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Hallo zusammen,
aufgrund der mir zugeeilten Kassetten habe ich nach langer Zeit meine beiden
Decks mal wieder aktiviert. Nun habe ich beim Akai festgestellt, dass der Unterschied
zwischen Aufnahme und Wiedergabe extrem unterschiedlich ist.
Wenn ich die Aufnahme auf 0dB aussteuere, kommt die Wiedergabe gerade mal auf -8dB.
Steuere ich das Hinterband bei Aufnahme auf 0dB, knallt die Aufnahmequelle bis auf Anschlag durch!
Spiele ich "alte" Kassetten mit dem Akai ab, sind sie ebenfalls sehr leise, während das
Technics RS-BX747 selbst da fast optimale Wiedergabe anzeigt!
Die Tonköpfe sind sauber.
Ich weiß nicht, ob ich das als Laie verständlich erklärt habe!?
Kann man am Akai die Wiedergabelautstärke, ähnlich wie beim Kopfhörerausgang,
verstellen? Oder was könnte sonst "defekt" sein?
Gruß
Hörbie
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Lassen sich die betroffenen MCs auf dem GX75 einmessen ?
Wenn nicht, dann ist das die Sache mit den verharzten Gelenken der beiden GAs - hatten wir schon öfter hier bzgl. GX75/95
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Hörbie schreibt, daß der Pegel bei bereits bespielten Tapes auch zu niedrig ist.
Dann hat's erstmal weniger mit der Einmesserei zu tun.
Viele Grüße
Jörg
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Möglich wäre ein total verstellter Tonkopf, aber von allein schwer verstellbar. Wahrscheinlich hilft hier erst einmal eine Pegelcassette. Als Hilfsmittel könntest du mit dem Technics einen 400 Hz Ton mit 0dB aufnehmen und auf dem Akai wiedergeben. Schau mal wie weit die Pegelanzeige beim Akai damit ausschlägt.
Viele Grüße
Michael
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Die von Kuni angesprochenen verharzten Gelenke erscheinen mir noch am wahrscheinlichsten.
Weder Pegel noch Kopf verstellen sich von selbst.
Viele Grüße
Jörg
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Hallo zusammen,
erst mal vielen Dank für Eure Tipps.
Das kann verstehen, wer will, aber ich hab' jetzt das Akai an einen anderen Anschluss am DS-5
angeschlossen und jetzt sind die Pegel fast gleich! Auch das Abspielen der bespielten Kassetten
ist besser. Kann das am DS-5 liegen?? Da hab' ich ja noch 3 Bandmaschinen angeschlossen und
dahingehend noch keine Probleme gehabt!
Meint Ihr mit GA die Gummiandruckrollen? Dann würde ich da auch mal rangehn.
Gruß
Hörbie
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Mein Kenwood KX-4520 hatte zwar keinen zu niedrigen Abspiel-, dafür aber Aufnahmepegel. Hier half nur das hochregeln mit den Potis auf der Platine.
Ich denke, dass hier Bauteilalterung schuld gewesen ist und das bei dir vielleicht ähnlich sein könnte, wenn mit dem Bandpfad alles passt.
Viele Grüße
Alex
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16.07.2025, 19:57
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.07.2025, 19:59 von Kuni.)
Ja, GA = Gummiandruckrollen.
Ansonsten kann das durchaus an madigen Kontakten an den Steckern oder vlt eher den Unschaltern im DS-5 gelegen haben. Ich würde da auf keinen Fall an irgendwelchen Einstellungen drehen solange nicht eindeutig klar ist, daß das Ursache ist.
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Alles klar, danke Euch!
Im Moment stell' ich mal nix um, da es ja akzeptabel funktioniert.
Der Klang ist auch super.
Seltsam finde ich allerdings auch, dass die Wiedergabe-Lautstärke der
CD deutlich höher ist, als die Wiedergabe der Aufnahme von Kassette,
obwohl der Wiedergabe-Pegel der Kassette um die 0dB liegt.
Könnte es da sein, dass ich den Wiedergabe-Poti auf der Platine
hochdrehen müsste, um eine insgesamt höhere Wiedergabe-Lautstärke
des Akais zu haben? Beim Technics-Deck ist die Wiedergabe-Lautstärke
deutlich näher an der CD-Wiedergabe!
Gruß
Hörbie
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Hörbie, die Wiedergabe-LS an den Buchsen hat halt nix mit den 0dB an der Anzeige zu tun.
Wenn man von dB spricht, dann redet man immer von einem Verhältnis einer Größe zu einem Referenzwert (bzw. Bezugswert).
0dB können also in absoluter Spannung alles mögliche sein.
Die 0dB an der Anzeige des Decks markieren ja letzten Endes den Punkt, an dem der Hersteller den besten Kompromiß zwischen Bandsättigung und Verzerrung (Klirr) sieht.
Üblicherweise entspricht das 775mV am Line-Out. Das MUSS ABER NICHT so sein.
Ich hatte schon etliche Decks, bei denen im SM gefordert wird, den Ausgangspegel auf xyz (>775mV) einzustellen.
OBACHT: Das ist dann aber nicht der Wiedergabepegel, also im Sinne des "Playback" Pegels den man mit dem Bezugsband einstellt, sondern lediglich eine Anhebung des Pegels an den Line-Out Buchsen.
Mal angenommen, Deine Decks definieren 0dB am Line-Out bei 775mV und Dein CDP definiert die 0dB bei 900mV, dann hast Du genau den Effekt, den Du beschreibst.
Das kennen wir alle daher, daß verschiedene Quellen beim umschalten unterschiedlich laut sein können.
Daher haben manche VV dafür eine anpassende Einstellung, bzw an manchen Decks finden man deswegene einen Knopf für den Line-Out Pegel.
Wieso das Ganze ?
Im Heimbereich konnt man sich wohl nie weltweit einigen, sondern hatte irgendwelche regionalen oder Hersteller-spezifischen Gewohnheiten.
Bin kein Profi, aber im Studio-Bereich ist es ja wohl so, daß dort (uA aus den genannten Gründen) ein Pegel genormt wurde.
Somit sind Studiogeräte untereinander im Pegel immer kompatibel und 0dB am einen Gerät sind gleich 0dB am anderen,
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Japanische Decks stellen am Ausgang nicht selten nur ~400mV bereit
Das ist dann schon recht leise, aber is halt so
Viele Grüße
Jörg
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Okay, danke Euch! Dann werde ich erst mal nix umstellen.
@Kuni: wenn ich Dezibel sehe/lese, denke ich halt immer gleich an Lautstärke
Meistens vergesse ich nur, die Lautstärke zu reduzieren, wenn ich von
Kassette auf z.B. CD umschalte....die beste Art, sich selbst zu erschrecken
Gruß
Hörbie
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Die "0dB" Ausgangspegel bei den Consumer Cassettendecks und Bandgeräten sind äusserst unterschiedlich, selbst beim selben Hersteller ist das je nach Gerätemodell verschieden. Bei den alten Grundig-Cassettendecks, zB. CN930, gabs auf der Rückseite ein kleines Löchlein, durch das man mit einem Schraubendreher ein Trimmpoti erreichen konnte, mit dem sich der 0dB Ausgangspegel zwischen ca. 0.5 und 1.5V nach Belieben einstellen ließ.
Auf einen festen Bezugswert (0dB entsprechend 1.55V symmetrisch) kalibriert sind die Ausgangspegel nur in der Studiotechnik.
Gruß Holger
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