05.08.2025, 19:33 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.08.2025, 19:41 von Analoghoerer.)
Die Spule soll die Impedanz des Emitters nach Masse für hohe Frequenzen erhöhen und war ursprünglich dazu gedacht, Verstärkung und Demodulation (an der B-E Diodenstrecke) amplitudenmodulierter HF Signale, die möglicherweise durch das angeschlossene Kabel aufgefangen werden, zu unterbinden. Da heute in unseren Breiten keine AM Großsender mehr aktiv sind, ist dieses Risiko nicht mehr so groß, dafür gibt es aber andere lokale HF-Schweinereien durch nicht hinreichend störarme Billig-Elektronik. Derartige Schaltungmaßnahmen sind daher auch heute noch von Bedeutung und sollten nicht entfernt werden. Das Audiosignal wird durch die geringe Induktivität der Spule im interessierenden Frequenzbereich nicht beeinflusst.
Derartige vor dem Pegelsteller liegende Eingangsstufen benötigen einen möglichst großen Aussteuerbereich, deshab die zusätzliche Gegenkopplung mit R106.
06.08.2025, 15:55 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.08.2025, 15:55 von Analoghoerer.)
Die Transistorstufe ist doch über C 103 und C106 an Ein- und Ausgang gleichspannungsmäßg entkoppelt, R 106 wirkt nur für das Audiosignal. Die ein- und ausgangsseitige Peripherie ist natürlich gleichspannungsfrei, das Betätigen des Pegelstellers R 114 würde sonst möglicherweise Geräusche verursachen, wenn da Gleichspannung anläge (Umladung des Koppel-C zur Folgestufe).