wer kann sich erklären , warum am Löschkopf Vorwiderstände eingefügt werden ?
Hab ich ehrlich gesagt noch nie gesehen , soll hier der Löschgenerator geschont werden oder die Löschspannung gesenkt .
Keine Ahnung
Bitte Entschuldigung für die Bildqualität , ging nicht besser . Die WIderstände haben 4,7 Ohm
charly
Ich bin nicht sooo der Experte und weiss nicht, um was für ein Gerät es sich da handelt, aber mit den Widerständen sieht mir das nach irgendeiner Bastellösung aus. Vielleicht wurde der Löschkopf ja mal gewechselt und der "neue" hatte nicht die passenden Daten, da hat man das mit den Widerständen dann angepasst. Sinnvoll ist sowas nicht, da die Widerstände ja einen Teil der Leistung des Oszillators, die man ja eigentlich fürs Löschen haben möchte, auffressen.
29.07.2025, 14:01 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.07.2025, 14:07 von bitbrain2101.)
Wenn der originale Löschkopf durch ein anderes Modell ersetzt wurde, kann es sein, dass der Ersatz-Löschkopf heiß geworden ist. Vielleicht bleibt er jetzt mit den Vorwiderständen kühler ?
MfG, Tobias
P.S. Ist das ein 2-Spur Gerät ? Dann könnte das auch mit der Kompensation bei der Aufnahme von einer einzelnen Spur zusammen hängen.
Als Ersatzschaltung für das abgeschaltete Löschkopfsystem bei einspuriger Aufnahme wird üblicherweise eine Spule mit gleicher Induktivität wie der des Löschkopfes und ein Parallelwiderstand, der die Spulengüte auf die des Löschkopfes verringert, eingesetzt. Der Widerstand ist manchmal einstellbar, um die Oszillatoramplitude dem Wert bei Betrieb mit dem "echten" LK System angleichen zu können. Manche Hersteller (zB. Uher) haben auch nur eine Spule verwendet, deren Güte von Hause aus genau an das LK System, das diese ersetzen soll, angepasst war, so dass der Widerstand entfallen konnte.
Serienwiderstände zum LK können wirklich nur Sinn machen, wenn dieser elektrisch nicht zum Oszillator passt, zB. zu niederohmig ist und am Übertrager keine geeignete Anzapfung vorhanden ist. Den Schwingkreiskondensator muss man dann aber auch ändern, weil durch die falsche Induktivität des LK dann auch der Oszillator verstimmt wird. Es besteht hierbei auch das Risiko, dass der Oszillator durch eine solche Anordnung überlastet wird (im Falle eines Röhrengeräts meist nicht so kritisch, bei starker Überlast schwingt er gar nicht erst an oder setzt wieder aus).
Bei Profimaschinen wird oft ein Widerstand mit kleinem Wert in den Fußpunkt des LK gelegt, um den Löschstrom messen zu können. Ich kann nicht erkennen, welche Bandmaschine hier abgebildet ist.
Grüße
Peter
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Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)
29.07.2025, 20:36 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.07.2025, 20:43 von Analoghoerer.)
Diesen Reihenwiderstand am Fußpunkt des Kopfes kenne ich nur von Aufnahme- bzw. Kombiköpfen, um den Vormagentisierungsstrom für einen groben Vorabgleich bzw. zur Fehlersuche rückwirkungsfrei messen zu können, Messung des Löschstromes hatte ich bisher noch nicht auf dem Schirm. Von Profigeräten hab ich allerdings null Ahnung. Es wäre aber eine Erklärung für die Widerstände auf dem Foto, von deren Größenordnung her würde es ja auch passen. Sie müssten dann zwischen kaltem Kopfende und Masse liegen, was ja leicht festzustellen wäre.
Obwohl...jetzt fällt mir was ein: In Geräten, welche die Lautsprecherendstufe im Aufnahmemodus als Oszillator nutzen, gibt es manchmal einen niederohmigen Widerstand zwischen Löschkopf und Masse, an diesem wird die Rückkopplungsspannung abgenommen, um die den LK speisende Endstufe zum Schwingen zu bringen. Der LK bildet hierbei zusammen mit einer Reihenkapazität einen Saugkreis, welcher die Schwingfrequenz bestimmt. Das wurde beispielsweise in verschiedenen RFT Cassettengeräten (zB. Minett) so gemacht, der Widerstand ist da aber niedriger (irgendwas <1Ohm).
Beim hier vorliegenden Gerät halte ich sowas aber für ausgeschlossen.
Vor vielen vielen Jahren habe ich bei einer revox Werkstatt in Planegg bei München einen neuen LK für eine A77 gekauft, damals wurden mir vom Werkstattleiter auch zwei Widerstände dazu gegeben, die ich parallel zu den Spülensystemen an den Kopf löten sollte. Bei den Ersatzköpfen wurde irgendwas geändert im Vergleich zu den originalen. Vielleicht ist das hier auch so ein Fall?
(30.07.2025, 04:56)hannoholgi schrieb: Das unscharfe Foto zeigt m.E. eine Revox A700. Bei meiner sind da keine Widerstände eingebaut.
Hab gestern im SP der A700 nachgesehen, da sind sie auch nicht drin.
In der A800 gibt es sie (R109), ebenso wie im SL1 der M15 A (R80).
Um diese Geräteklasse geht es hier wohl nicht.
Grüße
Peter
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(30.07.2025, 05:53)David77 schrieb: Vor vielen vielen Jahren habe ich bei einer revox Werkstatt in Planegg bei München einen neuen LK für eine A77 gekauft, damals wurden mir vom Werkstattleiter auch zwei Widerstände dazu gegeben, die ich parallel zu den Spülensystemen an den Kopf löten sollte. Bei den Ersatzköpfen wurde irgendwas geändert im Vergleich zu den originalen. Vielleicht ist das hier auch so ein Fall?
Das kenne ich bei der A77 nur von Wiedergabeköpfen, weil so eine Überhöhung der hohen Frequenzen umgangen werden kann (im WV ist die Entzerrung ab Werk bekanntlich fest eingestellt).
Grüße
Peter
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ja es ist eine A 700 von einem Freund , der will seine Maschine auf Viertelspur umbauen und hat über KA den kompletten
Kopfträger erstanden und da waren die Vorwiderstände verbaut .
Hab mal noch ein etwas besseres Foto gemacht .
Brauch man die evtl. beim Umstellen auf 4 Spur um die Last am Löschoszi anzu passen oder könnte man die auch entfernen .
Der Löschkopf ist von Wölke sollte also an die A 700 passen .
30.07.2025, 12:17 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.07.2025, 12:27 von Gyrator.)
....es sieht nach meinem tech. Wortverständnis nicht nach einem Vorwiderstand aus. Ein solch benannter stellt nach meinem Verständnis immer einen Serienwiderstand vor der eigentlichen Last dar. Das Schmuddelbild scheint jedoch eher einen Parallelwiderstand zur Last zu zeigen.
PS: Mein zuvor erlerntes Wissen liegt jedoch schon Jahrzehnte zurück. Möglich dass man nun den Begriff eher nach der realen mech. physischen Positionierung verwendet.
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!
(30.07.2025, 12:17)Gyrator schrieb: Das Schmuddelbild scheint jedoch eher einen Parallelwiderstand zur Last zu zeigen.
So sieht es für mich auch aus. Wobei ich farbenblindes Huhn die Farbe des dritten Rings von rechts nicht erkennen kann. Rot oder braun oder wie oder was?
Grüße
Peter
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(30.07.2025, 13:38)Peter Ruhrberg schrieb: So sieht es für mich auch aus. Wobei ich farbenblindes Huhn die Farbe des dritten Rings von rechts nicht erkennen kann. Rot oder braun oder wie oder was?
Für mich sieht der golden aus, passt auch, gold = x 0,1
Nein , die Widerstände lagen beide je in Reihe zum Löschkopf .
Am schwarzen Anschlußdraht , 4,7 Ohm . Maschine löscht in dieser Konstellation einwandfrei .
Ah..ja, jetzt macht das natürlich Sinn. Die Viertelspur LK würden den Oszillator weniger belasten bzw. zu viel Leistung bekommen, also verheizt man den Überschuss in den Parallelwiderständen.
Wollte mir das mal in der Schaltung anschauen, aber das SM bei studerundrevox ist unvollständig, die Schaltungsunterlagen (Abschnitt 8 und 9) fehlen. Tanya hat auch nix, sehr merkwürdig.
(30.07.2025, 15:22)Analoghoerer schrieb: Wollte mir das mal in der Schaltung anschauen, aber das SM bei studerundrevox ist unvollständig, die Schaltungsunterlagen (Abschnitt 8 und 9) fehlen.
Vielleicht hilft das ja weiter ...
Grüße
Peter
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30.07.2025, 16:43 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.07.2025, 16:49 von optacord414.)
(30.07.2025, 06:18)Peter Ruhrberg schrieb:
(30.07.2025, 05:53)David77 schrieb: Vor vielen vielen Jahren habe ich bei einer revox Werkstatt in Planegg bei München einen neuen LK für eine A77 gekauft, damals wurden mir vom Werkstattleiter auch zwei Widerstände dazu gegeben, die ich parallel zu den Spülensystemen an den Kopf löten sollte. Bei den Ersatzköpfen wurde irgendwas geändert im Vergleich zu den originalen. Vielleicht ist das hier auch so ein Fall?
Das kenne ich bei der A77 nur von Wiedergabeköpfen, weil so eine Überhöhung der hohen Frequenzen umgangen werden kann (im WV ist die Entzerrung ab Werk bekanntlich fest eingestellt).
Gibt es dazu eine Service-Mitteilung von Revox ?
Ich meine mich zu erinnern, daß Parallelwiderstände an einer neuen Serie von Aufnahmeköpfen benötigt wurde.
Grund war, wenn ich mich recht entsinne, daß die BIAS- Einstellung (10 KHz-Maximum nicht erreichbaren ?) nicht korrekt möglich war.
30.07.2025, 18:06 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.07.2025, 18:14 von Peter Ruhrberg.)
(30.07.2025, 16:43)optacord414 schrieb: Gibt es dazu eine Service-Mitteilung von Revox ?
Ich meine mich zu erinnern, daß Parallelwiderstände an einer neuen Serie von Aufnahmeköpfen benötigt wurde.
Grund war, wenn ich mich recht entsinne, daß die BIAS- Einstellung (10 KHz-Maximum nicht erreichbaren ?) nicht korrekt möglich war.
Danke für die Erinnerung mit den Parallelwiderständen an den neueren AK der B77 & PR99. Das hatte ich schon fast veralzheimert. Diese Lösung war jedenfalls unaufwändiger als der Ersatz der Bias-Trimmer durch höhere Werte.
Die Änderung der Schaltung am WK lässt sich an den Schaltplänen zwischen 1968 und 1984 nachverfolgen, speziell zwischen 1976 und 1984 (beides MK IV).
Grüße
Peter
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Ja, richtig - das widerum hatte ich nicht auf dem Schirm...
Ich erinnere mich aber, daß ich schon öfter A77 auf dem Tisch hatte, bei denen an Stelle des 47K parallel zum Kopf bei 19 cm/s ein Wert von 100 K bestückt war.
Hierüber ist in den SM nichts zu finden.
(30.07.2025, 15:22)Analoghoerer schrieb: Wollte mir das mal in der Schaltung anschauen, aber das SM bei studerundrevox ist unvollständig, die Schaltungsunterlagen (Abschnitt 8 und 9) fehlen.
Vielleicht hilft das ja weiter ...
Danke!!
Existiert dieses SM im Netz auch irgendwo in vollständiger Form? Google ist da irgendwie hilflos.
Die Adresse https://www.reeltoreel.nl/ ist ein Spiegel des ehemaligen Studer FTP-Servers, originaler und vollständiger anderswo nicht zu finden ! Das ist bei mir die 1. Adresse für Revox und Studer Manuals.