum Bandrand angibt
Das Einzige, was ich aus SRT-Beständen dazu beitragen kann, ist diese Tabelle für Trennspuraufzeichnungen, sofern diese dem Abstand der WK-Spalte entsprechen:
Anmerkung: "+" bedeutet, bei Schichtlage innen Kopf nach unten versetzen.
Grüße
Peter
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14.08.2025, 16:00 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.08.2025, 16:13 von havox.)
Super, das weist den richtigen Weg ich mache dann mal weiter in der Richtung!
Ich habe erst einmal eine Tabelle gemacht. Abstand vom Rand meint der nicht vom Spalt für Kanal 1 des Wiedergabekopfes erfasste Bereich an der Bandkante.
Die gelbe Zeile ist der aktuelle Stand mit etwas "geglätteten" Werten. Die rote Schrift stellt den "verbotenen" Bereich dar (Spur ragt über die Bandkante hinaus).
Gerechnet habe ich mit dieser Formel: x dB=20*LOG(WURZEL(Spurbreite 1/Spurbreite 2))
die Daten habe ich dann auch noch in ein Mathegrafik-Programm eingegeben:
Die rote Kurve ist die Regression.
Da kann man sich dann den gewünschten Randabstand auswählen, das geht dann natürlich auf Kosten der mittleren Trennspur, wenn der über die errechneten 25µm erhöht wird.
Aktuell würde gleicher Pegel L und R bedeuten, dass der Rand bei 22µm liegt, also fast auf dem Punkt. Aber meine Viertelspurmaschinen mit vermutlicher Werkseinstellung sind eher auf einen etwas höheren Randabstand eingestellt.
Jetzt bin ich noch gespannter, was der externe Beta-Test sagt!
14.08.2025, 20:13 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.08.2025, 20:41 von havox.)
(09.08.2025, 17:29)havox schrieb: 1. insgesamt belegen 4 1mm breite Spuren + 3 0,75mm breite Trennspuren 6,25 mm Band. Die übrigbleibenden 0,05mm verteile ich dann mal auf die Ränder. Messtechnisch sind 0,025mm zwar schwer zu erfassen, aber ich will ja richtig rechnen.
Jetzt habe ich erst registriert, dass die Bandbreite nicht 6,3 sondern 6,35 mm beträgt Wie peinlich…
Also wäre der anzupeilende Randbereich nicht 0,025 sondern 0,05 mm breit…
Nun ja. Ist ja noch im Rahmen der Korrekturtabelle. Ich korrigiere mal die Bemaßung im Bild von heute früh und prüfe die Auswirkung auf die Korrekturtabelle/-grafik.
So, erledigt:
Bei den Überlappungsbereichen und dem gemessenen Randbereich ergeben sich keine Änderungen, das verschwindet in der dritten Stelle hinter dem Komma. Die Korrekturtabelle/-grafik bleibt damit auch unverändert. Lediglich der anzupeilende Randbereich ändert sich, wie oben schon vermutet. Das passt dann auch zu der Werkseinstellung der A77
Praktischerweise werden in CorelDraw die Bemaßungen beim Vergrößern der Grafik automagisch neu berechnet
14.08.2025, 20:38 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.08.2025, 20:39 von Peter Ruhrberg.)
(14.08.2025, 20:13)havox schrieb: Jetzt habe ich erst registriert, dass die Bandbreite nicht 6,3 sondern 6,35 mm beträgt Wie peinlich…
Mach dir keine Gedanken.
Die Bandführungen sind 6,35 mm breit.
Die Breite des Bandes wird von BASF mir 6,3 angegeben, von Agfa wechselweise mit 6,3 oder 6,25 mm.
Mit einer Mikrometerschraube kannst du es selber prüfen.
Grüße
Peter
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Nun ja, 1/4", also 25.4mm/4 macht 6.35mm, das wäre also theoretisch die korrekte Breite. Ein solches Band würde in ebenfalls genau 6.35mm breiten Führungen allerdings klemmen, weshalb man es um eine Winzigkeit, ich weiss nicht genau wieviel, schmaler macht, so dass noch kein unzulässiges Seitenspiel und damit Höhen- und Azimuthabweichung auftritt.
15.08.2025, 10:56 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.08.2025, 10:59 von havox.)
Es gibt einfach Toleranzen, über die man sich im Klaren sein muss.
Und die Einstellungen ab Werk sind hier auch durchaus verschieden
Meine A77 nimmt mit ca. 0,08 mm Randbereich auf.
Mit dem aktuellen Testband ergibt sich für den linken Kanal ein ca. 6 dB höherer Pegel als für den rechten.
Meine (zufällig als NOS) erworbene B77 nimmt mit 0,23 mm (!) Randbereich auf.
Mit dem aktuellen Testband ergibt sich bei 0dB für den linken Kanal ein Pegel von -24dB für den rechten.
Wobei natürlich die Frage ist, wieweit die Werkseinstellungen für Aufnahme- und Wiedergabekopf übereinstimmen … auch da gibt es sicher Abweichungen. Und Ungenauigkeiten der Bandführung kommen noch dazu.
Meine aktuelle Empfehlung für die Einstellung des Wiedergabekopfes mit dem aktuellen Testband wäre daher ein um die 6dB höherer Pegel auf dem linken Kanal gegenüber dem rechten. Wobei das Beta-Testband freilich nicht als Messmittel freigegeben ist
Mein Betaband ist heute angekommen, Danke an Hans-Volker.
Eine Frage oder ein paar dazu.
Wie ist das Band beschrieben?
Sind die Spuren so aufgezeichnet, dass sich bei korrekter Justierung kein Unterschied ergibt?
Sind die Spuren versetzt aufgezeichnet und es ist mit einem Unterschied von ???dB zu rechnen?
Deine oben genannten 6dB, gilt das für deine fehljustierte Revox, oder für eine richtig eingestellte Maschine?
Ich putz gleich mal meine N4520 und fang an zu messen.
Gruß Mani
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
15.08.2025, 12:20 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.08.2025, 12:29 von havox.)
Ich würde die aktuelle Einstellung meiner A77 bevorzugen, ich denke, der unbeschriebene Randbereich hat hier einen guten Wert.
Das Band enthält nur eine einzige Spur, die schmale Streifen der vom Viertelspurkopf erfassten Spuren für links und rechts abdeckt sowie alles was dazwischen liegt. Da liegt dann eben die Gegenspur für den rechten Kanal und daher auch meine Warnung, das Band besser nicht „verkehrtherum“ abzuspielen.
Dann wäre die Zielvorgabe „links 6dB mehr als rechts“ bei der Wiedergabe ab Testband.
Bei den Toleranzen der Bandbreite, der Werkseinstellungen von Bandmaschinen u.a. ist nicht leicht zu entscheiden, was denn nun richtig ist. Aber vielleicht können wir da gemeinsam eine Entscheidung treffen.
Schau einfach mal, welche Werte du bei deinen Maschinen bekommst, und poste die hier! Und nichts verstellen
15.08.2025, 12:48 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.08.2025, 12:49 von Peter Ruhrberg.)
(14.08.2025, 21:54)Analoghoerer schrieb: Nun ja, 1/4", also 25.4mm/4 macht 6.35mm, das wäre also theoretisch die korrekte Breite. Ein solches Band würde in ebenfalls genau 6.35mm breiten Führungen allerdings klemmen, weshalb man es um eine Winzigkeit, ich weiss nicht genau wieviel, schmaler macht, so dass noch kein unzulässiges Seitenspiel und damit Höhen- und Azimuthabweichung auftritt.
Vielleicht helfen diese Angaben weiter:
DIN 45512:1955
DIN 45512:1985
IEC 94-6:1990
Grüße
Peter
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